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30.12.2014 Schavan in Oberhausen und der unheilge Geist zitiert ein Gedicht von Au Weh Ling

Mieder FÄRBER Elsässerstraße

(Text & Bild HG. Everhartz)

Na, es geht doch!! 
Stadtmitte im Aufwind! 
Exklusiv! 
Gesichtet. 
Frau (ohne Dr.) Schavan in Oberhausen auf der Elsässerstraße vor’m Schaufenster von Miederwaren Färber. 
Ich weiß zwar nicht, was Frau Schavan hier an extraveganer, scham'mucker Unterwäsche kauft und wovon sie anlässlich der aufreizenden Dessous träumt … 
…. ?!-!? ...
… Aber ….
…. wenn die kraftvolle, traditionelle Oberhausenerin sich zur ganz privaten Silly-Vester-Party für den biermüden Oberhausener Ehemann ins amouröse Abenteuer stürzen möchte, dann trifft sie die textilen Vorbereitungen dazu genau HIER, bei Färber. Und dann schlüppert bei sie die Post ab! ...
... der dazu notwendige Hering kommt natürlich auch …. später …?! … wenn das noch nackte Neue Jahr gerade begonnen hat und der Kater seinen Buckel zeigt.


- Sach’ma, mitti Namens, iss' noch immer nix, wa?
- Nich’ datt’ich wüsste!
- Kehr, immer wenn ich in der Spiegel glotz, kuck mich der Robert Lembke mit seine Frage an: Wer binn'ich?
- Iss' abber so, ich happ allerdinx von den FAUST gehört, datt so'n Name wie Hugo in den Geistigen Raume steht!
- Hugo tät pass'n ... hört sich an ... wie bisken hoch an eine gewisse Stelle! Apropopo hoch, iss' an Sillwester watt mit Aa'beit?
- Klaa' ... wir müss'n doch als bunte Flämmsken alle  mitti Raketens in der Himmel mach’n, so mit Knall un’ Wuppdich.
- Scheiß ... datt'iss immer so heiß an Steiß!
- Hömma, ma watt anneres ... hasse dat Schavan inne Elsässer geseh'n, wie datt anne Schlüpper steht?
- Ja! Hat der Bekloppt'n doch widder fottografiert.
- Dabei is datt Schavan doch getz bei'n Papst inne Anstellung ... in Rom ... in so'n klein Boot, in so'n, sach'ma schnell? ... in so'n watti Kahn!
- Un' dann tut die Schlüppers kauf'n ... für der Paps’ … iss’a zu'n Schiessern?
- Muss' wohl. Vielleicht’ für sein Urbi mit Orbi?!?
- Kehr, wenn'ich an all die jung'n Schnallens inne Welt denk mit ihr'n Stringszeux unt'n anne obere Beine ... un' so ... hömma, da wird' mich abber ziemlich ungeistich!
- Datt seh'ich, Dein Flämmsk'n glüht da unt'n bisken rot, fass' wie'n Fixstern.
- Tja ... wie schriep diesen pollitisch'n, chinesische'n Dichter aus Obberhausen - der großen Au Weh Ling - noch?: 

Erscheint ein Fick's-Stern Dich Sillwester, 
Kauf Dich eine Flaßhof-Schwester.

Dann wird Dich dein Pilloleck
widder tüchtich aufgeweck!

- Psssst.... kehr ... wenn der FAUST datt hört, krisse nie'n Name ... Du biss noch vielzuviel lebendich un’ unheilich für ein Geist.
- Hömmich auf mit der FAUST ... komm besser mit in Klumbarium 'ne Runde UrnenZocken … dann hamma' für Sillwester tüchtich Asche!!

28.12.2014 Mitten in Alstaden FAHRRADFAHREN VERBOTEN! BABCOCKWERKE und der Geist hat die Zeugung Jesu gelöst … geistich ...



(Text und Bild HG. Everhartz) Häuserkomplex Babcock-Allee / Breitenbach

Fahrradfahren verboten. Babcockwerke. Meine Güte, was ist aus der einst stolzen Weltfirma Babcock-Borsig AG an der Duisburger-Straße geworden. Ein unternehmerisches NICHTS! Zerschlagen in viele Stücke, verkauft an - zum Teil ausländische - Investoren, die mit dem Babcock-Rest ihren Profit machen & überall ihre üblen BilFinger drin stecken haben ... bis sie dann die ausgelutschten Reste wieder auf den Markt spucken.

Babcock war früher für uns in Oberhausen ein Wertbegriff: "Wo geh'se nach'e Schule!" - "Ich geh bei Babcock!" - "mach'se da?" - "Inne Lehre! Mein Onkel hat mich da schon'ne Stelle besoarch'!" - "Hass' Du abber gut, äh!"

Und? Was ist übriggeblieben

Hier an der Babcock-Allee, umme Ecke, ein Verbotsschild: Fahrradfahren verboten! Babcockwerke. Als hätten sie dadurch die Energiewende verhindern können, die sie "verschlafen" haben, die Herren Unternehmer. 
Stromeinsparen verboten! Babcockwerke.
Kraftwerke abschalten verboten! Babcockwerke. 
Dabei waren die mit ihrem einzigartigen Benson-Kessel mal Weltklasse.
Das Gleiche gilt natürlich auch für den Wohnungsbestand der Babcock-Borsig AG. 
AAAAAALLLLLEEEESSSS verkloppt!! 
... und die Mieter, die jetzt in den Häusern (siehe Bild) wohnen, müssen sich mit solchen Miet- und Wohnungs-Haien wie der Annington herumschlagen. .... aber .... WIR SIND OBERHAUSEN!!



- Tach Heinz.
- Tach Kalle. 
- Hasse gesehn, Heinz, inne letze Zeit macht der Bekloppten immer mit seine scheiß Geisters rum?
- Klaa, happ' ich datt geseh'n, Kalle. 
- Ers' müss'n wir uns für der hier in den scheiß Block ein Appquasseln un' dann läss'er uns einfach linx lieg'n.
- Also Kalle, ich happ gehört, datt WIR die Geisters sin'! Nur unter noch kein Nam'n. Wir sin' irnxwie inne Vergangenheit un’ inne Zukunft!
- Meinze wie in der scheiß' Film: 'Verrück' inne Zukumf'?!?"
- Kehr, watt hasse heut immer mit Dein 'scheiß', Kalle?"
- Weiß'nich Heinz, happ widder scheiß Depperesson.
- Kumma Kalle, als ein Geist geistern iss doch ga nich' so schlimm. Ich kann mein AOK-Schopper vergess'n, weil ich ja dann so'n bewechlich Flämmsken bin, un' Du kannz bisken besser als eine schöne Flamme Dein Sexuwallität in Dein Geiste ausleb'n.
- Wennze meinz, Heinz?!
- Komm Kalle, schiep mich ma schnell in den Klumbarium auf'n Alstadener Friedhof, damit wir in ein Geiste zu zweit transformeriert werden!

?-??-??-?-??-?-??-? … <<< VERWANDLUNG >>> ...??-?-??-??-??-?-??

- Un' wie fühlze Dich?
- Depperesson iss' wech, abber ich weiß nich' mehr wie ich heißen tu.
- Geht mich auch so ... abber der Schopper iss' wech un' ich kann schweb'n, un' anne Mauken tut'et nich mehr so fies juck'n.
- Abber wie sach'ich getz auf Dich?
- Weiß' nich'. Irnxwann ham’ma Namens. Abber wie der Dichter sacht: 'Namens sin Schall un' Rausch'.
- Dann heiß' ich abber lieber Rausch als wie Schall ... weiß'e weg'n der Melissengeiss'!
- Kehr, datt war doch nur'n Beispiel aus den Dichter seine Worte ... sach'ma: Watt macht Dein wissenschaffnerliche Forschung von wegens ... wie datt Chrisskind inne Maria reingeflutsch iss?!
- Happ' ich gelös'
- Wie datt?
- Kumma: Iss' so ... Gott erschien datt Maria als ein Heiligen Geist. Der Heiligen Geist erschien datt Maria als ein schönen Engel, der abber der heiligen Geist selps iss', der ein'tlich der Gott iss' ...
- ... Ja un dann?
- Dann hatt datt Maria zu der schönen Engel gesacht: 'Kehr Engel, datt pass' mich getz abber gaa' nich, Du schönen Schlingel ... ich bin grad ebendt auß'e göttliche Expressreinigung gekomm’n, un' von oben bis unten an alle mögliche Stellens ganz unverfleckt .. . bitte, nich' getz, Du ... vielleich späters, wenn dä Josef bei seine Lämmers iss'?!?
- ... Un wie weiter, erzähl'
- Kehr, dann war nich' mehr viel. Der schönen Engel sacht noch: "Fürchte mich Dicht!" odder so ähnlich ... un' schwupp war'er auch schon drinne. Zack, schnell sein geistich Moppet an, ei'ma Gas geben un' widder raus.
- Hömma, datt versteh'ich nich' ... wie iss' der übberhaupp da rein als ein so großen Engel?
- Iss' doch klaa. Als einen Gestaltlosen. Inne Bibel steht, datt der GOTT gede Gestalt annehm' kann .. also ERGO auch die Gestalt einet Gestaltlosen!! Hasset getz??!
- Datt is mich trotz datt ERGO zu hoch. Un watt hatt' datt Maria gemacht?
- Datt war ganz verzück' un' schwob auf Wolke sieben.
- Ach so, darum heiß' datt heute inne Kirche auch immer Entzücklika ... getz versteh’ ich datt!

26.12.2014 In Alstaden ist doch alles nicht so Schlimm und der Geist sucht nach dem richtigen Fleckenentferner

Schaufenster Alstaden Flockenfeld

(Text und Bild HG. Everhartz)

Wie man sieht, sieht man auf diesem Foto nicht all zuviel. Es scheint um eine Polsterei in Verbindung mit einer Schreinerei zu gehen. Beide mit Namen: Schlimm. Der Eine Peter, der andere Hans!
Und das Ganze hat - wie man ebenfalls sehen kann - wenn man es denn sieht, wohl einen Sprung … oder gleich mehrere. Irgendetwas stimmt hier nicht, scheint nicht in Ordnung zu sein; und man fühlt sich leicht zu der Aussage verleitet: Meine Güte, Peter … Meine Güte, Hans … is’ doch allet nich’ so schlimm."

Aber ausgerechnet bei der Polsterei kommt noch hinzu, dass da irgendetwas zuweilen nicht besetzt zu sein scheint … doch wenn bei der Polsterei schon etwas nicht besetzt ist, wie soll man dann auf Möbel sich setzen, die nicht gepolstert werden können, um sie zu besetzen?
Namen können Schlimm sein, besonders für die Namensträger. Und ich bin mir gewiss, dass sowohl Peter als auch Hans in Kinder- und Jugendjahren unter ihrem Nachnamen gelitten haben

So wie damals in den 50er Jahren in unserer Straße Kläusken Urbansky! 
Wir trugen alle “richtige” Namen, nur der Kläusken nicht. Wir trugen Namen wie Werbeck, Sondram, Vennemann, Görg, Höke, Link oder Everhartz. Urbansky war offensichtlich der Name eines Flüchtlings. Und manche Eltern haben damals ihren Kindern sogar verboten mit Flüchtlingskindern zu spielen.
Und wir Kinder waren grausam. Wir übernahmen das Vorurteil unserer Eltern und Kläusken durfte immer nur mitspielen, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ. 
So auch beim Fußball. Da war Kläusken immer die gaaaanz letzte Wahl … und Kläusken war ein hervorragender Fußballspieler, oft besser als wir Kinder mit den “richtigen” Namen. Aber dadurch wurde er nur noch mehr gehasst … bis eines Tages das dünne Kläusken dem dicken Sondram, der  der Stärkste aus unserer Gruppe und damit zugleich der Anführer war, so gekonnt Senge gab, dass der dicke Sondram flennte und davonlief. 

Danach hieß Kläusken für uns: Kläusken URBAN!!

_________

- Ich happ'et genau gesehen.
- Watt hasse gesehn?
- Datt mit den Schweif ... vorgestern, an Heilich Abend!!
- Ich weiß nix von der Schweif!
- Du hass der ja doch immer ma 'n bisken hinten hochsteigen lassen. Datt gehört sich nich'! Bessonn'ers wennze den immer so'n gewisse Form geb'n tus!!
- Kehr, hasse datt denn vorne in deinen KometeSternKopp nich mitgekrich'?! Plötzlich hattet nich mehr gerech’net, un' da kam Wind! Bö'ich, wie diese Windbojen von’ne Luftgeisters ... un' die ha'm mich der Schweif hochgemach'! Datt hatte nix mit die Möpse vonne Maria zu tun. Ährlich ... ich schwör' bei mein Leb'n!
- Abber du lebs' doch ga' nich' mehr!
- Watt'e nich sach's?!? ... iss' mich noch gaa' nich aufgefalle'n! 
- Hasse ein'tlich Gestern die neuen Glockens von den Joseff pimmeln gehört?
- Mich schimmpse wegen der verdammp'n "Schweif hinten bisken hoch", un' dann red'se von so'ne unna'ständige Glockens von einen Joseff … dä ich nich'ma kennen tu'!
- Dat is' ne Kirche, die Josef heißen tut ... un' der hat neue Glockens.
- Die!
- Nä, der!
- Et heiß doch die Kiarche un'wieso hatt 'ne DIE übberhaupp Glockens?
- Abber et heiß der Joseff, un' der hat nu'ma welche für zu'n Läuten.
- Kehr mit dich kamma nich' disketieren. Is genau wie bei dat Maria.
- Watt meinze damit?
- Ja, datt ... mitt dat mit ohne Fleckens!
- Ach Du meinz datt mit den Unbefleck'?!
- Genau ... ich frach' mich immer: War datt Maria inne Express-Reinigung, nach die Sache mit den Joseff mit seine tolle, neue Glockens?
- , in die iss doch dä Heiligen Geist gefahr’n.
- Ach soo!! -- ??!! ... Hömma, wenn datt doch gedes Jahr widder is, ... kann ich denn da mit den Heiligen Geist nich ma'ne Runde mitfahr'n? ... nur ma so, weiß’e, aus rein wissenschaff'liche Gründe, … nur umma zu kuck'n wie datt mit sein Fleck'nReiniger an den sein Moppett funxoniert ... sonz nix ... ährlich, ich schör bei ...
- …. Dein Lebe'n, ich weiß’et getz. Du schwörs' immer bei ein Leb'n, datte schon längs nich' mehr hass'.
- Ich mein ja nur….?!
- Ja, dann mein’ Dich ma’ schnell in Dein Aschenbecher … iss’ schon spät vor früh!

(Die Geister haben noch gar keine Namen ... schlagt welche vor!!)

24.12.2014 Heiliger Brauch in Alstaden und bei Regen kriegt der Geist scho'ma den Blues

Freundschaftsring am Haken in Alstadener Straße


Alter Brauch. Den kannte ich nicht. Jedenfalls nicht so. Aber er wird wohl auch nur im tiefsten, alten Alstaden praktiziert. 
Wie auf dem Foto zu sehen ist, hängen die Alstadener am Heiligen Abend gerne ihre Freundschaftsringe raus. Mit Vorliebe an kleine natürliche, putzige Haken, die der possierliche Alstadener oder die possierliche Alstadenerin an Dachrinne, Traufen und putzigen Regenabläufen aller Art an den Häusern in den dämmerigen schon heftig weihnachtlich eingestimmten Alstadener Straßen vorfindet. Wirklich sehr putzig!
Er bzw. Sie möchte wohl damit an diesem heiligen Tage, der eigentlich immer nur ein Abend ist, zum Ausdruck bringen, dass es ihm/ihr um Freundschaft geht. 
Einmal um die, die er selbst entgegengebracht bekommen möchte, zum anderen selbstverständlich auch um die Freundschaft, die er anderen entgegen bringen mag.
Ganz verwegene Alstadener & Alstadenerinnen hoffen sogar auf innigste Liebe. 

Auf DIE Liebe. 

Auf die EINE, die IHM begegnen möge. Oder: 

Auf den ANDEREN, der IHR begegnen möge. 

Und betrüge die Zeit des Austragens (nein nicht die des lokalen Wochen-Anzeigers) zwölf Monate statt der üblichen neun, so lägen im nächsten Jahr am 24.12.2015 sehr viele Christkinder in den modernen Krippen unserer Alstadener Bürger. 

Der HEILIGE ABEND das FEST DER LIEBE!! Mit dem Ergebnis schon Ende September!


- Hömma, is nass! Rechnet!!
- Bin ja nich' taub, dat seh ich.
- Scheiße ausgerechnet getz, wo wir der Komet mach'n müssen.
- Kehr, ich weiß, datt is’ beklopp'! Un' ma' muss da immer mitti GeistGasFlasche so kräftich pump'n, datt die Flamme nich' ausgeht. Abber watt willze mach'n. Iss an Heilich Abend numma unsern Job!!
- Warum müss'n wir unbedink in Alstaden inne Urne sein? Un' nich' bei die Bethelmanns un' bei die Jerusalämmers?!
- Schicksal. Kehr, der eine stirb da, der andere da.
- Wo? - ?! -? Wo .... Is schon widder ein abgekratz'? Ich seh kein'.
- Nä, Mann, ich mein datt doch ganz allgemein. Wie'ma so sacht: Geh'se nich hier, dann geh'se da! Zieh entlich Dein heilich Geistmützken an un' app dafür!
- Kehr, ich würd viel liebers heut der Esel in'ne Hütte mach'n. In Trock'nen!
- Der Esel bisse, un' der Esel mach'se immer, jeden verdammpen Tach mach'se der Esel. Abber heut mach'se der Komet’nschweif! Kappiert?!!
- Mit villeich’ .... -?-!-?? ... mit klein bisken hoch hinten?!?
- Nä, nich' mit bisken hoch hint'n einfach ganz nomal mach'se der!
- Daa'f ich an den heiligen Tach denn übberhaup kein Spass ha'm?
- Doch daa'fs'e. .... Nach'e Aufführung daa'fs'e in den neuen Dreh-Aschenbecher in den Alstadener Kollebarium so lank Karussell fahren, bisse so beGeistert biss, datt'e de Engels sing'n hörs'!
- Kehr, hömmich bloß mitti Engels auf, datt sin' doch allet GeisterTransen. Da nehm' ich mich liebers so'n klein hibbelich Glühwürmchen.
- Komm, quatsch nich'! ... Getz app in der dunkle, nasse Himmel!
- Kumma äh, kumma schnell ... hier an mein Flamme … ich krich der Geister-Blues!
- Mach bloß datt Deine Flamme widder gelb wird. An Heilich Abend gibbet kein blau'n Komet!!

23.12.2014 Hinterhof in Alstaden und warum heißt der Komet Komet


Hinterhof-Rückwand Daimlerstr. Richtung Breitenbach


Was? ... Hinterhöfe in Alstaden? 

Eigentlich gibt's so etwas ja nicht! Weil “richtige" Hinterhöfe nur in “richtigen" Städten mit “richtig" großen Häusern zu finden sind. 
Hinterhöfe in Berlin ja oder in Köln meinzwegen; oder in all den anderen großen, schnell gewachsenen Städten, den Ballungszentren, in denen schon um die Jahrhundertwende (1900!!) für die Menschen, die vom Lande ausgemergelt & hungrig in die Stadt flohen, Wohnsilos erbaut wurden.
Aber hier in Alstaden? Hier entstanden die kleinen Siedlungen für die Bergarbeiter. Die typischen Bergarbeiterhäusken. Meist zweistöckig, höchstens dreistöckig. 
Da sah man nicht von der Rückseite der Häuser in tiefe, meist dunkle Schächte, die an den Seiten durch hässliche, hochgezogene, nachlässig verputzte Wände eingegrenzt waren. 

Hier in Oberhausen sah man in kleine Gärten, in Nutzgärten, in denen für den Lebensunterhalt Obst und Gemüse angebaut wurde, um die Bewohner dieser Häuser zu ernähren. Und man sah das Stück Alstadener Erde hinter dem BergmannsHäusken, das den Kindern Platz zum Spielen und zur Entfaltung ihrer körperlichen & geistigen Fähigkeiten bot. 
Diese Sicht auf die Dinge hat sicherlich etwas vertraut - vielleicht sogar - verkitscht Heimatliches und beschönigend Nostalgisches. 

Denn heute gibt es dies alles nicht mehr!!! 

Und so scheinen wir Oberhausener oft abgeschnitten von unserer eigenen Geschichte. Doch die Mitglieder dieser Gruppe hier, "Die wissen, dass sie aus Oberhausen sind, wenn sie Ihre eigene Geschichte wieder aufleben lassen", verbinden in diesem neuen sozialen Medium bravourös die Vergangenheit ihrer Stadt mit der Gegenwart ... und das ist gut so!

Und diese Geschichte ist - wie ich meine - eingraviert in die Haut der Hinterhof-Mauer, die auf dem Foto zusehen ist ... und wir lesen in diesen Gravuren und erzählen sie denen, die noch wirklich wissen wollen, wo sie herkommen. Und wir sind die, die dies Wissen bewahren und zugleich den zukünftigen Oberhausenern als stadtgeschichtliches Erbe übereignen.

SENSATION: Walli Wolke wird ab sofort als Autorin in diesem Blog schreiben!! Ich freue mich, sie hier begrüßen zu dürfen.


- Sach ma, ?? - !! … datt mit der Komet?
- Watt ... mit der Komet?
- Ich mein datt mit der Name von der Komet? Wie kommp der Komet an der Name Komet?
- Wie biss du denn an Dein Name als noch Lebendigen damals gekomm'n?
- Von mein Vatter, denk ich'ma!
- Sisse, so ist datt mit der Komet auch!
- Meinze der Vatter von den Komet, der hieß auch Komet.
- Kehr, Du geh’s mich verdammich auf’e Reproduxionsgeräte!! Watt hasse denn bloß mit der scheiß Name von der Komet? … Wir machen der Komet an den Heilich Abend wie immer, un' gut is. Mann, nä, nä, nä, nä ... Du kommp's abber auch von Hölzken auf Stöcksken!
- Abber Du hass doch selps gesach, datt ich bis zu den Heilich Abend abschweif'n üb'n soll, wegen dat schöne Maria und der unanständigen Schweif an der Komet.
- Du sollz nich in'ne Wörters abschweifen … Du sollz an der Schweif selps abschweifen. Hasse dat getz kappiert?!
- Aha! … Ja, happ'ich .... Duhu, ich glaup, getz weiß ich, wo der Name von der Komet herkommp?!
- Ja un' - sach schon, ich muss inne Urne zurück?
- Von datt Weihnachts-Lied kommp der Name: "Ihr Kinderlein Komet, O Komet doch all …. zur Krippe her Komet in Bethelmanns Stall!
- Weiß’e, Du biss der geistlosesten Geist, der et auf’n Alstadener Friedhof gibb!
- Hömma, datt sach ich abber Morgen datt Walli Wolke, da kannze abber für!!!

22.12.2014 Ausgebrannt in Alstaden ... hier tragen die Hülsen keine Früchte mehr ... und die Geister üben den Kometen & hören von Beate

Ausgebrannte Grablichter auf dem Alstadener Friedhof

Es geht auf’s Fest zu. 

In den Medien werden die ersten Rückblicke gezeigt, doch viele von uns haben weder die Zeit zurück noch die Zeit voraus zu blicken. - Sie/Wir fetzen & hetzen. Von Geschäft zu Geschäft. Von Besorgung zu Besorgung. Von Ort zu Ort. Ins Geschäfts-Gewusel des CentrO ... an langen Auslagen bunter und auch trister Waren, möglicher "Gaben", vorbei ... 
... die Augen kommen nicht zur Ruhe... ein beständiges Rapid Eye Movement ... zerflackert Hirn & Verstand ... und sie/wir hetzen hektisch meist mit quälenden Gedanken, ob denn auch alles bedacht, gekauft, bestellt und schon abgeholt wurde. 

Sorgen.
Sie sorgen sich um Weihnachtstermine, um Abstimmungen zu den Weihnachtsfesten in der Familie, um Reservierungen in den Restaurants, um Vorbestellungen von Delikatessen und besonderen Speisen zum Fest. 
Und spätestens am 24.12. 2014 so um die Mittagszeit sind sie ausgebrannt wie die Grabkartuschen, die auf dem Foto zu sehen sind. Mit wunden, bunten, schründigen, flimmernden Herzen, die auf irgendeine Erlösung durch irgendeinen Erlöser hoffen & warten ... aber er wird auch dieses Jahr nur zum Schein kommen, nicht mal zum Kerzenschein, sondern zum Geld-Schein beliebig auswechselbarer Wünsche ...

... bei mein Omma gab'et am 1. Feiertag Gans & zu Heilich Abend immer Kartoffelsalat mit Kottlett ... & ich würd'ma sagen, da hatt'n wir damals abber Gans schön Sch(w)ein … stimmp'et oder happ'ich Rech’??

Der Abschweifer am Friedhofsbrunnen


- Hömma, bisse Dich schon an Vorbereit'n? 
- Für watt? 
- Kehr, für der Komeeet an Heilich Abend! 
- Watt soll'ich da vorbereit'n? Du biss der Kopp mit so'n gezackt'n Sternkranz, un' ich bin der Schweif
- Nä! DU! Datt kommp übberhaupp nich in'ne Klümpchenstüte, ICH bin dä Schweif, war ich immer un' war ich letzes Jahr auch!!! 
- Dann kannze Dich ja auch noch an der Ärger mit'n FAUST erinnern, wege'n Dein ömmeligen Schweif?!?? 
- Hömma, da konnt'ich nix dran für!! 
- Watt?!! Du willz mich weiß mach'n, dat Dich dat einfach passiert is’ .... datt der Schweif hint'n immer so'n Bog'n nach ob'n gemach' hat, un so'ne Form hatte, die so unchrisslich unanständich war, datte Lämmers an'ne Krippe feuchte Klüsen hatt'n?! 
- Oh, manno ... bitte, lass mich doch der Schweif mach'n, ich tu'et auch nich' widder!! 
- Weiß'e wie du biss'? Du biss wie diesen Fottokerl, mit den der FAUST letzens pallavert hat!! ... Ich happ da von eine brave Frau, datt Beate Wagner, ein Zeuchniss von die vollste Lidderlichkeit in'ne Urne gefüstert bekomm' ... hömma wat dat Beate Wagner übber der FottoBischeck sagen tut: 
"... da iss' so'n Kerl, der immer mitte Kammera durch Alstaden pirscht und allet knipst, wat ihm vor de Linse kommt. Wer weiss, wat der will, vielleicht is dat son Lüstling, der an die Fotos rumradiert, damit die Frauen nackich sind und dann tuter die im Internetz und verdient sich ne goldene Nase damit. Mein Freundin Trudchen läuft immer vor den weg, dafür is sie zu schenant, nä, nachher findet der Enkel noch Fotos von sie in dat Internetz, dat will se nich. abber datt Luise freut sich, die denkt an eine Karriere als Seniorenmodel und läuft den hinterher, wann immer sie der sieht...!” … 
- Genau datt flüsterte mich datt Beate Wagner, ein hochanständige Dame! Un' genau so ein bisse auch! DU biss’ auch so ein wie der fiesen FottoLüstling!! 
- Hömma, ich versprech’ Dich hoch un’ heilich, in dieset Jahr passiert nix abber auch gaaa' nix. Ich geüb' mitte Bildchens von Heilige Frauns drauf ... da kann ich richtich fromm bei abschweife'n! 
- Dann man bis morg'n, Du ollen FlammenSchweifer!

21.12.2014 Jahresende winkt: Bisken Rück- ... & …. Bisken Vorblick!! Und die Geister sind den Advent Leid.

Ehemalige Kneipe Ecke Diesel- und Windhukerstraße

Alstaden lebt. Das wurde letzthin noch in der kleinen Zeitschrift, die der Bürgerring herausbringt, behauptet. Das mag ja sein. 
Und das Alstaden immer atrraktiver geworden sei. Und viele junge Familien hierher gezogen seien. Auch das mag sein
Man siehts ja an mir. Ich bin auch mit 65 Jahren noch nach Alstaden gezogen! Und wer könnte jünger sein, als ein 65-Jähriger. 
UND Alstaden werde immer noch attraktiver werden. Das kann zwar sein, ... aber mir wird nicht so richtig klar, wodurch Alstaden in Zukunft noch attraktiver werden sollte. 

Na ja, bestimmt durch diese schnell hochgezogenen Häuser mit den teuren Eigentumswohnungen, die dann doch sehr desintegriert wirken zwischen all den traditionellen, kleinen Bergmannshäusken, die hier und da noch zu finden sind. Und die spätestens dann leer stehen werden - die Eigentumswohnungen meine ich -, wenn die Zinsen für die Anschaffungs-Darlehn wieder kräftig anziehen & die jungen Leute dann ihre Schulden nicht mehr abtragen können. 

In den USA nannte man das vor noch nicht so allzu langer Zeit. Immobilienblase. Aber lassen wir das ... um solch komplexe Finanzdinge zu erklären, ist dies Blog (noch) nicht der richtige Ort ...
.... apropos Ort .... man merkt es immer zuerst daran, dass ein Ort oder ein Stadtviertel sein Leben aushaucht, wenn die alten Kneipen dicht machen - wie hier diese auf dem Foto zu sehende Kneipe, Ecke Windhuker und Dieselstraße. Und wie ich mir habe sagen lassen, hat das Verblühen der Kneipenkultur in Alstaden schon vor einigen Jahren begonnen. 

Die Kneipen, die kleinen Bäcker, die lokalen Einzelhändler, dann die Buden anne Ecke und umme Ecke und dann der Alstadener selbst. All diese werden ausgespuckt wie der zähe Auswurf aus der klinisch gereinigten Staublunge Alstadens
Damit meine ich nicht die neu hinzu gezogenen, nicht die jungen Leute, die alles immer attraktiver machen! 

Damit meine ich DIE Alstadener, die noch A'ms' zu ihre Olle sage'n: "Du, ich geh'mich ma ebendt anne Ecke bei'n Kleine-Natrop 'n lecker Bierken trink'n ... in' Stündken bin ich widder zerrück!" 

Und dann geht er los ...?!?? - ??!?? - und der Kleine-Natrop is' auch scho'nich'mehr … 

Aber vor dem nunmehr attraktiven neuen Gebäude steht die attraktive junge Maklerin und bietet attraktive, top ausgestattete Eigentumswohnungen zu attraktiven Konditionen für attraktive Investoren an.  Na dann .... Adveniat VIER …
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Zwischenruf: Der Vatter kommt immer besser mit dem Tablet zurecht. Heute Morgen hat er nach dem Lesen des Blogs nach dem schwierigen Wort Kyrillisch gesucht & auch gefunden … nur die junge Frau sagte er, die Kyrrilin mit dem starken Waldschnaps, die hatt'er nicht gefund’n. Na, so'was abba auch?!!

Fenster im Kolumbarium


- Kehr bin ich froh, wenn eeentlich der Azwenns vobei is’! 
- Geht mich auch so. Immer kannze Sonntachs mitte Flamme auf so'n Azwennskranz rumhüpp'n. 
- Genau, der erste Azwennz is lankweilich, da bisse allein unterwech’s! 
- Der zweite Azwennz ging ja so. Da war'n wir ja zusammen, abber dat scheiß moderne Besteck war so unbekwehm. Da happ’ Ischinass inne Flamme bekomm’! 
- GEsteck! 
- Watt? Watt'is?! 
- Gesteck, et heiß nich' BEsteck. Et heiß' GEsteck! 
- Sach'ich doch ... war unbekwehm. 
- Am dritten hätt'et ja ganz schön werd’n könn'n, weil laut Azwennszkranzverordnung von 1975 da immer ein weiblichen Flammen-Ellement bei sein muss. Abber datt lustige Landwehrflämmchen is ja zu der Grufti appkommediert word'n .. un' wir hatt'n die neue Schniefnasenflammme an'ne Backe mit ihre Flackerflennerei! 
- Da sach'se watt! 
- Un heut ham'wer der gefriergetrocknete Joop noch dabei. 
- Nä, iss' wa'r? Kann der denn schon leucht'n?? 
- Ja, sieh'ße doch ob'n an der modisch'n Fenster, der üüb' doch schon seit paa' Tage. 
- Un’ dann der arregannte FAUST; der MelissenAa'sch, ewich mit seine Nuschelstimme: "Bitte vereinzeln (1. Advent), bitte Zweigruppen bilden (2. Advent), bitte flott, flott zu dritt (dritter Advent), .... un' heut: "Bitte alle verfügbaren Flammen sofort geordnet ins Karree, hopp, hopp! 
- Hör'auf, Kehr ... ich kannet nich mehr hör'n ... ich krich watt übber mich!!. 
- Ich freu mich schon auf Heilich A'md, wenn wir zwei widder der Komet machen tun. 
- Ich auch! 
- Abber Du muss mich versprech'n, datt'e die Maria nich' widder so unverschämp auf'e Möpse kuck'n tu's wie letz Jahr. 
- Kehr, da kommp bei mich ebendt noch'ma der flotte Flammerich von frühers durch … Nä ... nä, datt der Josef die nich' geknall.... 
- Schnauze getz!! 
- Hömma, is doch wa'r Mann, so'ne Verschwendung von'ne so’ne schöne Schnalle iss' bestimmp irnxwie ne VerSündigung an'ne ganze Chrissenheit?!!

20.12.2014 Das Loch im Stadt-Kiefer und die Geister wollen hochprozentgeistiges im Wald & treffen endlich auf JOOP

Bebelstraße neben Bäckerei Kühnen beim Abriss

Bebelstraße neben Bäckerei Kühnen nach dem Abriss



Es ist Weihnachtszeit und da gehen wir in der Regel von ganz andern Kiefern und Tannen aus. Schönen grünen, mit Kugel, Lametta und den heute üblichen digitalgesteuerten LEDs geschmückt. 
Flackerlicht im Wohnzimmer zur Erbauung beim Fest. In blau, rot, gelb, grün. Die festliche Lichtorgel fürs traute Heim ... manno, wenn das der kleine Nazarener vor 2014 Jahren in der Krippe mitbekommen hätte. Der wär aus'm Schreien nicht mehr rausgekommen ... und Maria wäre vor lauter Schreck, ob all des Tant und Glitzers nicht die heilige Milch in die Brust geschossen. Aber Schluss damit ... darüber wollte ich gar nicht schreiben.
Tja, der Stadtkiefer und das Loch. Da wo zuvor der Faule Zahn über 40 Jahre gemodert hat, befindet sich jetzt - nach ganzer Arbeit des brachialen "BaggerBohrers" - ein Loch. Eine Lücke. Eine Bebauungslücke. Brachland zum Verkauf angeboten.
Und keiner kann sich so recht vorstellen, was da hin soll und noch weniger, was dahin kommen wird. Es weiß auch angeblich keiner; ich hab extra nachgefragt. 
Und so wie sich Alstaden in der letzten Zeit so entwickelt - und das ganz gegen die von Herrn Kassen (Bürgerring) geäußerten Ansichten - kann das wieder nur ein Gebäude mit lauter teuren Eigentumswohnungen werden. 
Oder vielleicht so etwas wie das CentrA ... ein Einkaufszentrum für die Bewohner des Wilhelm-Meinicke-Hauses in Alstaden. Damit die zukünftig nicht mehr so weit mit dem Bus fahren und mit den Rollator rollen müssen, um sich ihre iPods, iPads, iPhones oder anderes für ü. 80-Jährige so dringend benötigtes, elektronisches Gerät zu kaufen. 
Oder wie wärs mit 'ner Kette: Kik, Kodi und 1Euro-Läden in der Nähe unserer schönen Ruhr ... oder gehobene Gastronomie für Gebissträger und Zahnlose: "Komm Opa, wir gehn uns 'n Filet lutschen!" ... oder 'ne Disko für Demente, die GottseiDank beim Verlassen des Musiktempel schon vergessen haben, dass sie gerade vom Strand kommen!!! "Wat? ... vom Strand? .. Ach so, ich dachte schon komm'n vom Strand?!"



- Kehr, hasset getz endlich geseh'n? 
- Wat? 
- DER GRABSTEIN! ... DER JOOP! .... DER GRABSTEIN MIT DER JOOP ... DER BEWEIS ... datt ich Rech' hatte. Der Joop liegt hier auf'n Alstadener. 
- In LILLA?! 
- Ja, sieh'ße doch! In LILLA! Wie ich Dich gesach' happ! 
- Un' wo? 
- Kumma, ... wennze vonne Seite, vonne Amboß in Friedhof rein kommps, gehse links, gehse rechts, dann widder bisken links, und dann nomma kuarz rechts, un' dann sieh'ßet aufe linke Seite ganz groß: JOOP in LILLA und nur LILLA und nur Joop … sonz nix! 
- Abber der leb doch noch. Ich happ letztens ma dat bescheuerte 'Lebendigen Fernsehn' in mein UrnenLED drin gehapp, da happ’ich der JOOP in sonne Klumps-Sendung geseh'n. Also leb' der doch noch!! 
- Ja -.. datt denk der selps und datt denk'n die Beklopptn drauß'n. Abber hasse ma' genau gekuck' .... der is' doch sowat von trock'n-tot, datt'n Scheintot'n gegen der kwicklebendich wär! 
- Is' wie bei'n Lagerfeld, datt ist doch auch nur'ne Mummie. Von uns müssen immer vier auß'e Strafkollennie mit ihre Flamme morgens in der reinfahren, damit der tachsübber sein Schnellfeuergewähr-Maul aufreiße'n kann, um irgend'n Stuss von sich wech zu quatsch'n. Nä, watt is bloß mitti Welt los?!? 
- Hömma, hasse ein'ntlich gestern inne Kommetare vonne Gruppe vonne Wolke mitgekrich, watt die Menschens allet für Zeux trink'n tun? 
- Ja, kannze glatt neidich wer'n!! 
- Da wa sogaa eine dabei, ich glaupp Rupknech' hieß die, die hatt'ne Pulle mit son Nam' drauf gehapp, der man für allet inne Welt nich les'n kann
- Datt war bestimmp kürrüllüsch 
- Watt wa datt? Kannze mich datt no'ma buhstaBier'n!?
- "KÜRRÜLLÜSCH!!"
- Un warum schreib'n die nich' richtich wie nomale Menschens un' Geisters? Dat kann doch keine Sau aus’n Pott les'n! 
- Datt is für die ganz nomal. Die schrei’m immer so!! 
- Sin' datt denn allet Kürrüllen aus Kürrüllien
- Weiß' nich ... irnxwie villeich, muss'ich ma der FAUST frag'n. 
- Abber die Rupknech' hatte so'n Schnapps, da war 70 Prozent Wald aus Kürrüllien drinne! 
- Watt, in sonne kleine Pulle?? Datt wa' unter Garranti 'n WaldMeisterGeister!! Gaaanz teuer,  abber gaaaanz höllich kürrüllich leckers. 
- Ich glaupp, mit so'ne Pulle inne Birne könnt'ich sogaa mein Landwehrflämmchen vergess'n. Ich happ total die Depperesson in mein ganz'n Hearz drinne! 
- Un' mir is' kotzübels, happ seit gestern son ollen DrehAschenbecher für Übbergang. Der nomale wird grad renneviert! 
- Bis Morg'n 
- Kehr, ... tschüss auch!

19.12.2014 SENSATION: INRI in Alstaden und Akki poliert Dich schnell ma' die Fresse

Kreuz auf dem Alstadener Friedhof


Wir nannten ihn früher immer ein wenig spöttisch aber auch Angst besetzt den: Herrn INRI. 

Spöttisch, weil er da einfach so unbequem rumhing, und wir gar nicht wussten was dieses INRI bedeutete. 
Wir nahmen an, dass das vielleicht der Nachname des Gekreuzigten war. Jesus INRI. So wie Gerdchen Sonndram oder Kalle Kowalski ... genau - der Kalle Kowalski von'ne Schenkendorf, der ollen Fuzzi! 
"Stell'ma vor, dä Kalle hänk an dat Kreuz, un' da steht groß KOWALSKI drübber?" Und wir alle, auch die anderen Messdiener, brachen in schallendes Gelächter aus, als der Akki von'ne Brücktor das sagte .... bis der Kaplan mit seinen ewig fettigen wulstigen Lippen (Akki: “Der hat bestimmp widder dat Hähnchen inne Keulens gebissen!”) und seiner hochgetragen, heiligen Himmelfahrts-Nase die Sakristei betrat und uns Jungs etwas zuuuu liebevoll ins Messdienergewand half: “Auch unten muss es richtig sitzen, Jungs!"
Und dann ging auch schon der Streit darüber los, wer die Schellen haben durfte und wer den Weihrauchschwenker. Und Akki gewann immer, trotz seiner fast 10 Dioptrin, die er beidseitig mit mehrfach isolierband-geflicktem Brillengestell auf der Nase sitzen hatte. Akki! ... Der sehnige Akki! Der drahtige Akki! Akki der Starke. Akki der Schläger von'ne Brücktor: “Hasse watt gesach’, äh? - "Pass bloß auf Du!? Kriss' gleich watt aufe Fresse!"

Angstbesetzt, weil es ja nun mal der Herr war, der da so jämmerlich leidend am Holz hing. Gekreuzigt für etwas, das wir so gar nicht so richtig verstanden... aber doch wussten, dass wir nicht darüber spotten durften ... und wenn doch, wir das auf jeden Fall am Samstag wieder beichten mussten ... und schlimmsten Falls (bestimmppp!) sofort in die Hölle kamen, wenn wir den Beichtsamstag aus irgendeinem Grunde nicht mehr erleben sollten:

- "'Mensch, Du, der INRI war doch vorher noch auf'n Öölberch un' hat zu sein Vatter gesach: "Oh Herr lass diesen Kelch an mir vorüber gehen!" 
- "Nä, Knilch!", sagte Akki, "dä hat gesacht, "Oh Herr, lass diesen Knilch an mir vorübber geh'n!"
- "Quatsch Akki, watt'n für'n Knilch!" 
- "Kehr, der Judas diesen Saftsocke! Der die Silberlinge geklaut hat, un'der der Jesus auf's Backe geknuutsch hat, die feige Sau, äh! Damit dä INRI den ein' langen kann!!" 
- "Akki, unsern Kaplan hat gesach, datt is' ein Sündbohl!" 
-  "Watt is' ... ein Sündbohl?!?" 
- "Dat mit der Kelch, Akki! Der Kaplan hat gesach', datt der Kelch für eine schlimme Sache steh’n tut, die man nich' will, dat man'se krich, wie Tripper odder so, un' darum an einen der selps getz abber ma schnell vorübber gehn soll!" 
- "So'n Quatsch! EIN KELCH KANN NICH' GEHN! Wenn ich zu mein Vatter sagen tät: Vatter pass'auf gleich geht dat Pilsglas an Dich vorübber, dann kricht'ich abber diiiireckkk so watt von Eine gelank, äh! ... Un' genau dat hätt der Vatter mit den INRI auch gemacht! Der hätt' der INRI so watt ein'n vor' Kopp gedonnert, datt datt mit'ti Kreuzegung nix mehr gegeb'n hätt!!" 
-  "Hömma Akki, Du bis beklopp!" 
- "Pass auf watt'e sach’s, Kalle, komm vor'e Tür, da gibbet dicke Klüsen, wenn Dich der verdammpe Kelch direck ma’ so inne Fresse läuff’ ... un datt ganz für umme!"
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- Hey, Akki? .... sach’ma, bis' Du nicht inne Jetz'zeit der Geist, der auf'n Alstadener Friedhof nachts sein Leuch’feuerken zwischen all der Gräbers rumschweben läss'?
- Ja, der bin'nich! .... Abber, woher weiß'e`?!
- Tut nix zu Sache, Akki! Abber Akki, watt is' mit den JOOP?
- Äh, sach'ma willze getz auch paa' auf Deine Glimmerklüsen, Du geistig’n Schwachmatiker?
- Nä, schon gut Akki, dann zeich'se mich morgen der Beweis?!
- Mach'ich, abber nur wenn diesmal’ der Kelch mit der Melissengeiss NICH an mich vorübber geht! Hasse kappiert!??!!

18.12.2014 Aus der Serie Alltagshelden und wie komme ich über die Runden ... und es geistert wieder




Die wir vergessen ....

... aber ich habe versprochen, ihn nicht zu vergessen ... 


... wie Flasche leer ... ER sammelt sie, die leeren Flaschen & Dosen. Nicht in der ganzen Stadt, sondern vorwiegend in Alt-Oberhausen. Ich traf ihn im Sommer in der parkähnlichen Anlage zwischen Grenzstraße, Scharnhorststraße, Gutenbergstraße und Friedrich-Karl-Straße. 
Er zog einen großen, alten, verschlissenen, mit fadenscheinigem Stoff bespannten Buggy hinter sich her, der schon zu dreiviertel mit leeren Plastikflaschen & plattgetretenen Dosen gefüllt war. 

"Darf ich Sie 'n bisken Fotografieren?”, fragte ich ihn ... und er antwortete: "Abba nur wenn'se nich' mehr "bisken” sagen. Ich hör' doch dat'Se aus'n Rheinland komm'n! Auch wenn ich leere Flaschens sammel, bin ich noch lank nich' leer in Kopp!" … !! - !!! - "Ich mach abba nix hier, so Männekens odder so, für den Fotto!"
Nä, sagte ich, müsse er auch nicht. Ich würd einfach mal drauflos fotografieren und ihm dann die Fotos auf dem Display zeigen. "Aha", sagt er gelangweilt & desinteressiert, "müsssen Se mich abber nich' auf den Disdings da zeig'n, will' ich gaa' nich' kuck'n!"

Während des Fotografierens er fuhr ich, dass er nur eine sehr bescheidene Rente erhalte, die nicht so richtig zum Leben lange. Er aber auch nicht zum Amt wolle, um von dort zusätzlich Geld zu bekommen. Die Menschen schmissen heute so viel weg und kümmerten sich nicht um die Pfandrücknahme, dass er mit ein paar Stunden sammeln am Tage ganz gut über die Runden komme - WENN er denn nicht krank werde. 
Nur mittlerweile sei es schon so, dass von jüngeren Leuten auch gewerbsmäßig gesammelt werde und da sei es an manchen Tagen und in manchen Ecken von Alt-Oberhausen schon schwierig den Buggy mit leeren Plastikflaschen und den Dosen zu füllen.

Aus: klamm.de, 2013
"Weil er Pfandbehälter sammelte und dadurch Einkommen erzielte, muss Eduard Lüning jetzt Steuern an das Finanzamt abführen. Jetzt soll der Mann 4.000 Euro Steuern nachzahlen und in Zukunft soll ihm deswegen auch die Erwerbsunfähigkeits-Rente gestrichen werden.
"Ich wollte doch nur Flaschen sammeln. Es kann doch nicht sein, dass ich zum Sozialfall werde, bloß weil ich zu ein bisschen Geld gekommen bin," so Lüning. Grund: Anscheinend hatte ein Finanzbeamter Lünings Buch "Mit Dosenpfand zum Wohnmobil" gelesen.
Der Mann verdient etwa 7.000 Euro im Jahr mit Pfandflaschensammeln, bei mehreren Großereignissen im Jahr sogar bis zu 13.000 Euro. Das veranlasste das Finanzamt zu der Forderung." 

Geister 

- Kehr, wat is? Wat flackers’e so nervös rum?
- Der FAUST hat zu mich gesach', ich wär kleingeistich!
- Ja un', wat reg'se Dich d'rübber auf, wat der Faust auf Dich sacht?!!
- Nur weil den seine Flamme 5 Zentrimeter länger is' als meine, muss der doch nich' immer so arregant zu mich sein, un' zu mich sag'n, ich wär'n Kleingeist.
- Dat meint der doch nich' so .... der meint dat nur in den übertragenen Sinne!
- Ach so. Na dann is gut. - .... ?! .... !! .... ?? - Abber wat meinze damit, der FAUST meint dat nur in den übertragenen Sinne?
- Der meint, du bist'n Kleingeistigen. Du bis einfach nur blöd, plemmplemm, nich' richtich in Dein Kopp. Dat meint der. Mehr nich'!!
- Nur dat? Nur dat ich doof bin?! Nich' datt'ich zu klein bin? Echt, nur doof?!
- Kehr ja, der meint nur dat'te bisken doof bis!! Dat ist doch nich so schlimm. Un' dat stimmp doch auch!
- Is' villeich nich' so schlimm, aber gut is dat doch auch nich', odder?!
- Nu' mach ma halblank. Wat hasse denn widder angestellt, dat der FAUST so wat auf Dich sagen tut?
- Ich hab nur gesach', dat der Mode-Heiteitei, der unt'n anne Ecke von den Alstadener wohnt, sein Grapstein seit zwei Woch'n einen ganz lilanen is'!
- Nä, echt? Is' dat wa'? Der hat'n lilanen Grabstein?
- Ja, Mann. Ers' war der wie alle! Weiß'e so wie früher die klein Kohlens ... weiß'e Mutterklötzkes! Schwarz mit bisken melliert drin. Abber letzens, nachts, als ich spät noch dein Landwehrflämmchen mit den GruftiGlutAnzünder gekuck hab, da kuck'ich so, …, un da is der Stein von den Mode-Heiteitei peelötzzlich gaaaanz LILLA!!!
- Hömma, Du hass' Hulluzonen von den Melissengeiss!
- Nä, happ'ich nich. Kannz doch selps gleich kuck'n geh'n!
- Scheiße abber auch, is schon zu früh. Ich muss in'ne Urne und Du in Dein Aschenbecher sonz müss'n wir uns der ganze Tach wieder in so'ne leere Graplich'hülse versteck'n. Sach mich nur noch schnell wie der heiß, dann kuck'ich Morgen.
- JOOP!
- Nä, Du bis wirklich beklopp!
- Doch, ich schwöre bei mein Mutter der Omma ihr'n Großmutter - da steht JOOP!

Na, meine lieben Leserinnen & Leser ... glaubt Ihr das?... ? ...  Auflösung Morgen.