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26.11.2014 Blind in Alstaden und Kalle erzählt Heinz, warum Erwins Freund der Blindenhund davonlief

Garagenwand Nähe Günther-Büch-Str

Blind?! - Was?: Die Wand? Der Spiegel? Der Mensch? Das Vertrauen? Das Huhn? "Du blindes Huhn, Du!" War vielleicht Stevie Wonder hier und hat das da oben an die Wand gesungen? Oder: 'Blind in Alstaden' wie 'Schlaflos in Seattle'? Wer hat das dorthin geschrieben und warum? Vielleicht ein Alstadener, der selbst erblindet ist? Vielleicht ist's ein Menetekel? Vielleicht eine Aufforderung, die ihr Gegenteil sucht, etwa so: "Sei nicht blind für die Missstände in Oberhausen oder in Alstaden." - "Sei nicht blind für das politische Engagement ... aber tritt Um-Wehner-Willen nicht blind in die AfD ein!

BLIND. Nichts ist blinder als Rassismus und Sozial-Bashing!! (Damit ist an dieser Stelle nicht social bashing gemeint)

- Der Sozial-Blinde dachte nach & sagte: „Meine Herren und Meister, ich möchte wieder sehen können!“, und die Oberbürgermeisterkandidaten von Oberhausen antworteten: „Geh nur, dein Vertrauen hat Dir geholfen!“ Im gleichen Augenblick konnte er sehen und folgte der SPD auf ihrem sozialpolitischem Weg.“ -
Das ist kein Witz, es stimmt. Diese Geschichte spielte sich nur etwa 1989 Jahre später ab. Also, wer wirklich sehen will, muss nicht nur hören & fühlen, er muss auch denken!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Modderwetter heut drauß'n, Heinz, wa?!"
- "Willze mach'n, Kalle. Is' November."
- "Der Blind'nhunt von Erwin sein Freund kann widder seh'n!"
- "Ja un'?!??"
- "Hömma, alz der der Erwin sein Freund geseh'n hat, is' der so wat von appgewetz. Wa' nir'ngs mehr zu find'n."
- "Un' wat is mit der Erwin sein Freund getz?"
- "Kehr, der hat nix geseh'n un' nix gemerk'. Die von'ne Alte'n- un' Behindert'nBetreuung ha'm der Freund von den Erwin der weich'n SteiffknopfinOhr-Hunt von den sein Enkel neben der Sessel von den gelegt." 
- "Un dat klapp' bei den Erwin sein Freund, Kalle?"
- "Hömma Du, der ... der streichelt der ganze Tach der weichen Steiff-Hunt."
- "Dat glaup'ich Dich allet nur, wennze mich 'n Riesschluck aus Dein Flachmann gips', Kalle!"

24.11.2014 Blogger aus Alstaden tritt der SPD bei und kommt gleich auf den Hund und Erwins 'Wehner' wollte auch unbedingt in die SPD

Französische Bulldogge kämpft für den OB in OB

Am 20.11.2014 bin ich (endlich?) der SPD beigetreten, und bin nun das erste Mal in einer 'richtig' etablierten Partei (angekommen im Establishment). Mit 17 Jahren war ich mal im SDAJ (Der Sozialistischen Deutschen Arbeiter Jugend) und habe mich als Schülersprecher der Hans-Böckler-Schule mit Luise Albertz wegen der damals desolaten Ausbildungsverhältnisse auseinander gesetzt. HART aber FAIR! Ende der 60er war ich zeitweise im SDS bis er sich auch in Köln auflöste und dann war ich sozusagen in nichts mehr, außer eben voll im Leben. 
Nachdem ich nun am 20.11.2014 in der Schwartzstraße 52 in Oberhausen das SPD-Parteibüro betreten hatte, um die notwendigen Formalitäten zu erledigen, kam hechelnd ein Hund auf mich zugelaufen, gefolgt von einer sehr attraktiven, jungen Dame. Erst später erfuhr ich, dass es Lena Kamps, die Tochter eines der möglichen SPD-Kandidaten zum Oberbürgermeister in Oberhausen war. 
Sie bemühte sich, mir aus der Ferne durch Zurufen und Gesten klar zu machen, dass mir der Hund kein Leid zufügen werde. Ich hatte es angesichts seiner doch sehr zurückhaltenden Größe (er war ungefähr sooo klein) auch nicht angenommen. Sie holte den Hund schließlich ein, nahm ihn liebevoll auf den Arm und entschuldigte sich bei mir - aber wegen was eigentlich? War ja nix passiert und 'ne Hundephobie hab' ich auch nicht. 
Ich entgegnete beschwichtigend, dass ich vor Möpsen überhaupt niemals, nicht, nie und nimmer keine Angst hätte. Sind ja schließlich die Lieblingshunde von Loriot gewesen. Zudem kannte ich schon wunderbare Möpse aus anderen Zusammenhängen. Ah, mon dieu!, damit hatte ich aber in Unkenntnis der unterschiedlichen Hunderassen mit der Zuordnung dieses Hundes zu den Möpsen vollkommen daneben gegriffen. 
Frau Kamps berichtigte meinen Fauxpas und meinte, ihr Hund sei eine französische Dogge. Hört sich gewaltig an ist aber kleiner als mittelklein. Na ja, ich glaubte ihr das mit der französischen BullDogge, denn sie wird ja wissen, wem sie so gerne hinterherläuft. Ich fragte dann beiläufig: "Kann'er denn wenixenz Bellen, wenn'er schon nich' beißt?" Und da bellte doch dieser "falsche Mops" in reinstem Fränzösich laut & deutlich: "Parbleu! La barbe!! Je souis un bouledogue francaise!" 
Na, ich hoffe, wir werden dennoch ziemlich beste Freunde?! Und in der SPD bleibe ich erstmal, um den nach dem 1.12.2014 feststehenden SPD-Kandidaten bei seiner Wahl zum OB in OB zu unterstützen und natürlich in der Hoffnung, niemals mit Edathy Bilderquartett spielen zu müssen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma, der Erwin is' getz in'ne SPD gegang'n."
- "Wat, auf seine alten Tage noch?!"
- "Kumma Heinz, er selps wollt ja nich'. Abba sein Köter wollt unbedink!"
- "Der Erwin hat'n Ratt app! Der hört auf sein Köter? Dat sollt doch ei'ntlich genau umgekehrt sein!"
- "Kehr Heinz, datt'is so. Der Köter von den Erwin hat sich in'ne Bulldogge von dat Lena Kamps verliep. Un' da hat der der Erwin solank in'ne Ohr'n gebellt, bis der Erwin zu sein Köter gesach' hat: "Hör'auf zum Bellen, Wehner, (der Hunt von den Erwin heiß ja Wehner, weiß'e ja Heinz?!) ... also: "Hör auf zum Bellen, Wehner, ich geh getz sofort in'ne SPD. Dann kannz Du an Dogge von dat Lena schnuppern un' ich unterstütz der Lena ihr'n Vatter bei'e Wahl!!"
- "Un' Kalle, meinze der Kamps macht dat Rennen!"
- "Hömma Heinz, der Erwin hoff' dat un' ich tu dat auch."
- "Dann gipp mich ma'n Schluck von Dein Flachmann, dann tu ich mitmach'n. Dat heiß' villeich?! ... ...!!. Nur wenn dä Apostolos Salatas nich' der Kandidant wird." 

20.11.2014 SPD-ENSATION! ---- S(PD)ENSATION! Raumsonde Philae in Alstaden gesichtet und Kalle schiebt Heinz zum Ruhrdeich

Ruhrdeich Alstaden Sonde Philae

Ich denke, viele von Ihnen, meine lieben Leserinnen und Leser, werden mitbekommen haben, dass diese merkwürdige Sonde mit dem noch merkwürdigeren Namen 'Philae' auf einem Kometen landete mit dem nochnoch merkwürdigeren Namen: '67P/ Churyumov-Gerasimenko'. Eine Meisterleistung von Wissenschaft und Technik. Etwas ganz klitzeklein Kleines landet nach etwa 10jähriger Fahrt durch den Weltraum 500 Millionen Kilometer von Alstaden entfernt auf wiederum etwas ganz Kleinem. WAHNSINN! Das ist ungefähr so als würde der Basketballstar Dirk Nowitzki den Krümel eines Balsenkeks vom Gasometer in Oberhausen in das Schnapsglas von Heinz in Alstaden werfen. 
Philae funkte und funkte und dann wars plötzlich vorbei. "Boah Mensch, so'n Mist, ey!" riefen die Alstadener und möglichen Kandidaten der Oberhausener Oberbürgermeisterwahl 2015 unisono und sichtlich bestürzt. 

Aber. Kein Grund zur Panik. Gerade für Alstaden sollte das Ganze gut ausgehen. Denn: 

Philae hatte nicht den Funk eingestellt, sondern war durch ein Raum/Zeit-Loch wie man es noch aus der Fernsehserie Raumpatrullje Orion in Verbindung mit Patrullje Entenpreis kennt, klammheimlich auf dem Ruhrdeich in Alstaden gelandet. Oben auf dem Foto ist der Beweis zu sehen. 
Wenn also zukünftig Bildung und Wirtschaft, Technik und Kultur zum Schwer- & Mittelpunkt sozialdemokratischer Politik in Oberhausen gemacht und damit forciert werden sollen, dann ist Alstaden mit der Mission 'Philae auf dem Ruhrdeich' dem Rest von Oberhausen - wie immer - schon weit voraus. Und wegen dieser glänzenden Aussichten und auf dem Hintergrund der zuvor genannten positiven Aspekte sozialDEMOkratischer Arbeit in Oberhausen ist es wahrlich keine Schande, auch mal in Duisburg einzukaufen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat sach'se zu Philae, Heinz?"
- "Kehr Kalle, zu Fillä kann'ich nix sag'n. Mein Gerda kauf' kein Fillä, weil dat zu teuer is'. Un'n anderet Stück Fleisch von den Rint un' dat Schwein macht auch lecker Brat'n!"
- "Hömma Heinz, ich mein doch dat Philae, die winz Raumsonde."
- "Ach, die in Raum vo'ne Sondenbank auf'e Bebel? Kann'ich auch nix zu sagen, geh'ich nich' hin. Ich war bei'n Adolf schon'ich braun un' in Pütt unt'n immer nur schwaa'z von der Kohl'nstaupp un' in mein politisch Herz imma SPD-rot. Un' übberhaupp, wie soll'ich mit der Schopper aufe Sondenbank komm'?"
- "Nä Heinz, ich mein doch dat kleine Dings auß'e Tagesschau auf den Kometen un' den kein Funk mehr."
- "Kehr Kalle, warum sach'se denn nich' gleich von der Sattelitt von die Rosetta. Mus'se denn immer in Rätsels sprech'n, Du ollen Dichter?"
- "Hömma Heinz, dä Sattelitt is' getz auf'n Ruhrdeich gelandet. Ich happ'n Fotto bei dä Erwin auf sein Bildschirm in Internetz geseh'n."
- "Nich' wahr, Kalle, vera'asch mich getz bloß nich' widder!"
- "Setz Dich in Dein Schopper Heinz, ich schiep Dich zu'n Deich un' zeich Dich dat."
- "Gebonk Kalle! Abba nur wennze mit mich vorher bei'n Kleine-Natrop 'n Viergläser pilzig'n Zwisch'nstopp einlegs'!!"

17.11.2014 Menschen aus und in Alstaden und Kalle hat keine Zeit wegen des Heizungseinbaus




Eigentlich müsste man mal eine (Foto)-Serie machen: Liebe, nette, sympathische Menschen in Alstaden. Doch wenn man damit begönne, könnte man gar nicht mehr aufhören, weil es eben nur liebe, nette, sympathische Menschen in Alstaden gibt. Oben auf den Fotos ist einer dieser Menschen zu sehen. Ich habe ihn "erwischt" auf der Eingangstreppe zur "Flotte" im Flockenfeld. Also flott ein paar flotte Fotos von einem flotten, jungen Mann an der Flotte geschossen und flott ins Netz gestellt. Genau das habe ich ihm, dem jungen Mann versprochen, als er danach fragte, wo er die Fotos, die ich von ihm mache, denn sehen könne. Ich stell sie bei Flickr ins Internet, sagte ich. Er verstand's nicht so recht, weil er Flickr nicht kannte. Darum die Fotos nun in diesem Blog in der Hoffnung, sie mögen ihn erreichen. Hier sehen Sie sie, die Fotos. Endlich! Vielleicht sogar auf  der FacebookFanseite 'Oberhausen'. Und ich wünsche mir und Ihnen, dass es Ihnen weiterhin gut gehen möge. Mindestens so gut, wie an dem Tag an dem ich Sie fotografierte.

- "Tach Kalle."
- "Tach Heinz."
- "Watt'is Kalle, bis'se nervös, odda wat bis'se so hibbelich.!"
- " Kehr Heinz, ich happ'e Handwerkers in mein Häusken. Ich muss zurück zu dat Ulla un' kuck'n dat allet richtich läuf'."
- "Wat krisse denn gemach' in Dein Häusken."
- "Die mach'n mich neue Heizkörpers in den Wohnzimmer. Für Energie un' so. Ulla hat die Fitriene ausgeräump' un' schon von'ne Want abgerück, damit'ti besser an'ne Anschlüsse komm'!"
- "Dann geh schnell un' helf Dein Ulla, abba lass'mich noch'n Schluck aus Dein Flachmann nehm'n, bevor'se gehs'."
- "Hier has'se Heinz, spätzenz Übbermorgn happ'ich widder mehr Zeit un' erzähl Dich der Trick von der Erwin weiter."
- "Mach' schön, Kalle. Bis dann."

16.11.2014 Angebote und Randfiguren in Alstaden und Kalle erzählt die dritte Woche von Erwins Handtuchtrick

Alstadener Straße

Alstadener Straße

Eigentlich ein ganz harmloses Angebot. Das da oben auf dem Foto, auf dem Fensterschild. Das mit den drei Oberhemden und den vier Hosen. Aber was steckt für den gemeinen, oft heftig nachdenkenden Alstadener hinter diesem Angebot? Welche Voraussetzung muss der Alstadener erfüllen, um dieses Angebot annehmen zu können? Natürlich muss er über Kapital verfügen. Und zwar mindestens in Höhe von 15,60 €, wenn er das Angebot insgesamt annehmen möchte. Darüberhinaus muss er im Besitz von mindestens 4 Hosen und 5 Hemden sein. Denn nur dann macht dieses Topangebot Sinn; da er ja ohne eine weitere Hose und ohne ein weiteres Hemd erst gar nicht zur Annahmestelle gehen könnte.
Aber es gibt Menschen hier in Alstaden, die auf dieses Angebot gar nicht eingehen können. Denn sie besitzen nicht nur nicht 4 Hosen und 5 Hemden, sie besitzen nicht einmal 2 Hosen und 2 Hemden. Für solche Menschen gibt es also nicht dieses Topangebot. Für diese Menschen gibt es oft überhaupt keine Angebote. Und wenn es keine (Lebens- & Sozial-)Angebote gibt, so gibt es Sorgen; und wenn es Sorgen gibt, dann gibt es einen meist nicht allzu gesunden und wenig zielführenden Ausweg, wie der Dichter meint: Es ist ein Brauch von Alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör. Aber Likör gibt's leider nicht im Angebot. Und da ist dann wohl einiges im BUSCH, wie man an dieser Stelle sagen könnte. 

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Na, peppentechnich allet in Oardnung?"
- "Wieso?"
- "Kehr Kalle, ich mein bei Dein Ulla. Ihr wa't doch ges'sern bei RIO zu'e Mammelgrafie.?
- "Ja, allet mamalecki un' papaletti. 'N Knoten hatt' Ulla nur in der Senkel von ihre Gesundheitspuschen!"
- "Kalle, gipp mich schnell ma' von Dein Feuerwasser aus Flachmannshausen un' erzähl' mich weiter von der Erwin sein Hanttuchtrick."
- "Also. Ers'e Woche ers'et Hantuch: Kopp, untere A'me, sein Tasse, sein Besteck, seine Fingers. Zweite Woche, ers'et Hanttuch: Unt'nrum, der kleine SuppenTopp, un'e Eierfanne. Un' dat zweite Hanttuch dann für'n Kopp un'soweiters. Getz in'ne dritte Woche, nimmp der Erwind dat Hanttuch aus'se zweite Woche für'e Käsemauken, de Klobrille zu'n abwisch'n un' für zu'n wechmach'n von'ne Kalbusterbeeren an sein HämmeriedenAa'sch;! Die an'neren Hanttüchers rutsch'n dann in'ne Reih'nfolge nach weiters."
- "Kehr Kalle, hömma dat is' ja geneaal. Abba auch hüge'enich für'e Riechkolb'n von'ne Umwelt Sauerei."
- "Heinz waa't ma' bloß app, et kommp noch dicker. Erzähl'ich Dich Morg'n."
- "Gipp' mich auf der Erwin ein Trick schnell noch'n Zaubertrunk aus Dein Flachmann für zum besser drübber Nachdenk'n, wie dat mit'tie Reih'nfolge von die Hanttüchers iss'!"

15.11.2014 Versuchte Verkehrsberuhigung in Alstaden und Kalle erzählt Heinz weiter von Erwins Handtuchtrick

Schild in Heiderhöfen nahe Lickenbergstraße

Mal langsam machen. Heutzutage wird viel von Entschleunigung gesprochen. Die Idee, die dahinter steckt, ist gut. Langsam & ruhig. Pssssst! Doch das Wort "Entschleunigung" verkam zum Modewort, wurde zu einer bloßen Hülle, zu einer Worthülse, die lediglich den Ruf nach Bedachtsamkeit aufnahm, doch kaum Wirklichkeit wurde. Meist ist es so, dass man über die Probleme lieber endlos redet, als sie zu lösen. Wir können das jeden Tag am Verhalten unserer Politiker beobachten. Doch manche Mitbürger handeln (siehe oben).
Da steht also in Heiderhöfen dieser sicherlich berechtigte, digitale Hinweis, es doch einmal mit der Langsamkeit und der Ruhe Ernst zu nehmen. Doch wer, wie der Fotograf des oben zu sehenden Fotos, vor diesem Schild steht, um den Augenblick zu erwischen, in dem die Anzeige von einem roten "Langsam" in ein grünes "Danke" wechselt, muss schon eine gehörige Portion Langsamkeit, Ruhe & Zeit mitbringen. Kaum einer der Autofahrer "entschleunigte" an dieser Stelle. Bis es dem Zeitzeugen "langsam" zu langweilig wurde, auf das grüne "Danke" zu warten. 
Demnächst wird er bestimmt die "schleunigen" Autofahrer einfach einmal zusätzlich mit aufs Bild nehmen und dies dann schleunigst ins Netz stellen. Damit die Beschleuniger sich selbst beim Ruhe stören beobachten können. Psst .... aber nicht weitersagen!! Und das alles mal ganz ruuuuhig ins beschleunigte und beständig überforderte Hirn aufnehmen. Danke.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Na, hat' Dein Gerda Dich schön gebadet un' tüchtich appgeschrupp'?"
- "Mann, hömm'ich bloß auf. Wir ha'm uns gezoff, un' da hat dat Gerde mich einfach widder so lank in'ne Wanne hock'n lass'n, bis dat Wasser aaschkalt wa', un' ich sie entlich verrat'n happ, wo ich dä ReserveAssbach vasteck' happ."
- "Kehr, so'n Pech abba auch, Heinz."
- "Abba ich happ noch'n Vasteck, dat'ich nich' verat'n happ. Außerdem komm's Du ja auch immer mit Dein schön klein Flachmann vo'bei. Gipp'mich ma schnell'n Schluck für gege'n mein LeberAssbachLeiden!"
- "Hier has'se, Heinz."
- "Erzähl'ma weiter mit den Hanttuch-Trick von den Erwin, Kalle!"
- "Ja, in'ne ers'se Woche hat dä Erwin, wie ges'ern gesach', dat Hanttuch für sein Kopp, für untere A'me un' sein Tasse un' sein Besteck un' seine Fingers für zu'n Apptrocknen genomm'. In'ne zweite Woche hat' der Erwin dat Hanttuch dann für seine nötige Köpahügiene für Unt'nrum, un' für der kleine Topp, wo der immer sein Brühwürfel drin wa'rm macht un' füre Eierfanne genomm'."
- "Un' wat hat der dann getz für der Kopp un'so genomm'n?"
- "Dafür hat der dat zweite neue Hanttuch genomm'n."
- "Abba, wie komms' Du dann an'ne stinke Fingers, wenn Du bei'n Erwin wa's?"
- "Dat erzähl'ich Dich Morg'n weiter, Heinz. Ich muss getz' mein Ulla zu'e Mammelgrafiie fahr'n."
- "Dann lass'uns schnell noch'n Schluck aus Dein Flachmann auf gesunde Möpse für Dein Ulla trink'n."
- "Hier has'se Heinz. Un' Prossatta. Ich daa'f ja getz nich' weg'n dat Autofahr'n von Ulla zu'n Dokter in RIO."

14.11.2014 Das MüllgebührenDesaster - aber unsere Müllmänner in Alstaden sind quirlig & fleißig wie immer und Kalle erzählt Heinz den Handtuchtrick von Erwin ... na ja, fast ....



Da laufen sie, die Müllmänner in Alstaden, quirlig, geschäftig, wieselflink & kompetent von Straße zu Straße, von Straßenseite zu Straßenseite, von Bürgersteig zu Bürgersteig. Ziehen, schleppen, heben, schieben Müllcontainer, ganz gleich welches Wetter sie dabei begleitet und an ihren müden Körpern zerrt. Nahezu immer stehen sie zur Verfügung, um uns von den Dingen zu befreien, deren wir nicht mehr bedürfen. Und das beseitigen, was wir dem Abfall übergeben haben. Die Müllmänner entsorgen den Wohlstandsrest, der von uns abgefallen ist und das, was wir von uns haben abfallen lassen (müssen). Ohne sie, die Müllmänner, die Männer an der Tonne, würde uns das, was wir produzieren, ge-brauchen & ver-brauchen und als Wegwerf-Gesellschaft im Ganzen ausscheiden, ersticken.
Apropos 'ausscheiden': Beschissen, ja ganz beschissen ist es, wie abfällig und ignorant uns die Oberhausener Politiker (O!WEH-ling) behandeln und in Verbindung mit der GMVA und Remondis bescheißen und über die Müllgebühren, die wir Bürger zu entrichten haben, ständig abzocken
Doch weder wir noch die Müllmänner haben etwas von der hohen Profitabilität und der damit verbundenen spektakulären Umsatzrendite in Höhe von 38,5 Prozent
Also: Die Politiker und Politikerinnen, die für dieses Finanz- und Gebührendesaster verantwortlich sind, mögen endlich von uns abfallen!! Und dann von "unseren" Müllmännern fachgerecht entsorgt werden.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Muss!"
- "Wat mach' Dein' Lähmung, Heinz?"
- "Kehr Kalle, wat soll die schon mach'n? Die macht mich lahm, wie immer. Un' fesselt mich an der AOK-Schopper, wie immer! Odda has'se gedach', ich könnt' heut' mit Dich Foxtrottel 'ne Runde tanz'n? Erzähl mich besser ma' dat mit den Erwin un' sein Han'tuch, alz mich so saublöde Fragens nach meine lahme Stelz'n zu frag'n!"
- "Hömma Heinz, seit der Tod von den Erwin sein Frau wohnt der ja in die kleine Altenheimbude mit den betreut'n Wohn'n von'ne AWO dran. Auß'e alte Wohnung hat der allet verkauf' un' zu'n Müll getan, wegen der Ballast un' die viele Erinnerungs an seine Olle. Un' der Erwin hat getz' nur genau vier Han'tüchers für zum Apptrocknen von sein ollen Köarpa un' dat bisken Poz'zlan auß'e kleine Fitriene."
- "Ja un'? Wie weiter?"
- "Pass'auf, der Erwin hat mich dat genau erklärt: In'ne ers'e Woche wo dä da wohnt, hatt'er dat ers'e Hanttuch für sein Kopp, für untere A'me un' sein KaffeTasse un' sein Besteck un' seine Fingers für zu apptrocknen genomm'."
- "Waa't ma' ebenz, Kalle, mein Gerda ruf'."
- "Watt is' Gerda?"
- "Heinz, sach' Dein Kumpel Kalle, er soll sich schnellzenz vazieh'n. Du muss getz' mit Dein gelämpt'n Assbachköarpa auf der Wannenliff' für zum Wasch'n von Deine ganze Glieders.
- "Och doch nich' getz, Geeerda, mein Schnubbelmäusken?!"
- "Kehr Heinz, Du müffels schon seit Sonntach wie'n Utterbock! Is'ja nich mehr zu'n Aushalt'n mit Dich in eine Bude!!""
- "Has'se gehört, Kalle? Ich muss! Erzähl' mich Morg'n weiter, abba gipp mich ers'noch'n Schluck aus Dein Flachmann!"
- "Hier. Nimm schnell, Heinz! Un' bis Morg'n dann. Ich verzieh mich, sonz wäsch' dat Gerda mich noch mit. Un' wasch Dich gründlich die Poperze, damit'te so sauber bis, wie damals bei Deine Kommelllion nach'e Beichte in'ne Seele!"

13.11.2014 Unendliche Verlängerung des Handballspiels TUS Alstaden vs TV Issum und Kalle hat nach dem Besuch von Erwin Stinkefinger

Schild am "Sonnenscheinhaus" Bebelstraße aufgenommen am 30.10.2014

Wenn der Alstadener etwas beginnt, dann kann er oft gar nicht mehr damit aufhören. Wie auf dem Ankündigungsschild an der Bebelstraße am 'Sonnenscheinhaus' zu lesen, "beginnt" das Handball-Meisterschaftsspiel gegen den TV Issum am 04.05. (ich nehme mal an im Jahre 2014) mit dem Anwurf um 11:30 Uhr und scheint nicht zu enden.
Das Foto wurde am 30.10.2014 aufgenommen. Darum müsste es eigentlich "begann" und nicht "beginnt" heißen. Also entweder läuft das Spiel immer noch oder die Anzeige ist schon die Vorankündigung für das Jahr 2015. Zuzutrauen wäre das dem cleveren Alstadener. Er hätte damit einen immerwährenden Handballmeisterschaftsspiel-Ankündigungskalender mitten in Alstaden ja, nicht nur erfunden sondern zugleich realisiert. 
Auf der Seite des TUS Alstaden war über dieses Spiel nichts zu finden. Bezüglich der Vereinsseite sollte der den Webauftritt betreuende Herr Agethen noch etwas digital nachsteuern. Seine Backwaren sind erheblich besser. Die WebSite ist: Zu überladen, zu wenig wirklich informativ, bietet zu viele nahezu "leere" Links und ist im Ganzen zu unstrukturiert. Und darum war über dieses oben angekündigte Spiel auf der TUS-Folge-Seite rein gar nichts zu finden. Nach Recherchen im Internet zeigte sich dann, dass TUS Alstaden dieses Spiel gegen TV Issum 0:2 verloren hat. Und zwar am 04.05.2014. Das ist also wohl der Grund, alles ganz & das dann auch ganz schnell zu vergessen. Aber unter dem Schild prangt ja die "Burger"nahe 3€ Aufmunterung "Cheeeese" für's nächste Spiel am 04.05. um 11:30 Uhr vielleicht in 2015. Glück auf! TUS Alstaden!!

- "Tach Heinz."
- "Auch so, Kalle."
- "Wat'is datt'dann, Heinz? Bis'se getz 'n gaanz Vornehm'n gewor'n un' sach's auf dein alt'n Kumpel nich' mehr Tach?!"
- "Hömma Kalle, has'se ei'ntlich ma' widder der Erwin auf seine kleine Bude in dat Altenheim besuch'?"
- "Du meinz, in sein klein Zimmerken mit der winz Boiler un'ie winz Brause dran!"
- "Genau!"
- "Jo, letz'enz. Vor'n Monat odda so. Un' da is' mich aufgefall'n, dat mich die Fingers immer so stink'n, wenn ich mich bei der Erwin nach'n Pullern die Prank'n gewasch'n un' appetrocknet happ."
- "Kein Wunder, wennze Dein 75 Jahre altet Moppet in'ne Hant hattes'. Gerda sacht imma für mich: 'Dein Kumpel Kalle riech' ich schon, wenn dä die Tür von unsern Voarga't'n aufmachen tut.'"
- "Kehr Heinz, Dein Gerda meint mein Aff'erSchääf, dat ich mich immer in Gesich' un' untere A'me tu."
- "Dat glaups auch bloß Du, Kalle."
- "Nä Heinz, dat bei der Erwin mit'ti Stinkfingers nach'n Hanttuch is wat anderet. Ich weiß auch watt. Erzähl'ich Dich Morg'n. Muss getz schnell mit mein Ulla zu'e Poddelogin weg'n die Dibetismaukens un' die Nägels zum kürzer mach'n!"
- "Un'?"
- "Watt'un'??"
- "Heut kein Schluck aus Dein Flachmann, Kallekumpel?!?"
- "Dä Flachmann happ'ch weg'n Auto zuhaus gelass'n."
- "Kehr, Du bis mich villeich'n Dullmann!!"

11.10.2014 Alstaden ist grenzenlos und Gerda redet endlich Tacheles


Alstaden und Grenze. Gibt es das überhaupt. Gaukelt uns das Schild nicht etwas vor, dass es schlicht und ergreifend gar nicht geben kann? Alstaden und Grenze. Ein Widerspruch in sich. "Grenze Alstaden"! Das ist sozusagen eine grenzenlose Frechheit auf ein Haltestellenschild gebannt. Denn Alstaden ist schier grenzenlos! Oder wie es die Politiker immer so dümmlich ausdrücken: Alstaden ist grenzenlos, ohne Wenn und Aber. Doch man muss hinzufügen, auch mit Herrn Wenn & Frau Aber ist Alstaden grenzenlos! Man hätte das schon wissen können, wenn man sich nur einmal den Namen vor Augen führte. All-Staden oder besser noch: ÜberAllStaden. Aus den genannten Gründen antwortet der Alstadener auch immer auf die Frage: "Hömma, wo geh'se?" - "Ich geh Übber'All'Staden na' Mühlheim un' widder Übber'All'Staden zurück nach'e Maakstraße. Komm'se mit?" Das sagt der Alstadener und bleibt im Herzen immer da, wo er war, wo er ist und wo er sein wird: In Alstaden.

- "Geerda! GEERDA!! Vardammich no'ma', GEEEEERRRRRDAA!!!!"
- "Wat'is denn scho'widder Heinz, ich bin an Putz'n?!"
- "WO? .... sin'? .... meine? .... TRETERS?!
- "Stör' mich getz nich', is allet noch feuch' bei mir hier!"
- "GERDA ich will entlich meine Treters; geht'at nich' in Dein Kopp, vadammp!"
- "Hömma Heinz, also ma' ganz ährlich, wozu brauch's Du Treters? Du bis von Dein Pinockio an appwärz gelämp un' furz'n ganzen Tach in Dein AOK-Schopper. Erklär'mich doch ma': wozu brauch'n Lahmen wie Du Treters?!"
- "Kehr, gleich kommp der Kalle, un' wir wollen zu'n Erwin in'et Willi Meinicke Haus!"
- "Un da wollt ihr drei Muskeltiere des ungeflechte'n Schwachsinnz euch widder ein'n auf'e Lampe gießen. Is'et nich so, odda is'et nich' so?!?"
- "Nä, wir woll'n disketieren. Polletick vasteh'se? Abba da hass' Du alz Frau kein Ahnung von!"
- "Ihr Knalltüten un' disketieren. Ich Kenn Euer Polletick. Dat wird' nix ann'eret alz so'n AssbachInDerKoppGelaber. Un' hinterher seid'er widder alle Mann so stramm, dat'er Kalle dich sturzbesoffn bei uns mit Dein Schopper vore Tür apstellt, Schellemänniken macht, un' dann apphaut. Un' ich kann seh'n, wie ich Dich sabbernd'n, lahmen Heini, auf dat kleine Soffa  in Wohnzimmer buksiert krich!"
- "Gerda, sach'mich getz entlich wo die Treters sin' .... sonz ....?!?"
- "Wat "sonz ..." ? Du Schlappschwanz! Will'ze mich etwa droh'nen wie dat aufgetakelte von der Leynen inne Tagesschau? Wennze weiter so'ne dicke Lippe riskiers, zieh'ch bei'n nächs'n'mal, wennze in'ne BadeBütt sitz', der Stecker aus'n Strom bei Dein Badewannenlift. Un' dann lass ich Dich lahmen Heini so lank in den Wasser sitz'n bis'se an Dein ganzen Körpa so  eingelauf'n un' schrumpelich bis' wie Dein kleinet, schlaffet Moppett!"
- "Gerda getz hasse 'ne Grenze von den Anstant übberschritt'n über die'ße hätt's nich' geh'n müss'n dürf'n soll'n!"
- "In Alstaden gibt keine Grenze! Hass'e dat nich' neulich in Internetz geles'n, Heinz? Du willz doch immer so'n Komputerexperte sein, abba et lank bei Dich bestimmp widder nur, zum schmutzige Bilders zum Kuck'n. Ich werd' Dich 'ma der Safft aus der Komputer zieh'n!!"
- "Gerda, mein Schätzeken, gib mich doch bitte meine Treters."
- "Ach, kumma wie liep de auf ei'ma' sein kannz. Ich gib Dich ma'n Tipp Heinz. Kuck'ma'  gaanz unaufällich an Dich runner, da sieh'se deine Treters höch'ss'persönlich an Deine  vadrehte Käsemauken!"
- "Hasse mich die gestern A'md ga'nich' aus getan?"
- "Nä, Heinz,  happ' ... ich ... nich'! Du bis' total knülle vor'e Glotze weckeknackt, un' da hap'ich dich einfach in den Wohnzimmer in dein Schopper häng'n lass'n. Un' Du hattes' heut morg'n, alz ich in dat Zimmer kam, noch soo viel Ressalkahol, datte mich gefrach' hass', ob dat Aufpump'n von die SchopperReif'n in'n Preis mit drinne is. Sach'ma, lässse Dich etwa bei'n Eden inne Flaßhof auch noch'e Reif'n aufpumpn, Du kreuzgeil'n schlappen Kanisterkopp?!?"
- "Gerda, schellt, ma'ma auf, Kalle kommp!"

25.09.2014 Kinderspielplatz und Abfallsammelstelle am Fröbelplatz und Heinz und Kalle hadern mit dem Schicksal des (Ehe)Lebens

Kinderspielplatz / Abfallsammelstelle Fröbelplatz
Kinderspielplatz / Abfallsammelstelle Fröbelplatz
Kinder sind ein Segen. Eben: Kindersegen. Und darum ist die Einrichtung von Kinderspielplätzen gut. Kinderspielplätze sind wichtig. Kinderspielplätze sind notwendig. Und weil Kinder Platz zum Spielen auch in unseren verkehrgefährlichen & betonwüsten Städten brauchen, werden eben diese Plätze kommunal - wenn auch oft wegen des finanziellen Aufwandes zähneknirchend - zur Verfügung gestellt. Was jedoch nicht sein sollte?!: Sie sollten nicht neben Abfallcontainern errichtet werden oder umgekehrt, Abfallbehälter sollten nicht in unmittelbarer Nähe von Kinderspielplätzen stehen. Kinderspielplätze und Abfallsammelstellen passen einfach nicht zusammen. Und warum dies genau hier am Fröbelplatz so geschehen ist, entzieht sich meiner Kenntnis und findet auch nicht mein Verständnis. Und es passt auch nicht zu der (wie schon geschrieben) eigentlich sinnvollen & bürgernahen Gestaltung des Alstadener Fröbelplatzes.

- "Kehr Kalle, weiße noch? ... direck nach'n Krieg ... un' noch gaanz lange nach'n Krieg hat'et übberhaup ga'keine Plätze für die Ulligen gege'm??"
- "Has'se Rech, Heinz. Wir ha'm immer in'ne Ruinens Räubers un' Schandarm un' Kaubeu gespielt un' auf'e Schotterstraß'n mit all ihre Schlaglöchers mit'te Pille rumjebollz."
- "Abba weiße auch noch Kalle, wie dat Kleine von den Erwin un' sein Maagret hier auf'e Straße von den schwere Kohlelaster plattjemach' is', alz'et mit sein ollen Holzrolla auf'e an'nere Seite von'ne Straße rübber jemacht hat?"
- "Kehr, die Zwei ha'm sich nie so richtich widder davon erholt, Heinz. Mann, wenn ich an der kleine weiße Sarch denk, wird mir getz noch schwummerich in'ne Pumpe."
- "Un' dann hat dat Zweite von den Erwin un' sein Maagret doch in junge Jahre in den Kopp diese Ämbelie bekomm'n, un' hat davon'n Hau wech, un sitz wie ich alz alten gelämpt'n Mann in so'n AOK-Schopper un' sabbert."
- "Kehr Heinz, da iss' doch fass' de ganze Ehe von der Erwin un' sein Maagret dran kapputt gewes'n."
- "Tja, so iss'et Kalle, de Ehe alz Spielplatz von'ne Leidenschaft'n, eingerahmp von der Abfall un' der Müll von ein ganzet beschissenet Leb'n."
- "Iss'ja nich' für zum Aushalt'n, Heinz ... Du ollen Fillosoof ... mach' mich ma' schnell 'n doppelt'n Assbach rübber, sonz wird mich noch ganz melanchton in'ne Birne!"

13.09.2014 Wetterhäuschen in Alstaden und Heinz und die Kleinert

Alstadener Straße nahe Duisburger Straße

Da wird es gebaut. Auf der Alstadener Straße. Das erste richtig große Wetterhaus Alstadens. Ja, vielleicht ganz Europas. Die beiden Türöffnungen sind schon ins Mauerwerk gestemmt. Das Wetter ist immer zweigeteilt. Sowohl optisch (man sieht es an der Verteilung von Licht & Schatten), als auch baulich & geschlechtsbezogen. Der Mann, der in der Regel das schlechte Wetter ankündigt scheint schon hinter seiner Türe zu stehen oder zu liegen oder sich dort einen wärmenden, hochprozentigen Trunk gegen das zukünftige, schlechte Wetter, das er durch sein Erscheinen bekunden muss, zu genehmigen. Die Schönwetter-Frau wird noch gar nicht angekommen sein; denn hinter dieser Plastikfolie lässt sich nun mal nicht gerade anmutig auf Sonnenschein warten. Oder die nette Wetter-Dame ist anlässlich des derzeit so hervorragenden Frühherbstwetters auf dem Ruhrdeich noch ein Weilchen flanieren, während ihr Wetterwartestübchen trefflich renoviert wird.

- "Hömma Heinz, hasse schon gehört, dat der Erwin mit seine Ulla in dat Wetterhäusken aufe Alstadener zieht?"
- "Wat die zwei wollen dat Wetter machen? Dat macht doch immer die dralle, geile Kleinert in die Aktuelle Stunde von den WDR."
- "Die beide ha'm dat Häusken für lau gekricht. Alladinx muss bei schönet Wetter dat Ulla raus und bei sappnasset Wetter der Erwin."
- "Kehr Kalle, du erzähl's mir hier ein von Pferd?!"
- "Nä, in echt Heinz. Ers' wollten die ja Dich un' dat Claudia Kleinert für dat Wetterhäusken nehmen. Abba die hatten Angs, dat du ollen, scharfen Schopper-Brummer bei Mischwetter hint'n in den Häusken die Kleinert mit un'efähr 1000 Millibar vernaschen tus'."
- "Mann Kalle, hasse die Pfanne am eitern? Verarsch doch nich'n Behindertn, der sein Leptach an'n AOK-Schopper gefesselt is'! Denk'ma an'ne Inkluson! Ich geh getz zu mein Gerda, da hap ich Wetter genuch! Besonners Donnerwetter, wenn'ich ihr an'ne Sonnenmöpse will."

12.09.2014 Ehepaar in Alstaden der miese Heinz sein Gerda und der verständnisvolle Kalle

Paar auf Heiderhöfen in der Nähe der Püttstr.
Da sitzt es. Das typische Alstadener Ehepaar. Er liest. Sie strickt. Na ja, sagen wir, so sah das Alstadener traut-vereinte Paar früher aus. Heute ist eine solche gemütliche Gemeinsamkeit kaum noch zu sehen. Und wenn, dann nicht in der Öffentlichkeit. Und schon gar nicht draußen vor der Haustüre im Vorgarten vor begrüntem Hintergrund. In der heutigen Zeit wird vor dem Fernsehgerät gesessen: Der Mann mit dem Tablett in der Hand verfolgt ein Alternativprogramm, die Frau mit ihrem Smartphone in der Hand chattet mit der Freundin über Belangloses. Fazit: Früher war das Zusammensein kooperativ & produktiv. Heute ist das Zusammensein auf unkörperliche Art fuckultativ.
- "Kumma Heinz, hasse auf den Fotto der Erwin mit seine Ulla geseh'n?"
- "Ja hömma du, happ'ich. Ich hap doch schon imma gesach', dat der Erwin ein an'ne Klatsche hat. Sitz der da mit sein Ulla vorn Häusken un' lies'n Schmöker, hömma der tick doch nich mehr richtich?"
- "Mecker doch nich immer, Heinz! Is' doch schön, wat der Erwin da mit seine Olle mach'."
- "Kehr, kuck'doch ma richtich hin, Kalle. Der Erwin sitz'ganz weit vo'ne Ulla wech, hatte Klüsen aufgerissn bis zu'n Gehtnich'mehr un de Beine übergechlagn als müss'er sein Porree vasteck'n. Ich glaup ja, dat in den Buch von den Erwin so'n nackich Fotto von Keulens is'!"
- "Hömma Heinz, nur DU denks imma an so'ne Sauerei'n. Lass der Ewin mit sein Ulla doch einfach ma so aufe Bank sitzn. Un gut is'! Un denk ma an wat anderet wie nur den Schweinkram!".
- "Du hass gut red'n, Kalle. Sitz du'ma tachtächlich in'nen Schopper, denn denkse auch nur imma an dat eine. Ich happ ja sonz nix. Nix geht'mehr seit meine Lähmung. Abba auch gaaa'nix, vastehse .... überhaupt nix ... auch nix an'nie gewisse Stelle!"
- "Kehr Heinz, getz flenn'ma nich, trink Dich lieba 'n Asbach."
- "Hömma Kalle, ich würd'och auch gern auf'e Bank vorn Häusken sitzen tun, so wie dä Erwin un' sein Ulla,  echt! .... abba Gerda kann'nich strickn."

11.09.2014 Abriss in Alstaden und Abriss der Villa Rück und Heinz der Teufel und sein Gerda

Bilder einer AbrissOrgie Heiderhöfen/Amboßstr


Hier in Alstaden scheint eine gewisse obstverliebte Spezies ihr Unwesen zu treiben, die jedoch lediglich an einer Obstsorte interessiert ist: Der Birne - genauer gesagt, der Abrissbirne
Aber ich denke, dass es eigentlich gar nicht der Alstadener selbst is(s)t, dem diese Birne mundet, der unbedingt mit dieser Birne hantieren möchte und der sein Heil darin sucht, sie zum Zwecke der Zerstörung und damit Vernichtung alten Wohnbestandes konsequent und rücksichtslos einzusetzen, um letztlich darauf neuen, meist unbezahlbaren, luxuriösen Wohnbestand zu errichten. Was uns hier in Alstaden fehlt, ist bezahlbarer Wohnraum für jedermann. Uns fehlen hier nicht, die auf dem Planungsschild (sie Fotos oben) angepriesenen luxuriösen Eigentumswohnungen!! 
Zwar nicht in Alstaden, aber nicht minder tragisch ist das AbrissDrama um die Villa Rück. Wo bleibt da die konkrete Hilfe unserer Volksvertreter für die Bürgerinitiative?

- "Kehr, Mann Du, dat is' doch'n Dingen, wat?! Da reißn die so nach'un'nach übbberall hier in die schönen Straßens die alten schönen Häuskes ab, statt'se billig an ganz normale Leute zu verkaufn für zum Rennevieren."
- "Da sachse wat, Kalle. Mein klein gemietet Bergmannshäusken wollte so'n Bauheini vor viele Jahre auch ha'm un sich einsackn. Weiße Du, ich vasteh dat auf meine alte Tage allet nich mehr. Wenn ich nich an mein Schopper gefesselt wär, tät ich se alle zu'n Teufel jagn."
- "Du hasset doch nich mit'ti Kirche, Du glaup's nich an unser Herr, denks abba, dat'et 'n Teufel geben tut. Wie pass'dat? Wie Fauss auf Auge, odda?"
- "Kla pass'dat, den Schwatten gibbet auf alle Fälle."
- "Wieso bisse dir so sicher?"
- "Hömma Kehr, wegen mein Gerda!"
- "Wat, hat'n die dami'zu tun?"
- "Kumma, is' ganz einfach. Ich sach imma: wennet ein Gerda aufe Erde gib, dat mir'e Hölle macht, dann muss'et auch'n Teufel ge'm. Un' wennet dat Gerda selps is'!!! Kapisko? Vielleich' is abba auch der Wehling der Teufel?!"
- "Ich glaup, dat dä Erwin Rech' hat, Heinz. Der sacht näm'ich immer: Besser Früh-Ling wie Weh-Ling!"

06.09.2014 Alstaden-Dummy auf dem Balkon und Kalle und die Gummipuppe

Balkon gegenüber des Ruhrpark


Da steht er. Der Alstadener als Dummy. Auf dem Balkon. Es scheint so zu sein, dass, wenn der Alstadener keine Zeit hat, es sich auf dem Balkon gemütlich zu machen, er einen Dummy hat, der für ihn gelegentlich das Angenehme des Lebens übernimmt. Er hat sich da sozusagen einen Entspannungsdummy oder einen Repräsentationsdummy geschaffen. Oder vielleicht sogar einen Dummy, der für ihn auf dem Balkon raucht. Pfiffig! Ich habe mir sagen lassen, dass die Kinder, die an diesem Balkon vorübergehen, darauf warten, dass ihnen der Dummy einmal zuwinkt. Doch bisher hat er's nicht getan. Aber vielleicht ist es ja auch der auf den Balkon geflüchtete Liebhaber der Hausfrau, der nicht erkannt werden möchte und darum ganz einfach den Alstadener Dummy nur spielt.

- "Heinz, wat sach'se zu der Dammi?"
- "Nix. Dat ist mir zu doof. Dat Gerda tut mich immer mit den AOK-Schopper in'nen Gaarten, wenn ette ma widder de Schrubberwut hat un feuch' durch'e Zimmers rödelt. Da bin ich doch selps der Dammi, der AOK-Schopper-Dammi. Abba dä Kalle, der hat so'n Ischen-Dammi in sein Hobbykeller versteck'. Wenn den seine Hilde an Wochenende zu ihre Mutter fährt, holt der die Gummi-Ische raus un' pump' die schön Drall bis Körbchengröße E."
- "Nä hömma, Heinz ... dat is doch nich dein Ernz, äh. Der Kalle mit'ne echte Hupe?!?"
- "Doch Erwin, wenn ich'et doch sare. Der Kalle hat so'ne Gummi-Ische, echt. Tatjana sacht der immer für die."
- "Un wenn er die gepump hat, dat Tatjana, wat dann? Wat mach der mit die? Macht'er die Matratze mit die? Nagelt der dat?"
- "Nä, der stürz' sich auf die un läss' ganz schnell die Luff widder raus und schreip dann in sein klein'n rotet Buch: 'Hab heute Tatjana total platt gemacht. 40 € gespart.'"

5.09.2014 Alstadener Ruhrdeich Sonnen am Fluss Kalle und Heinz und das Meer




Schönes Wetter. Und da sitzen sie denn am Ruhrdeich. Die Alstadener. Am frühen Nachmittag. Sie haben sich oben herum ein bisschen nackig gemacht. Zeigen je nach Typ ihren durchtrainierten Oberkörper oder ihren vom Schlemmerleben und im Zuge der notwendigen Biervernichtung gezeichneten, aufgeschwemmten und aufgeblähten Bauch. Sie halten ihren Körper stolz der Sonne entgegen, doch wie man sieht, weicht die Ruhr selbst in einem eleganten Bogen diesem Anblick beschämt aus. Aber es sind sicherlich nur ein paar wenige (Sonnen)Tage noch, die dies seminude Verhalten des putzigen männlichen Alstadener Tierchen provozieren.
- "Hömma Heinz, hasse auch da an Ruhrdeich früher dein Astralköarper die Damenwelt gezeich'?"
- "Abba imma! Dat kannze woll laut saren, Kalle. Als ich noch nich tach'tächlich die Erbsensuppe von die Gerda in der scheiß AOK-Schopper gefurzt’ hap, bin ich viel auf der Ruhrdeich. Später in'ne Rente hab ich mit'n Erwin off aufe Bank gesessn un aufe Ruhr geglotzt."
- "Wat hapta da sonz so jemacht?"
- "Ja nix, äh. Aufe Schiffe gewaatet."
- "Wie aufe Schiffe gewaatet. Hier auf den Stück Alstaden gibbet doch schon lang keine Schiffe mehr."
- "Ebendt. Du sachs'et. Abba nach zwei Flachmänners Korn konnze'se schon fass'sehn. Ganz inne Ferne, an Horizont, da wo'de Ruhr im Meer geht.
- "Bisse beklopp Heinz, die Ruhr geht doch nich' im Meer!"
- "Wenn'ze ein' in'ne Birne hass' abba immeer!!"

4.09.2014 Parken auf Gehwege und Heinz und seine Fotos

Charlottenstraße. 46049 Oberhausen

Charlottenstraße, 46049 Oberhausen


Eingeparkt und zugeparkt und abgestellt und abgehakt. Auch wenn es der Alstadener zuweilen im Privaten ziemlich gemütlich eng liebt und ihm dies auch gegönnt sei, so unangebracht ist dieser Hang zur Nähe und Enge jedoch im öffentlichen Raum, wenn es darum geht dem anderen hinreichend Platz auf dem Bürgersteig einzuräumen. In dieser Hinsicht könnte sich der Alstadener Autofahrer etwas rücksichtsvoller zeigen. Oft sind es kaum 60cm, die dem Fußgänger zwischen Häuserwand und parkenden Autos bleiben. Besonders darunter zu leiden haben die Rollstuhlfahrer und all die, die aus den verschiedensten Gründen etwas vor sich herschieben müssen. Manche einen Kinderwagen, andere, meist ältere und gebrechliche Mitmenschen einen Rollator.


- "Hömma Heinz, wat sach'se zu den Problem!?"
- "Ach hömmich doch auf Erwin. Off komm ich mit mein Schopper nirnx mehr durch in Alstaden. Für der Franz mit sein Elektrokarren is noch schlimmer. Immer steckse irnxwo auf'n Bürgersteig fess. Ich hap'mir so'n klein Fottoparat untn an mein Schopper gemach' un foterafier dat allet. Dat mitti die Autos un dat mit den kein Platz für'n Schopper un so. Zu Haus kuck ich mich die Fottos dann an mein PC an, sortier die, schreip die Nummers auf, un' schick die Bilders nach'e Polente. 
Da sitz ich letzens widder an PC für die Fottos zum Kucken und da krich'ich von hintn wie blöd ein'n an Kopp gedonnert, so mit Schmackes dat ich Sternkes vor'e Klüsens hatte. Ich dreh mich rum, un seh meine Olle mitte roten Birne in ihr'n ganzet Gesich hinter mich auf mein Bildschirm glotzn. 
Ich: "Bisse beklopp, Gerda?! Wat haus'se mich so?"
Ette: "Wat sin'n dat für Fottos?"
Ich: "Weiße doch, von'ne Autos auf'n Bürgersteig wegen Anzeige un so."
Ette: "Un dat'ta, wat is dat'ta? Dat is kein Auto. Dat is ganz von tief von unt'n 'n Frauenarsch, du Spannerschwein!"
- "Un da seh ich et selps Erwin. Ich schwör, ich wusst dat nich'! Da hat ich doch tatsächich 'n Fotto von so'ne Keule in kuarzen Rock jemach', wie die sich nach wat bücken tut. Un da konnze auf den Fotto bis in'ne Kapaten un noch weiter bei die kuckn. JungeJunge."
- "Un wat sacht Gerda?"
- "Getz nix mehr. Abba die hat mit so'n riesn Motteck den Fotto an den Schopper un mein PC kaputt jemacht."

3.09.2014 Küssen in Alstaden und drumherum & Erwin und Kalle und das Männergespräch

















So wie der/die Alstadener/in sich schon mal gerne einen bechert, so küsst er/sie gelegentlich auch gerne die ein oder andere oder den ein oder anderen. Manchmal küsst er heimlich, der Alstadener, manchmal aber auch unheimlich. Und das kann schwer gefährlich werden. Besonders wenn er sich ein zwitschert und alle Hemmungen (naja, fast alle) fallen. Jetzt, so Ende Sommer, Anfang Herbst ist mit draußen Küssen schon weniger. Jetzt werden langsam wieder die Blätter rot, doch die Lippen in Erwartung nassen Wetters und kalter Tage blass und schmal und spröde. 
Aber im Frühjahr, wenn die Sprieße wieder sprießen und die Triebe wieder treiben, dann sieht man unten auf der Ruhrwiese, wie sie's endlich wieder tun. Die Alstadener. Das Küssen. Oder zu Karneval, wenn der Alstadener und die Alstadenerin noch hemmungsloser werden. Dann passiert es auch wieder. Das Küssen. Und damit wir hier in Alstaden so richtig schön, so richtig volle rote Lippen gefahrlos küssen können, wenn wir denn küssen sollen & wollen, hilft uns die Alstadener Apotheke aufe Bebelstraße mit PenciVir aufe Sprünge, pardon - auf die roten Lippen natürlich. Im Beipackzettel von PenciVir ist zu lesen, dass die Salbe sogar bei akuten Episoden hilft. Also auf, Ihr Alstadener & innen, auf in die nächste akute Episode, damit es auch in 50 Jahren noch richtige Alstadener mit richtigen roten Lippen, die man richtig küssen sollte, gibt.
- "Tach Erwin, wie is mit Küssen?!"
- "Mensch Kalle, bis'se getz'n Detlev oder wat? Warum soll'ich Dich ollen Schiffschaukelbremser knutschen?!"
- "Nä Erwin, hömma .... nich mich! ... ich mein doch mit dein Hilde. Tu'ße die noch voll küssn nach soviel Ehe?"
- "Ey samma, bisse blöd? Oder so'n Seelenklempner oder wat. Wat soll dat, Du Döskopp? Die läss mich schon seit Jahre nich mehr an ihre Möpse. Letz hap ich noch jesacht: 'Hilliken komm, gib Papa ma 'n sauber Küssken für lustich.' - 'Abba Erwin, nur auf'e Stirn', sacht die, un' bleib mich bloß mit deine Fingers von'ne Geräte!' ..... Nä, Du Kalle, in diese Hinsich da is'se Luff abba so'wat von raus! Die Hilla sacht immer: 'Meinze Erwin, wenn ich tachtächlich all die Bremsspurens aus deine Unnerbuxen machen muss, hätt'ich noch Luss auf Dich un der ganzen sexellen SchweinKram? Nuckel Du ma' schön an'ne Bierpulle, dann has'se Küsken genuch!' Oorginal dat, hatt'i für mich jesacht, Kalle."
- "Is' villeich auch besser für Dich, Erwin, ich mein' wegen der Herpes."
- "Herr Pess?, Kalle, nä der kenn'ich nich'! Odda is' dat der neue Kanisterkopp von geg'nübber in dat rote Häusken'?"

Alstadener Apotheke, Bebelstr. 209, 46049 Oberhausen

2.09.2014 Bechern in Alstaden Filmriss Heinz und sein Gerda, Kalle und Erwin Tena


Manchmal muss der Alstadener .... und dann geht der Alstadener ... und dann tut der Alstadener ... sich so richtig ein'n bechern. Und wie man oben auf dem Bild sieht, hängt der Becher nach dieser Aktion zwar ganz ordentlich schief in den Maschen, aber der Alstadener 'annefürsich' und ziemlich insgesamt liegt nach dem Bechern - wenn er Glück hat zu Hause - am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr noch immer in seinen KneipenKlamotten vom Vorabend zwischen Lokus und Badewanne. Er schnarcht in einem so lauten Vibrato (nich' Vibrator, dat is' ganz wat anderet), dass die Zahnbürste im Zahnputzglas klirrt. Und er spürt noch nichts von dem Kopfschmerz, der ihn gleich jäh durchzucken wird, wenn seine liebevolle und mitfühlende Gattin von der Küche über den Flur bis ins Bad brüllt: "Heinz, Du ollen Ballerkopp - komm endlich auf deine Kackstelzen un' beweg dein Arsch inne Küche. Gibb Kaffe!!!" 
Begonnen hatte es gepflegt im Kleine Natrop, dann mit einem Schlenker über die Flotte zum Alstadener Hof. Völlig abgesackt sind sie dann im Schwarzen Diamanten. Wie Heinz zwischen Lokus und Wanne auf die Fliesen kam, will ihm einfach nicht mehr einfallen. Aber Gerda wird ihm das sicher beim Kaffee geschlagene vier Stunden lang, verbunden mit einem fürchterlichen Wortschwall der übelsten Beleidigungen wieder ins Gedächtnis rufen. Mann, wenn er doch bloß nich so'ne hammermäßige Zange in sein ganzen Kopp drinne hätte.
- "Hömma Heinz, macht dein Kopp? Bisse widder klaa?"
- "Mann Erwin, erinner'mich bloß nich an der scheiß Kopp, äh. Mannmannmnannmann. Ich hab an Samstach doch die Tour mit'n Kalle durch'ie Kneipens gemacht." 
- "Ich weiß. Wollt ma hörn wi'et Dich gehn tut."
- "Hömma, dat wa so. Dat Gerda war ja samtachs abms bei ihre Frauens, für der Tuppadöskes zum Zeigen un hatt jesacht: 'Heinz, wird spät bei mich heut, brauchs nich waten, kannz nach'n Fern ruhich schon inne Kiste.' Allet klaa, dacht'ich, hasse sturmfreie Bude. Da kam dä Kalle dann gaaaanz zufällich vobei un wir sin, wiejesacht, los. So richtich ein zischen. Ich hab von'ne Gerda noch'ne Tena, wei'ße so'ne Gülle-Hülle, unter die Unnerbux, wegen dat Bier un die Pisserei, dann rinn in dä AOK-Schopper ... un der Kalle hat der Zivi-Schiebemann jemacht. Lief allet wie flüssich bis fettich, bis wir an'n Schluss in Damant reinkam' un' sich so'n blondet PömmsGerät an unser Tisch setz'. Dann gab'et immer scheiß Seck un noch'n Seck. Un mein Köarper kann dat Zeuch nich app. Un mein Pommanee auch nich'. Zwei Hunni sin'wech. Un auf ei'ma war ich alle, un' hap' n Filmriss un' keine Knete mehr."
- "Un wie biss na' Hause?"
- "Mensch, ich sach doch. Filmriss. Abba Gerda sacht, se hat mich früh um fünf in'n Schopper in Gaaten in'ne Rosn gefun'n un' mich gleich in Bad auf'e Fliesen gekipp, weil ich schon auß'e Tena sabberte."
- "Un getz?"
- "Getz hat'se der Schopper in'n Kabuff getan un' so'n Kawenzmann von Schloss drauf. Ich kann nich raus, muss widder auf den klein Soffa poofen, darf mein Asbach nich' ham, un'ie Spoatschau nich kuckn."
- "Kehr Heinz, dat is' ja schlimmse Folta an leb'nd'n Suppjeck. Schlimmer als bei'e ISIS-Paselacken in den scheiß Irak."
- "Dat kannze woll laut sagn."

Kleine-Natrop, Bebelstraße 173, 46049 Oberhausen
Zur Flotte, Subbenbaum 61, 46049 Oberhausen
Alstadener Hof, Alstadener Straße 48, 46049 Oberhausen
Schwarzer Diamand, Zimmerstr. 40, 46049 Oberhausen

01.09.2014 Träume in Alstaden und Drumherum und Heinz und Judith Rakers

aus: "Alstaden", Bürgerring Oberhausen-Alstaden 1950 e.V. 
Hauseingang Alstadener Straße Nähe Bebelstraße

Wenn der Alstadener (und natürlich auch die Alstadenerin) mal nicht malochen tut, dann tut er zuweilen träumen - wie alle anderen Menschen auch. Ganz gleich, ob in der Nacht oder am Tag. Es wird geträumt. Und zwar heftig: Von Reichtum, von schnellen Autos, von teurer Kleidung, von starken Männern, von schönen Frauen. Aber der Alstadener träumt auch noch drumherum. Wie oben bei Erika Marquard zu lesen ist. Von Liebe, Küssen, Tränen und Hass. Aber die Träume zerplatzen an der Wirklichkeit und bleiben als bloße Bilder hinter zersplittertem Glas in verwittertem Rahmen auf dem Boden eines verwahrlosten Hauseingangs achtlos entsorgt zurück. Es sind dann ausgeträumte Träume. Jäh unterbrochene Träume. Zerrissene Träume. Träume, die unter dem Grau(en) des Alltags sich in Sorgen verwandeln.

- "Sach'ma Heinz, träumse au'scho'ma?"
- "Samamaso: Getz in Alter nich'mehr so off. Bin ja froh, wenn ich mitti Malesse an mein kaputten Rückn überhaup ma bisken poven tu. Abba fällt mir grad ein, letz' hab ich noch von die Rakers, die Kleine von'ne Tageschau, geträump. Ich sitz so in Sessel vor'e Glotze für zum Tagesschau un mir tun doch glatt die Döppe zufalln. Un da seh ich die Rakers ... un ich seh inne Glotze der Tresen, hinter den die immer steht ... un ich seh wie der durchsichtich wird ... un ich seh wie die Rakers untenrum voll nackich is'. Mann, ich glaupet nich'! Un wie ich genau hinblinzn will, hör'ich 'n ganz lauten Schrei."
- "Un dann, Heinz, wat wa dann? Mensch Heinz, sach'do'ma, wie sieht die Rakers da so aus?!"
- "Verdorrich Mann, weiß ich doch nich', Erwin. Hab'ich nich mehr gekuckt gekricht."
- "Wieso denn nich?"
- "Weil meine Olle vollet Rohr schreit: 'HEINZ, DU SCHNARCHS WIDDER BEI'E TAGESSCHAU!!'
- "Armen Heinz, da hasse endlich ma'n schön Traum un da macht'dich deine Olle allet kaputt."
- "Ja, dat kannze wohl laut saren, Erwin."