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28.12.2014 Mitten in Alstaden FAHRRADFAHREN VERBOTEN! BABCOCKWERKE und der Geist hat die Zeugung Jesu gelöst … geistich ...



(Text und Bild HG. Everhartz) Häuserkomplex Babcock-Allee / Breitenbach

Fahrradfahren verboten. Babcockwerke. Meine Güte, was ist aus der einst stolzen Weltfirma Babcock-Borsig AG an der Duisburger-Straße geworden. Ein unternehmerisches NICHTS! Zerschlagen in viele Stücke, verkauft an - zum Teil ausländische - Investoren, die mit dem Babcock-Rest ihren Profit machen & überall ihre üblen BilFinger drin stecken haben ... bis sie dann die ausgelutschten Reste wieder auf den Markt spucken.

Babcock war früher für uns in Oberhausen ein Wertbegriff: "Wo geh'se nach'e Schule!" - "Ich geh bei Babcock!" - "mach'se da?" - "Inne Lehre! Mein Onkel hat mich da schon'ne Stelle besoarch'!" - "Hass' Du abber gut, äh!"

Und? Was ist übriggeblieben

Hier an der Babcock-Allee, umme Ecke, ein Verbotsschild: Fahrradfahren verboten! Babcockwerke. Als hätten sie dadurch die Energiewende verhindern können, die sie "verschlafen" haben, die Herren Unternehmer. 
Stromeinsparen verboten! Babcockwerke.
Kraftwerke abschalten verboten! Babcockwerke. 
Dabei waren die mit ihrem einzigartigen Benson-Kessel mal Weltklasse.
Das Gleiche gilt natürlich auch für den Wohnungsbestand der Babcock-Borsig AG. 
AAAAAALLLLLEEEESSSS verkloppt!! 
... und die Mieter, die jetzt in den Häusern (siehe Bild) wohnen, müssen sich mit solchen Miet- und Wohnungs-Haien wie der Annington herumschlagen. .... aber .... WIR SIND OBERHAUSEN!!



- Tach Heinz.
- Tach Kalle. 
- Hasse gesehn, Heinz, inne letze Zeit macht der Bekloppten immer mit seine scheiß Geisters rum?
- Klaa, happ' ich datt geseh'n, Kalle. 
- Ers' müss'n wir uns für der hier in den scheiß Block ein Appquasseln un' dann läss'er uns einfach linx lieg'n.
- Also Kalle, ich happ gehört, datt WIR die Geisters sin'! Nur unter noch kein Nam'n. Wir sin' irnxwie inne Vergangenheit un’ inne Zukunft!
- Meinze wie in der scheiß' Film: 'Verrück' inne Zukumf'?!?"
- Kehr, watt hasse heut immer mit Dein 'scheiß', Kalle?"
- Weiß'nich Heinz, happ widder scheiß Depperesson.
- Kumma Kalle, als ein Geist geistern iss doch ga nich' so schlimm. Ich kann mein AOK-Schopper vergess'n, weil ich ja dann so'n bewechlich Flämmsken bin, un' Du kannz bisken besser als eine schöne Flamme Dein Sexuwallität in Dein Geiste ausleb'n.
- Wennze meinz, Heinz?!
- Komm Kalle, schiep mich ma schnell in den Klumbarium auf'n Alstadener Friedhof, damit wir in ein Geiste zu zweit transformeriert werden!

?-??-??-?-??-?-??-? … <<< VERWANDLUNG >>> ...??-?-??-??-??-?-??

- Un' wie fühlze Dich?
- Depperesson iss' wech, abber ich weiß nich' mehr wie ich heißen tu.
- Geht mich auch so ... abber der Schopper iss' wech un' ich kann schweb'n, un' anne Mauken tut'et nich mehr so fies juck'n.
- Abber wie sach'ich getz auf Dich?
- Weiß' nich'. Irnxwann ham’ma Namens. Abber wie der Dichter sacht: 'Namens sin Schall un' Rausch'.
- Dann heiß' ich abber lieber Rausch als wie Schall ... weiß'e weg'n der Melissengeiss'!
- Kehr, datt war doch nur'n Beispiel aus den Dichter seine Worte ... sach'ma: Watt macht Dein wissenschaffnerliche Forschung von wegens ... wie datt Chrisskind inne Maria reingeflutsch iss?!
- Happ' ich gelös'
- Wie datt?
- Kumma: Iss' so ... Gott erschien datt Maria als ein Heiligen Geist. Der Heiligen Geist erschien datt Maria als ein schönen Engel, der abber der heiligen Geist selps iss', der ein'tlich der Gott iss' ...
- ... Ja un dann?
- Dann hatt datt Maria zu der schönen Engel gesacht: 'Kehr Engel, datt pass' mich getz abber gaa' nich, Du schönen Schlingel ... ich bin grad ebendt auß'e göttliche Expressreinigung gekomm’n, un' von oben bis unten an alle mögliche Stellens ganz unverfleckt .. . bitte, nich' getz, Du ... vielleich späters, wenn dä Josef bei seine Lämmers iss'?!?
- ... Un wie weiter, erzähl'
- Kehr, dann war nich' mehr viel. Der schönen Engel sacht noch: "Fürchte mich Dicht!" odder so ähnlich ... un' schwupp war'er auch schon drinne. Zack, schnell sein geistich Moppet an, ei'ma Gas geben un' widder raus.
- Hömma, datt versteh'ich nich' ... wie iss' der übberhaupp da rein als ein so großen Engel?
- Iss' doch klaa. Als einen Gestaltlosen. Inne Bibel steht, datt der GOTT gede Gestalt annehm' kann .. also ERGO auch die Gestalt einet Gestaltlosen!! Hasset getz??!
- Datt is mich trotz datt ERGO zu hoch. Un watt hatt' datt Maria gemacht?
- Datt war ganz verzück' un' schwob auf Wolke sieben.
- Ach so, darum heiß' datt heute inne Kirche auch immer Entzücklika ... getz versteh’ ich datt!

08.12.2014 Arme Oma in Mitte auf der Marktstraße und Heinz erklärt Kalle, wo die Dritte Welt liegt

Marktstraße ... Ihr werdet's kennen


Preiswerte Ware. Heruntergesetzt. Von der Stange. Bügel für Bügel. Im Hintergrund noch das bekannte, zum Einkauf verführende "zweiäugige" Prozentzeichen (%). Ware, Ware, Ware .... keine Menschen. Fast keine. 
Die meisten von uns schauen einfach gar nicht mehr hin. Gerade jetzt vor Weihnachten sind wir wieder oder immer noch im Kaufrausch. Und plötzlich taucht da ein Gesicht auf. Ein Gesicht, das so gar nicht in unsere Konsumgeschichten hineinpassen will. 

Ein altes Gesicht. 
Ein gezeichnetes Gesicht. 
Ein Gesicht der Armut. 
Ein Gesicht des verlebten Lebens. 
Ein Gesicht der Hoffnungslosigkeit. 
Stumpf. 
Mit eingefallene Wangen. 
Das zahnlose Verleben eines biologischen Restes. 
Ein Gesicht, das keinen Blick in die Zukunft mehr hat. 
Ein Gesicht, dessen Blick gebrochen ist. 

Das ist (auch) Oberhausen. Das ist die Mitte von Oberhausen. Das ist genau die Mitte von Oberhausen, der das Adjektiv "neu" fehlt und für die das Adjektiv "alt" noch zu schmeichelhaft wäre. Das Oberhausen der früheren Mitte ist einfach nicht mehr, ist nichts mehr. 

Die Marktstraße ist nichts mehr, nahezu gar NICHTS mehr ... außer vielleicht einer Kette unattraktiver Geschäfte und Billigläden. 
Eine Mitte ohne Flair, ohne heimatliche Patina .... & ... sie, diese Mitte wurde von Generationen von Politikern geschunden und ausgemergelt
Dann wie ein Maultier ins Abseits gedroschen und so arg zugerichtet, dass es nicht einmal vom Abdecker verwertbar ist. 
Und das Schlimme ist: 
Wir schauen zu, ohne wirklich zu erfassen, was geschehen ist! 
Wenden uns um & ab und feiern die nächste Eucharistie im Konsumtempel! ... es ist einfach ... katastrophal und centrOmenal ... geworden ... jedenfalls mein Oberhausen, das ich als Junge & Heranwachsender so liebte und auf dessen Straßen ich gerne groß wurde! Ich GERNEGROSS!!

- "Tach Heinz."
-"Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Muss, Kalle."
- "Un selbs?"
- "Muss auch."
- "Wa'ße scho'ma da in den Zentro?"
- "Kehr Kalle, wat sollich in den Scheißlad'n da. Ers' mit'der Schopper zu'n Bus, dann mit'der Schopper in Bus, dann mit'der Schopper aus'n Bus un' nur für zu'n Kucken von Klamottens .... nä, da lass'ich mich lieba von Dir zu'n Kleine-Natrop auf'n klein Bierk'n schieb'n ... oda ma' widder da in'ne Nähe von'ne Flaßhof ... aber nur'n gaanz klein Bisken ... Ich mit meine gelämpen Stelz'n brauch' keine Dißeiner-Klamotten von den Ka'al Lagerlöff odda wie dä Dullmann heiß'n tut." 
- "Abba in Zentro is'se große Welt!"
- "Hömma Kalle, wenn'ich die arme alte Frau da ob'n auf'n Bild seh'n tu; dann weiß' ich, hier bei uns in dat früher schöne Oberhausen is' an manche Stellen's nich' große Welt sonderns DRITTE WELT ... has'se getz kapiert!!"

07.12.2014 Der Alstadener liebt die Jalousie & ist NIE eifersüchtig und Heinz muss darüber nachdenken

Fenster in der Dieselstraße


Was kann der Alstadener mit Eifersucht zu tun haben? Und warum die Eifersucht jetzt gerade im Zusammenhang mit dem Advent und dem bevorstehenden Weihnachtsfest? Ist doch allet so friedlich, ey! 
Der Alstadener selbst und besonders der Alstadener im Allgemeinen ist - wie überhaupt der Oberhausener - natürlich NIE eifersüchtig!! Eben weil er in sich ruht. 

DER MANN UND DIE FRAU IM POTT RUHEN IN SICH SELBST - Punkt - Aus.

Na ja, vielleicht manchmal .... nur'n klein Bisken ... sind'se doch eifersüchtig; vielleicht ma' auf Mülheim oder Lirich. Aber er, der Alstadener Oberhausener, ist nicht auf seine Frau und die nicht auf ihn eifersüchtig.  Nie'nich' ... da kannze für!! ...Dachte ich. 

Und dann fotografierte ich hier in Alstaden zur Vorweihnachtszeit diese vielen schön geschmückten Fenster und musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass die Fenster nicht nur mehr oder weniger schön geschmückt waren, nein, es ist auch irgendwo - oben oder unten - immer eine Jalousie zu sehen. 
Entweder war das Fenster halb verhangen und dann darunter so etwas wie Weihnachtsschmuck oder es war so, wie auf dem Foto (oben): dass zwei Sterne zu sehen sind - passt ja zum 2. Advent -, es leicht von oben flöckelt (wie Kachelmann früher gesagt hätte), dann da noch weiße Tannen sind, ein Rentier-Gespann und winkende Schneemänner zu sehn in Pudelmützen. Schneemänner mit Pudelmützen, sowas kann nur den Alstadenern einfallen!?!! Und? - Darunter dann die .... na, was wohl? ...  richtig, die Jalousie! Aber was hat das mit der Eifersucht zu tun??

Das Wort "Jalousie" kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt: Eifersucht!. Na, klasse! Da hat'man also die Eifersucht mitten im Fenster hängen?! 
Ja genau, so war das früher auch ... als es noch die Harems gab. Nicht hier im Pütt. Aber im Orient. Da wachte der Hausherr mit Hilfe des Eunuchen über seine Frauen. Und damit diese von anderen Männers (z. B. Alstadenern) nicht gesehen werden konnten (die Frauen natürlich, nicht die Eunuchen), wurden diese Fenstergitter (Stabzugläden hießen die eigentlich) in die Fensteröffnungen gehängt. So konnte dann kein anderer Mann die Frauen sehen und der Hausherr, der zwar immer schon eifersüchtig war, hatte darum eigentlich keinen Grund mehr, eifersüchtig zu sein!!
Und darum hängt der Alstadener sich die Jalousien ins Fenster ... un' dat besonders getz, damit kein anderer sieht, wie schön sein 'Christkind' ist ... denn er hat, zum Leidwesen seiner Liebsten ... mal wieder Reizwäsche gekauft. "Och Mäusken, tu doch ma eben an für zu'n Probier'n?! Kann doch keiner seh'n, sin' doch Jallesien an'ne Fensters!" 

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Sach'ma, war'se scho'ma eifersüchtich?"
- "Worauf Kalle, mein Gerda is' treu ... nur wenn der alten Kaminsfeger von'ne Dingsstraße da, widder hier' bei'e Heizung'wa, dann hat dat Gerda immer so'n schwatt'n Punk auf'e Backe?"
- "Kehr Heinz, dat kommp von der Ruuss an Schoarnstein ... dat hat'mein Ulla auch immer."
- "Hap'ter der gleich'n Schoarnsteinfeger?"
- "Ich glaup'schon?!"
- "Dat mach'mich abba getz doch zu'n denk'n nachdenklich. Gipp mich von dein Flachmann, dann krich'ich dat besser auf'e Reihe!"
- "Hier has'se, abba sei vorsichtich!"
- "Wiesoo?"
- "Wennz'et auf Reihe kriss, könnze villeich eifersüchtich wer'n, Heinz!!"

06.12.2014 Beste Freunde in Alstaden und Heinz liebt Kalle ... na Hund ?! ..??

Bebelstraße

Vielleicht braucht man das zu dieser Zeit ja wirklich. Zur Weihnachtszeit! Genau so, wie zur Zeit der sozialen Kälte! Beste Freunde. Nein eigentlich braucht man sie immer! Die besten Freunde. Doch zu selten findet man sie. 
Jedenfalls nicht unter den Menschen. Da sind sie ganz rar, ganz dünn gesät ... und wenn man von sich behaupten kann, dass man zwei, drei wirklich beste Freunde hat, dann kann man sich schon sehr glücklich schätzen. 
In den Social Networks (Facebook, Google+, Ello etc.) gibts Freunde im Sonderangebot oder noch adäquater noch schlimmer, aber damit auch treffender ausgedrückt, könnte man sagen, dort werden Freunde sozusagen verramscht
Freund-Sein im Internet bedeutet somit gar nichts mehr. Fast jeder ist jedes Freund. Und man sieht am besten daran, dass das nichts mehr bedeutet, dass die, die untereinander sich Freunde nennen, sich oft so verhalten, als kennten sie einander gar nicht. Sie tauschen Bildchen und Sprachhülsen aus .... und das wars auch schon!!
Nenne mir Deinen besten Freund oder Deine beste Freundin! Zum Beispiel hier in Alstaden. Und Du wirst feststellen, dass Du sofort, ohne Um"Schweife" auf den Hund kommst. 

DU BIST AUF DEN HUND GEKOMMEN! 

Das sagt man doch so. Und man meint das im abwertenden Sinne. Und in diesem Zusammenhang bin ich auf eine interessante Geschichte gestoßen, die sogar mittelbar mit Alstaden & Oberhausen zu tun hat. Aber lest selbst:
"In der Bergmannssprache wurde der Förderwagen, mit dem das Erz oder die Kohle abtransportiert wird, früher Hunt genannt. Der Hunt ist ein Holzkasten auf Rädern. Wer nicht mehr kräftig genug war, als Hauer zu arbeiten, wurde zum Wagenschieben, eben zum Hunt stoßen, degradiert, was deutlich geringeren Lohn bedeutete." (WiKI)

Nein, auf einen solchen Hund wollen wir nicht kommen. Wir wollen einen "richtigen" Hund. Einen Hund, der leicht den Kopf schräg stellt und uns treuherzig ansieht, einen Hund, der seinen Kopf in unseren Schoß schmiegt, einen Hund, der freudig kläfft und mit dem Schwanz wedelt, wenn er uns nach längerer Abwesenheit wieder sieht. Kurz, wir wollen einen Hund, einen Freund, der uns treu ist, der uns begleitet und der aufgrund seiner besonderen Fähigkeit - ich glaube eine von ihm bewusst gewählte Fähigkeit - nicht sprechen zu können, alles versteht, was wir sagen .... (h)und wann hat man das schon mal im sozialen Leben??

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Bis'se mein Freund?!"
- "Kla', weiße doch!!"
- "Heinz?"
- "Wat'is denn noch, Kalle?"
- "Bis'se auch mein Kumpel?"
- "Kehr Kalle, bis'se getz 'n Dulli odda wat? Gleich frags'e wohl noch, op'ich Dich lieb'n tu. Ja, tu ich glatt, wennze mich vier Schluck aus Dein Flachmann gib's!!"
- "Dann bi's abba knülle, Heinz!"
- "Na hund?!"

05.12.2014 Kluge Puppe aus Alstaden verliert Betrachter an RWO

Fenster Alstaden Franzenkamp

Stellen Sie sich vor, Sie müssten den ganzen Tag am Fenster in der Ecke sitzen?! Sie sitzen da, gucken auf die Straße und warten. Warten? ... worauf eigentlich? Vielleicht darauf, dass mal jemand vorbeikommt, der stehen bleibt und Dich anschaut. Nicht nur so mit kurzem Blick, so als habe er dich gar nicht gesehen, sondern länger, so als wolle er mit Dir reden. Na, da kannste aber lange warten, Puppe. Wenn Du im Fenster in der Roten Meile sitzt, bleiben sie zwar stehen, gucken Dich intensiv an, aber reden wollen die da eigentlich auch nicht. 

Hallo Puppe! Alle wollen immer nur das EINE

- sie wollen beachtet werden
- sie wollen glücklich sein
- sie wollen geliebt werden
- sie wollen getröstet werden
- sie wollen berühmt werden
- sie wollen reich werden
- sie wollen endlich sie selbst werden ... und dann auch sein!

Sie wollen also VIELES und nicht nur EINES. Nein, sie wollen wirklich nur das EINE. Nämlich all das, was aufgezählt wurde, wollen sie in einer Person sein. Geht das denn? Nein, als Mensch nicht. Na, dann bleib' ich lieber Puppe, sitze auf der Fensterbank in der etwas zugigen Ecke und bin froh darüber, dass ich nur für mich bin, ein Gegenstand in Alstaden, nur dazu gemacht, gelegentlich von den Menschen angesehen zu werden, die beständig der fixen Idee hinterher rennen, irgendwann alles in EINEM zu sein.

Na ja, irgendwann erreichen die Menschen diesen Zustand schon, aber dann können sie es nicht mehr ausleben, weil sie ihr Leben durch beständiges Hetzen nach dem nicht Erreichbaren ausgelebt haben. Aha, dann bleib Du am besten ganz ruhig! Bleib einfach nur stehen! Schau mich noch'n bisschen an, denn mir gefällt das und ich lebe davon.

Nä Du, ich muss schnell wieder weg, Puppe! Ich muss am Ball bleiben. Wie? ... im Leben? Kehr, Quatsch ... beim RWO ... endlich Meister werden.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Weiß'e ei'ntlich Heinz, datte ga' nich Heinz heißen darf's?!" 
- "Wieso dat, Kalle?"
- "Weil schon 'n anderen Heinz Heinz heiß! Un der hat gesacht, datt Du nich Heinz heiß'n darfs, weil er schon selps Heinz heißen tut!"
- "Sach'ma wieviel has'se denn schon von Dein Flachmann auf'e Lebers geschütt'?"
- "Fünf, sechs Schluck, könn' abba leich' auch 10 sein!"
- "Hömma, dann gibb mich schnell der Ress' damit ich Dich verstehn tu!"
- " Hier hasse ... abba dat is' wirklich so, Heinz. Et da'f immer nun ein heinzigen Person ge'm, ein sogenannten Imdiwidium."
- "Kehr Kalle, kann'ich sein, et gibb ja getz zu Chrisskind nur ein Chrisskind, abba et gibb auch'e Dreifalltichkeit!"
- "Ich weiß Heinz, abba nur bei den Erwin sein Hilde, wenn die nach'n WasserÄrobbik auß'n Beck'n kommp!"

03.12.2014 Die grünen Ampelmännchen von Alstaden und Kalle hat Ärger mit dem Verkehr

Ecke Bebel und Alstadener Straße

Aus der Reihe: Die Helden von Alstaden.

Die Ampelmännchen sind in Alstaden einfach grüner. Und je tiefer Sie nach Alstaden herein kommen, desto grüner werden sie. Nicht Sie persönlich jetzt, sondern die Ampelmännchen! Wobei man natürlich nicht wirklich weiß, wo "TIEF" in Alstaden denn liegt? Aber sagen wir mal zum Beispiel: HIER!
Mitten in Alstaden, also da, wo die kleinen Ein- oder Zweifamilien-Häuser stehen, gibt's natürlich keine Ampeln und damit selbstverständlich auch keine Ampelmännchen. 
Sie, die Ampelmännchen, wären schon wirklich gerne dort in Alstaden, wo es weniger Straßenverkehr gibt, um nicht andauernd auf und ab hüpfen und dabei zugleich noch die Farbe wechseln zu müssen. 
Aber so geht's im Leben nun mal nicht zu. Wie wird oft im Volksmund gesagt?: Das Leben ist kein Wunschkonzert.
Und da die Ampelmännchen ihrer Tätigkeit nicht so "Mir nichts Dir nichts" entfliehen können, haben sie sich - sozusagen als Zeitvertreib - einfach darauf verlegt, ihre grüne Farbe nun besonders grün und ein bisschen ins Aquamarin gehend leuchten zu lassen.
Und genau das fiel mir auf, als ich hier nach Alstaden zog. Aber das wirklich harrypotter Geheimnisvolle, zauberhaft Phantastische daran ist, dass jetzt mit Beginn der Weihnachtszeit, die Ampelmännchen es tatsächlich schaffen, noch ein "Schüppchen" Farbe draufzulegen. 
Sie werden zum heiligen Abend hin immer noch ein wenig grüner. Man weiß nicht genau warum. Aber die Koniferen der Wissenschaft glauben sagen zu können, dass diese grünen Männchen, die ja ganz offensichtlich nicht vom Mars stammen, versuchen mit den WeihnachtsTannenBäumen zu konkurrieren. Und wenn die Kinder zu Hause an Heilig Abend, zu später Stunde, nach der Weihnachtswunscherfüllung, müden Aug's, in den kugelglitzernden Weihnachtsbaum blinzeln, werden sie vermutlich all die kleinen grünen Ampelmännchen von Alstaden entdecken.....
die an diesem Heiligen Abend endlich einmal Ausgang haben.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Watt gibbet Neu'et, Heinz?"
- "Nix, un' bei Dich?!"
- "Kehr, ich hab Ärger mit'n Verkehr."
- "Da kann'ich Dich als einen seit 20 Jahre von den Pinnockio appwärz Gelämpten beruhig'n. Da gwöhnze Dich dran."
- "Kehr Heinz, ich mein doch nich der Verkehr. Ich mein der richtigen Verkehr."
- "Hömma Kalle, gibbet denn außer den Verkehr noch'n Verkehr, der noch richtiger is' als der Verkehr?!
- "Ja, Heinz, der gibbet und der heiß' Straßenverkehr!"
- "Un' wat is dat für'n Ärger, den'ze da hass'?"
- "Kumma Heinz, ich bin letz an'ne Bebel Ecke Alstadener über'e Kreuzung, als mich so'n grünet Ampelmännchen einfach von'ne Ampel runner auf'e Schulter sprink."
-- "Nich' möchlich, Kalle?!"
-- "Wenn ich et doch sage Heinz. Et is' so. Un getz will dat nich mehr zurück an'ne Ampel zu die zwei andere rote Ampelmännchen."
- Kehr, dann lasset doch einfach bei Dich un Dein Ulla zu Haus, Kalle."
- Abba dat is doch ein Derlickt in' Verkehr, Heinz, einen sogenannter Eingriff!"
- "Weiße, watt Du has' Kalle, Du hass Dein Schießer mit Eingriff ... un' getz lass mich ma an dein Flachmann, da muss ja 'n sauprozentiget Schlubbelwasser drinne sein, wennze schon nach zwei Schluck so'n Scheiß erzähl'n kannz!!"

02.12.2014 Weihnachtsmarkt in Alstaden & der fleischgewordene Weihnachtsmann und Kalle versucht die Jugendsprache

Fensterstern zur Adventszeit in Alstaden
Ein Weihnachts-Fensterstern in Alstaden. Er leuchtet in der Adventszeit hin zur Weihnachtszeit. Zum Adveniat. Möge er kommen ... sie aber auch endlich'ma', fügt schnell noch der Weihnachtsmann fleischgenüsslich an. Denn auch er, der Weihnachtsmann, ist zunächst Mann und dann erst Weihnachts- ... auch wenn das sprachlich ein wenig anders aussieht! 
Die Alstadener rennen nun hin: Zur-alles-wird-gut-Zeit. Es ist der 2. Dezember und auch hier in Alstaden sieht man die Menschen sich rüsten und hetzen zum feiern von tannenbaumgrünen Weihnachtsfesten. Und die damit verbundenen Leiden & Pflichten und die dabei unausbleiblichen Schwierigkeiten und der Ärger oder gar Zwist in der Familie ... lasten schwer. Sind aber jetzt am 02.12.2014 wohl noch ferne Zukunft.
Weine glühen auf Märkten und mit ihnen die Wangen der Menschen, die bisken frierend aber glücklich von ihm getrunken haben. Jetzt noch sind sie glücklich und herzüberquellend redselig, eben vor dem mit Notwendigkeit folgenden Magengrimmen und Kopfweh.
Schade, dass es einen solchen Weihnachtsmarkt nicht im Stadtviertel Alstaden gibt. Nur einen kleinen, einen ganz kleinen z. B. auf dem Fröbelplatz, um ein wenig von der Vorweihnachtszeit in die Straßen eines alten, traditionellen Bergarbeiterviertel zu tragen. Auch wir hier in Alstaden wollen ALLES: Zimtduft, Glühwein; Tannenbäume, rote Wangen, Kopfweh und Magengrimmen & Alka-Seltzer aus der Apotheke von'ne Bebelstraße.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat geht app, Ollen?"
- "Sach'ma, wat soll dat mit so'ne blöde Frage?! Bis'se getz widder 20 Jahre, Du Dullmann sein BlödGehilfe? Odda has'se der ganze Flachmann schon in der Kopp, ohne mich wat appzuge'm?!"
- "Nä, ich wollt dat nur ma' versuch'n. Wie der Ulligen von mein Sohn. Der sacht letzens zu mich: 'Tach Oppa, wat geht app, Ollen?'"
- "Un den hasse nich gleich ein hintere Blumkohloahrn gezisch', Kalle?!" Kehr den hätt'ich abba gegeb'n! Wo bleib' der Respeck gegen Alter?!"
- "Wat bisse denn so aggeressiv, Heinz?"
- "Gibb mich schnell von Dein Flachmann, Kalle, happ'e Grippe; un' dat Gerda hat gess'ern A'mdt gaanz laut Schlappschwanz auf mich gesach. Un' zwa' in alle Deutlichkeit!"
- "Hier hasse, ich geh dann ma besser?!"
- "Ja, mach' app!"
- "Tschüss Heinz!"
- "Tschüss Kalle! Bis Morg'n!"

01.12.2014 Wie Flasche leer an Laterne in Alstaden und Heinz will mal ein ganz anderes Christkind sehen

Einsam in der Charlottenstraße

Was kann in Oberhausen und besonders in Alstaden einsamer sein als eine Flasche Bier neben einem Laternenmast? Nein sagen wir besser, als eine "Bierflasche", denn sie ist ja leer, ... Also was kann einsamer sein als eine Bierflasche, die einsam in der Dezemberkälte neben einem metallgraukalten Laternenmast steht? Vielleicht der Laternenmast ohne die Flasche? Oder die Flasche ohne den Laternenmast? Oder doch eher der Mensch, der sie dort abgestellt hat!? Also ich denke, es ist der Mensch. Und ich fürchte, einsam fühlen sich auch jene, die heute nicht das erste Türchen an ihrem, ihnen von einer geliebten Person geschenkten, Adventskalender haben öffnen können, obgleich sie es sich sooo gewünscht haben. 
Der Dezember ist angebrochen und damit der Monat der Wünsche: Nach Weihnachtsgeld, nach Geschenken, nach dem Unermesslichen, dem unverschämt Teuren oder dem einzig Wahren & Wichtigen, der mitmenschlichen Nähe. Und hier, aber nicht nur hier, bei Kleine-Natrop, einem gemütlichen Glasbiergeschäft lässt sie sich finden, die Nähe,..., jedenfalls für eine Weile .... Und das ist allemal besser, als eine geleerte Bierflasche am Straßenrand zurückzulassen und traurig weiter in den einsamen Abend zu ziehen.

- “Tach Heinz.”
- “Tach Kalle.”
- “Wat is’ mit Dich?!”
- “Wat soll mit mich sein?!??”
- “Bisse ei'ntlich nie einsam?”
- “Nä, Kalle ich hap doch Dich, Dein Flachmann und mein Gerda für zu’n Meckern. Dat reich’ mich!”
- “Un’ hasse keine Wünsche, Heinz?”
- “Doch, getz direck ein’n: Nämmich dat’te mich ma' kurz Dein Flachmann gips!”
- “Hier nimm schon. Abba ich mein so richtige Wünsche für Christkind uns so.”
- "Kehr Kalle ein’n hätt’ ich schon.”
- “Sach’ schon Heinz, villeich geht Dich der in die Erfüllung.”
- “Dat dat Gerda an Donnerstach zu ihre Tuppafrauns geht, da mit'ti bekloppt’n Döskens der ganze Abend verbrink'; und Du mich in mein AOK-Schopper in'ne Flaßhof in'ne rote Meile schieben tus’.”
- “Hömma Heinz, dat gip nur widder Zoff mit Dein Gerda, ich kenn dat doch! Hatt'n wa doch schon öffers. Wat willze denn imma da, Du bis doch appwärz gelämp wie'ne Natter bei Bod'nFross'?!”
- “Kumma Kalle, ich will da nur bei die Chrisskinder kuck’n, bis wo oben de Beine geh’n tun, weiß'e?!”
- “Abba Heinz, dat weiße doch, du bis doch’n erwachs’n Mann!”
- “Klar weiß’ich dat, abba ich will dat richtig inne ganze Natur KUCKEN!! Ich weiß auch Fußball, kuck der aber trotzdem in Stadijon! Geht’och nix über leiff!”
- “Kehr Heinz, Mann?!”
- ”Du hass’ gefrach’, watti’ch von den Chrisskind will. Ich hap Dich dat gesach’… un’ wennze ’n wahr’n Kumpel bis', erfüll’s mich der Wunsch! … Is’ ja nur Kucken … un’ villeich ma bisken….
- “Getz haltbar bloß’e Klappe, Heinz … un’ Donnerstach die Fingers bei Dich!!!"

30.11.2014 Wetter in Oberhausen und Heinz erklärt Kalle, wie's geht mit dem Schiffen


'Schlagwetter' Union, AG Bergbau, Eisen- & Stahlindustrie Eingangshalle

WETTER!?! Wat is dat eigentlich? Jeden Tag reden wir darüber. Gutes Wetter, schlechtes Wetter, warmes Wetter, kaltes Wetter, heißes Wetter, Winterwetter, Sommerwetter ... und so weiter ... hier in Alstaden, die alten Kumpels, kennen aus'm Pütt noch ein mächtig gefährliches, anderes Wetter! Nämlich das Wetter unter Tage, das Schlagwetter. Die gefürchtete Methangasexplosion.
Und dann gibt's noch ganz, ganz andere Wetter. Das sind die, die auf den Ausgang eines Ereignisses wetten. Die Pferdewetter, Fußballwetter ("Mensch Du, heut bei den Regen is' abba ga' kein gut Fußballwetter") ... ja, die Sportwetter im allgemeinen. 
Bei dem angesprochenen Fußballwetter kann man sehen, dass sogar zwei Wetter begrifflich zusammenfallen können. Eben die einen Wetter und das andere Wetter. Die von 'bet and win' und das von dem oben zu sehenden Karsten Schwanke "gemachte" Wetter.
Natürlich gibt's auch das Verhalten zum Wetter. Es gibt 'ne Menge Wetteroptimisten, doch zumeist wohl eher Wetterpessimisten. Das Wetter ist eben in aller Munde, und wenn es sonst nichts zu sagen gibt, dann gibt es immer noch die Möglichkeit übers Wetter zu reden. Nur für Paare in ausgelutscht-ausgelatschten Ehen und Beziehungen gibt's auch übers Wetter nur noch Schweigen. Eben das Wetterschweigen!!

Der WetterpessiMist

Heute ist wie üblich - 
Das Wetter sehr betrüblich.
Morgen ist das Wetter ...
(Wie sagt der Brite?): "Not much better!."
Übermorgen aber ist's 
Genau wie gestern - wieder Mist!
Doch in einer Woche!! - ... dann?!
Fängt das Spiel von Neuem an.
(von hge)

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- " Scheiß Wetter, wa?!"
- "Willze mach'n, Kalle, - is' so!"
- "Hass rech' Heinz, dat'is ebendt Wetter."
- " Abba Kalle, wie komm'se grad heut auf Wetter? Wetter is doch immer?"
- "Hömma, ich hap von so'n Wetterschiff geles'n!"
- "Ja un'?!"
- "Hömma Heinz, wenn'et'n Wetterschiff gib, dann gibbet doch wohl auch Wetterschiffer?!"
- "Kehr klar gibbet dat. Ich war früher selps elegant'n Wetterschiffer."
- "Wat Du war's 'n Wetterschiffer?!"
- "Kumma Kalle, alz ich noch nich' gelämp wa', bin ich off' auf der Ruhrdeich hap der Motteck aus'se Hose geholt un' hap bei jeden Wetter geschiff'. Kam der Wind von rechz, hap'ich na links geschiff, kam der Wind von links, hap'ich nach rechz geschiff', kam der Wind von hint'n, hap'ich mit'n langen Strahl nach vorne geschiff', kam der Wind von vorne, hap'ich mich auf'e Schuh geschiff!"
- "Mit odda ohne Schiffernahrung auß'e Pulle, Heinz?!"
- "Natürlich mit, darum heiß' dat Schiffen ja in Ruhrpott meis' auch pullern!!"

29.11.2014 WunderStab in Alstaden und nur Heinz wusste, was es ist ...

Alstadener Straße

Schon merkwürdig, was sich in Alstaden so herumtreibt?! Wie soll man's nennen? PinDings? Verpackter Stab mit roter Mütze? Unsittlicher Eckensteher? Ist es vielleicht der Christo-Versuch eines besonders kunstbesessenen und gewieften Alstadeners, der versuchte, seine ersten Gehversuche in modern art auf der Alstadener Straße auszuleben? -!! -? Ja! Genau da! Auf der Alstadener Straße nahe der Unterführung, exakt dort ... habe ich diesen eingepackten 'MöchteGernPürrierStab' (?) für Großküchen und Kantinen gefunden und fotografiert! 
Niemand weiß, was ES oder ER ist. Oder vielleicht will's aus Scham auch keiner sagen?! Ich habe sie gefragt; ALLE: Die Menschen in Alstaden auf der Straße, die Menschen bei Facebook auf der OberhausenSeite. Doch bis jetzt, bis zu diesem Zeitpunkt, zu dem ich dies hier schreibe, hat mir niemand weitergeholfen. Ach, doch eine! Eine, die nicht genannt werden möchte, hat's gewagt; und sie bezeichnete dies PinDings als den stilisierten, verpackten Phallus des Alstadener Mannes in seiner allgewaltigen All-GEMEIN-heit überhaupt. 
Na, wenn die junge Dame - nennen wir sie augenzwinkernd Nina - da mal nicht mit ihrer berechtigten, feme'nina'len (Фемен) Einstellung übers Ziel "hinaus geschossen" ist??!??

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma, weiß'u, wat dat da auf den Fotto ob'n für'n Pinorreck is'?"
- "Kla, dat ist der Wunderstaapp von Alstaden!"
- "Hömma Heinz, woher weiße dat nu scho' widder; un' bieso Wunnerstaapp von Alstaden?"
- "Kehr Kalle, is doch gaanz einfach: Weil sich alle Blödköppe übber dä Staap wunder'n tun!"
- "Heinz, nimm Dich'n Schluck aus mein Flachmann, Du bis der Beste mit'te meiste Intellegenz!!"

28.11.2014 Das grause Loch und Heinz wurde nach dem Blasen nach Hause gebracht

Am BERO

Das Loch. Kaum ist eins aufgetan und schon gibt's Menschen, die glauben, etwas darüber sagen oder schreiben zu müssen. Ist das Loch gefährlich? Wenn ja für wen? Führt an diesem Loch kein Weg oder Loch vorbei? Scheint so?! Warum wird man zu diesem speziellen Loch hier hingeleitet? Ist es nur ein Baustellen-Erdloch oder könnte es auch mehr sein? Vielleicht ein vorweihnachtlicher Meteoriteneinschlag mit heiligem Rand? Verbirgt sich in dem Loch etwas? Oder ist es ganz leer? Ist es hOhl. Oder ist das Loch wirklich einfach nur, wie Tucholsky einst schrieb, nur DA ... nämlich da, wo etwas nicht ist ... und das darüber hinaus, mit etwas ungeheuer Merkwürdigem, dem Rand?! Und wenn man sich das in aller Konsequenz überlegt, so ist das Loch nichts anderes als ein umrandetes Nichts und wenn wir also über das Loch reden, reden wir ganz plötzLoch über NICHTS. So wie wir das heute auf der Facebookseite "Oberhausen" machten. Wo von einer netten, jungen Dame vorgeschlagen wurde, dieses Loch aus Sicherheitsgründen mit Glühwürmchen auszuleuchten. Sodass niemand nie in ES phalle!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat sach'se zu den Loch, Heinz?"
- "Wen meinze?, Kalle, den Aa'schloch von mein Nachbar', der Kallerienbunker, mit der dicken Benz, der immer wie'n Dullmann vor meine Karaschje parken tut?!"
- "Hömma Heinz, ich mein dat Loch ob'n auf den Fotto!"
- "Erinner mich bloß nich' an dat! Dat is' mich mehr'alz'n Dorn in'ne Klüsen. In dat bin'ich letzens abenz, als ich aus'n BERO kam mit mein AOK-Schopper reingedonnert."
- "Un'? War'se verletz?"
- "Weiß'ich nich mehr. Die Pollezei hat mich da raus, un' zu mein Gerda nach zu haus gebracht un' gesacht, ich hätt' die Pomille bei'n Blasen über geschritt'n."
- " Un' wat sacht Gerda?"
- "Da gab'et Winterohrlaschen für mich, weil Gerda nur Blasen verstand'n hatt' un' dacht', Pomille wär' so'ne RussenLutsche auß'e Flaßhof. Getz bin'ich auf AssbachDiät gesetz', Scheiße abba auch!!"
- "Komm' Heinz, lass'uns in'ne 'Flotte' auf'n Bierk'n - ich schiep Dich auch an jeden Loch vobei!"

27.11.2014 Der Alltagsheld der Kindertagesstätte von Alstaden und Heinz wäscht die Pullover von Gerda zu Sport-BH's

Kiwittenberg

Wie oft laufen täglich die großen und kleinen Alstadener an ihm/ihr vorbei, ohne ihn/sie noch eines erstaunten, anerkennenden & freundlichen Blickes zu würdigen. Ihn/Sie scheint's nicht zu stören. Still, gelassen aber aufmerksam steht er/sie vor der Kindertagesstätte und hält ein wachsames Auge auf die Kleinen, die ihm/ihr anvertraut sind. Aber das andere, das andere Auge meine ich, ist nach innen gekehrt und schaut sehnsüchtige in eine Welt, die ihn/sie nachts einmal den Ort verlassen lässt, an den er/sie sein Leben lang zementiert ist. 
Er/Sie träumt davon selbst einmal Kinder zu haben, gestaltet aus kleinen Konserven aus Blech & Aluminium, fast wie er/sie selbst. Ihm/Ihr macht's nichts aus, im Winter von den Kindern mit Schneebällen beworfen zu werden, aber ihn/sie schmerzen die Steinwürfe junger Rabauken, doch lässt er/sie dies alles gelassen von sich abprallen. Er/Sie weiß sich geliebt von den Kindern, aber geschützt vom Elternbeirat und der Leiterin der Kindertagesstätte, Frau Feldmann. Die, wenn nötig, ihn/sie mit einem neuen, farbenfrohen Anstrich für seine/ihre Mühen belohnt. Oder ist dieser ER eine SIE, oder die SIE ein ER, die/der dort auf dem Foto zu sehen ist? Lassen wir's die Kinder selbst - jedes für sich und jeden Tag auf's Neue - entscheiden. Auch die Antworten der Erwachsenen auf meine Facebook-Frage (Oberhausen-Seite) nach dem Geschlecht der Figur deuten daraufhin, dass SIE ein ER und ER eine SIE ist?!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat liech' an Heinz."
- "Gerda is sauer!"
- "Wie dat?"
- "Kehr Kalle, immer sacht Gerda ich soll'se in Haushalt helfen, un' dat is ja mit meine Lähmung nich so einfach."
- "Da has'se verdammp Rech', Heinz!"
- "Hömma, ich bin dann in Schlafzimmer, happ der Wäschekorb genomm'n un' die ganze Wäsche in'ne Waschmaschine auf 90 Grad für schön zum Saubermachen un' app dafür!"
- "Is' doch töff, ey ... muss dat Gerda sich doch freu'n, Heinz."
- "Abba die schön bunt'n, weich'n Pollowers von mein Gerda war'n auch da drinne, un' die daa'f man nich auf 90!"
- "Wieso Heinz, Klamotten sin' Klamotten un' Wäsche is' Wäsche is' dreckich."
- "Nä Kalle. Die Pollowers wer'n gaaanz klein bei 90, un' Gerda sacht, die kann'se getz als SportBH bei'n Altenbiatlong anzieh'n."
- "Kumma Heinz, da kann doch Gerda doch froh sein, hat'se Gelt gespaa't für'e Peppentüten."
- "Froh is'se abba nu'ma nich'. Abba ich happ sie zu'e Versöhnung 'n neuen Pürrierstap bei Ammazone bestellt."
- "Klasse, gipp mich Fünf, Heinz!"
- "Gipp Du mich Flachmann, Kalle!"

26.11.2014 Blind in Alstaden und Kalle erzählt Heinz, warum Erwins Freund der Blindenhund davonlief

Garagenwand Nähe Günther-Büch-Str

Blind?! - Was?: Die Wand? Der Spiegel? Der Mensch? Das Vertrauen? Das Huhn? "Du blindes Huhn, Du!" War vielleicht Stevie Wonder hier und hat das da oben an die Wand gesungen? Oder: 'Blind in Alstaden' wie 'Schlaflos in Seattle'? Wer hat das dorthin geschrieben und warum? Vielleicht ein Alstadener, der selbst erblindet ist? Vielleicht ist's ein Menetekel? Vielleicht eine Aufforderung, die ihr Gegenteil sucht, etwa so: "Sei nicht blind für die Missstände in Oberhausen oder in Alstaden." - "Sei nicht blind für das politische Engagement ... aber tritt Um-Wehner-Willen nicht blind in die AfD ein!

BLIND. Nichts ist blinder als Rassismus und Sozial-Bashing!! (Damit ist an dieser Stelle nicht social bashing gemeint)

- Der Sozial-Blinde dachte nach & sagte: „Meine Herren und Meister, ich möchte wieder sehen können!“, und die Oberbürgermeisterkandidaten von Oberhausen antworteten: „Geh nur, dein Vertrauen hat Dir geholfen!“ Im gleichen Augenblick konnte er sehen und folgte der SPD auf ihrem sozialpolitischem Weg.“ -
Das ist kein Witz, es stimmt. Diese Geschichte spielte sich nur etwa 1989 Jahre später ab. Also, wer wirklich sehen will, muss nicht nur hören & fühlen, er muss auch denken!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Modderwetter heut drauß'n, Heinz, wa?!"
- "Willze mach'n, Kalle. Is' November."
- "Der Blind'nhunt von Erwin sein Freund kann widder seh'n!"
- "Ja un'?!??"
- "Hömma, alz der der Erwin sein Freund geseh'n hat, is' der so wat von appgewetz. Wa' nir'ngs mehr zu find'n."
- "Un' wat is mit der Erwin sein Freund getz?"
- "Kehr, der hat nix geseh'n un' nix gemerk'. Die von'ne Alte'n- un' Behindert'nBetreuung ha'm der Freund von den Erwin der weich'n SteiffknopfinOhr-Hunt von den sein Enkel neben der Sessel von den gelegt." 
- "Un dat klapp' bei den Erwin sein Freund, Kalle?"
- "Hömma Du, der ... der streichelt der ganze Tach der weichen Steiff-Hunt."
- "Dat glaup'ich Dich allet nur, wennze mich 'n Riesschluck aus Dein Flachmann gips', Kalle!"

25.11.2014 Der Alltagsheld von Alstaden und Kalle ist kalt aber Heinz hat die Socken


Name unbekannt ... er trägt das Wochenblatt im Alstaden aus



Da sieht man es. Das freundliche, verhaltene, ja zurückhaltende Lächeln des Alstadener Menschen, der dafür sorgt und auf dem Hintergrund seines Arbeitsverhältnisses dafür Sorge zu tragen hat, dass uns die Wochenzeitung im Stadtviertel erreicht. Ein - zugegeben - etwas längerer, verschachtelter Satz, der genau so verschachtelt & lang ist, wie es die weiten Wege und Straßen sind, die der sympathische Alstadener Zeitungsausträger auf seiner Tour durch das Viertel unter seine brennenden Sohlen nehmen muss. 
Er zieht bei jedem Wetter seinen schweren Gepäcktrolley voller Zeitungen hinter sich her, greift im Winter tausende Male mit klammen Fingern das druckkalte Wochen-Blatt und ärgert sich zuweilen über die schwergängigen Briefkastenschlitze, die ihn zusätzlich die Last seiner Arbeit spüren lassen. 
An "schlechten", besonders anstrengenden Tagen braucht er ca. 7 Stunden, bis er sich seines Arbeitsauftrags und seiner Arbeitslast entledigt hat. 
ABER?!? - 
ER?!? ... er lächelt sein freundlich verhaltenes, ja zurückhaltendes Lächeln auch noch, wenn er - wie von mir an einem anstrengenden Arbeits-Tag - angesprochen & nach seiner Arbeit gefragt wird. 
Er ist für heute unser sympathischer 'Alstadener Alltagsheld'. Denkt an ihn, wenn Ihr behaglich im Sessel sitzt und Euch über das informiert, was im Viertel geschehen ist ... und - angekündigt durch die Wochenzeitung - an Sonderangeboten zu kaufen sein wird. Und denkt in diesem Zusammenhang an die Notwendigkeit der Einführung des Mindestlohns durch die SPD. Danke!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wird kälter, wa?!"
- "Kannze wohl laut sag'n."
- "Besonn'ers nach's, wa?!."
- "Kehr Kalle, da is' dunkel, da happ'ich die Döppen zu, da lieg ich unter mein Plümmo, da is' mich dat soooo'wat von egal."
- "Wat is' mit'ti Orgassmuss-Sockens die'ße strick'n wollz?"
- "Happ'ich doch längs', Kalle."
- "Zeich?!!"
- "Getz nich'! Abba sie'ße denn nich' der beständige Glanz in die Augen von mein Gerda und merks'e nich' meine staake Zufried'nheit  in mich selps' in'ne letze Zeit? Dat'is allet von die Sockens, Kalle!"
- "Kehr, erzähl schon Heinz. Sach'ma wie dat allet geh'n tut?"
- "Getz nich Kalle. Wir sin' hier noch sozesag'n in'ne Öff'ntlichkeit. Abba ich könnt' mich voarstell'n dat nach'ne halbe Pulle Assbach die Öff'nlichkeit wech is'!!"
- "Dann geh'ich ma' flott nach'e Bude, Heinz, um den Zaubertrunk für umm'e Öff'nlichkeit für zum wechmach'n zu hol'n."


24.11.2014 Blogger aus Alstaden tritt der SPD bei und kommt gleich auf den Hund und Erwins 'Wehner' wollte auch unbedingt in die SPD

Französische Bulldogge kämpft für den OB in OB

Am 20.11.2014 bin ich (endlich?) der SPD beigetreten, und bin nun das erste Mal in einer 'richtig' etablierten Partei (angekommen im Establishment). Mit 17 Jahren war ich mal im SDAJ (Der Sozialistischen Deutschen Arbeiter Jugend) und habe mich als Schülersprecher der Hans-Böckler-Schule mit Luise Albertz wegen der damals desolaten Ausbildungsverhältnisse auseinander gesetzt. HART aber FAIR! Ende der 60er war ich zeitweise im SDS bis er sich auch in Köln auflöste und dann war ich sozusagen in nichts mehr, außer eben voll im Leben. 
Nachdem ich nun am 20.11.2014 in der Schwartzstraße 52 in Oberhausen das SPD-Parteibüro betreten hatte, um die notwendigen Formalitäten zu erledigen, kam hechelnd ein Hund auf mich zugelaufen, gefolgt von einer sehr attraktiven, jungen Dame. Erst später erfuhr ich, dass es Lena Kamps, die Tochter eines der möglichen SPD-Kandidaten zum Oberbürgermeister in Oberhausen war. 
Sie bemühte sich, mir aus der Ferne durch Zurufen und Gesten klar zu machen, dass mir der Hund kein Leid zufügen werde. Ich hatte es angesichts seiner doch sehr zurückhaltenden Größe (er war ungefähr sooo klein) auch nicht angenommen. Sie holte den Hund schließlich ein, nahm ihn liebevoll auf den Arm und entschuldigte sich bei mir - aber wegen was eigentlich? War ja nix passiert und 'ne Hundephobie hab' ich auch nicht. 
Ich entgegnete beschwichtigend, dass ich vor Möpsen überhaupt niemals, nicht, nie und nimmer keine Angst hätte. Sind ja schließlich die Lieblingshunde von Loriot gewesen. Zudem kannte ich schon wunderbare Möpse aus anderen Zusammenhängen. Ah, mon dieu!, damit hatte ich aber in Unkenntnis der unterschiedlichen Hunderassen mit der Zuordnung dieses Hundes zu den Möpsen vollkommen daneben gegriffen. 
Frau Kamps berichtigte meinen Fauxpas und meinte, ihr Hund sei eine französische Dogge. Hört sich gewaltig an ist aber kleiner als mittelklein. Na ja, ich glaubte ihr das mit der französischen BullDogge, denn sie wird ja wissen, wem sie so gerne hinterherläuft. Ich fragte dann beiläufig: "Kann'er denn wenixenz Bellen, wenn'er schon nich' beißt?" Und da bellte doch dieser "falsche Mops" in reinstem Fränzösich laut & deutlich: "Parbleu! La barbe!! Je souis un bouledogue francaise!" 
Na, ich hoffe, wir werden dennoch ziemlich beste Freunde?! Und in der SPD bleibe ich erstmal, um den nach dem 1.12.2014 feststehenden SPD-Kandidaten bei seiner Wahl zum OB in OB zu unterstützen und natürlich in der Hoffnung, niemals mit Edathy Bilderquartett spielen zu müssen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma, der Erwin is' getz in'ne SPD gegang'n."
- "Wat, auf seine alten Tage noch?!"
- "Kumma Heinz, er selps wollt ja nich'. Abba sein Köter wollt unbedink!"
- "Der Erwin hat'n Ratt app! Der hört auf sein Köter? Dat sollt doch ei'ntlich genau umgekehrt sein!"
- "Kehr Heinz, datt'is so. Der Köter von den Erwin hat sich in'ne Bulldogge von dat Lena Kamps verliep. Un' da hat der der Erwin solank in'ne Ohr'n gebellt, bis der Erwin zu sein Köter gesach' hat: "Hör'auf zum Bellen, Wehner, (der Hunt von den Erwin heiß ja Wehner, weiß'e ja Heinz?!) ... also: "Hör auf zum Bellen, Wehner, ich geh getz sofort in'ne SPD. Dann kannz Du an Dogge von dat Lena schnuppern un' ich unterstütz der Lena ihr'n Vatter bei'e Wahl!!"
- "Un' Kalle, meinze der Kamps macht dat Rennen!"
- "Hömma Heinz, der Erwin hoff' dat un' ich tu dat auch."
- "Dann gipp mich ma'n Schluck von Dein Flachmann, dann tu ich mitmach'n. Dat heiß' villeich?! ... ...!!. Nur wenn dä Apostolos Salatas nich' der Kandidant wird." 

23.11.2014 Der Fährmann von Alstaden und Heinz ist sauer auf den Totensonntag


Aus dem Buch 'Alstaden', 1998, hrsg. Bürgerring Alstaden

Ziemlich fair von dem Fährmann damals, wie oben auf der Inschrift zu sehen. Für zwei Pfennige quer über die ganze Ruhr. Umgerechnet knapp 'n Cent heute. Von Ruhrufer zu Ruhrufer ... oder heißt es Uhr-rufer? Na, ich weiß nicht mehr, liegt wohl am Schwanken des Nachens in den Wellen der Ruhr. So ein Fährmann war ja schon immer etwas Besonderes. Kennt man ja aus der Mythologie. Der Nachen über den Acheron. Oder der Fährmann Charon, der die Toten über den Styx in den Hades brachte. Sicherlich nicht für 2 Pfennige. Bestimmt umsonst?! Also noch billiger als der faire Faihrmann oben. Vielleicht stammen daher ja der Ausdrücke: 'Faire Preise' oder 'Der Tod ist umsonst'. Dabei ist er das ja eigentlich gar nicht, der Tod, umsonst, meine ich; denn wie ich schon in diesem Blog schrieb, verdienen sich Heisterkamp und Partner ja goldene Nasen am Tode des Anderen. Bisschen sarkastisch könnte man sagen: So ist das Leben! Im Gegensatz zum Tode, dem das Gold nun gar nichts mehr bedeutet. Das war dann wohl hier das Wort zum TotenSonntag.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Heut' iss Tot'nSonntach, Heinz."
- "Kehr Kalle, dat weiß'ich, vadammp!"
- "Hömma, wat bisse denn widder so krawitzich? Is' Dich 'n Selters übbere Leber gelauf'n?"
- "Apopo Selters, gipp mich schnell 'n Schluck aus Dein Flachmann für um auße Deperesson zu komm'!"
- "Bisse denn von den Tot'nsonntach so deperemiert? Du biss' doch sonz nich' so'n GehfühlzHeini?!!"
- "Datt wärs Du an meine Stelle auch, Kalle. Gerda hat gestern der ganze Tach auf'n Alstadner Friedhof die Gräbers von unsere Elters gemach', un' ich musst' in mein AOK-Schopper da sitz'n un' glotzen, wie dat Gerda mit'ti kleine Harke un' so'n FridhofsSchüppken da stundenlank rummacht."
- "Is' doch schön, Heinz, wa'se an'ne frische Luff für Deine Gesuntheit!"
- "Kehr Kalle, so'n Stuss un' datt aus Dein persönlich'n Munt in meine höch's'persönliche Geg'nwa'at: Ers'enz war'et aaschkalt auf'n Friedhof; zweitenz happ'ich an mein Pinnockio so gefror'n dat der Lümmel mit mein Prossata zusamm'n in'ne MännersTena gepullert hat; drittenz hatt'ich Krämpfe in den Gedärms un' konnt' nirngswo Scheißen; un' viertenz, un' dat is' übberhaupp den Gipfel von dat Ganze, wa's Du mit Dein Flachmann nich' da, für mich zum auße Predullje zum helf'n. Also hömmich bloß auf mit Dein bestusst'n Tot'nsonntach!!"
- "Du armen Heinz, hier nimm'noch'n Schluck von den Feuerwasser, damit'te widder auf'e Beine kommps'."
- "Ich bin gelämp' Du Aaa'sch, dat weiße doch genau. Getz mach' hier bloß nich' zwisch'n uns die Inkluson kaputt, Du ollen Kanisterkopp!!"

22.11.2014 Der Blick des Oberhauseners, speziell des Alstadeners, über den eigenen Tellerrand und Heinz braucht Schluckbewegung beim Kleine-Natrop

Blick vom Ruhrdeich aus Richtung Raffelberg

Alstadener ist dabei seinen Horizont zu erweitern

Was macht der Alstadener, wenn er über den berühmten eigenen Tellerrand hinausschauen will? Also, noch einmal anders gefragt: Was macht er, wenn er seinen Horizont erweitern möchte? Ich meine, nicht dass der Alstadener im Allgemeinen und der Oberhausener im Besonderen in dieser Beziehung überhaupt etwas unternehmen müssten. Denn ihr Horizont ist so weit, dass er noch nicht einmal von der Erdkrümmung begrenzt wird. Aber sagen wir mal, speziell der Alstadener wolle dieses Über-den-Tellerrand-Gucken doch einmal 'n bisken ausprobieren. Nur so, weil er neugierig ist wie'n Bonobo auf das Weibchen seines Nachbar-Bonobo. Was macht er dann? - ??!?? - Richtig! Er stellt sich auf den Ruhrdeich und schaut über die Ruhr ... vielleicht Richtung Mülheim ... Raffelberg ... oder so ... in die Ferne. (SchauSchauInsLand) Und dann? Dann sieht er etwas, von dem er vorher schon wusste, dass es da war, lässt noch einmal kurz seinen Blick auf die eigenen Schuhspitzen hinuntergleiten, stellt beruhigt und zufrieden fest, dass auch die noch da sind. Und dann schlendert er mit den weisen, zu sich selbst gesprochenen Worten "Kehr geht'och. Hömma is'toch allet da! Kumma, steht'och noch allet!" in der Gewissheit, alles schon gewusst und nichts verpasst zu haben, zurück nach sein Alstaden zu der Kleine-Natrop un' trinkt 'n geflechtet Bierken ... oder auch zwei ... bis ...sechs!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- " Wie geht, Heinz?"
- "Muss Kalle, happ von den viel'n Sitz'n in der Schopper ma' widder so Malässe mit'te Hämmerieden."
- "Kehr abba auch, Heinz, Du hass' zu wenich Bewegung von Dein ganz'n Köarper un' Dein AOK-Schopper!"
- "Sach'ich doch, Kalle. Immer hier an den gleich'n Fleck mein Gerda bei'n Putzn zu kuck'n geht mich auf'n Da'am un' dann weiters auf'e Hämmerieden." 
- "Komm ich schiep Dich ma' zu'n Ruhrdeich."
- "Warum datt'ann?"
- "Kehr Heinz, für'e Bewegung!!"
- "Un' watt soll'ich da?"
- "Kucken Heinz! Gaaanz viel kucken! Da hasse dann scho'ma wenixenz Bewegung für Deine Döppen."
- "Nä, Kalle so'n Killefitt. Schiep mich zu'n Kleine-Natrop. Da happ'ich bei'n von Schluck'n von die Bierkens Bewegung von mein Adamsappel. Dat is' Wällnäss un' Fittnäss aus eine Hant, wennze vasteh's watt'ich meine?!!"