30.11.2015 Geruh-Salem in Oberhausen - der Fenster-Advent-Weihnachts-Schmuck

Advent in Oberhausen-Alstaden
Wenn man zurzeit durch die Straßen zieht, wandert, e- & i-migriert, spaziert oder streift - wie hier in Alstaden - , dann kann man sie wieder sehen, die Fenster, die schon ihren vorweihnachtlichen Schmuck erhalten haben.

Und es tut den Augen und dem Gemüte gut, wenn es nicht gleich so überladen amerikanisch mit HOHOHO und dem ganzen Christmas-Farb-Kitsch & Ballyhoo daherkommt. Hier also schlicht und einfach ein 'Stearn' vermutlich in einem ge'butzten' Wohnzimmerfenster neben einem schlichten, blinden Lokusfenster.

So haben wir also beides zusammen: Die Festlichkeit mit üppigem Schmauseschmaus für Herz, Seele, Körper und vollen Bauch und gleich daneben die verstellte Einsicht auf den erbaulich-verdaulichen Ausdruck.

So muss datt!! 
Links noch'n bissken Obs' inne Schale für'e Gesundheit un' dann kann der ganzen Azwennz mit Weihnachten komm'!! Klopapier iss' nebenan. Muss ja au'ma sein … alles watt rein muss ja auch wieder raus .... un' - ma' ganz ehrlich - besinnlich kamma doch in beide Zimmer sein?! In dat eine bei Tannenduft un' in dat andere bei dicke Luft!

Oberhausener kehrt ers' vor'e Türe, 
dann in Euch, 
dann kehrt Euch um dat Leid inne Welt 
un' dann haut tüchtich rein … 
IHR SCHAFFT DAT!!

29.11.2015 Advent das Vertraute, das uns Sicherheit gibt .... Oberhausen Vergänglichkeit und Änderung




(Text von Beate Wagner, der sehr eindringlich zeigt, was uns Sicherheit geben & wie fragil das Vertraute sein kann)

Es gibt Menschen, mit denen hat man noch nie ein Wort gesprochen. Aber trotzdem geben sie einem ein Gefühl von Geborgenheit. Dieser türkische Schneider ist so ein Mensch, der, der seine kleine Änderungsschneiderei Ecke Grenzstr./Lenaustr. hat und das schon seit unzähligen Jahren.

Schon damals, als ich noch jeden Morgen zur Karl-Broermann-Realschule ging, saß er bereits morgens an seiner Nähmaschine und arbeitete. Er lächelte mir zu, ohne seine Arbeit zu unterbrechen. Mittags, wenn ich nach Hause ging, genau das Gleiche, arbeiten und lächeln.

Alles gut. Egal, ob es Sommer oder Winter war, Ob es regnete oder die Sonne schien.

Er saß immer am gleichen Platz und nähte. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Auch heute noch! 

Zu meiner Arbeitsstelle muss ich auch die Grenzstrasse entlang. Morgens sehe ich ihn dort sitzen, alles ist gut. Nachmittags, wenn ich heimkomme, weiss ich, er sitzt da, näht und lächelt.

Irgendwie hat er sich über die Jahre auch nicht verändert. Er ist auch nicht älter geworden, irgendwie…. Ich ertappe mich selbst dabei, wie ich regelrecht auf ihn warte. Wenn ich an der Gellertstraße bin, wird mein Hals schon länger, um möglichst schnell zu sehen: 'Ha, er ist da, alles ist gut.'

Und heute? Heute sah ich dieses Schild im Fenster, dieser schreckliche Zettel…. auf einem einfachen weißen Blatt im Schaufenster steht diese furchtbare Nachricht
  • WIR SCHLIESSEN ENDGÜLTIG ZUM 21.12.2015
Aus! Vorbei! Er wird dann nicht mehr da sein… 

Wenn ich am 22.12. zur Arbeit gehe, wird er nicht mehr dort sitzen, nähen und lächeln. Er ist dann weg! Genießt vielleicht seinen wohlverdienten Ruhestand. Irgendwo, wo es keine Nähmaschinen gibt. Ich habe mich nie gefragt, wer er ist. Oder ... was er macht, wenn er nicht näht. Ich weiss noch nicht mal seinen Namen….
…aber ich werde ihn vermissen!
Das weiß ich!

28.11.2015 Der Weihnachtswald Oberhausen: Die lieben Weihnachten, die Geschäfte … und alle möchten beschert werden

Weihnachtswald auf dem Altmarkt
Heute ist der offizielle KAUF-NIX-TAG

Auf dem Schild ist all das aufgeführt, was an Verkauf und Institution hier in der Oberhausener Innenstadt Rang und Namen hat. Und es ist wirklich sehr löblich, dass von all den Aufgeführten auch dieses Jahr wieder dafür gesorgt wurde, dass hier in Oberhausen von Daniel Schranz, unserem weihnachtslieben Oberbürgermeister, der Weihnachtswald eröffnet werden konnte. Der (nicht der Schranz sondern der WALD) wurde - wie in der WAZ zu lesen war - vor langer Zeit von einem gewissen Wehling, als er noch wie ein Männlein im Walde stand, initiiert und gegen den anfänglichen Widerstand der ewig UN-Weihnachtlichen durchgesetzt.

Mir allein sind mindestens zwei Senioren bekannt, die heute freudestrahlend und voller vorweihnachtlicher Erwartung den Weihnachtswald besuchen … für zum Kucken & schön Weihnachtslieder hören & wegen der Reibekuchen
  • "Hömma, da krisse klasse Reibekuch'n! Kannze auch noch paa' für abenz mitnehm' für zum Kaltessen au'm Brötchen! Zwei, drei Pülleken Pils dazu un' ab in der ersten Adswennz reinfeiern! Da geht Dich datt Licht ganz von alleine an!"
Der 'Briefkasten an den Weihnachtsmann' steht natürlich auch da. Mitten im Weihnachtswald, weil ja Briefkästen immer im Wald stehen. Denn der W-Mann muss ja wissen, was er kaufen soll. 
Wie man sieht, steht er gleich daneben. Natürlich unkenntlich gemacht, damit die lieben Kleinen nicht darüber schockiert sind, dass es den Weihnachtsmann mit Geld von den Banken wirklich gibt, und die Geschenke nicht einfach so verschenkt werden.
  • Mamma kumma, elekrische Gitarre, kauf'se mich für Weihnacht?
  • Schanin watt willze denn damit? Du kannz doch ga' nich Musick!!
  • Mamma Gitarre hat abber drei Jahre Garrentie, un' Pappa sacht immer drei Jahre Garrentie muss'ma kauf'n!
  • Kehr Schanin, schreip'et in der Brief für der Weinachtsmann!
  • Datt'iss' doch Scheiße, Mamma, der hat mich letzes Jahr auch nicht dat Händi gebracht!
  • Schanin kumma, wennze Scheiße auf der Weinachtsmann sachst, dann krisse von den nie watt!!

27.11.2015 Agethen Familienbäckerei expandiert und ersetzt Sutthoff … aber leider leidet die Qualität ...

AGETHEN auf der Marktstraße
Jetzt gibt's ihn seit einer Weile auch auf der Marktstraße. Da, wo früher der Suthoff seine Backwaren anbot. Suthoff weg hier aus Alstaden. Der hatte bis vor zwei Jahren noch'n kleinet Steh-Café mit Verkauf im Flockenfeld … dann ging er auch vonne Mark'straße wech! Iss' inne Innsollwennz!!!

AGETHEN ist wie der "Horst-Lembke" auch in vielen anderen Stadtvierteln in Oberhausen vertreten. Man scheint sich ja heute mit Backen blöd verdienen zu können. Hätten wir sonst die vielen Billich-Bäckers mit zusätzlich Billich-Kaffee einmal für zum Sitzen und dann auch noch für zum Gehen, wat den afrikanischen Namen TOGO trägt.
  • Ey Du, ich hol'mich ma' schnell'n TOGO. Willze auch ein'??
  • Nä, lass'mann … ich krich schon Sodbrennen, wenn'ich nur der blöd'n Name hör'!!
Früher … also ganz ganz früher … so in den späten Sechzigern hieß es immer:
  • "Wennze gleich noch zu'n Brotkauf'n geh's, bring mich paa' Brötken un' 'n Obberländer mit - abber nur von den Sutthoff, hasse gehört … nur von den Sutthoff!!
Jetzt also AGETHEN, die Familienbäckerei. Ich wusste gar nicht, datt man sich die Familien auch backen kann?!? Vielleicht Familien-Therapeuten-Zukumpfsmodell vonne Bäckerinnung.

Bleibt zu hoffen, dass durch die Expansion der Familienbäckerei die Brötchen nicht noch aufgeblasener und teurer werden. Un vor allen Dingen, datti widder 'n richtigen Schnitt inne Mitte bekomm'. Der Erwin sacht letztens: 
  • "Hömma, ich will von den Agethen 'n weiblichet Brötken mit Schnitt un' nich so'n TransistittenDink!!"
Richtig gutes Agetehenbrötchen
Expandieren auf Kosten der Qualität sollte AGETHEN nicht fortsetzen … bei den Teilchen hatt's angefangen … jetzt ist noch Zeit, den Qualitätsverfall auch bei den Brötchen zu stoppen … 

Ansonzen heiß'et' weit un' breit 
Getz iss' nur noch MALZER-Zeit!!

26.11.2015 Der schönste Weihnachtswald von Oberhausen steht doch glatt in Oberhausen

Weihnachtswald Altmarkt
Nä, wie isser bloß schön, der Weihnachtswald! Wemmama hingeht. Bisse inne Stadt ... läufs'e zu'n Altmarkt! Un' dann geht'ma auf geden Fall rübber über der ganz'n Wald. 
  • Iss wiarklich schön … in echt!! 
  • Tu'se nich' verhungern. 
  • Kannze übberall anne Budens wat essen. 
  • Heißer Punsch trink'n, 
  • kalt Bierken schnasseln 
  • un' ne Schokkelade mit den Lumumba drinnen schlüarf'n… 
… kehr … nä … iss dat widder schön weihnach'lich alles. Unni Bäume, un' dat Torf auf'e Steine ... un allet geschmück' wie wenn Weihnacht! Getz brauch nur noch Schnee!!

Kumma Kevin, also glaub'se,  mich reicht dat, echt! … So muss datt!! Da muss ich nich' im Centro un' neue Mitte!! Hömma Kevin, hömma ... von den Karressell kommp richtich schön laut Disko-Musik! Könnt'ich gleich ein'n Abrock'n!! Un' dann gibbet auch so'e liebliche Klinglöckskensklingelinglieders ganz auf modern … wie die Schlagers vonne Helene Fischer
Wunderschön!!
  • Un' datt duftet lecker da allet … nach Pommes … un' Glühwein … un' Braten von Spieß. Heerlich!!! Stellma vor Kevin, datt hätt'n damals schon dat Maria un' ihr'n Joseff gehab, als die auf der lange Weech inne Krippe nach den Bethelhem war'n?!
  • Hömma Möppelken bevorse getz hier mit deine heilige Geschicht'n ganz durchdrehs', hol mich lieber ma' son Spießbratn mit den komisch'n Brot da.
  • Schatz, datt'iss' Tschibabatta-Brot! Datt kauf ich doch schomma' bei den ALDI.
  • Mich egal, wie dat heiß'n tut! Un bring'mich'n Pils im Becher mit!!
Karussell Weihnachtswald
  • MammaMamma da'f ich Karresell??
  • Kla' Schackomo … abber halt'ich schön fest, damitte nich widder auf'e Fresse fällz wie in letzt'n Jahr! 
Das Schönste am diesem Weihnachtswald ist 
der Duft von Tannennadeln, 
von Waldboden und von frisch geschlagenem Holz!

25.11.2015 Vorfreude: Blues, Korn, Bier und Blüsken in Oberhausen inne Vorweihnachtszeit bei Kevin un' Schantall

Blüsken mit Weihnachtssterne vorne Marktstraße
  • Kumma Schnübbelschwänzken. Ich hab mich'n Blüsken gekauf. 
  • Ja un'??
  • Extra für Dich für zu'n Weihnacht'n…
  • Un' wat soll'ich mit den scheiß Blüsk'n an den scheiß Weihnacht'n?
  • Ankuck'n Schatz! Für'e Romantick!
  • Kehr, kannnze mich ma verraten, wat ich da an den Fummel ankuck'n soll.
  • Schnübbelsken, wenn Weihnacht iss' muss eine Dame sich doch für ihr'n Liebst'n bissken schön mach'n?! Versteh'se?!
  • Tausch der Fummel um un' hol mich mich'n Pülleken Koarn zu'n Weihnacht'n. Da hab'ich mehr Romantick von!
  • Aber kuck'doch ma richtich auf den Blüsk'n drauf … da iss auch so'n Glitzer, wie'e Sterne an den Abendfühlmament hatti Verkäuferin gesacht!
  • Hömma wenn dat zu'n Fühl'n von drunner iss, kannze von mich aus der Fummel an der Heilig'n Abend anzieh'n. Abber mit viel Koarn dazu.
  • Kumma Schnübbelsken, ich mach' uns an der Heiligen Abend noch der schönen Gullasch von der Aldi aus'e Dose dazu. Un' dann tu'ma gemütlich wat mach'n, Du un' ich. Dat wird so schön Kevin, wirs'se sehn!!
  • Kehr Schantall hol mich besser getz scho'ma 'n Bier für zum Üb'n von dat "So-Schön-Gemütlich"!!
  • Mach'ich Schatzemann, abber der Gullasch gibbet ers' zu Weihnacht'n.
  • Un'... - !!?? -  Schantall, wennze dat Bier brings, dann zieh der Glitzerfummel aus, der tut mich inne Klüs'n weh.
  • Och Kevin, datt sin doch'e Sternkes an den Fühlmanent bei'n Krisskint.
  • Schantall Du widderhols'Dich … Fühlmament an Krisskind kann'ich besser ohne der blöd'n Pullover drübber!
  • Kevin, Du biss'abber'n ganz Schlimm'n!!
  • Zisch app, Schantall, mach hin … sonz hänk mich gleich widerte Nordmannstann.
  • A'popo, Kevin wir müssen noch der Ständer kauf'n!!

24.11.2015 Non-Food kaufen, damit Ihr nicht schon vor Weihnachten zunehmt … Ihr edlen Tropfen unserer egoistischen Mitleidsgesellschaft

'Action' am Penny-Markt
Ja, so machen wir das in Oberhausen … aber sicherlich nicht NUR in Oberhausen!! 

Die Welt der DINGE wächst uns zusehends mehr ans Herz als die GefühlsWelt der klassischen Symbole unserer Anbindung an Leben, Tod, Religion, Mystik, Mythologie und auch mehr als all die wunderbaren Geschichten, die damit zusammenhängen mögen.

Ganz eingestellt auf's Materielle sind wir ... schon JETZT, am 24.11.2015, genau einen Monat vor'm Heiligen Abend! 
Wir sind schon heftig damit beschäftigt, all die nichtigen Gegenstände des Lebens zu kaufen, zu sammeln & zu raffen … die wir uns in ähnlicher Weise bereits das ganze Jahr aufbürdeten. Als lebten wir dadurch besser!!!

NUR?! … jetzt konsumieren wir eben noch ein wenig mehr … weil wir - aufgefordert & bedrängt durch die Markschreier der Konsumgesellschaft - uns legitimiert sehen, noch einmal vor Jahresende so richtig ins Volle zu greifen.

Irgendwie passt das alles - auch hier in Oberhausen -  nicht zusammen. Und nicht einmal die Welcome'isten entziehen sich dem Terror des Konsums; denn alle rauschen erneut durch Kauf & Hof & Halle & Centro oder ... wo auch immer. 

Das alte Abgetragene, das, was nicht mehr benötigt wurde - sozusagen die LEICHEN ihres Konsums - hängen nun an den  Körpern der Migranten. 
Die Migrantenkinder spielen mit dem Spielzeug, das von "unseren" Kindern nicht mehr Wert geschätzt und angerührt wurde … 
Das alte Fernsehgerät, das verrottete Fahrrad, die veralteten Möbelstücke haben ihre Besitzer gewechselt.
Der Konsum wird mit Betroffenheits-Gebärde und dem vermeintlich  Gute-Tat-Gefühl nach "unten" durchgereicht! Und darum kann jetzt endlichNEIN!!es muss endlich wieder Neues gekauft werden.

Mal drüber Nachdenken: 

Könnte es nicht sein, dass gerade der TERROR des beständigen und gedankenlosen Konsums in der westlichen, saturierten Welt genau den TERROR mit-bedingt, vor dem die Menschen anderer Länder flüchten müssen, um verängstigt ihr "nacktes" Leben zu retten??

Das Foto zeigt's: 

Im Vordergrund: Immer der beste Preis.
Im Hintergrund: Zart das Symbol der
 Mitmenschlichkeit!!

23.11.2015 BAU stellen ist wie Bein stellen in der Stadt Oberhausen - WIR brauchen Kämmerer UND Kümmerer

Baustelle Grenzstraße

SO BLEIBEN SIE AUF DEM LAUFENDEN
Damit Sie informiert sind, weisen wir auf Baustellen hin …

Das steht auf der Seite der WBO. Und das stimmt! Als Fußgänger bleibt man tatsächlich auf dem Laufenden. Oder besser gesagt: 'Man bleibt am Laufen'!!

Denn gerade an dieser Baustelle: Grenzstraße/Friedrich-Karl-Straße in der Nähe der Scharnhorststraße muss der Fußgänger, wenn er sich denn einmal im Labyrinth der Baustellenabsperrung verlaufen hat, weite Wege gehen, um unbeschadet die andere Seite der Kreuzung zu erreichen.

Das ist das Eine. Das andere ist, dass schon seit einer Weile zu beobachten ist, dass es an dieser Baustelle nicht so recht weiter geht. Die vielbefahrene Strecke Grenzstraße-Alstadener-Straße wird zu einem Nadelöhr, das zusätzlich den starken "Verkehr" nicht weit von Oberhausens Roter Meile durch eine verkehrstechnisch obszöne Engstelle treibt.


SCHNELLE LÖSUNG FÜR PERFEKTE STRASSEN
Straßenbau planen, leiten und überwachen

Na ja, legen wir den Sarkasmus, Zynismus und die Polemik mal ein wenig beiseite … WENN uns die WBO schon anbietet, dass wir Bürger über die straßenbaulischen Maßnahmen informiert werden, warum kann man dann nicht die Details (zeitliche Dauer, sonstige Begleitumstände etc.) zu den Bauvorhaben auf der WEB-Site der WBO nachlesen?

Die Oberhausener Bürger managen 
ihr eigenes Leben & Wohnen!
Die gewählten Vertreter & Stadtverwalter 
mis(t)managen 
die Oberhausener Bürger & deren Belange.

22.11.2015 Pinkeln in Oberhausen nur brav anne Bäume … doch nich' anne Wand … bisse blöde … Geschäft nicht am Geschäft machen.

Aushang auf der Markstraße schräg gegenüber vom ExtraBlatt

"Der Erfolg in einer Innenstadt hängt häufig von einer guten Prozesskoordinierung ab." (Astrid Schöpker, neue Citymanagerin von Oberhausen)

Das musste natürlich auch mal gesagt werden … oder besser gesagt - und wie man hier liest - geschrieben werden.

Denn wo käme man denn da hin, wenn jeder einfach da, wo er will und nicht da, wo es sich gehört - nämlich an den Baum. 
  • "Ey, komm Schnulli, ey ... nich' hier Du, nich' an der Laden seine Wand, ey … komm mach schnell rübber, ey … tu Dein Strulli da anne Bäumskes mach'n! Iss' auch viel besser für zu'n Bein heben … iss gesünder als'e Wand … Baum iss doch Bio … un' Du kannz Dich dann auch immer hinter der Baum schön verstecken … sieht Dich keiner … un' wenn einer kommp, läuf'se einfach auf drei Pfotens um der Baum rum. Hasse kappiert!"

"Meine Vision für Alt-Oberhausen ist die Realisierung einer ausgewogenen Funktionsmischung." (Astrid Schöpker, neue Citymanagerin von Oberhausen) ... NA - DANN!!

Gab's da nicht mal einen weisen, kürzlich verstorbenen Politiker, der gesagt hat: "Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen!" —-!! -??

Iss' ja kaum zu glau'm,
Getz pullert er an Baum!

21.11.2015 Nachkriesgs-Integrations-Weihnachts-Wald in Oberhausen … garantiert mit echter, von der Stadt in Eigeninitiative erstellter Ruine

Beginnender Weihnachtswald auf dem Altmarkt
Et iss also widder soweit!! Bald kommt das Krisskint. Und mit dem Christkind kommen heutzutage auch die obligatorischen Weihnachtsmärkte.

Hier in Oberhausen, in Stadtmitte, heißt der Weihnachtsmarkt nicht einfach Weihnachtsmarkt sondern schlicht Weihnachtswald. Hört sich'n bissken weniger nach forciertem Verkauf und aggressivem Konsum an. Und scheint auch nichts mit Glühweinsaufen und exzessivem Verzehr von Champignons, Pommes und Reibekuchen zu tun zu haben. So'watt gibbet ja im Wald nich'!!!… ABBER HIER:

Weihnachten … glühweinselig … mit Reibekuchen und Reibach!! So sollet sein!!

Doch dies Jahr in Obberhausen erwartet die Besucher ein besonderes Spektakel. Man hat löblicherweise ein einzigartiges Integrationsprojekt gestartet. Und damit die Flüchtlinge aus den zerbombten Städten ihr Stückchen desolate Heimat zum trauten Fest nicht vermissen müssen, haben unsere Geschäftsleute in Verbindung mit dem Oberhausener City-Management für eine besonders eindrucksvolle Ruinen-Kulisse gesorgt.

Der Weihnachtswald inmitten von Ruinen. 

"Eingeweiht" wird er am 24.11.2015 von den Vertretern der Stadt, die alle Besucher mit einem herzlichen Willkommen begrüßen: 
  • 'Niemand solle Heute noch gezwungen sein, nach Aleppo zu reisen, um sich dort die zerstörten Häuser und Straßen anzusehen. Das könne man eben auch ganz heimisch und nahezu ungefährlich auf dem Oberhausener Altmarkt im und auf dem Weihnachtswald 2015 haben.'
RTL, ZDF, Huffington, BILD und die anderen Medienkonsorten haben sich schon die Rechte an der Kulisse gesichert. Kommenden Mittwoch wird in der Lokal-Zeit die erste Doku eines durch ein Attentat gesprengten Weihnachtsmarktes gezeigt werden. Ganz echt, ganz ungefährlich aber hautnah als zukunftweisendes Stadtentwicklungsprojekt. 
Die Politiker aller Parteien erwarten, dass das rege Interesse auch der ausländischen Bevölkerung an diesem außergewöhnlichen Weihnachtswald der Stadtkasse erhebliche Mehreinnahmen bescheren werden. ADVENIAT!!!

Von jeder Portion Pommes rotweiß gehen 0,02 cent an den Integrationsfond!!!

Also … 
Haut rein Leute!!
Fresst & shoppt 
bis der Sprenggürtel zu eng wird!

20.11.2015 Schicker geht immer - Schicktanz rockt nimmer - jedenfalls nicht Oberhausen!!

Altmarkt
Hermann-Albertz-Straße
Thomas Schicktanz, Stadtverbandsvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hingegen fordert, dass Oberhausen selbstbewusster auftritt und sich so für Investoren interessant macht. Das Dachgewächshaus auf dem neuen Jobcenter nennt er als Beispiel für solche Leuchtturmprojekte. „Oberhausen ist es nicht gewohnt, auf den Putz zu hauen“, sagt er und fordert mehr Engagement für den Imagewandel. WAZ 20.11.2015

Kunz iss' manchma' bunt … aber unaufgeräumt … wie'ma auf'e Fottos sieht! 

"Na sicher, iss doch kla' man, ey, Schicktanz … Obberhausen muss schicker werden." Und wer könnte das besser wissen als ein DGB-Bonze, ein Stadtverbandsvorsitzender. Solche Leute wissen das immer gleich. "Zeich mich die Stadt un' ich zeich dich wo'et mangelt!!" 

Wir brauchen "Leucht-Turm-Projekte"Dachgewächshäuser!!  AHA!!

Und kla', natürlich iss Obberhausen nich' gewohnt "auf den Putz zu hauen". Hier wohnen ja auch alles bescheidene, einfache Menschen, die genau so bescheiden und einfach ihr Leben einrichten. Die müssen auch nicht auf den Putz hauen. Die brauchen ein normales, sauberes, anständiges Wohn- und Geschäftsumfeld. 

Auf Dachgewächshäuser und Leuch'türme inne Stadt können die ers' mal verzichten. Und die Sache mit dem Putz iss' ja numma so, dass zuerst wichtig wäre, mal die entsprechenden Stadt-Ruinen in Stand zu setzen und zu erhalten.  ... Z.B.: 
  • Alter Kaufhof 
  • Elsa-Brändström 
  • Jugendamt am Bahnhof 
  • Bahnhofsvorplatz
  • Elsässer-Straße
  • Marktstraße 
Da muss ers'ma bissken Putz hin … und später, wenn dann alles schön iss' .. dann … ja dann kamma auch ma' auf'n Putz hauen!! 

Aber es gibt immer wieder Menschen, selbst-saturierte Menschen, denen es an nichts mangelt - wie eben jener Schicktanz, der Schmidt von der OGM, der Schranzach all die Reden schwingenden Politiker -, die immer wieder uns Glauben machen wollen, dass z.B. ein Jobcenter mit Dachgewächshaus die OXEA und die Industrial & Marine Services hier in Oberhausen gehalten hätten. 

Also, Herr Schicktanz: Oberhausener sind schon vom Wesen her engagiert. 


Wir brauchen keinen IMAGEwandel!! 
Wir brauchen einen POLITIK-WANDEL! 
Und wir brauchen Industrie & HANDEL

19.11.2015 Stadtentwicklung greift endlich ... OXEA hilft … Oberhausener werden immer stolzer

Markthalle Oberhausen City
  • Soll'ich Dich ma' wat sagen?!
  • Nä, sach schon!
  • Mich geht dat alles an Arsch vorbei.
  • Watt denn?
  • Kehr, dat Ganze. Dat mit der Terror, dat mit die Flüch'links  dat mitti scheiß Polletik hier, dat mitte Pergida, dat mit der Ötschlemir, dat mit den Erdegarn, dat mitti ….
  • Hömma. Schnauze! Iss getz gut, ey, odder wat? Kuck'ma' auf dat Schöne in den Leben. Biss doch nich immer so neggetiv kontra gegen allet eingestellt. Kuck ma' hier auf'e Markhalle. Wird getz abgerissen. Kommp 'n schön neuet Jobcenter hin mit'n schön Gemüsgarten au'm Dach!!
  • Biss datt feddich iss' gibbet übberhaupp kein Jobs mehr. Un dann könn'se in 2020 da auch Asselanten stapeln tun. Man hömmich bloß auf mit SCHÖN, Du!!!
  • Nä nä, datt wird schon. Kumma genau auf dat Foto oben. Da siehs'e, datt die getz schon an vermieten sind.
  • Ja, seh'ich. Fitness-Paradies ... bestimmt für'e 1000 Jungfrauns vonne Selps-Terreristen für lustich nach'n Bomb'n.
Irgendwie ist es schon merkwürdig, dass Teile der Markthalle noch während des Abrisses vermietet werden. Ist aber provisionsfrei!! Da wird sich dann schon jemand finden. Vielleicht die OXEA!?!
  • Sach'ma' OXEA?! ... Iss datt nich der Laden von die Scheiß Scheichs aus den Oman??
  • Du sach's'et!!
  • Iss' doch töff. Hamma weniger Terreristen aus den Arabien hier in Obberhausn!!
  • Wieso??
  • Hasse ma' gekuck' wo dat liecht? - Direck neben die Saudis, die von den Siechma' Gabriel immer die schön Waffens bekomm'n!!
Oma'n in Monheim
Ochs'ea in Obberhausen!!


18.11.2015 POST ... mortem ... unsere ehemalige Oberhausener ...

Friedrich-Karl-Straße
Das waren Zeiten … als die Briefkastenschlitze noch ihre uneingeschränkte Berechtigung besaßen. Noch richtige und richtig viele Briefe geschrieben wurden. Und die POST noch die POST war und nicht eine gesichtslose DHL oder sonst'n Kuvert- und Päckchen-Bringdienst.

Das waren noch Zeiten … als die Alte Post in Oberhausen 'ne richtige alte Post war, wo wir unsere Pakete hinbrachten, die Einschreiben abholten … wo wir noch in Kabinen telefonieren konnten, in langen Reihen die Telefonbücher auslagen und wir Briefmarken und sogenannte Ersttagsbriefe am Schalter beim Postbeamten kauften … und wir Jungs als leidenschaftliche Briefmarkensammler versonnen auf die am Schalter ausgestellten Briefmarken schauten und von der blauen Mauritius träumten.

Nicht die Post
Was uns geblieben ist? … von der "Alten Post" ist es das stilisierte Posthorn an der Seite zur Friedrich-Karl-Straße und die ehemals schöne, aber jetzt grell-gelb-verschandelte Eingangsfassade des "Finanzcenters". 

Das sind vielleicht Zeiten … die das alte Funktionable abschaffen, um diesem etwas modernistisch flaches und finanzgetriebenes Neues, das in dieser Form niemand benötigt, entgegenzusetzen. 

Der wirkliche Oberhausener ist 
traditionsbewusst! 
Immer noch'n Stück von der Kohle, 
die er ehemals förderte!!

17.11.2015 Wurstwerk! Dat Kunstwerk an Frau und Mann in Oberhausen

Markstraße neben Käse Nienhaus
Zitieren wir doch einfach noch mal das CityO.-Management e.V. "Zwischendurch immer wieder Cafés und Bistros." … auf der Markstraße, der 1,4 km langen Geschäftsmeile, der größten in Oberhausen. Man braucht schon eine ganze Weile zum Durchschreiten dieser wunderbaren Meile.

Und?!? DANN??!!

Mann, Frau und Kind bekommen einen Hunger. Einen Hunger auf Wuarst
  • "Mudder, Vadder kumma Wuarst!" schreien die Ulligen. 
  • Und der Vadder sacht zur Mudder: "Hömma, somma Körriwuarst?!
  • Un' die Mudder sacht zu der Vadder: Kehr, wir ha'm doch eben ers's gegenübber von der Rossmann jeder 'ne Wuarst!"
Abber Wurst kann man in Oberhausen nie genuch. Dat sieht man alleine schon daran, datte alle paar Meter inne Edelgastrennemie auf'e Maa'kstraße dich ne Wuarst futtern kannz.

Ers' geh'se ma schön zu der KIK, dann geh'se schön zu der KODI, dann geh's noch ma' im TAKKO rein, kucks mitti die Ulligen bei den BOOM nach Klammottens, dann schlürfse 'n Kaffee bei'n BRÖDIS und schon steh's vor den WURSTWERK vonne Firma Wurstwelten. International Oberhausen-Ruhrgebiet.

  • "Kehr Kewin, lass'man dat mitti Wuarst … von Wuarst krisse Krebs. Hasse nich inne BILD geles'n.?!
  • "Datt mitti Wuarst iss' doch Käse, Schantall. Kumma unsern Vadder sein Vadder hatt'sich doch auch immer die schön Körriwuarst im Kopp getan un' der ollen Sack iss' über sippzich geword'n!"
  • "Der iss abber an Krebs gestorb'n, Kewin!"
  • "Abber doch nur an den Alterskrebs, Schantall. Komm lamma Wuarst für uns un' die Ulligen!!"
  • "Wennze meinz, Kewin?!
Nach'e letzen Ereignisse sach'ich immer für mein Schantall:

Lieber Krebs vonne Wuarst in 
Obberhausen
als kapputt von Kaffee bei'e Terreroristen in dat
 Pariss!

16.11.2015 Stadt-Marketing par excellence ... Der stärkste Tag war der Donnerstag 19.11.15 und das schon am 16.11.2015

Markstraße Leerstand
Es bleibt mir auf ewig ein Rätsel. Und zwar die Diskrepanz zwischen dem, was uns beständig das City-Management verheißt und dem täglichen Augenschein während eines Spaziergangs über die Marktstraße.

Hier noch einmal der O-Ton von der Homepage der "City Oberhausen mitten dabei": 
"… mit 1.4 km die längste Einkaufsstraße in Oberhausen. 90.000 Einwohner und 8 Mio. Besucher jährlich decken hier mehr als nur den täglichen Bedarf. Exklusive Möbel und Schmuck gehören ebenso zum breiten Angebot wie Designermoden für Sie und Ihn. Zwischendurch immer wieder Cafés und Bistros. Kauf- und Warenhäuser, Banken und Dienstleister sind die Magneten." 

Einfach lachhaft!! Und zugleich traurig!! Wie passen all die Leerstände auf der Marktstraße, den angrenzenden Geschäftsstraßen und der Elsässer-Straße in dieses geschönte Bild??

Wiederholt wurden in diesem Blog Bilder des Leerstandes veröffentlicht. Heute sollen es zur Veranschaulichung des Problems wieder zwei weitere sein: Markstraße 157 (s.o.) und Elsässer gegenüber Mieder & Wäsche Färber.

Elsässer Str.
Wieso verschließt man von öffentlicher Seite und sogar von Seiten des Marketings in Oberhausen, das ja nun intensivst dafür Sorge tragen soll, dass die genannten Geschäftsstraßen attraktiver werden, die Augen vor der Realität?

Warum belügt man uns derart dreist?? 

"Der stärkste Tag war der Donnerstag 19.11.15 mit 14.788 Besuchern." 

Veröffentlicht am 16.11.2015. Ach so, das City-Marketing kennt also schon die Zahlen von kommenden Donnerstag
Damit weiß man dann zugleich, was man von den statistischen Erhebungen des City-Marketings zu halten hat!!!

Wir Oberhausener sind nicht blöd!

Und wir lassen uns darum auch nicht für 
DUMM (VER)KAUFEN!!!

15.11.2015 Privat Verkauf … wir wollen es ... nicht … aber das Zeichen der Zeit trübt uns … die Zukunft

Schaufenster Alstadener Str. Nähe Bebelstraße

Jetzt geht es wieder los. Oder eigentlich wird es fortgeführt. Das ewige Einkaufen. Das Konsummieren. Die Weihnachts-Kauf-Saison ist eingeläutet. Ach Quatsch … wer hört'n Heute noch auf's Läuten? Konsum ist immer ... für die, die die Penunzen haben.

Gekauft wird immer. Meist privat. Verkauft wird auch immer. Meist öffentlich. Aber hier in Alstaden auf der Alstadener Straße wird auch "Privat Verkauft" … was immer das heißt und bedeuten mag. Vielleicht so'ne Art offliniger Online-Shop?! Aber es scheint zu funktionieren. Vorstädtisch ... un' billich ... un' Ramsch ... un' Raus(ch)!!

Vasen, Zierkeramik, tönerne Töpfe, glasierte Gefäße, Tannt, Tinnef und Tische, Lüster und Leuchter, Shirts & Jacken, Klamotten und vieles andere.

Es wurden ganz plötzlich ganz harte Zeiten und es scheint darum schwierig - abstrakt aber empathisch gesehen - auch in Oberhausen, sich freudig dem wieder zuzuwenden, dessen Ankunft wir jahraus-jahrein erwarten, zelebrieren, uns erkaufen und konsumieren.

Das Zeitgeschehen 
reduziert uns und 
unsere Wünsche 
auf's existentiell Mögliche:

MEHR (sind wir) NICHT!

13.11.2015 Der Lappen des Lebens. Kunst im Europahaus für alle. Modernes Oberhausen wird immer schöner

Gallerie Elsässer Straße Europahaus

  • Jutta hat der Lappen wech
  • Gertrud hat der Lappen wech
  • Rainer hat der Lappen wech
  • Elli hat der Lappen wech
  • Helmut hat der Lappen wech
  • Albert hat der Lappen wech
  • Brigitte hat der Lappen wech
  • Herbert hat der Lappen wech
- "Sieh'se Erwin so geht dat heutzutage … irxnswann hasse der Lappen wech … irnxwann iss' Ende … irnxwann bisse nix mehr wert ... und dann hängen sie die ganze Lappen einfach zusammen in dat Schaufenster auf Elsässer in den Europahaus."
- "Kehr Ernst, dat sind doch keine zusammengenähte Lappen! Hömma, dat iss Kunz!!"
- "Kunz wie Hinz & Kunz? Odder richtige Kunz?"
"Dat iss' richtige Kunz … Sieht'ma doch … hänk doch auf! 

Dat iss': 
  • Kunz aus Obberhausen & 
  • Kunz in Oberhausen. 
  • Kunz für Oberhausener 
  • Kunz inne Innenstadt. 
  • Kunz zu'n Aufwerten von unseren Lebensgefühl.
  • Kunz für im Europahaus.
  • Kunz für zu'n Träumen.
- "Hömma Erwin, wenn ich dat Lappenzeux sehen tu, kann'ich nich träumen,  dann kriechich höchsens Alpträume!
- "Kumma Ernst, dann hasse' dat alles mitti Kunz noch nich' verstanden."
- "Dat stimmp villeich, Erwin! Für mich sind die Lappen mehr sowatt wie dat Leben übberhaup!! ... Als ein Sünbol, versteh'se?? Lappen wech ... Leben wech ... un' dann iss' mich Kunz sowat von scheißegal"

LappenKunz iss' LebensKunz!

12.11.2015 Trinker-Szene am Abriss der alten Markthalle … unsere Odnungshüter

Auch datt hier muss'ma gesacht werden!!

Nein ... das ist kein öffentlicher Trinker, das ist nur eine liebe Omma, die ma' schnell 'n bissken aufräumen muss. Inne Tasche kuck' … an ihr'n Rollator … und sich deswegen auf'et Bänksken am Abriss der Markthalle gesetzt hat.

Das kann sie jetzt auch wieder in Ruhe. Dort einfach ma' 'n bissken sitzen, mein ich, und räumen und träumen und sich ausruhen. Genau so, wie die Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz wieder nach Herzenslust 'n bissken spielen können … Mitten in der Stadt … auf der Marktstraße … am Altmarkt … genau dort, wo sie bald - wie jedes Jahr - kinderaugen-staunend durch den Weihnachtswald streifen können.

Es ist also so, dass es das Ordnungsamt geschafft hat, dafür zu sorgen, dass der Platz vor dem Abriss und auch weiter in der Markstraße wieder dem Bürger gehört … (naja, man muss es schon eingestehen, dass auch die, die sich dort zum Trinken getroffen haben, ebenfalls zur Bürgerschaft Oberhausens gehören).
Es sind eben Menschen, die sich durch ihren öffentlichen Alkoholkonsum selbst schon ausgrenzen und dann von uns, die wir ein wenig anders leben, noch zusätzlich ausgegrenzt werden.

Und in eben diesem Zusammenhang liegt es mir aus gegebenem Anlass und auf dem Hintergrund meiner wiederholten Beobachtung dieses ehemals "anstößigen" Platzes am Herzen, die Bewältigung der oft schweren und heiklen Aufgaben der Mitarbeiter Ordnungsamtes einmal ausdrücklich zu würdigen.

Nach meinem Heute eher zufälligen Gespräch mit einigen Ordnungshütern unserer Stadt, durfte ich erfahren:
  • wie höflich, moderat und bürgerfreundlich die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind
  • wie komplex & kompliziert teilweise die Lösung der anstehenden Probleme für sie ist
  • und wie engagiert sie - trotz der nicht gerade leicht zu lösenden Aufgaben - ihrer Arbeit nachgehen.
Wir sollten den Hut vor ihnen ziehen - ich jedenfalls mach das - wenn auch nur symbolisch, da ich kein wirklicher Hut-Träger bin.

Obberhausener!!
Die Mädels und Jungs vom Ordnungsamt
sind töff!
Wir können froh sein, 
dass sie uns umsorgen!!











11.11.2015 Wo der Käse nie(NH)aus geht ... läcker...läckers ... Käse-Schnäckers ..

Käse Nienhaus Marktstraße 113
So'n Käse, kehr ey! Hört sich meist abfällig an oder liest sich, als habe man gerade Pech gehabt. Iss abber nich' so. Besonders nicht, wenn man zu den Nienhaus auf'e Markstraße 113 geht.

Traditioneller Käseladen, in dem man ganz traditionell noch traditionellen Käse kaufen kann. Sogar mit Einzelhandels-Käse-Beratung
Man gibt beim Kauf so ungefähr die bevorzugte Geschmacksrichtung vor ... un' sacht nich' einfach nur: "Tun'se mich'a'n Käse!" ... und schon geht'et los, mitti Beratung und richtigem Käse. 
Kein geschmackloser Discounter-Käse. Nä, hier krisse Käse, der so kräftich riech', als käm'er glatt von untere Füße … der abber so zart schmecken tut, als hätt'se die Zunge am Honichtöpken von dat Scarlett Johansson … bei'n Frühstück an Tisch natürlich, mein'ich. Kehr, nich wat Sie getz widder denk'n!!"

Bei Nienhaus ist der alte Holländer wirklich ein alter Gouda mit einem wunderbar reifem Geschmack. Und wenn Sie erst'ma den Greyerzer, ein schwarzer Hartkäse, probiert haben, dann wissen Sie, dass all der andere Käse aus den Supermärkten wirklich nur Käse iss'.

  • Wer kennt den Nienhaus noch aus der Zeit, als er neben dem Schmiemann war? Klasse Käse neben klasse Preziosen. Passte!

Also, et lohnt sich hier auf'e Marktstraße beim Nienhaus mal'n bissken Zeit zum Käsekaufen mitzubringen .. oder ein von seine Gemüsebürgers … odder sein selbst gemachten Kartoffelsalat zu essen. 
Obberhausener?!!
Macht kein Käse!!
Kauft der lieber bei den Nienhaus.

10.11.2015 Liebe Omma macht sich Gedanken inne Paul-Reusch-Straße in Oberhausen Über Klosterfrau und Alla's andere

Humanmotorisiert auf der Paul-Reusch-Straße
Dat waren noch Zeiten alz'e Markstraße noch aussah wie'e Marktstraße un' inne Paul-Reusch Straße noch der ollen Paul Reusch als ein Hermann Paul Reusch war. 
Der hat sich ja ma' mit der Hitler un' der Himmler inne GHH getroffen. Komisch dattat keiner wissen tut! Abber trotzdem hatter hier in Obberhausen 'ne ganze eigene Straße gekrich'. Iss Polletick versteh'se sobiso nich'!!

Kehr, waren dat noch Zeiten als der blöden NETTO noch der schönen Kaufhof-BRUTTO wa' und all die kleine Lädken noch inne und rund umme Innenstadt waren, wo'se noch klön' konnt's bei'n Bäcker odder an den Gemüse.

Lieb'n Herrgot, binnich froh, datt ich mein Rollator mit die Tasche un' dat kleine Sitzbänksken dranne hab' … un' bei den Wetter noch'n bissken vore Tür komm. 
  • Kopp hoch sach'ich immer, runner geht schnellgenuch von selbers!!
Der Reg'nschiarm für zu'n Nasswerd'n hab'ich ja immer dabei. Getz noch schnell inne Appeteke gegenübber un' Klosterfrau MelittaGreis' für'n heiß'n Kammilien-Tee zum Reinschütten machen. 

Sechs Teile Klosterfrau auf ein Teil Tee. Eigentlich umgekehrt sacht mein Dockter, abber so schmeck' besser … unne Stimmung iss' auch höher. Dann im Nachthemp un' noch'wat inne Glotze kucken.

Seh'ich grad …. so, getz iss Mentol-Schmidt-Schnauze auch übbere Emscher zu'n Paul-Reusch gegangen. Villeich krich der Schmidt getz der Sappelroschjeplatz hier.

Ach du schübbel-schitte, getz habb'ich glatt der Ruf von der Muzemin von den sein Minnerett verpass. Ich mach dann nämmich immer ei'ma Ros'nkranz für gegen der Alla. Un' zu den Schluss von den Gebet sach'ich immer:

Oh Herr! 
Lasse bekoppt'n Jungs 
mit ihre bekloppt'n Farräders 
nich' übbere olle Markstraße düs'n.

09.11.2015 Librairie … in Oberhausen-Alstaden … nur Lesen ist schöner …

Ecke Flockenfeld Maybachstraße
Buchhandlung mal auf Französisch. Alstaden wird das, was es schon immer war, es wird international … und auch wenn - wie das auf dem Foto zusehen - leichthin suggeriert wird, ist das Lesen mitnichten eine Einbahnstraße.

Au contraire … um im französischen Jargon zu bleiben … Lesen verbindet. Lesen eröffnet Welten übers Lesen kommt man nicht so leicht ins Gerede, aber wenn man will, immer ins Gespräch.

Genau das soll hier in der LIBRAIRIE Programm werden: 
  • Reinschauen
  • Stöbern
  • Schmökern
  • Denken
  • Nachdenken
  • Klönen
  • Kaffeetrinken
  • Bücher kaufen
So ungefähr stellt sich der Inhaber der Librairie das vor. Ich hab' ihn scho'ma'n bissken kennenleren dürfen. Sehr netter Mensch. Ur-Obberhausener, den es nach Jahren im "Exil" wieder nach Oberhausen getrieben & gezogen hat: "Nur hier fühl'ich mich wohl!!"

Oben auf'm Bild ist schon eine der hübschen und zarten Vorleser-Elfen zu sehen, in deren wundervollen Augen man Geheimnisvolles lesen kann.

Ich weiß noch nicht genau, wann die Librairie ihr Entrée genau öffnet … ich denke & hoffe, es wird bald sein.

Wir werden Euch auf dem Laufenden ... padong ...auf dem Lesenden halten.

Also Oberhausener ...
lest ma' widder 'n gutes Buch!
Iss' die zweitschönste Sache im Bett!! 

08.11.2015 Liebe Helfer: Zielorientierte Hilfsbereitschaft in Oberhausen! Grenzen, Frust, Ärger, Konsequenz und Abkehr

Kleidersammlung nicht organisiert
(Text von Beate Wagner)

Es regt mich auf! - Jeden Tag aufs Neue!

Diese Spendenaufrufe, die ich täglich im Internet oder in der Zeitung lese, oder im Radio höre. 

Nein, ich gehöre entschieden nicht zur Anti-Flüchtlings-Fraktion! Ich sage auch nicht, ich hab ja nichts gegen Flüchtlinge ... aber.... 

ABER! ....diese ständigen Spendenaufrufe gehen mir ganz gewaltig auf den Wecker! …. und genau das hat einen triftigen Grund! 

Es fängt immer gleich an: 

WIR suchen für die Flüchtlinge in Oberhausen z.B. Herrenkleidung, Kinderwagen, Hygieneartikel, was auch immer.....  ?!??!! ... Oder WIR suchen dringend ehrenamtliche Helfer, die uns beim Sortieren und Verteilen der Spenden helfen....... 

Da Frage ich mich inzwischen als erstes: 
  • WER IST WIR??? 
  • Wer sucht die Spenden? 
  • Wer will sie sortieren? 
  • Was sind das für Leute? 

(Ich befürchte in diesem Spendenfall nicht, dass die Spenden nicht da ankommen, wo sie hin sollen. Das halte ich eh langsam für leeres Geschwafel ist!) 

ABER

Schon mehrfach habe ich mich bei den Spendensammlern gemeldet und gesagt, ich habe Folgendes abzugeben, wo soll ich das bitte hin bringen? ...und dann? .... Funkstille! 
Die melden sich einfach nicht mehr! Aber warum? Wenn doch z.B. Herrenkleidung gesucht wird! Ich melde mich wieder und sage, ich habe dasunddasunddas... Wo soll es hin? 
Ich erwarte dann aber auch, dass mir jemand mittelt: 
  • an dem Tag, 
  • um die Zeit, 
  • an dem Ort! 
Oder …. wenigsten: 'Nein danke, wir haben schon soviel bekommen, wir können im Moment nichts mehr annehmen.' Dann weiß ich, wo ich dran bin! Aber einfach nicht mehr melden? Das empfinde ich als unhöflich und für die Sache kontraproduktiv.

Genau wie bei denen, die Helfer suchen! Meine Erfahrung: "Schick mir Deine Nummer zur Koordinierung in einer WhatsApp Gruppe!"

Ich hab kein WhatsApp! Ich hab Festnetz, einen Mobil-Nummer, E-Mail und Facebook! "Was, kein WhatsApp? - Dann können wir Dich nicht gebrauchen!" 

Bin ich im falschen Film? Suchen die Helfer oder WhatsApp Abonnenten? 

Oder, anderes Beispiel: Wir brauchen dringend Möbel! Ich hab was, biete es an und niemand meldet sich. So etwas ist mir langsam unbegreiflich!

Liebe Helfer, wenn Ihr das jetzt lest, so kann ich Euch sagen: 
Es  - ist - zu - spät! 

Jetzt hab ich nichts mehr! Meine Möbel sind nun bei Fairkauf und auf'm Sperrmüll. Meine Kleidung hat ihren Platz im Friedensdorfladen gefunden und die Hygieneartikel benutze ich selbst!!! 
Selbst Schuld! - Ätsch! 

07.11.2015 Oberhausener Weihnachts-Wald … bald … bald … auf dem Altmarkt

Altmarkt
Da stehen sie schon. Die Nadelbäume. Noch ein wenig verpackt und beengt, wie exotische Papageien, die oft aus fremden Ländern - eingepfercht in einem Geflecht von Nylonfäden und verstaut in Röhren - geschmuggelt werden.

Aber sie stehen schon und es wird nicht mehr lange dauernd, da werden sie sanft ihre Zweige ausbreiten und gegen die zum Abbruch freigegebene Markt-Halle mit ihrem Duft, ihrem Grün, ihrer Eleganz und ihrer weihnachtlichen und vorweihnachtlichen Anmutung ein Zeichen von Aufbruch und Friedlichkeit setzen. Es wird herrlich, herzlich bis herz-zerreißend werden

Kaum jemand hätte gedacht, dass dies in dieser kummervollen Refugien-Zeit und anlässlich des Abriss-Vorhabens der Stadt in Oberhausen noch ermöglicht werden könne.

Aber es wird. Denn sie haben es wieder geschafft. Die Geschäftsleute der Innenstadt in Verbindung mit der TMO. Und sie schaffen das, weil sie - wie auch wir - von ganz, ganz OBEN traulich geheißen bekommen: Wir schaffen das!

Es werden also nicht nur die Besucher mit leuchtenden Augen Reibekuchen, Pommes mit Mayo und Zuckerwerk zur adipösen Vervollständigung des eigenen Körpers tüchtig glühweinen; es werden nicht nur die Kinder mit offenen Mündern versuchen zu staunen
  • "Kumma Schantall, iss' datt nich' schön. Bald kommp'et KrissKind!"
  • "Mamma, Mamma ?… ?!!"
  • "Watt iss denn getz schon widder, Schantall?!?"
  • "Warum heiß dat denn Krisskind, Mamma?"
  • "Weilze nur wat kriss, wennze brav biss! Son kriss' nix!
Es werden nicht nur die Glocken vom nahem Kirchturm läuten und damit den Frommen & Hilfsbereiten die Ohren klingeln lassen, NEIN, es werden darüber hinaus auch die Kassen im Sinne der Vermarktung jeglicher Art von Gefühlen wohlig und euronisch klingeln.

"Die kulinarische Palette reicht von den obligatorischen Reibekuchen und Bratwürsten bis zu Flammkuchen, griechischem Imbiss und süßen Crêpes. Die eigens errichtete zünftige Bauernschränke bietet auf 90 qm Grundfläche auch bei feuchtem Wetter hohe Aufenthaltsqualität mit direktem Blick auf die Waldbühne. Firmen und Gruppen können die gemütlich warme Stube für ihre Weihnachtsfeier nutzen, während gegenüber die Musik auf der Waldbühne für festliche Unterhaltung sorgt. 
Glühwein und andere Getränke werden an rustikalen Holztischen mitten im Fichtenwald serviert. Das historische Kinderkarussell bringt die Augen der kleinsten Besucher zum Leuchten. Die Eisenbahn rumpelt durch den Weihnachtswald."

Der Weihnachtswald wird einfach schön …. 
…. und schön eröffnet am 24.11.2015!