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26.01.2015 Oberhausen und die transparenten RatsSitze und schon sind die Geister wieder da

Stadt-Rats-Los-Sitze im Kaisergarten
(Text & Bild HG. Everhartz)



Da sitzen sie. 

Die Drei. 
Die im Wesentlichen die Geschiicke unserer Stadt lenken. Unserer Stadt OBERHAUSEN.

Das ist der Kämmerer
Das der Oberbürgermeister / Stadtdirektor
Das sind Hartmut Schmidt und Geschäftsführer-Konsorten der 50 bis 100prozentigen Stadttöchter (OGM; WBO; VZO; EVO; STOAG)

Ach?! Ihr seht sie nicht?? Könnt ihr auch nicht, denn sie sind vollkommen transparent und - wie sich über die letzten 2 Jahrzehnte herausstellte - beliebig austauschbar, ohne dass für uns Bürger sich eine Änderung der städtischen Geschicke zum Positiven abzeichnet.

WIR, liebe Oberhausener, WIR sind nicht austauschbar. 
WIR sind die feste und beständige Größe dieser Stadt und .... 
WIR wollen als dieses Fundament OBERHAUSENS auch - gemessen an der Bedeutung, die uns in dieser Stadt zukommt - entsprechend fair und mit Respekt behandelt werden
Und zu einer solchen Bürgerbehandlung gehören:

Transparenz - sinnvolle politische Führung - Bürgerbeteiligung.


- Hasse schon von der neue Auftrag gehört?
- Nä warum ... wat iss?
- Wir soll'n von der Alstadener Friedhof wech!
- Wat ... bisse beklopp? - Für immer? Verlecht mitti ganze Urnens?
- Kehr , der FAUST spricht von ein' Außeneinsatz.
- Un' dann kein nächtlich'n Tanz mehr mitti Flämmskes von den Landwehr?
- Sieht so aus!
- Du, wenn dat so iss, dann geh'ich sofort auf Spaa'flamme!
- Ich happ schon umgestellt. Sieh'ße bin nur noch blassblau an der Motteck!
- Kehr, mach der Motteck wech .. ich bin doch kein HeiTeiTei-Dulli! Abber sach'ma' wo soll der Außendienz denn sein?
- Inne Polletick!!
- Wie dat?
- Ich soll in der Salatas sein Kopp, un' du sollz in der Schmidt vonne OGM sein Kopp.
- Bei der Schmidt in der Kopp geh'ich nich. Dat iss geisterslebensgefährlich! Da werd ich schon nach ein Tach Invellide.
- Wieso datt denn nu schon widder?
- Kehr, wegen die Händi-Strahlung, der hat doch nur noch Händies in sein behumst'n Kopp.
- Ich dacht' dä hätt Gemüse in sein Kopp?!
- Nää, Gemüse hat der nur an'ne Blumenkohl-Ohrens.
- Abber immer noch besser als wie ich mit den Salatas und die ganze Zahlens. Abber der hat auch irnxwie wat anne Ohrens?!
- Watt'denn?
- Der FAUST hat'mich gesacht, datt ich in den sein Facebook-Poofiel kuck'n soll, für mich zum Informatieren. Un' da happ'ich bei den Salatas so'n Film übber Ohrns gesehn.
- Ach, du meinz der Scheiß mitti Ohrestie? ... Nä, dat'is kein Krankheit, dat iss eine sogenannte Draghödie. Da rechnet der Salastas mitti die Zahlens von den Draghi. Un in den Kopp von den Draghi iss off' die Geist-Flamme von den WeltReichMeister Göring.
- Manno, watt Du allet weiß! Weiße auch wie ich dat Flämmsken von den Liricher Friedhof rumkrich.
- Klaa, weiß ich dat! Geh'se mit Deine zarte Flammenhant ma untere rosane Flammensschleppe ... ... dann glüht der ihr Lustwürmch'n wie die neue Elle-D-Lämpsken in Bromberchstraße in Steerkrade: Glühschaa'f un' auf'n Punk' gebündelt! Da krisse Spass in'ne Backen!!


26.12.2014 In Alstaden ist doch alles nicht so Schlimm und der Geist sucht nach dem richtigen Fleckenentferner

Schaufenster Alstaden Flockenfeld

(Text und Bild HG. Everhartz)

Wie man sieht, sieht man auf diesem Foto nicht all zuviel. Es scheint um eine Polsterei in Verbindung mit einer Schreinerei zu gehen. Beide mit Namen: Schlimm. Der Eine Peter, der andere Hans!
Und das Ganze hat - wie man ebenfalls sehen kann - wenn man es denn sieht, wohl einen Sprung … oder gleich mehrere. Irgendetwas stimmt hier nicht, scheint nicht in Ordnung zu sein; und man fühlt sich leicht zu der Aussage verleitet: Meine Güte, Peter … Meine Güte, Hans … is’ doch allet nich’ so schlimm."

Aber ausgerechnet bei der Polsterei kommt noch hinzu, dass da irgendetwas zuweilen nicht besetzt zu sein scheint … doch wenn bei der Polsterei schon etwas nicht besetzt ist, wie soll man dann auf Möbel sich setzen, die nicht gepolstert werden können, um sie zu besetzen?
Namen können Schlimm sein, besonders für die Namensträger. Und ich bin mir gewiss, dass sowohl Peter als auch Hans in Kinder- und Jugendjahren unter ihrem Nachnamen gelitten haben

So wie damals in den 50er Jahren in unserer Straße Kläusken Urbansky! 
Wir trugen alle “richtige” Namen, nur der Kläusken nicht. Wir trugen Namen wie Werbeck, Sondram, Vennemann, Görg, Höke, Link oder Everhartz. Urbansky war offensichtlich der Name eines Flüchtlings. Und manche Eltern haben damals ihren Kindern sogar verboten mit Flüchtlingskindern zu spielen.
Und wir Kinder waren grausam. Wir übernahmen das Vorurteil unserer Eltern und Kläusken durfte immer nur mitspielen, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ. 
So auch beim Fußball. Da war Kläusken immer die gaaaanz letzte Wahl … und Kläusken war ein hervorragender Fußballspieler, oft besser als wir Kinder mit den “richtigen” Namen. Aber dadurch wurde er nur noch mehr gehasst … bis eines Tages das dünne Kläusken dem dicken Sondram, der  der Stärkste aus unserer Gruppe und damit zugleich der Anführer war, so gekonnt Senge gab, dass der dicke Sondram flennte und davonlief. 

Danach hieß Kläusken für uns: Kläusken URBAN!!

_________

- Ich happ'et genau gesehen.
- Watt hasse gesehn?
- Datt mit den Schweif ... vorgestern, an Heilich Abend!!
- Ich weiß nix von der Schweif!
- Du hass der ja doch immer ma 'n bisken hinten hochsteigen lassen. Datt gehört sich nich'! Bessonn'ers wennze den immer so'n gewisse Form geb'n tus!!
- Kehr, hasse datt denn vorne in deinen KometeSternKopp nich mitgekrich'?! Plötzlich hattet nich mehr gerech’net, un' da kam Wind! Bö'ich, wie diese Windbojen von’ne Luftgeisters ... un' die ha'm mich der Schweif hochgemach'! Datt hatte nix mit die Möpse vonne Maria zu tun. Ährlich ... ich schwör' bei mein Leb'n!
- Abber du lebs' doch ga' nich' mehr!
- Watt'e nich sach's?!? ... iss' mich noch gaa' nich aufgefalle'n! 
- Hasse ein'tlich Gestern die neuen Glockens von den Joseff pimmeln gehört?
- Mich schimmpse wegen der verdammp'n "Schweif hinten bisken hoch", un' dann red'se von so'ne unna'ständige Glockens von einen Joseff … dä ich nich'ma kennen tu'!
- Dat is' ne Kirche, die Josef heißen tut ... un' der hat neue Glockens.
- Die!
- Nä, der!
- Et heiß doch die Kiarche un'wieso hatt 'ne DIE übberhaupp Glockens?
- Abber et heiß der Joseff, un' der hat nu'ma welche für zu'n Läuten.
- Kehr mit dich kamma nich' disketieren. Is genau wie bei dat Maria.
- Watt meinze damit?
- Ja, datt ... mitt dat mit ohne Fleckens!
- Ach Du meinz datt mit den Unbefleck'?!
- Genau ... ich frach' mich immer: War datt Maria inne Express-Reinigung, nach die Sache mit den Joseff mit seine tolle, neue Glockens?
- , in die iss doch dä Heiligen Geist gefahr’n.
- Ach soo!! -- ??!! ... Hömma, wenn datt doch gedes Jahr widder is, ... kann ich denn da mit den Heiligen Geist nich ma'ne Runde mitfahr'n? ... nur ma so, weiß’e, aus rein wissenschaff'liche Gründe, … nur umma zu kuck'n wie datt mit sein Fleck'nReiniger an den sein Moppett funxoniert ... sonz nix ... ährlich, ich schör bei ...
- …. Dein Lebe'n, ich weiß’et getz. Du schwörs' immer bei ein Leb'n, datte schon längs nich' mehr hass'.
- Ich mein ja nur….?!
- Ja, dann mein’ Dich ma’ schnell in Dein Aschenbecher … iss’ schon spät vor früh!

(Die Geister haben noch gar keine Namen ... schlagt welche vor!!)

24.12.2014 Heiliger Brauch in Alstaden und bei Regen kriegt der Geist scho'ma den Blues

Freundschaftsring am Haken in Alstadener Straße


Alter Brauch. Den kannte ich nicht. Jedenfalls nicht so. Aber er wird wohl auch nur im tiefsten, alten Alstaden praktiziert. 
Wie auf dem Foto zu sehen ist, hängen die Alstadener am Heiligen Abend gerne ihre Freundschaftsringe raus. Mit Vorliebe an kleine natürliche, putzige Haken, die der possierliche Alstadener oder die possierliche Alstadenerin an Dachrinne, Traufen und putzigen Regenabläufen aller Art an den Häusern in den dämmerigen schon heftig weihnachtlich eingestimmten Alstadener Straßen vorfindet. Wirklich sehr putzig!
Er bzw. Sie möchte wohl damit an diesem heiligen Tage, der eigentlich immer nur ein Abend ist, zum Ausdruck bringen, dass es ihm/ihr um Freundschaft geht. 
Einmal um die, die er selbst entgegengebracht bekommen möchte, zum anderen selbstverständlich auch um die Freundschaft, die er anderen entgegen bringen mag.
Ganz verwegene Alstadener & Alstadenerinnen hoffen sogar auf innigste Liebe. 

Auf DIE Liebe. 

Auf die EINE, die IHM begegnen möge. Oder: 

Auf den ANDEREN, der IHR begegnen möge. 

Und betrüge die Zeit des Austragens (nein nicht die des lokalen Wochen-Anzeigers) zwölf Monate statt der üblichen neun, so lägen im nächsten Jahr am 24.12.2015 sehr viele Christkinder in den modernen Krippen unserer Alstadener Bürger. 

Der HEILIGE ABEND das FEST DER LIEBE!! Mit dem Ergebnis schon Ende September!


- Hömma, is nass! Rechnet!!
- Bin ja nich' taub, dat seh ich.
- Scheiße ausgerechnet getz, wo wir der Komet mach'n müssen.
- Kehr, ich weiß, datt is’ beklopp'! Un' ma' muss da immer mitti GeistGasFlasche so kräftich pump'n, datt die Flamme nich' ausgeht. Abber watt willze mach'n. Iss an Heilich Abend numma unsern Job!!
- Warum müss'n wir unbedink in Alstaden inne Urne sein? Un' nich' bei die Bethelmanns un' bei die Jerusalämmers?!
- Schicksal. Kehr, der eine stirb da, der andere da.
- Wo? - ?! -? Wo .... Is schon widder ein abgekratz'? Ich seh kein'.
- Nä, Mann, ich mein datt doch ganz allgemein. Wie'ma so sacht: Geh'se nich hier, dann geh'se da! Zieh entlich Dein heilich Geistmützken an un' app dafür!
- Kehr, ich würd viel liebers heut der Esel in'ne Hütte mach'n. In Trock'nen!
- Der Esel bisse, un' der Esel mach'se immer, jeden verdammpen Tach mach'se der Esel. Abber heut mach'se der Komet’nschweif! Kappiert?!!
- Mit villeich’ .... -?-!-?? ... mit klein bisken hoch hinten?!?
- Nä, nich' mit bisken hoch hint'n einfach ganz nomal mach'se der!
- Daa'f ich an den heiligen Tach denn übberhaup kein Spass ha'm?
- Doch daa'fs'e. .... Nach'e Aufführung daa'fs'e in den neuen Dreh-Aschenbecher in den Alstadener Kollebarium so lank Karussell fahren, bisse so beGeistert biss, datt'e de Engels sing'n hörs'!
- Kehr, hömmich bloß mitti Engels auf, datt sin' doch allet GeisterTransen. Da nehm' ich mich liebers so'n klein hibbelich Glühwürmchen.
- Komm, quatsch nich'! ... Getz app in der dunkle, nasse Himmel!
- Kumma äh, kumma schnell ... hier an mein Flamme … ich krich der Geister-Blues!
- Mach bloß datt Deine Flamme widder gelb wird. An Heilich Abend gibbet kein blau'n Komet!!

22.12.2014 Ausgebrannt in Alstaden ... hier tragen die Hülsen keine Früchte mehr ... und die Geister üben den Kometen & hören von Beate

Ausgebrannte Grablichter auf dem Alstadener Friedhof

Es geht auf’s Fest zu. 

In den Medien werden die ersten Rückblicke gezeigt, doch viele von uns haben weder die Zeit zurück noch die Zeit voraus zu blicken. - Sie/Wir fetzen & hetzen. Von Geschäft zu Geschäft. Von Besorgung zu Besorgung. Von Ort zu Ort. Ins Geschäfts-Gewusel des CentrO ... an langen Auslagen bunter und auch trister Waren, möglicher "Gaben", vorbei ... 
... die Augen kommen nicht zur Ruhe... ein beständiges Rapid Eye Movement ... zerflackert Hirn & Verstand ... und sie/wir hetzen hektisch meist mit quälenden Gedanken, ob denn auch alles bedacht, gekauft, bestellt und schon abgeholt wurde. 

Sorgen.
Sie sorgen sich um Weihnachtstermine, um Abstimmungen zu den Weihnachtsfesten in der Familie, um Reservierungen in den Restaurants, um Vorbestellungen von Delikatessen und besonderen Speisen zum Fest. 
Und spätestens am 24.12. 2014 so um die Mittagszeit sind sie ausgebrannt wie die Grabkartuschen, die auf dem Foto zu sehen sind. Mit wunden, bunten, schründigen, flimmernden Herzen, die auf irgendeine Erlösung durch irgendeinen Erlöser hoffen & warten ... aber er wird auch dieses Jahr nur zum Schein kommen, nicht mal zum Kerzenschein, sondern zum Geld-Schein beliebig auswechselbarer Wünsche ...

... bei mein Omma gab'et am 1. Feiertag Gans & zu Heilich Abend immer Kartoffelsalat mit Kottlett ... & ich würd'ma sagen, da hatt'n wir damals abber Gans schön Sch(w)ein … stimmp'et oder happ'ich Rech’??

Der Abschweifer am Friedhofsbrunnen


- Hömma, bisse Dich schon an Vorbereit'n? 
- Für watt? 
- Kehr, für der Komeeet an Heilich Abend! 
- Watt soll'ich da vorbereit'n? Du biss der Kopp mit so'n gezackt'n Sternkranz, un' ich bin der Schweif
- Nä! DU! Datt kommp übberhaupp nich in'ne Klümpchenstüte, ICH bin dä Schweif, war ich immer un' war ich letzes Jahr auch!!! 
- Dann kannze Dich ja auch noch an der Ärger mit'n FAUST erinnern, wege'n Dein ömmeligen Schweif?!?? 
- Hömma, da konnt'ich nix dran für!! 
- Watt?!! Du willz mich weiß mach'n, dat Dich dat einfach passiert is’ .... datt der Schweif hint'n immer so'n Bog'n nach ob'n gemach' hat, un so'ne Form hatte, die so unchrisslich unanständich war, datte Lämmers an'ne Krippe feuchte Klüsen hatt'n?! 
- Oh, manno ... bitte, lass mich doch der Schweif mach'n, ich tu'et auch nich' widder!! 
- Weiß'e wie du biss'? Du biss wie diesen Fottokerl, mit den der FAUST letzens pallavert hat!! ... Ich happ da von eine brave Frau, datt Beate Wagner, ein Zeuchniss von die vollste Lidderlichkeit in'ne Urne gefüstert bekomm' ... hömma wat dat Beate Wagner übber der FottoBischeck sagen tut: 
"... da iss' so'n Kerl, der immer mitte Kammera durch Alstaden pirscht und allet knipst, wat ihm vor de Linse kommt. Wer weiss, wat der will, vielleicht is dat son Lüstling, der an die Fotos rumradiert, damit die Frauen nackich sind und dann tuter die im Internetz und verdient sich ne goldene Nase damit. Mein Freundin Trudchen läuft immer vor den weg, dafür is sie zu schenant, nä, nachher findet der Enkel noch Fotos von sie in dat Internetz, dat will se nich. abber datt Luise freut sich, die denkt an eine Karriere als Seniorenmodel und läuft den hinterher, wann immer sie der sieht...!” … 
- Genau datt flüsterte mich datt Beate Wagner, ein hochanständige Dame! Un' genau so ein bisse auch! DU biss’ auch so ein wie der fiesen FottoLüstling!! 
- Hömma, ich versprech’ Dich hoch un’ heilich, in dieset Jahr passiert nix abber auch gaaa' nix. Ich geüb' mitte Bildchens von Heilige Frauns drauf ... da kann ich richtich fromm bei abschweife'n! 
- Dann man bis morg'n, Du ollen FlammenSchweifer!

21.12.2014 Jahresende winkt: Bisken Rück- ... & …. Bisken Vorblick!! Und die Geister sind den Advent Leid.

Ehemalige Kneipe Ecke Diesel- und Windhukerstraße

Alstaden lebt. Das wurde letzthin noch in der kleinen Zeitschrift, die der Bürgerring herausbringt, behauptet. Das mag ja sein. 
Und das Alstaden immer atrraktiver geworden sei. Und viele junge Familien hierher gezogen seien. Auch das mag sein
Man siehts ja an mir. Ich bin auch mit 65 Jahren noch nach Alstaden gezogen! Und wer könnte jünger sein, als ein 65-Jähriger. 
UND Alstaden werde immer noch attraktiver werden. Das kann zwar sein, ... aber mir wird nicht so richtig klar, wodurch Alstaden in Zukunft noch attraktiver werden sollte. 

Na ja, bestimmt durch diese schnell hochgezogenen Häuser mit den teuren Eigentumswohnungen, die dann doch sehr desintegriert wirken zwischen all den traditionellen, kleinen Bergmannshäusken, die hier und da noch zu finden sind. Und die spätestens dann leer stehen werden - die Eigentumswohnungen meine ich -, wenn die Zinsen für die Anschaffungs-Darlehn wieder kräftig anziehen & die jungen Leute dann ihre Schulden nicht mehr abtragen können. 

In den USA nannte man das vor noch nicht so allzu langer Zeit. Immobilienblase. Aber lassen wir das ... um solch komplexe Finanzdinge zu erklären, ist dies Blog (noch) nicht der richtige Ort ...
.... apropos Ort .... man merkt es immer zuerst daran, dass ein Ort oder ein Stadtviertel sein Leben aushaucht, wenn die alten Kneipen dicht machen - wie hier diese auf dem Foto zu sehende Kneipe, Ecke Windhuker und Dieselstraße. Und wie ich mir habe sagen lassen, hat das Verblühen der Kneipenkultur in Alstaden schon vor einigen Jahren begonnen. 

Die Kneipen, die kleinen Bäcker, die lokalen Einzelhändler, dann die Buden anne Ecke und umme Ecke und dann der Alstadener selbst. All diese werden ausgespuckt wie der zähe Auswurf aus der klinisch gereinigten Staublunge Alstadens
Damit meine ich nicht die neu hinzu gezogenen, nicht die jungen Leute, die alles immer attraktiver machen! 

Damit meine ich DIE Alstadener, die noch A'ms' zu ihre Olle sage'n: "Du, ich geh'mich ma ebendt anne Ecke bei'n Kleine-Natrop 'n lecker Bierken trink'n ... in' Stündken bin ich widder zerrück!" 

Und dann geht er los ...?!?? - ??!?? - und der Kleine-Natrop is' auch scho'nich'mehr … 

Aber vor dem nunmehr attraktiven neuen Gebäude steht die attraktive junge Maklerin und bietet attraktive, top ausgestattete Eigentumswohnungen zu attraktiven Konditionen für attraktive Investoren an.  Na dann .... Adveniat VIER …
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Zwischenruf: Der Vatter kommt immer besser mit dem Tablet zurecht. Heute Morgen hat er nach dem Lesen des Blogs nach dem schwierigen Wort Kyrillisch gesucht & auch gefunden … nur die junge Frau sagte er, die Kyrrilin mit dem starken Waldschnaps, die hatt'er nicht gefund’n. Na, so'was abba auch?!!

Fenster im Kolumbarium


- Kehr bin ich froh, wenn eeentlich der Azwenns vobei is’! 
- Geht mich auch so. Immer kannze Sonntachs mitte Flamme auf so'n Azwennskranz rumhüpp'n. 
- Genau, der erste Azwennz is lankweilich, da bisse allein unterwech’s! 
- Der zweite Azwennz ging ja so. Da war'n wir ja zusammen, abber dat scheiß moderne Besteck war so unbekwehm. Da happ’ Ischinass inne Flamme bekomm’! 
- GEsteck! 
- Watt? Watt'is?! 
- Gesteck, et heiß nich' BEsteck. Et heiß' GEsteck! 
- Sach'ich doch ... war unbekwehm. 
- Am dritten hätt'et ja ganz schön werd’n könn'n, weil laut Azwennszkranzverordnung von 1975 da immer ein weiblichen Flammen-Ellement bei sein muss. Abber datt lustige Landwehrflämmchen is ja zu der Grufti appkommediert word'n .. un' wir hatt'n die neue Schniefnasenflammme an'ne Backe mit ihre Flackerflennerei! 
- Da sach'se watt! 
- Un heut ham'wer der gefriergetrocknete Joop noch dabei. 
- Nä, iss' wa'r? Kann der denn schon leucht'n?? 
- Ja, sieh'ße doch ob'n an der modisch'n Fenster, der üüb' doch schon seit paa' Tage. 
- Un’ dann der arregannte FAUST; der MelissenAa'sch, ewich mit seine Nuschelstimme: "Bitte vereinzeln (1. Advent), bitte Zweigruppen bilden (2. Advent), bitte flott, flott zu dritt (dritter Advent), .... un' heut: "Bitte alle verfügbaren Flammen sofort geordnet ins Karree, hopp, hopp! 
- Hör'auf, Kehr ... ich kannet nich mehr hör'n ... ich krich watt übber mich!!. 
- Ich freu mich schon auf Heilich A'md, wenn wir zwei widder der Komet machen tun. 
- Ich auch! 
- Abber Du muss mich versprech'n, datt'e die Maria nich' widder so unverschämp auf'e Möpse kuck'n tu's wie letz Jahr. 
- Kehr, da kommp bei mich ebendt noch'ma der flotte Flammerich von frühers durch … Nä ... nä, datt der Josef die nich' geknall.... 
- Schnauze getz!! 
- Hömma, is doch wa'r Mann, so'ne Verschwendung von'ne so’ne schöne Schnalle iss' bestimmp irnxwie ne VerSündigung an'ne ganze Chrissenheit?!!

07.12.2014 Der Alstadener liebt die Jalousie & ist NIE eifersüchtig und Heinz muss darüber nachdenken

Fenster in der Dieselstraße


Was kann der Alstadener mit Eifersucht zu tun haben? Und warum die Eifersucht jetzt gerade im Zusammenhang mit dem Advent und dem bevorstehenden Weihnachtsfest? Ist doch allet so friedlich, ey! 
Der Alstadener selbst und besonders der Alstadener im Allgemeinen ist - wie überhaupt der Oberhausener - natürlich NIE eifersüchtig!! Eben weil er in sich ruht. 

DER MANN UND DIE FRAU IM POTT RUHEN IN SICH SELBST - Punkt - Aus.

Na ja, vielleicht manchmal .... nur'n klein Bisken ... sind'se doch eifersüchtig; vielleicht ma' auf Mülheim oder Lirich. Aber er, der Alstadener Oberhausener, ist nicht auf seine Frau und die nicht auf ihn eifersüchtig.  Nie'nich' ... da kannze für!! ...Dachte ich. 

Und dann fotografierte ich hier in Alstaden zur Vorweihnachtszeit diese vielen schön geschmückten Fenster und musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass die Fenster nicht nur mehr oder weniger schön geschmückt waren, nein, es ist auch irgendwo - oben oder unten - immer eine Jalousie zu sehen. 
Entweder war das Fenster halb verhangen und dann darunter so etwas wie Weihnachtsschmuck oder es war so, wie auf dem Foto (oben): dass zwei Sterne zu sehen sind - passt ja zum 2. Advent -, es leicht von oben flöckelt (wie Kachelmann früher gesagt hätte), dann da noch weiße Tannen sind, ein Rentier-Gespann und winkende Schneemänner zu sehn in Pudelmützen. Schneemänner mit Pudelmützen, sowas kann nur den Alstadenern einfallen!?!! Und? - Darunter dann die .... na, was wohl? ...  richtig, die Jalousie! Aber was hat das mit der Eifersucht zu tun??

Das Wort "Jalousie" kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt: Eifersucht!. Na, klasse! Da hat'man also die Eifersucht mitten im Fenster hängen?! 
Ja genau, so war das früher auch ... als es noch die Harems gab. Nicht hier im Pütt. Aber im Orient. Da wachte der Hausherr mit Hilfe des Eunuchen über seine Frauen. Und damit diese von anderen Männers (z. B. Alstadenern) nicht gesehen werden konnten (die Frauen natürlich, nicht die Eunuchen), wurden diese Fenstergitter (Stabzugläden hießen die eigentlich) in die Fensteröffnungen gehängt. So konnte dann kein anderer Mann die Frauen sehen und der Hausherr, der zwar immer schon eifersüchtig war, hatte darum eigentlich keinen Grund mehr, eifersüchtig zu sein!!
Und darum hängt der Alstadener sich die Jalousien ins Fenster ... un' dat besonders getz, damit kein anderer sieht, wie schön sein 'Christkind' ist ... denn er hat, zum Leidwesen seiner Liebsten ... mal wieder Reizwäsche gekauft. "Och Mäusken, tu doch ma eben an für zu'n Probier'n?! Kann doch keiner seh'n, sin' doch Jallesien an'ne Fensters!" 

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Sach'ma, war'se scho'ma eifersüchtich?"
- "Worauf Kalle, mein Gerda is' treu ... nur wenn der alten Kaminsfeger von'ne Dingsstraße da, widder hier' bei'e Heizung'wa, dann hat dat Gerda immer so'n schwatt'n Punk auf'e Backe?"
- "Kehr Heinz, dat kommp von der Ruuss an Schoarnstein ... dat hat'mein Ulla auch immer."
- "Hap'ter der gleich'n Schoarnsteinfeger?"
- "Ich glaup'schon?!"
- "Dat mach'mich abba getz doch zu'n denk'n nachdenklich. Gipp mich von dein Flachmann, dann krich'ich dat besser auf'e Reihe!"
- "Hier has'se, abba sei vorsichtich!"
- "Wiesoo?"
- "Wennz'et auf Reihe kriss, könnze villeich eifersüchtich wer'n, Heinz!!"

02.12.2014 Weihnachtsmarkt in Alstaden & der fleischgewordene Weihnachtsmann und Kalle versucht die Jugendsprache

Fensterstern zur Adventszeit in Alstaden
Ein Weihnachts-Fensterstern in Alstaden. Er leuchtet in der Adventszeit hin zur Weihnachtszeit. Zum Adveniat. Möge er kommen ... sie aber auch endlich'ma', fügt schnell noch der Weihnachtsmann fleischgenüsslich an. Denn auch er, der Weihnachtsmann, ist zunächst Mann und dann erst Weihnachts- ... auch wenn das sprachlich ein wenig anders aussieht! 
Die Alstadener rennen nun hin: Zur-alles-wird-gut-Zeit. Es ist der 2. Dezember und auch hier in Alstaden sieht man die Menschen sich rüsten und hetzen zum feiern von tannenbaumgrünen Weihnachtsfesten. Und die damit verbundenen Leiden & Pflichten und die dabei unausbleiblichen Schwierigkeiten und der Ärger oder gar Zwist in der Familie ... lasten schwer. Sind aber jetzt am 02.12.2014 wohl noch ferne Zukunft.
Weine glühen auf Märkten und mit ihnen die Wangen der Menschen, die bisken frierend aber glücklich von ihm getrunken haben. Jetzt noch sind sie glücklich und herzüberquellend redselig, eben vor dem mit Notwendigkeit folgenden Magengrimmen und Kopfweh.
Schade, dass es einen solchen Weihnachtsmarkt nicht im Stadtviertel Alstaden gibt. Nur einen kleinen, einen ganz kleinen z. B. auf dem Fröbelplatz, um ein wenig von der Vorweihnachtszeit in die Straßen eines alten, traditionellen Bergarbeiterviertel zu tragen. Auch wir hier in Alstaden wollen ALLES: Zimtduft, Glühwein; Tannenbäume, rote Wangen, Kopfweh und Magengrimmen & Alka-Seltzer aus der Apotheke von'ne Bebelstraße.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat geht app, Ollen?"
- "Sach'ma, wat soll dat mit so'ne blöde Frage?! Bis'se getz widder 20 Jahre, Du Dullmann sein BlödGehilfe? Odda has'se der ganze Flachmann schon in der Kopp, ohne mich wat appzuge'm?!"
- "Nä, ich wollt dat nur ma' versuch'n. Wie der Ulligen von mein Sohn. Der sacht letzens zu mich: 'Tach Oppa, wat geht app, Ollen?'"
- "Un den hasse nich gleich ein hintere Blumkohloahrn gezisch', Kalle?!" Kehr den hätt'ich abba gegeb'n! Wo bleib' der Respeck gegen Alter?!"
- "Wat bisse denn so aggeressiv, Heinz?"
- "Gibb mich schnell von Dein Flachmann, Kalle, happ'e Grippe; un' dat Gerda hat gess'ern A'mdt gaanz laut Schlappschwanz auf mich gesach. Un' zwa' in alle Deutlichkeit!"
- "Hier hasse, ich geh dann ma besser?!"
- "Ja, mach' app!"
- "Tschüss Heinz!"
- "Tschüss Kalle! Bis Morg'n!"

01.12.2014 Wie Flasche leer an Laterne in Alstaden und Heinz will mal ein ganz anderes Christkind sehen

Einsam in der Charlottenstraße

Was kann in Oberhausen und besonders in Alstaden einsamer sein als eine Flasche Bier neben einem Laternenmast? Nein sagen wir besser, als eine "Bierflasche", denn sie ist ja leer, ... Also was kann einsamer sein als eine Bierflasche, die einsam in der Dezemberkälte neben einem metallgraukalten Laternenmast steht? Vielleicht der Laternenmast ohne die Flasche? Oder die Flasche ohne den Laternenmast? Oder doch eher der Mensch, der sie dort abgestellt hat!? Also ich denke, es ist der Mensch. Und ich fürchte, einsam fühlen sich auch jene, die heute nicht das erste Türchen an ihrem, ihnen von einer geliebten Person geschenkten, Adventskalender haben öffnen können, obgleich sie es sich sooo gewünscht haben. 
Der Dezember ist angebrochen und damit der Monat der Wünsche: Nach Weihnachtsgeld, nach Geschenken, nach dem Unermesslichen, dem unverschämt Teuren oder dem einzig Wahren & Wichtigen, der mitmenschlichen Nähe. Und hier, aber nicht nur hier, bei Kleine-Natrop, einem gemütlichen Glasbiergeschäft lässt sie sich finden, die Nähe,..., jedenfalls für eine Weile .... Und das ist allemal besser, als eine geleerte Bierflasche am Straßenrand zurückzulassen und traurig weiter in den einsamen Abend zu ziehen.

- “Tach Heinz.”
- “Tach Kalle.”
- “Wat is’ mit Dich?!”
- “Wat soll mit mich sein?!??”
- “Bisse ei'ntlich nie einsam?”
- “Nä, Kalle ich hap doch Dich, Dein Flachmann und mein Gerda für zu’n Meckern. Dat reich’ mich!”
- “Un’ hasse keine Wünsche, Heinz?”
- “Doch, getz direck ein’n: Nämmich dat’te mich ma' kurz Dein Flachmann gips!”
- “Hier nimm schon. Abba ich mein so richtige Wünsche für Christkind uns so.”
- "Kehr Kalle ein’n hätt’ ich schon.”
- “Sach’ schon Heinz, villeich geht Dich der in die Erfüllung.”
- “Dat dat Gerda an Donnerstach zu ihre Tuppafrauns geht, da mit'ti bekloppt’n Döskens der ganze Abend verbrink'; und Du mich in mein AOK-Schopper in'ne Flaßhof in'ne rote Meile schieben tus’.”
- “Hömma Heinz, dat gip nur widder Zoff mit Dein Gerda, ich kenn dat doch! Hatt'n wa doch schon öffers. Wat willze denn imma da, Du bis doch appwärz gelämp wie'ne Natter bei Bod'nFross'?!”
- “Kumma Kalle, ich will da nur bei die Chrisskinder kuck’n, bis wo oben de Beine geh’n tun, weiß'e?!”
- “Abba Heinz, dat weiße doch, du bis doch’n erwachs’n Mann!”
- “Klar weiß’ich dat, abba ich will dat richtig inne ganze Natur KUCKEN!! Ich weiß auch Fußball, kuck der aber trotzdem in Stadijon! Geht’och nix über leiff!”
- “Kehr Heinz, Mann?!”
- ”Du hass’ gefrach’, watti’ch von den Chrisskind will. Ich hap Dich dat gesach’… un’ wennze ’n wahr’n Kumpel bis', erfüll’s mich der Wunsch! … Is’ ja nur Kucken … un’ villeich ma bisken….
- “Getz haltbar bloß’e Klappe, Heinz … un’ Donnerstach die Fingers bei Dich!!!"

29.11.2014 WunderStab in Alstaden und nur Heinz wusste, was es ist ...

Alstadener Straße

Schon merkwürdig, was sich in Alstaden so herumtreibt?! Wie soll man's nennen? PinDings? Verpackter Stab mit roter Mütze? Unsittlicher Eckensteher? Ist es vielleicht der Christo-Versuch eines besonders kunstbesessenen und gewieften Alstadeners, der versuchte, seine ersten Gehversuche in modern art auf der Alstadener Straße auszuleben? -!! -? Ja! Genau da! Auf der Alstadener Straße nahe der Unterführung, exakt dort ... habe ich diesen eingepackten 'MöchteGernPürrierStab' (?) für Großküchen und Kantinen gefunden und fotografiert! 
Niemand weiß, was ES oder ER ist. Oder vielleicht will's aus Scham auch keiner sagen?! Ich habe sie gefragt; ALLE: Die Menschen in Alstaden auf der Straße, die Menschen bei Facebook auf der OberhausenSeite. Doch bis jetzt, bis zu diesem Zeitpunkt, zu dem ich dies hier schreibe, hat mir niemand weitergeholfen. Ach, doch eine! Eine, die nicht genannt werden möchte, hat's gewagt; und sie bezeichnete dies PinDings als den stilisierten, verpackten Phallus des Alstadener Mannes in seiner allgewaltigen All-GEMEIN-heit überhaupt. 
Na, wenn die junge Dame - nennen wir sie augenzwinkernd Nina - da mal nicht mit ihrer berechtigten, feme'nina'len (Фемен) Einstellung übers Ziel "hinaus geschossen" ist??!??

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma, weiß'u, wat dat da auf den Fotto ob'n für'n Pinorreck is'?"
- "Kla, dat ist der Wunderstaapp von Alstaden!"
- "Hömma Heinz, woher weiße dat nu scho' widder; un' bieso Wunnerstaapp von Alstaden?"
- "Kehr Kalle, is doch gaanz einfach: Weil sich alle Blödköppe übber dä Staap wunder'n tun!"
- "Heinz, nimm Dich'n Schluck aus mein Flachmann, Du bis der Beste mit'te meiste Intellegenz!!"

27.11.2014 Der Alltagsheld der Kindertagesstätte von Alstaden und Heinz wäscht die Pullover von Gerda zu Sport-BH's

Kiwittenberg

Wie oft laufen täglich die großen und kleinen Alstadener an ihm/ihr vorbei, ohne ihn/sie noch eines erstaunten, anerkennenden & freundlichen Blickes zu würdigen. Ihn/Sie scheint's nicht zu stören. Still, gelassen aber aufmerksam steht er/sie vor der Kindertagesstätte und hält ein wachsames Auge auf die Kleinen, die ihm/ihr anvertraut sind. Aber das andere, das andere Auge meine ich, ist nach innen gekehrt und schaut sehnsüchtige in eine Welt, die ihn/sie nachts einmal den Ort verlassen lässt, an den er/sie sein Leben lang zementiert ist. 
Er/Sie träumt davon selbst einmal Kinder zu haben, gestaltet aus kleinen Konserven aus Blech & Aluminium, fast wie er/sie selbst. Ihm/Ihr macht's nichts aus, im Winter von den Kindern mit Schneebällen beworfen zu werden, aber ihn/sie schmerzen die Steinwürfe junger Rabauken, doch lässt er/sie dies alles gelassen von sich abprallen. Er/Sie weiß sich geliebt von den Kindern, aber geschützt vom Elternbeirat und der Leiterin der Kindertagesstätte, Frau Feldmann. Die, wenn nötig, ihn/sie mit einem neuen, farbenfrohen Anstrich für seine/ihre Mühen belohnt. Oder ist dieser ER eine SIE, oder die SIE ein ER, die/der dort auf dem Foto zu sehen ist? Lassen wir's die Kinder selbst - jedes für sich und jeden Tag auf's Neue - entscheiden. Auch die Antworten der Erwachsenen auf meine Facebook-Frage (Oberhausen-Seite) nach dem Geschlecht der Figur deuten daraufhin, dass SIE ein ER und ER eine SIE ist?!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat liech' an Heinz."
- "Gerda is sauer!"
- "Wie dat?"
- "Kehr Kalle, immer sacht Gerda ich soll'se in Haushalt helfen, un' dat is ja mit meine Lähmung nich so einfach."
- "Da has'se verdammp Rech', Heinz!"
- "Hömma, ich bin dann in Schlafzimmer, happ der Wäschekorb genomm'n un' die ganze Wäsche in'ne Waschmaschine auf 90 Grad für schön zum Saubermachen un' app dafür!"
- "Is' doch töff, ey ... muss dat Gerda sich doch freu'n, Heinz."
- "Abba die schön bunt'n, weich'n Pollowers von mein Gerda war'n auch da drinne, un' die daa'f man nich auf 90!"
- "Wieso Heinz, Klamotten sin' Klamotten un' Wäsche is' Wäsche is' dreckich."
- "Nä Kalle. Die Pollowers wer'n gaaanz klein bei 90, un' Gerda sacht, die kann'se getz als SportBH bei'n Altenbiatlong anzieh'n."
- "Kumma Heinz, da kann doch Gerda doch froh sein, hat'se Gelt gespaa't für'e Peppentüten."
- "Froh is'se abba nu'ma nich'. Abba ich happ sie zu'e Versöhnung 'n neuen Pürrierstap bei Ammazone bestellt."
- "Klasse, gipp mich Fünf, Heinz!"
- "Gipp Du mich Flachmann, Kalle!"

24.11.2014 Blogger aus Alstaden tritt der SPD bei und kommt gleich auf den Hund und Erwins 'Wehner' wollte auch unbedingt in die SPD

Französische Bulldogge kämpft für den OB in OB

Am 20.11.2014 bin ich (endlich?) der SPD beigetreten, und bin nun das erste Mal in einer 'richtig' etablierten Partei (angekommen im Establishment). Mit 17 Jahren war ich mal im SDAJ (Der Sozialistischen Deutschen Arbeiter Jugend) und habe mich als Schülersprecher der Hans-Böckler-Schule mit Luise Albertz wegen der damals desolaten Ausbildungsverhältnisse auseinander gesetzt. HART aber FAIR! Ende der 60er war ich zeitweise im SDS bis er sich auch in Köln auflöste und dann war ich sozusagen in nichts mehr, außer eben voll im Leben. 
Nachdem ich nun am 20.11.2014 in der Schwartzstraße 52 in Oberhausen das SPD-Parteibüro betreten hatte, um die notwendigen Formalitäten zu erledigen, kam hechelnd ein Hund auf mich zugelaufen, gefolgt von einer sehr attraktiven, jungen Dame. Erst später erfuhr ich, dass es Lena Kamps, die Tochter eines der möglichen SPD-Kandidaten zum Oberbürgermeister in Oberhausen war. 
Sie bemühte sich, mir aus der Ferne durch Zurufen und Gesten klar zu machen, dass mir der Hund kein Leid zufügen werde. Ich hatte es angesichts seiner doch sehr zurückhaltenden Größe (er war ungefähr sooo klein) auch nicht angenommen. Sie holte den Hund schließlich ein, nahm ihn liebevoll auf den Arm und entschuldigte sich bei mir - aber wegen was eigentlich? War ja nix passiert und 'ne Hundephobie hab' ich auch nicht. 
Ich entgegnete beschwichtigend, dass ich vor Möpsen überhaupt niemals, nicht, nie und nimmer keine Angst hätte. Sind ja schließlich die Lieblingshunde von Loriot gewesen. Zudem kannte ich schon wunderbare Möpse aus anderen Zusammenhängen. Ah, mon dieu!, damit hatte ich aber in Unkenntnis der unterschiedlichen Hunderassen mit der Zuordnung dieses Hundes zu den Möpsen vollkommen daneben gegriffen. 
Frau Kamps berichtigte meinen Fauxpas und meinte, ihr Hund sei eine französische Dogge. Hört sich gewaltig an ist aber kleiner als mittelklein. Na ja, ich glaubte ihr das mit der französischen BullDogge, denn sie wird ja wissen, wem sie so gerne hinterherläuft. Ich fragte dann beiläufig: "Kann'er denn wenixenz Bellen, wenn'er schon nich' beißt?" Und da bellte doch dieser "falsche Mops" in reinstem Fränzösich laut & deutlich: "Parbleu! La barbe!! Je souis un bouledogue francaise!" 
Na, ich hoffe, wir werden dennoch ziemlich beste Freunde?! Und in der SPD bleibe ich erstmal, um den nach dem 1.12.2014 feststehenden SPD-Kandidaten bei seiner Wahl zum OB in OB zu unterstützen und natürlich in der Hoffnung, niemals mit Edathy Bilderquartett spielen zu müssen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma, der Erwin is' getz in'ne SPD gegang'n."
- "Wat, auf seine alten Tage noch?!"
- "Kumma Heinz, er selps wollt ja nich'. Abba sein Köter wollt unbedink!"
- "Der Erwin hat'n Ratt app! Der hört auf sein Köter? Dat sollt doch ei'ntlich genau umgekehrt sein!"
- "Kehr Heinz, datt'is so. Der Köter von den Erwin hat sich in'ne Bulldogge von dat Lena Kamps verliep. Un' da hat der der Erwin solank in'ne Ohr'n gebellt, bis der Erwin zu sein Köter gesach' hat: "Hör'auf zum Bellen, Wehner, (der Hunt von den Erwin heiß ja Wehner, weiß'e ja Heinz?!) ... also: "Hör auf zum Bellen, Wehner, ich geh getz sofort in'ne SPD. Dann kannz Du an Dogge von dat Lena schnuppern un' ich unterstütz der Lena ihr'n Vatter bei'e Wahl!!"
- "Un' Kalle, meinze der Kamps macht dat Rennen!"
- "Hömma Heinz, der Erwin hoff' dat un' ich tu dat auch."
- "Dann gipp mich ma'n Schluck von Dein Flachmann, dann tu ich mitmach'n. Dat heiß' villeich?! ... ...!!. Nur wenn dä Apostolos Salatas nich' der Kandidant wird." 

22.11.2014 Der Blick des Oberhauseners, speziell des Alstadeners, über den eigenen Tellerrand und Heinz braucht Schluckbewegung beim Kleine-Natrop

Blick vom Ruhrdeich aus Richtung Raffelberg

Alstadener ist dabei seinen Horizont zu erweitern

Was macht der Alstadener, wenn er über den berühmten eigenen Tellerrand hinausschauen will? Also, noch einmal anders gefragt: Was macht er, wenn er seinen Horizont erweitern möchte? Ich meine, nicht dass der Alstadener im Allgemeinen und der Oberhausener im Besonderen in dieser Beziehung überhaupt etwas unternehmen müssten. Denn ihr Horizont ist so weit, dass er noch nicht einmal von der Erdkrümmung begrenzt wird. Aber sagen wir mal, speziell der Alstadener wolle dieses Über-den-Tellerrand-Gucken doch einmal 'n bisken ausprobieren. Nur so, weil er neugierig ist wie'n Bonobo auf das Weibchen seines Nachbar-Bonobo. Was macht er dann? - ??!?? - Richtig! Er stellt sich auf den Ruhrdeich und schaut über die Ruhr ... vielleicht Richtung Mülheim ... Raffelberg ... oder so ... in die Ferne. (SchauSchauInsLand) Und dann? Dann sieht er etwas, von dem er vorher schon wusste, dass es da war, lässt noch einmal kurz seinen Blick auf die eigenen Schuhspitzen hinuntergleiten, stellt beruhigt und zufrieden fest, dass auch die noch da sind. Und dann schlendert er mit den weisen, zu sich selbst gesprochenen Worten "Kehr geht'och. Hömma is'toch allet da! Kumma, steht'och noch allet!" in der Gewissheit, alles schon gewusst und nichts verpasst zu haben, zurück nach sein Alstaden zu der Kleine-Natrop un' trinkt 'n geflechtet Bierken ... oder auch zwei ... bis ...sechs!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- " Wie geht, Heinz?"
- "Muss Kalle, happ von den viel'n Sitz'n in der Schopper ma' widder so Malässe mit'te Hämmerieden."
- "Kehr abba auch, Heinz, Du hass' zu wenich Bewegung von Dein ganz'n Köarper un' Dein AOK-Schopper!"
- "Sach'ich doch, Kalle. Immer hier an den gleich'n Fleck mein Gerda bei'n Putzn zu kuck'n geht mich auf'n Da'am un' dann weiters auf'e Hämmerieden." 
- "Komm ich schiep Dich ma' zu'n Ruhrdeich."
- "Warum datt'ann?"
- "Kehr Heinz, für'e Bewegung!!"
- "Un' watt soll'ich da?"
- "Kucken Heinz! Gaaanz viel kucken! Da hasse dann scho'ma wenixenz Bewegung für Deine Döppen."
- "Nä, Kalle so'n Killefitt. Schiep mich zu'n Kleine-Natrop. Da happ'ich bei'n von Schluck'n von die Bierkens Bewegung von mein Adamsappel. Dat is' Wällnäss un' Fittnäss aus eine Hant, wennze vasteh's watt'ich meine?!!"

20.11.2014 SPD-ENSATION! ---- S(PD)ENSATION! Raumsonde Philae in Alstaden gesichtet und Kalle schiebt Heinz zum Ruhrdeich

Ruhrdeich Alstaden Sonde Philae

Ich denke, viele von Ihnen, meine lieben Leserinnen und Leser, werden mitbekommen haben, dass diese merkwürdige Sonde mit dem noch merkwürdigeren Namen 'Philae' auf einem Kometen landete mit dem nochnoch merkwürdigeren Namen: '67P/ Churyumov-Gerasimenko'. Eine Meisterleistung von Wissenschaft und Technik. Etwas ganz klitzeklein Kleines landet nach etwa 10jähriger Fahrt durch den Weltraum 500 Millionen Kilometer von Alstaden entfernt auf wiederum etwas ganz Kleinem. WAHNSINN! Das ist ungefähr so als würde der Basketballstar Dirk Nowitzki den Krümel eines Balsenkeks vom Gasometer in Oberhausen in das Schnapsglas von Heinz in Alstaden werfen. 
Philae funkte und funkte und dann wars plötzlich vorbei. "Boah Mensch, so'n Mist, ey!" riefen die Alstadener und möglichen Kandidaten der Oberhausener Oberbürgermeisterwahl 2015 unisono und sichtlich bestürzt. 

Aber. Kein Grund zur Panik. Gerade für Alstaden sollte das Ganze gut ausgehen. Denn: 

Philae hatte nicht den Funk eingestellt, sondern war durch ein Raum/Zeit-Loch wie man es noch aus der Fernsehserie Raumpatrullje Orion in Verbindung mit Patrullje Entenpreis kennt, klammheimlich auf dem Ruhrdeich in Alstaden gelandet. Oben auf dem Foto ist der Beweis zu sehen. 
Wenn also zukünftig Bildung und Wirtschaft, Technik und Kultur zum Schwer- & Mittelpunkt sozialdemokratischer Politik in Oberhausen gemacht und damit forciert werden sollen, dann ist Alstaden mit der Mission 'Philae auf dem Ruhrdeich' dem Rest von Oberhausen - wie immer - schon weit voraus. Und wegen dieser glänzenden Aussichten und auf dem Hintergrund der zuvor genannten positiven Aspekte sozialDEMOkratischer Arbeit in Oberhausen ist es wahrlich keine Schande, auch mal in Duisburg einzukaufen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat sach'se zu Philae, Heinz?"
- "Kehr Kalle, zu Fillä kann'ich nix sag'n. Mein Gerda kauf' kein Fillä, weil dat zu teuer is'. Un'n anderet Stück Fleisch von den Rint un' dat Schwein macht auch lecker Brat'n!"
- "Hömma Heinz, ich mein doch dat Philae, die winz Raumsonde."
- "Ach, die in Raum vo'ne Sondenbank auf'e Bebel? Kann'ich auch nix zu sagen, geh'ich nich' hin. Ich war bei'n Adolf schon'ich braun un' in Pütt unt'n immer nur schwaa'z von der Kohl'nstaupp un' in mein politisch Herz imma SPD-rot. Un' übberhaupp, wie soll'ich mit der Schopper aufe Sondenbank komm'?"
- "Nä Heinz, ich mein doch dat kleine Dings auß'e Tagesschau auf den Kometen un' den kein Funk mehr."
- "Kehr Kalle, warum sach'se denn nich' gleich von der Sattelitt von die Rosetta. Mus'se denn immer in Rätsels sprech'n, Du ollen Dichter?"
- "Hömma Heinz, dä Sattelitt is' getz auf'n Ruhrdeich gelandet. Ich happ'n Fotto bei dä Erwin auf sein Bildschirm in Internetz geseh'n."
- "Nich' wahr, Kalle, vera'asch mich getz bloß nich' widder!"
- "Setz Dich in Dein Schopper Heinz, ich schiep Dich zu'n Deich un' zeich Dich dat."
- "Gebonk Kalle! Abba nur wennze mit mich vorher bei'n Kleine-Natrop 'n Viergläser pilzig'n Zwisch'nstopp einlegs'!!"

19.11.2014 Sympathieträger in Alstaden und Kalle erzählt Heinz den Handtuchtrick von Erwin zu Ende

Rüstiger Alstadener auf dem Weg in die Welt Püttstr./Heiderhöfen

Ich hatte ja vor zwei Tagen schon angedeutet, dass man in dieses Blog eigentlich eine Serie einarbeiten müsse mit dem Titel: "Liebe, nette, sympathische Menschen in Alstaden". Den Anfang machte ich dann mit dem jungen Mann, den ich vor der "Flotte" fotografiert hatte. 
Heute nun stelle ich einen weiteren lieben, netten, sympathischen Menschen aus Alstaden vor, der zwar ein wenig älter als der letzte ist, der aber wie man an seinem elektrischen "Hightec-Highspeed-Schopper" sehen kann, nicht minder flott unterwegs ist, wie es der flotte junge Mann an der "Flotte" war. 
Den älteren Herrn, der auf dem Foto zu sehen ist, überraschte ich mit meiner Kamera am Ende der Püttstraße, dort wo sie in Heiderhöfen einmündet. Zunächst fragte er barsch und ein wenig ungehalten: "Was machen Sie da, warum machen Sie ein Foto von mir ... ist das überhaupt erlaubt?" 
... und über diese, seine Fragen kamen wir dann in ein sehr angenehmes und aufschlussreiches Gespräch über Gott, die Welt und natürlich über Alstaden. Während des Gesprächs gesellte sich eine ältere Dame dazu, die wohl schon seit langer Zeit mit meinem Gesprächspartner bekannt ist; und so erfuhr ich Vieles über die Nöte, Befürchtungen & Freuden, der beiden Alstadener Mitbürger. Ich erlebte quasi im Zeitraffer die typischen Geschichten zweier intensiv gelebter Leben. Auch an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Gruß an die beiden so aufgeschlossenen und freundlichen Alstadener.
Als es dann an der Zeit war, wieder auseinander zu gehen, wurde natürlich die obligatorische Frage gestellt: "Hörn'se ma', wo kann'ich meine Fottos denn übberhaupt seh'n?" Und ich antwortete ihm, wie immer in solchen Fällen: Auf Flickr. Doch für den sympathischen, "alten Herrn" war der Name der Foto-Community etwas, womit er wohl nichts anzufangen wusste. 
Ab und an trafen wir uns noch zufällig, auf dem Alstadener Friedhof (ein gar kein unangenehmer Ort), wenn ich eine Abkürzung nahm, um meinen Vater im Wilhelm-Meinike-Haus zu besuchen. Und wie stets bei unseren Begegnungen stellte der flotte "Schopperfahrer" die Frage: "Ham'se getz villeich’ das Foto von mir dabei?! NEIN! Hatte ich verdammt noch mal nicht! Da ich dummerweise immer wieder vergaß, es auf mein Handy zu laden, um es ihm bei einer unsrer zufälligen Begenungen zeigen zu können. Aus diesem Grunde veröffentliche ich das Foto nun hier auf meinem Blog, in der Hoffnung, es möge ihm jemand, der mit den neuen Medien umgehen kann, dies Foto zeigen. Vielleicht verlinkt es ja auch eine gute, hilfreiche Seele auf der FacebookFanseite 'Oberhausen'. Und ich wünsche mir & zugleich ihm, dass es dem "Schopperfahrer" weiterhin gut gehen möge. Mindestens so gut, wie an dem Tag, an dem ich ihn fotografierte.

- "Tach Kalle."
- "Tach Heinz."
- "Kumma Heinz, dat geht so weiter (ich rekappettelier noch'ma kuarz): Ers'e Woche ers'et Hantuch: Für Kopp, untere A'me, sein Tasse, sein Besteck, seine Fingers. Zweite Woche, ers'et Hanttuch: Für zum Unt'nrum, der kleine SuppenTopp, un' die Eierfanne, un' dat zweite Hanttuch dann für'n Kopp un'so weiters. In'ne dritte Woche, nimmp der Erwin dat Hanttuch aus'se zweite Woche für'e Käsemauken, die Klobrille zu'n Abwisch'n un' für zu'n wechmach'n von'ne Klabusterbeerens an sein HämmeriedenAa'sch. Has'set dat so weit, Heinz? Kommse da noch mit, Heinz?"
- "Allet kein Problem Kalle, wennze mich entlich'n Schluck aus Dein Flachmann gip's. Abbba Du hass' immer noch nicht gesach', wie Du an'ne stinke Fingers bei Dein Besuch bei der Erwin kommps!"
- "Hömma, dat kommp getz, Du. In'ne vierte Woche, an Montachmorg’n, nimmp der Erwin dat Hanttuch aus'se dritte Woche, dat mit'ti Klabusterbeerens, putz damit sein klein' Köter bei'n Gassi morgens drauß'n dat Föttken app un' hänk dat Hanttuch dann auf sein Boiler an der Haken wo draufsteht "Für Gäste". Un' nur in diese vierte Woche ruf' der Erwin seine ollen Kumpels, wie mich un' Dich, für zu'n Besuchen an. Un' wenze dann, wie ich, wegen mein sensibbelen Da'am auf'n Boiler muss, un' dich nach'n Scheiß'n die Finger wasch'n un' un' an dat Gästehan'tuch apptrocknen tus' ... wat meinze, wat'te dann hass', Heinz?
- "Stinke Fingers, Kalle?!"
- "Richtich! Du has'set erfass', Heinz."
- "Kehr Kalle, abba getz ma' ährlich. Wat wäschs'e Dich denn auch die Fingers na'n Scheißen? Ich wasch mich die immer nur ei'ma A'ms nach'n Essen an Mittach. Dat is' auch besser für'e Haut, hap'ich geles'n!"
- “Abba schlech’ für’et LiebesLe’m, Heinz.”

12.11.2014 Der matschige Martinszug der städtischen KITA in Alstaden und Kalle erklärt Heinz das Lichterfest und Heinz kontert mit der Monstranz

KITA-Martinszug durch den Ruhrpark in Alstaden
Sankt Martin: Wie jedes Jahr, teilt der ehemalige römische Soldat, auf seinem Pferd sitzend mit dem Bettler seinen Mantel, reitet davon und wird später dann ein bisschen heilig. Diese Szene wurde und wird dann immer wieder nachgestellt. Die Kinder fackeln & laternen bunt durch die Nacht. Eine Blaskapelle bläst dazu "Lateea'rne, Lateea'rne ... Sonne, Mond und Steea'rne ...." Sie singen das aus vollen Kehlchen (also Martinskehlchen, keine Rotkehlchen) und die Erwachsenen, insonderheit die Männer, brummen anheimelnd und beruhigend die bekannten Melodien mit. Nach einer halben Stunde hat der fiktive ReitersMartin das lodernde Feuer erreicht und teilt wie schon geschrieben seinen mittels Druckknöpfen zusammen gehaltenen Mantel. Der 'Lichterzug' findet damit sein Ende und die Kinder trotten fröhlich an den Händen ihrer Eltern nach Hause. Köpfen den Weckmann, stecken sich die obligatorische weiße Tonpfeife in den Mund und sind nun ein Jahr erwachsener als im Jahr davor.

Ja, so sollte es eigentlich sein. 

Aber so war's gestern leider, leider nicht beim Martinsumzug der Städtischen KITA in Alstaden. Wir, Kinder und Angehörige, stapften durch den Matsch über stockfinstre Pfade eine Runde im Ruhrpark herum. Eine Blas-Kapelle zur Begleitung von Kinder- und ErwachsenenGesang war nicht dabei. Der Martinsszug zog stumm und stumpf seines morastigen Weges. Verhalten gesungen wurde nur an den zuvor festgelegten Haltepunkten; begleitet von dem kaum hörbaren Geschrammel einer aus dem Dunkel eher molltönenden Klampfe. Die Erwachsenen sangen dann dort die Martins-Lieder von den pergamentenen und beschrifteteten Seiten kleiner Handlaternen ab. Fröhliche Kinderstimmen waren kaum zu vernehmen. Das alles glich mehr einer Nacht-Walkingübung in schwerem Gelände für Groß & Klein. Einen Martin hoch zu Pferde gab es nicht. Damit natürlich auch nicht das gerade für Kleinkinder so wichtige, sinnbildliche Schauspiel des gütigen, barmherzigen Martin, der seinen Mantel mit dem Bettler teilt. Nach mehr als einer Stunde hatte man den Sankt Martin endlich zu Tode gelatscht. 

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma Heinz, wat hälze von die heutige Martinszüge?"
- "Wieso, fahr'n die denn widder? Ich denk der Weselsky streik'?"
- "Kehr Heinz, bis'se heut abba widder witzich, ey?! Sach ma' ährlich, wat hälze von die?"
- "Hömma Heinz, mit den AOK-Schopper fahr' ich da doch nich' mehr mit. Früher bin ich noch neben den Ulligen von mein Neffen mitgerollt, getz intressiert mich nur noch die Martinsganz, die dat Gerda so lecker braten tut. Un' dann dä Rotkohl mit dabei!" 
- "Has'se auch gehört, dat man auf der Martinszuch weg'n der Mikranten, Islamer un' die Muslimer ga' nicht mehr Martinszuch sag'n daa'f?"
- "Un' wie heiss' dä Zuch getz?"
- "Damit dat nich mehr religisös klink', sagen die getz immer 'Lichterfest' oder so dadrauf."
- "Un zu'e Monstranz sag'n die dann betimmp bald in'ne Kiarche: 'Zeigegerät von heiliget, weißet Esspapier'. Kehr Kalle, die ha'm heut doch alle ein'n an'ne Klatsche!"
- "Wo'ße Rech' hass', hasse vadammp Rech', Heinz!"
- "Kalle, gipp' mich schnell von Dein katholisch'n Flachmann mit den schaa'fen heilige Geiss' drinne, sonz kieg'ich Migrazonblähungs!"