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27.11.2014 Der Alltagsheld der Kindertagesstätte von Alstaden und Heinz wäscht die Pullover von Gerda zu Sport-BH's

Kiwittenberg

Wie oft laufen täglich die großen und kleinen Alstadener an ihm/ihr vorbei, ohne ihn/sie noch eines erstaunten, anerkennenden & freundlichen Blickes zu würdigen. Ihn/Sie scheint's nicht zu stören. Still, gelassen aber aufmerksam steht er/sie vor der Kindertagesstätte und hält ein wachsames Auge auf die Kleinen, die ihm/ihr anvertraut sind. Aber das andere, das andere Auge meine ich, ist nach innen gekehrt und schaut sehnsüchtige in eine Welt, die ihn/sie nachts einmal den Ort verlassen lässt, an den er/sie sein Leben lang zementiert ist. 
Er/Sie träumt davon selbst einmal Kinder zu haben, gestaltet aus kleinen Konserven aus Blech & Aluminium, fast wie er/sie selbst. Ihm/Ihr macht's nichts aus, im Winter von den Kindern mit Schneebällen beworfen zu werden, aber ihn/sie schmerzen die Steinwürfe junger Rabauken, doch lässt er/sie dies alles gelassen von sich abprallen. Er/Sie weiß sich geliebt von den Kindern, aber geschützt vom Elternbeirat und der Leiterin der Kindertagesstätte, Frau Feldmann. Die, wenn nötig, ihn/sie mit einem neuen, farbenfrohen Anstrich für seine/ihre Mühen belohnt. Oder ist dieser ER eine SIE, oder die SIE ein ER, die/der dort auf dem Foto zu sehen ist? Lassen wir's die Kinder selbst - jedes für sich und jeden Tag auf's Neue - entscheiden. Auch die Antworten der Erwachsenen auf meine Facebook-Frage (Oberhausen-Seite) nach dem Geschlecht der Figur deuten daraufhin, dass SIE ein ER und ER eine SIE ist?!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat liech' an Heinz."
- "Gerda is sauer!"
- "Wie dat?"
- "Kehr Kalle, immer sacht Gerda ich soll'se in Haushalt helfen, un' dat is ja mit meine Lähmung nich so einfach."
- "Da has'se verdammp Rech', Heinz!"
- "Hömma, ich bin dann in Schlafzimmer, happ der Wäschekorb genomm'n un' die ganze Wäsche in'ne Waschmaschine auf 90 Grad für schön zum Saubermachen un' app dafür!"
- "Is' doch töff, ey ... muss dat Gerda sich doch freu'n, Heinz."
- "Abba die schön bunt'n, weich'n Pollowers von mein Gerda war'n auch da drinne, un' die daa'f man nich auf 90!"
- "Wieso Heinz, Klamotten sin' Klamotten un' Wäsche is' Wäsche is' dreckich."
- "Nä Kalle. Die Pollowers wer'n gaaanz klein bei 90, un' Gerda sacht, die kann'se getz als SportBH bei'n Altenbiatlong anzieh'n."
- "Kumma Heinz, da kann doch Gerda doch froh sein, hat'se Gelt gespaa't für'e Peppentüten."
- "Froh is'se abba nu'ma nich'. Abba ich happ sie zu'e Versöhnung 'n neuen Pürrierstap bei Ammazone bestellt."
- "Klasse, gipp mich Fünf, Heinz!"
- "Gipp Du mich Flachmann, Kalle!"

25.09.2014 Kinderspielplatz und Abfallsammelstelle am Fröbelplatz und Heinz und Kalle hadern mit dem Schicksal des (Ehe)Lebens

Kinderspielplatz / Abfallsammelstelle Fröbelplatz
Kinderspielplatz / Abfallsammelstelle Fröbelplatz
Kinder sind ein Segen. Eben: Kindersegen. Und darum ist die Einrichtung von Kinderspielplätzen gut. Kinderspielplätze sind wichtig. Kinderspielplätze sind notwendig. Und weil Kinder Platz zum Spielen auch in unseren verkehrgefährlichen & betonwüsten Städten brauchen, werden eben diese Plätze kommunal - wenn auch oft wegen des finanziellen Aufwandes zähneknirchend - zur Verfügung gestellt. Was jedoch nicht sein sollte?!: Sie sollten nicht neben Abfallcontainern errichtet werden oder umgekehrt, Abfallbehälter sollten nicht in unmittelbarer Nähe von Kinderspielplätzen stehen. Kinderspielplätze und Abfallsammelstellen passen einfach nicht zusammen. Und warum dies genau hier am Fröbelplatz so geschehen ist, entzieht sich meiner Kenntnis und findet auch nicht mein Verständnis. Und es passt auch nicht zu der (wie schon geschrieben) eigentlich sinnvollen & bürgernahen Gestaltung des Alstadener Fröbelplatzes.

- "Kehr Kalle, weiße noch? ... direck nach'n Krieg ... un' noch gaanz lange nach'n Krieg hat'et übberhaup ga'keine Plätze für die Ulligen gege'm??"
- "Has'se Rech, Heinz. Wir ha'm immer in'ne Ruinens Räubers un' Schandarm un' Kaubeu gespielt un' auf'e Schotterstraß'n mit all ihre Schlaglöchers mit'te Pille rumjebollz."
- "Abba weiße auch noch Kalle, wie dat Kleine von den Erwin un' sein Maagret hier auf'e Straße von den schwere Kohlelaster plattjemach' is', alz'et mit sein ollen Holzrolla auf'e an'nere Seite von'ne Straße rübber jemacht hat?"
- "Kehr, die Zwei ha'm sich nie so richtich widder davon erholt, Heinz. Mann, wenn ich an der kleine weiße Sarch denk, wird mir getz noch schwummerich in'ne Pumpe."
- "Un' dann hat dat Zweite von den Erwin un' sein Maagret doch in junge Jahre in den Kopp diese Ämbelie bekomm'n, un' hat davon'n Hau wech, un sitz wie ich alz alten gelämpt'n Mann in so'n AOK-Schopper un' sabbert."
- "Kehr Heinz, da iss' doch fass' de ganze Ehe von der Erwin un' sein Maagret dran kapputt gewes'n."
- "Tja, so iss'et Kalle, de Ehe alz Spielplatz von'ne Leidenschaft'n, eingerahmp von der Abfall un' der Müll von ein ganzet beschissenet Leb'n."
- "Iss'ja nich' für zum Aushalt'n, Heinz ... Du ollen Fillosoof ... mach' mich ma' schnell 'n doppelt'n Assbach rübber, sonz wird mich noch ganz melanchton in'ne Birne!"