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20.12.2014 Das Loch im Stadt-Kiefer und die Geister wollen hochprozentgeistiges im Wald & treffen endlich auf JOOP

Bebelstraße neben Bäckerei Kühnen beim Abriss

Bebelstraße neben Bäckerei Kühnen nach dem Abriss



Es ist Weihnachtszeit und da gehen wir in der Regel von ganz andern Kiefern und Tannen aus. Schönen grünen, mit Kugel, Lametta und den heute üblichen digitalgesteuerten LEDs geschmückt. 
Flackerlicht im Wohnzimmer zur Erbauung beim Fest. In blau, rot, gelb, grün. Die festliche Lichtorgel fürs traute Heim ... manno, wenn das der kleine Nazarener vor 2014 Jahren in der Krippe mitbekommen hätte. Der wär aus'm Schreien nicht mehr rausgekommen ... und Maria wäre vor lauter Schreck, ob all des Tant und Glitzers nicht die heilige Milch in die Brust geschossen. Aber Schluss damit ... darüber wollte ich gar nicht schreiben.
Tja, der Stadtkiefer und das Loch. Da wo zuvor der Faule Zahn über 40 Jahre gemodert hat, befindet sich jetzt - nach ganzer Arbeit des brachialen "BaggerBohrers" - ein Loch. Eine Lücke. Eine Bebauungslücke. Brachland zum Verkauf angeboten.
Und keiner kann sich so recht vorstellen, was da hin soll und noch weniger, was dahin kommen wird. Es weiß auch angeblich keiner; ich hab extra nachgefragt. 
Und so wie sich Alstaden in der letzten Zeit so entwickelt - und das ganz gegen die von Herrn Kassen (Bürgerring) geäußerten Ansichten - kann das wieder nur ein Gebäude mit lauter teuren Eigentumswohnungen werden. 
Oder vielleicht so etwas wie das CentrA ... ein Einkaufszentrum für die Bewohner des Wilhelm-Meinicke-Hauses in Alstaden. Damit die zukünftig nicht mehr so weit mit dem Bus fahren und mit den Rollator rollen müssen, um sich ihre iPods, iPads, iPhones oder anderes für ü. 80-Jährige so dringend benötigtes, elektronisches Gerät zu kaufen. 
Oder wie wärs mit 'ner Kette: Kik, Kodi und 1Euro-Läden in der Nähe unserer schönen Ruhr ... oder gehobene Gastronomie für Gebissträger und Zahnlose: "Komm Opa, wir gehn uns 'n Filet lutschen!" ... oder 'ne Disko für Demente, die GottseiDank beim Verlassen des Musiktempel schon vergessen haben, dass sie gerade vom Strand kommen!!! "Wat? ... vom Strand? .. Ach so, ich dachte schon komm'n vom Strand?!"



- Kehr, hasset getz endlich geseh'n? 
- Wat? 
- DER GRABSTEIN! ... DER JOOP! .... DER GRABSTEIN MIT DER JOOP ... DER BEWEIS ... datt ich Rech' hatte. Der Joop liegt hier auf'n Alstadener. 
- In LILLA?! 
- Ja, sieh'ße doch! In LILLA! Wie ich Dich gesach' happ! 
- Un' wo? 
- Kumma, ... wennze vonne Seite, vonne Amboß in Friedhof rein kommps, gehse links, gehse rechts, dann widder bisken links, und dann nomma kuarz rechts, un' dann sieh'ßet aufe linke Seite ganz groß: JOOP in LILLA und nur LILLA und nur Joop … sonz nix! 
- Abber der leb doch noch. Ich happ letztens ma dat bescheuerte 'Lebendigen Fernsehn' in mein UrnenLED drin gehapp, da happ’ich der JOOP in sonne Klumps-Sendung geseh'n. Also leb' der doch noch!! 
- Ja -.. datt denk der selps und datt denk'n die Beklopptn drauß'n. Abber hasse ma' genau gekuck' .... der is' doch sowat von trock'n-tot, datt'n Scheintot'n gegen der kwicklebendich wär! 
- Is' wie bei'n Lagerfeld, datt ist doch auch nur'ne Mummie. Von uns müssen immer vier auß'e Strafkollennie mit ihre Flamme morgens in der reinfahren, damit der tachsübber sein Schnellfeuergewähr-Maul aufreiße'n kann, um irgend'n Stuss von sich wech zu quatsch'n. Nä, watt is bloß mitti Welt los?!? 
- Hömma, hasse ein'ntlich gestern inne Kommetare vonne Gruppe vonne Wolke mitgekrich, watt die Menschens allet für Zeux trink'n tun? 
- Ja, kannze glatt neidich wer'n!! 
- Da wa sogaa eine dabei, ich glaupp Rupknech' hieß die, die hatt'ne Pulle mit son Nam' drauf gehapp, der man für allet inne Welt nich les'n kann
- Datt war bestimmp kürrüllüsch 
- Watt wa datt? Kannze mich datt no'ma buhstaBier'n!?
- "KÜRRÜLLÜSCH!!"
- Un warum schreib'n die nich' richtich wie nomale Menschens un' Geisters? Dat kann doch keine Sau aus’n Pott les'n! 
- Datt is für die ganz nomal. Die schrei’m immer so!! 
- Sin' datt denn allet Kürrüllen aus Kürrüllien
- Weiß' nich ... irnxwie villeich, muss'ich ma der FAUST frag'n. 
- Abber die Rupknech' hatte so'n Schnapps, da war 70 Prozent Wald aus Kürrüllien drinne! 
- Watt, in sonne kleine Pulle?? Datt wa' unter Garranti 'n WaldMeisterGeister!! Gaaanz teuer,  abber gaaaanz höllich kürrüllich leckers. 
- Ich glaupp, mit so'ne Pulle inne Birne könnt'ich sogaa mein Landwehrflämmchen vergess'n. Ich happ total die Depperesson in mein ganz'n Hearz drinne! 
- Un' mir is' kotzübels, happ seit gestern son ollen DrehAschenbecher für Übbergang. Der nomale wird grad renneviert! 
- Bis Morg'n 
- Kehr, ... tschüss auch!

07.10.2014 Sonnenbaden in Alstaden und Kalle will Gerda nackig sehen


Sonnenstudio auf der Bebelstraße
Das gleiche Sonnenstudio bei schräger Sonne aufgenommen
Was der Alstadener und besonders die Alstadenerin jetzt und in der nächsten Zeit brauchen, ist ..... klare, unverstellte Sonne, keinen Regen und kaum Wind! Aber was für eine Sonne? Son'ne wie etwa die dort auf dem Bild oder eine son'ne richtige Sonne, wie die auf vielen Bildern von Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen? Der richtige Alstadener braucht natürlich im richtigen Sommer auch  die richtige Sonne. Doch jetzt im Herbst und später im Winter, wenn's so richtig garstig und richtig usselig draußen ist, dann legen die beiden, der Alstadener und die Alstadenerin, sich gerne einmal, wenn auch nicht zusammen (ist im Sonnenstudio anders als am Strand nicht erlaubt), auf die nicht so richtige elektrisch-elektronische Sonnenbank unter ein bläuliches Sonnenlicht, aus dem (angeblich) die harte Strahlung herausgefiltert wurde. In Maßen genossen erquickt es die Haut und untermalt die neckischen Sommersprossen. Man sieht es an der kleinen Figur im vorderen Teil des Schaufensters, die zwar ein wenig deformiert, sonst aber ganz passabel & gut sonnenschutzbehütet aussieht.

- "Hömma Gerda, hat der Kalle sich schon gemeld'?"
- "Kehr Heinz, du weiß genau dat'ich bis ebens in den Sonnenstudio waa'; also wat frach'se so blöd nach dein' versaute'n Flachmannskumpel?"
- "Wusst'ich doch gaa'nich, Gerda."
- "Wat wuss'este nich', dat der Hupenheini Kalle versaut'is bis zu'n Gehtnichmehr, odda dat ich in den Sonnenstudio waa'?"
- "Gerda, et schellt, mach'se ma auf mein Sonnenpüppi, dat is bestimmp der Kalle!"
- "Dein Schopper hat Räders, Du faulen Sack kannz doch wohl selps zu're Haustür fahr'n. Oder has'se getz auch noch die Aa'me gelämp?!"
- "Och mach' doch ma' Gerda, ich fühl' mich bisken schlapp heut."
- "Ja, dat kenn'ich von Dich. Immer wenze nix zu Saufen has', fühl's Dich schlapp. Ich geh'ja schon!"
- "Tach Kalle, komm rein, Heinz waa'tet schon auf Dein versoff'nes Gesabbel."
- "Tach Gerda, tach Heinz. Wie geht?"
- "Muss."
- "Un bei Dich, Kalle?"
- "Muss auch."
- "Warum hasse nich' angeruf'n dat'te komp's, Kalle?"
- "Hap ich doch, is' ja keiner ranjejang'n, Heinz."
- "Ging nich'. Ich bin in'n Schopper mit so'n herpsfeucht'n Traum appgenick'; un' Gerda war in'n Sonnenstudio."
- "Mich laus' der Affe, Du war's in'n Sonnenstudio, Gerda?? Hömma, da bisse getz doch bestimp an dein gaanzen makalos'n Köarper naaaahtlos braun, ey zeich ma'?!??"
- "Da kann'ich Dich beruhig'n Du vasauten Sockenstopper. Die Naht hap ich noch un' braun bin'ich an'ne Stelle, wo die Sonne mein Leptach nich' hinkomp, Du geilet Misthakensaurückenschwein!"
- "Hömma Gerda, dat war doch als Kompelement gemeint, wat bi'se denn so krawizzich? Für mich bis'se immer noch'e schönste Frau von Alstaden."
- "Kehr, dat sach ich gleich an Telefon Dein Ulla. Dann krisse zehaus abba Spass in'ne Backen! Ich geh' in dat Sonnenstudio nich' auf'e Bank, ich geh' da putzen für den Heinz sein scheiß Assbach un' dat nur, weil Du'n immer zu'n Saufen annemieren tus'! So, un getz schiep entlich der Heinz durch'n Franzenkamp, damit der seine Blähungs in sein Schopper furz, ohne mein entfintlich Näsken zu belästig'n!!”

01.10.2014 Leere Liegen in Alstaden und Heinz erklärt Kalle die Magie von Gerdas Würze


Da stehen sie oder liegen sie nun die Liegen als Reste des Sommers. Als Reste sonnenbadsonniger, sonnenöliger Sommertage. Und als Reste der letzten sommerlich angewärmten, gelbblättrig karotinen Herbst-Tage, an denen man gegen Nachmittag gerne schon einmal eine dünne Decke bis zur Hüfte hochzieht, wenn man - wie hier im Hinterhof eines Alstadener Zwei/Dreifamilienhauses zu leicht bekleidet auf der Liege liegt. Oder besser lag. Denn jetzt liegt ja nun offensichtlich niemand mehr dort. 
Doch wenn der Betrachter ganz genau hinsieht und dabei die Augen zu einem schmalen Lidspalt schließt, dann mag er mehr schemenhaft ahnen als wirklich sehen, dass auf diesen Liegen auch jetzt noch zwei Sonnen-Bräune-Suchende spärlich stoffbedeckte Körper liegen. 
So wie die Phantombilder auf unserer Netzhaut, wenn man zu lange ein grell beleuchtetes Objekt angesehen hat, bleiben auch die Nachbilder des Sommers noch eine Weile auf unserer Hirnrinde haften. Bis sie (die Nach- oder Phantombilder) über die welken Zeiten des Herbstes und die kahlen Monate des Winters fast verblassen, um dann im Frühling wieder an Intensität zu gewinnen. Aber vielleicht ist es auch einfach so, dass wenn zwei Liegen auf jeden Fall Einer steht?!

- "Wat sach'se dazu Heinz?"
- "Wozu?"
- "Kehr, zu die zwei leere Liegens!"
- "Hömma Kalle, wat soll ich denn zu zwei leere Liegens sag'n? Zu zwei leer Pullens, da könnt'ich wat sagen."
- "Wat könnze denn zu zwei leere Pullens sagen?"
- "Zu zwei leere Pullens könnt'ich sogar schrei'n, Kalle."
- "Vasteh'ch nich' Heinz, wat gibbet denn zu zwei leere Pullens für zum Schrei'n.
- "'GEEEERDA zack, zwei neue Pullens Pissfix, abba DALLI!' Dat, Kalle, dat gibbet bei zwei leere Pullens zum Schrei'n. Abba zu zwei leere Liegens fällt mich patu nix ein, Kalle!"
- "Kannze dich denn ga' nich' vorstellen, dat'te da mit dein schön Gerda in'ne schöne Sonne liegs', wenn schön Wetter is un' schön de Sonne schön von den Himmel auf den schön'n Köarper von dein schöne Gerda scheint?"
- "Sach'ma Kalle, bis'se getz an Durchdreh'n ... odda so ... - ?!? - ... odda has'se Entzuch, odda Hallezionen, odda wat?!"
- "Wat bis'se denn so angepiss', Heinz?"
- "Hömma Kalle, dat mit'ti die viele "Schöns" in Dein Satz eben is' schon Scheiße, abba dat ich mich den Leip von mein Weip auf'e Liege voastell'n soll, iss'a voll der Gipfel von den Monte Schlacko überhaupp! Ey, willz'e unbedink, datt'ich in'ne Klapse komm'? Dann mach nur so weiter, Du ollen Blödmannsgehilf'nAnwärta!?"
- "Nä Heinz, lass'man, ich bin doch dein Kumpel."
- "Wennze mein Kumpel wärs, Kalle, würze mich nich sagen, ich soll mich mein Gerda nackicht in'ie Liege vorstelln. Wennze mein Kumpel wärs, Kalle, würze sagen ich soll mich die Schöne-Möpse-Lutsche von mein Nachbar, von die ich dich vor paa Tage erzählt hap, voarstelln. Wennze mein Kumpel wärs, Kalle, würze mich in Schopper getz sofoart zu'n Kleine-Natrop schieb'n. Wennze mein Kupel wärs, Kalle, würze mich danach zu die Keulens in den Haus Eden schiebn. Un' wennze mein richtigen Kumpel wärs, Kalle, dann würze der Lieben Gott sein, un' mich von meine Lähmung heil'n. All dat würze mach'n, wennze mein Kumpel wär's!!"
- "Kehr Heinz, getz mach'ma' halplank! Du mit Dein 'Würze Würze Würze Würze' ..... Du hörs' dich an wie'n Maggi-Vatreter auf Brühwürfel, bei dem'e Eiernudel in'ne Tüt'nsuppe tanz'."
- "Hömma Kalle, dat nimmps'e getz abba emtewell in alle Instanz'n zurück, DU!"
- "Nur wennze mich sofortemang zwei Täsken Assbach zu'n verlöten gips, Heinz ... abba auch nur dann!"

5.09.2014 Alstadener Ruhrdeich Sonnen am Fluss Kalle und Heinz und das Meer




Schönes Wetter. Und da sitzen sie denn am Ruhrdeich. Die Alstadener. Am frühen Nachmittag. Sie haben sich oben herum ein bisschen nackig gemacht. Zeigen je nach Typ ihren durchtrainierten Oberkörper oder ihren vom Schlemmerleben und im Zuge der notwendigen Biervernichtung gezeichneten, aufgeschwemmten und aufgeblähten Bauch. Sie halten ihren Körper stolz der Sonne entgegen, doch wie man sieht, weicht die Ruhr selbst in einem eleganten Bogen diesem Anblick beschämt aus. Aber es sind sicherlich nur ein paar wenige (Sonnen)Tage noch, die dies seminude Verhalten des putzigen männlichen Alstadener Tierchen provozieren.
- "Hömma Heinz, hasse auch da an Ruhrdeich früher dein Astralköarper die Damenwelt gezeich'?"
- "Abba imma! Dat kannze woll laut saren, Kalle. Als ich noch nich tach'tächlich die Erbsensuppe von die Gerda in der scheiß AOK-Schopper gefurzt’ hap, bin ich viel auf der Ruhrdeich. Später in'ne Rente hab ich mit'n Erwin off aufe Bank gesessn un aufe Ruhr geglotzt."
- "Wat hapta da sonz so jemacht?"
- "Ja nix, äh. Aufe Schiffe gewaatet."
- "Wie aufe Schiffe gewaatet. Hier auf den Stück Alstaden gibbet doch schon lang keine Schiffe mehr."
- "Ebendt. Du sachs'et. Abba nach zwei Flachmänners Korn konnze'se schon fass'sehn. Ganz inne Ferne, an Horizont, da wo'de Ruhr im Meer geht.
- "Bisse beklopp Heinz, die Ruhr geht doch nich' im Meer!"
- "Wenn'ze ein' in'ne Birne hass' abba immeer!!"