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17.11.2014 Menschen aus und in Alstaden und Kalle hat keine Zeit wegen des Heizungseinbaus




Eigentlich müsste man mal eine (Foto)-Serie machen: Liebe, nette, sympathische Menschen in Alstaden. Doch wenn man damit begönne, könnte man gar nicht mehr aufhören, weil es eben nur liebe, nette, sympathische Menschen in Alstaden gibt. Oben auf den Fotos ist einer dieser Menschen zu sehen. Ich habe ihn "erwischt" auf der Eingangstreppe zur "Flotte" im Flockenfeld. Also flott ein paar flotte Fotos von einem flotten, jungen Mann an der Flotte geschossen und flott ins Netz gestellt. Genau das habe ich ihm, dem jungen Mann versprochen, als er danach fragte, wo er die Fotos, die ich von ihm mache, denn sehen könne. Ich stell sie bei Flickr ins Internet, sagte ich. Er verstand's nicht so recht, weil er Flickr nicht kannte. Darum die Fotos nun in diesem Blog in der Hoffnung, sie mögen ihn erreichen. Hier sehen Sie sie, die Fotos. Endlich! Vielleicht sogar auf  der FacebookFanseite 'Oberhausen'. Und ich wünsche mir und Ihnen, dass es Ihnen weiterhin gut gehen möge. Mindestens so gut, wie an dem Tag an dem ich Sie fotografierte.

- "Tach Kalle."
- "Tach Heinz."
- "Watt'is Kalle, bis'se nervös, odda wat bis'se so hibbelich.!"
- " Kehr Heinz, ich happ'e Handwerkers in mein Häusken. Ich muss zurück zu dat Ulla un' kuck'n dat allet richtich läuf'."
- "Wat krisse denn gemach' in Dein Häusken."
- "Die mach'n mich neue Heizkörpers in den Wohnzimmer. Für Energie un' so. Ulla hat die Fitriene ausgeräump' un' schon von'ne Want abgerück, damit'ti besser an'ne Anschlüsse komm'!"
- "Dann geh schnell un' helf Dein Ulla, abba lass'mich noch'n Schluck aus Dein Flachmann nehm'n, bevor'se gehs'."
- "Hier has'se Heinz, spätzenz Übbermorgn happ'ich widder mehr Zeit un' erzähl Dich der Trick von der Erwin weiter."
- "Mach' schön, Kalle. Bis dann."

06.11.2014 Kleine Läden und Auswahl in Alstaden und Kalles Hausbesitzer renoviert einfach nicht Haus und Heizung

Flockenfeld / Lickenberg


Flockenfeld/Lickenberg



Wohnt und lebt man in Alstaden, dann hat man sie - wie hier zu sehen - die Große Auswahl. Aber man hat auch die Qual der Wahl. Man geht hin. Der Weg ist fußstapfend & verheißungsvoll vorgezeichnet. Kommt der Großen Auswahl immer näher, steht kurz davor, und sieht ... sieht? ... dass man nichts sieht; nichts, das auszuwählen wäre. Und das ist dann die wirkliche Qual der Wahl; denn wo nichts angeboten wird, da ist auch nichts zu wählen und schon gar nichts auszuwählen. Was bleibt ist der Schein. Und die interessanten Spiegelungen. Die Spiegelungen der eigenen Person und die Spiegelungen der gegenüberliegenden Häuser-Fassaden im blinden Glas der dunklen Schaufenstern, in denen es allerdings nichts mehr zu schauen gibt. Der Rest ist gähnende Leere.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Muss. Un' selps?"
- "Muss auch."
- "Has'se schon'gemerk''? Immer weniger von'ne Lädens hier in Alstad'n. Allet dicht. Sieh'ße?"
- "Stimmp, sach' mein Ulla auch. All die kleine feine Lädens, die'ma an'ne Ecke war'n sin' weck. Immer sieh'ße nur Viddiobudens, Aldi un' Penni un' so'ne große Lädens auf'e Bebel und die Alstadener Straße."
- "Genau, ma eb'n um'me Ecke geh'n, Stück Wuast un' Stück Käs' oder Brot kauf'n un 'n geflecht'n Assbach kannze hier nich' mehr. Un' grad mit mein AOK-Schopper is' dat doch allet so schwer."
- "Hömma Heinz, ma' wat ann'eres; Du hass' doch die Sockens .....?"
- "Kehr Kalle, getz hör' mich entlich mit'ie scheiß Sockens auf. Wenn ich dich dat mit die Sockens un' der Orgassmuss von mein Gerda erzähl'n will, dann tu'ich dat. Abba nich' wennze mich mit Deine Fragerei auf'n Kecks gehs'. Versteh'se?"
- "Nä, dat mein ich nich'. Ich mein weg'n ganz no'male wa'me Mauk'n un'ne Heizung in Deine Bude. Is' bei Dich richtich wa'am?"
- "Ja, ich hap von der Mongtör die Heizung letzens noch einstell'n lass'n, läuf top Kalle. Allet waa'm in' Daa'm!"
- "Siehs'se, un' ich un mein Ulla frier' mich ein' app un' muss alle paa' Wochens de Luff aus'se Heizkörpers lass'n, weil dä Hausbesitzer immer noch der alt'n Heizungskram in Keller hat un' unser klein Häusken nich' vernünftich renneviert un' iseliert!"
- "Du bis doch in'ne Rech'schutz Kalle, geh' zu'n Rech'sverdreher un' mach den Eig'ntümer heiße Mutterklötzkes unter sein' Aa'sch!"
- "Weiß'e ein'n?"
- "Ää'sche weiß'ich ne Menge, brauch'se nur in Rathaus kuck'n."
- "Nä'ich mein 'n Rechtsverdreher?"
- "Geh' zu der Dokter Keller auf'e Mülheimer, der is' auf so'wat spezallisiert!"

28.10.2014 Punkt 24 Uhr auf dem Friedhof und Kalle und Heinz wollen Geister werden

Vermessungspunkt auf dem Friedhof Alstaden
Punkt!! Da ist er. Der Punkt. "." Der Vermessungspunkt. Mitten auf dem Alstadener Friedhof zwichen Flockenfeld und Heiderhöfen ist dieser Vermessungspunkt so vermessen, einfach auf dem herbst-rauen Boden dort herumzuliegen. Meist unbeachtet von den andächtigen, grabpflegenden Friedhofbesuchern. Aber zur mitternächtlichen Stunde ist er sehr geschätzt von den in Ewigkeit Ruhenden zur Orientierung im raumzeitlosen Universum ihrer fortwährenden Abwesenheit. Hier treffen sie sich. Die ruhelosen, halloweenen Geister, um des Nachts ihren verwesenden Schabernack zu treiben und um immer wieder erneut zu versuchen, die unmöglichen Eckpunkte der unbegreifbaren Ewigkeit zu vermessen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Macht der Blutdruck, Heinz?"
- "Zu hoch, Kalle."
- "Hömma, an'ne richtige Stelle, kann so'n ordentlich'n Blutdruck doch ganz schön sein?!"
- "Wie meinz'e dat, Kalle??"
- "Kehr Heinz, bis'su schwer von Kappee. Ich mein' an Dein Moppet! Da 'n or'ntlich Druck un' app dafür!!"
- "Ja, abba genau da happ'ich dä nich', dä Druck. Da is'ser hängelich, schlappich, niedrich."
- "Wo has'se der denn?"
- "In'ne Pumpe un' in Kopp."
- "Un' wat sach'der Dokter, Heinz?"
- "Kein Assbach! Kein Stumpen!"
- "Un' getz?"
- "Wat: Un' getz, Kalle?"
- "Kehr, wat mach'se getz, Heinz?"
- "Assbach! Un' Stumpens! Dat mach'ich!!"
- "Un' wennze davon stirps'?"
- "Dann bin ich alle, Kalle!!" 
- "Kumma, wir machen dat so Heinz: Ich sauf weiter für mein prognosziert'n Leberschaden un' Du für Dein Schlaganfall. Un' wenn wir dann in'ne Kiste auf'n Alstadener Friedhof lieg'n, treff'n wir uns nach's als Geisters an der Vermessungspunk', zieh'n durch Alstaden, un' erschreck'n die geile Keulens, wenn die mit so'n lufftich Püschama in'ne Pofe lieg'n."
- "Abba Kalle, ich kann doch nich um'me Häusers zieh'n, ich bin doch ap der Pinnockio appwärz gelämp, un' der Schopper kommp' doch nich' mit in Grap?!"
- "Kehr Heinz, alz Geist tu'ße doch schweb'n. Da brauchs'e kein AOK-Schopper mehr. Da brauchs'e nich'ma' Füße! Da schwep'se, un' schwep'se, un' schwep'se ... wie auf Wolke sieb'n!"
- "Kalle, Du bis'n echt'n Kumpel. Tu mich schnell 'n Schluck von dein Flachmann für zum Üb'n von schön sterb'n."
- "Wat'iss ein'tlich mit'ti Oargassmusssockens, Heinz??"
- "Happ'ich feddich, Kalle. Erzähl'ich Dich die Tage!"

20.08.2014 Eisessen beim Adria mit Wundertüte








Willze lecker Eis essen, geh'se im Flockenfeld gegenüber vom Küchenladen bei den Adria. Eis Café Adria hat allet, wat lecker is'. Nur zurzeit eher Scheißwetter als Eiswetter. 

An schönen warmen Tagen sitzt der gemeine Alstadener hier am Eiscafé auf'm Bürgersteig - links Wand rechts parkende Autos oder rechts Wand links parkende Autos. Löffelt stoisch sein Eis und raucht sich einen. Oder auch nich', wenn er an'ne Gesundheit denken tut.
Im Vorbeigehen kannze Dir auch einfach eins aufe Faust nehmen. Zum Beispiel die Wundertüte, für nur drei Euro. Wo gibet dat heute noch?!! 'N Wunder, ne Tüte un' ein' an'ne Waffel. Na klaa, gibet nur in Alstaden bei den Adria auf'm Flockenfeld. 
Also, Leute: Hingehen, lecken, schlecken un' glücklich sein. Besonders wenn die Sonne über Alstaden lacht wie damals die Kumpels über'n dreckigen Witz. Früher war Staublunge. Heute is' Eisessen mit Rauchen! "Ach, hör' mich doch auf mit Dein blöden Pessemissmuss, Mensch!"