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26.12.2014 In Alstaden ist doch alles nicht so Schlimm und der Geist sucht nach dem richtigen Fleckenentferner

Schaufenster Alstaden Flockenfeld

(Text und Bild HG. Everhartz)

Wie man sieht, sieht man auf diesem Foto nicht all zuviel. Es scheint um eine Polsterei in Verbindung mit einer Schreinerei zu gehen. Beide mit Namen: Schlimm. Der Eine Peter, der andere Hans!
Und das Ganze hat - wie man ebenfalls sehen kann - wenn man es denn sieht, wohl einen Sprung … oder gleich mehrere. Irgendetwas stimmt hier nicht, scheint nicht in Ordnung zu sein; und man fühlt sich leicht zu der Aussage verleitet: Meine Güte, Peter … Meine Güte, Hans … is’ doch allet nich’ so schlimm."

Aber ausgerechnet bei der Polsterei kommt noch hinzu, dass da irgendetwas zuweilen nicht besetzt zu sein scheint … doch wenn bei der Polsterei schon etwas nicht besetzt ist, wie soll man dann auf Möbel sich setzen, die nicht gepolstert werden können, um sie zu besetzen?
Namen können Schlimm sein, besonders für die Namensträger. Und ich bin mir gewiss, dass sowohl Peter als auch Hans in Kinder- und Jugendjahren unter ihrem Nachnamen gelitten haben

So wie damals in den 50er Jahren in unserer Straße Kläusken Urbansky! 
Wir trugen alle “richtige” Namen, nur der Kläusken nicht. Wir trugen Namen wie Werbeck, Sondram, Vennemann, Görg, Höke, Link oder Everhartz. Urbansky war offensichtlich der Name eines Flüchtlings. Und manche Eltern haben damals ihren Kindern sogar verboten mit Flüchtlingskindern zu spielen.
Und wir Kinder waren grausam. Wir übernahmen das Vorurteil unserer Eltern und Kläusken durfte immer nur mitspielen, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ. 
So auch beim Fußball. Da war Kläusken immer die gaaaanz letzte Wahl … und Kläusken war ein hervorragender Fußballspieler, oft besser als wir Kinder mit den “richtigen” Namen. Aber dadurch wurde er nur noch mehr gehasst … bis eines Tages das dünne Kläusken dem dicken Sondram, der  der Stärkste aus unserer Gruppe und damit zugleich der Anführer war, so gekonnt Senge gab, dass der dicke Sondram flennte und davonlief. 

Danach hieß Kläusken für uns: Kläusken URBAN!!

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- Ich happ'et genau gesehen.
- Watt hasse gesehn?
- Datt mit den Schweif ... vorgestern, an Heilich Abend!!
- Ich weiß nix von der Schweif!
- Du hass der ja doch immer ma 'n bisken hinten hochsteigen lassen. Datt gehört sich nich'! Bessonn'ers wennze den immer so'n gewisse Form geb'n tus!!
- Kehr, hasse datt denn vorne in deinen KometeSternKopp nich mitgekrich'?! Plötzlich hattet nich mehr gerech’net, un' da kam Wind! Bö'ich, wie diese Windbojen von’ne Luftgeisters ... un' die ha'm mich der Schweif hochgemach'! Datt hatte nix mit die Möpse vonne Maria zu tun. Ährlich ... ich schwör' bei mein Leb'n!
- Abber du lebs' doch ga' nich' mehr!
- Watt'e nich sach's?!? ... iss' mich noch gaa' nich aufgefalle'n! 
- Hasse ein'tlich Gestern die neuen Glockens von den Joseff pimmeln gehört?
- Mich schimmpse wegen der verdammp'n "Schweif hinten bisken hoch", un' dann red'se von so'ne unna'ständige Glockens von einen Joseff … dä ich nich'ma kennen tu'!
- Dat is' ne Kirche, die Josef heißen tut ... un' der hat neue Glockens.
- Die!
- Nä, der!
- Et heiß doch die Kiarche un'wieso hatt 'ne DIE übberhaupp Glockens?
- Abber et heiß der Joseff, un' der hat nu'ma welche für zu'n Läuten.
- Kehr mit dich kamma nich' disketieren. Is genau wie bei dat Maria.
- Watt meinze damit?
- Ja, datt ... mitt dat mit ohne Fleckens!
- Ach Du meinz datt mit den Unbefleck'?!
- Genau ... ich frach' mich immer: War datt Maria inne Express-Reinigung, nach die Sache mit den Joseff mit seine tolle, neue Glockens?
- , in die iss doch dä Heiligen Geist gefahr’n.
- Ach soo!! -- ??!! ... Hömma, wenn datt doch gedes Jahr widder is, ... kann ich denn da mit den Heiligen Geist nich ma'ne Runde mitfahr'n? ... nur ma so, weiß’e, aus rein wissenschaff'liche Gründe, … nur umma zu kuck'n wie datt mit sein Fleck'nReiniger an den sein Moppett funxoniert ... sonz nix ... ährlich, ich schör bei ...
- …. Dein Lebe'n, ich weiß’et getz. Du schwörs' immer bei ein Leb'n, datte schon längs nich' mehr hass'.
- Ich mein ja nur….?!
- Ja, dann mein’ Dich ma’ schnell in Dein Aschenbecher … iss’ schon spät vor früh!

(Die Geister haben noch gar keine Namen ... schlagt welche vor!!)

25.12.2014 Styrum glöckelt Alstaden an: "Ja?! ... Hier Alstaden!?" - "Hier der, mitti neuen Glockens!"

Josephskirche Styrum anner Juppstr.


 (Text & Bild Walli Wolke)


Die Glocken von …………..

Nee, nich von Rom, sondern von viel näher, nämlich aus Styrum, und zwar vonner Josephskirche anner Juppstraße inner Nähe vom Lisbethkrankenhaus. Die Kirche tut ja jetzt neue Glocken haben und ich muss sagen, dat die echt schöner klingen als die vorherigen. Is jezz auf jeden Fall harmonischer. 

Der „dicke Jupp“ is immerhin geblieben und eigentlich sollte dat Gebimmel schon am 13.12.2014 losgehen, doch da stimmte wat mittem Motor nich. Am 23.12.2014 waret dann endlich so weit…….

Bin nich so der Kirchgänger und dat Geläute is mir schon so manches ma auffen Keks gegangen, vor allem, wennet sonntachs morgens um 7 Uhr los geht. Da kann man ma als arbeitende Bevölkerung länger schlafen und wat is? Bim-bam, bim-bam….. Dat Gebimmel is ja eigentlich dazu da, die Leute inne Kirche zu locken. Aber lohnt sich dat noch? Immer mehr Kirchenaustritte und die Jugend will auch nich mehr so recht. 

Auch wenn mich dieset Gebimmel manchmal nerven tut, anderseits isset auch schön, denn et gibt Menschen, die wünschten sich noch hören zu können und wennet nur die Kirchenglocken sind. Ich kann mich ja demnächst Ohrstöpsel in die Lauscher stecken, wenn ich nich geweckt werden will. Doch seit Dienstag is dat auch alles nich mehr so schlimm, weil die neuen Glocken schöner als jemals zuvor glöckeln.