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01.01.2015 Gemüse für Oberhausen und Poperzenzauber für den Geist

Noch Agentur für Arbeit Mülheimer Str. zukünftig Dachgarten Jobcenter Marktstraße

(Text und Bild HG. Everhartz)

"Vielleicht kann auch Gemüse an Markthändler geliefert werden“ ... sagt Herr Schmidt, Geschäftsführer der VZO und OGM
Zwei 100 prozentige Stadt-Töchter die VZO & OGM (also 200 Prozent) haben in Oberhausen für 910.000€ eingekauft. Das nenne ich geballte Töchterkraft!
Die beiden Väter arbeiten - wie man auf dem Foto sieht - schon am GemüseDachMöhren für die Gören, Chicorée fürs Kanapee, Rote Beete für die blasse Grete und Spargel für den Tarzan.

Da hocken sie also schmidtonander am Rande des dächrigen Abgrunds und bestellen den unfruchtbaren Arbeitsstellen-Acker für frustrierte Arbeitslose … denn wenn unsere lokalen Größen mal wieder überhaupt nix im Kopp haben, fällt ihnen immer noch Gemüse ein. 
So muss es ungefähr gewesen sein ...  
Die Presse fragt: "Ja, Herr Schmidt, wie haben Sie sich das denn mit dem Dach auf dem neuen Jobcenter vorgestellt? - "Ja, öh (Schmidt blickt hilfesuchend zu seinem Pressesprecher, der wiederum seinen Mund zu einem tonlosen Ausdruck formt & Schmidt missversteht seinen Pressesprecher offensichtlich und sagt dann diesen revolutionären, vegetarischen Satz) "… Öh, Gemüse!” … "Ja, genau!" - “Vielleicht kann auch Gemüse an Markthändler geliefert werden."
Bahnbrechende Idee: 
unten arbeitslos + oben BioAnbau = Arbeitsgemüse! 
Das scheint die gesündeste Kombination zur Belebung der Innenstadt und der unteren Markstraße zu sein!?! 

- Un’ wie waret’ hattet Dich Gestern gefallen mitti Raketens?
- Hömma scheiß, äh ... ich happ doch gesach’: Heiß an Steiß … 
- Kehr, willze mach’n?! Datt is Vorschriff für Geisters an Sillwester.
- Weiße früher, als ein Lebendigen, hatt'et bei unser Kerstin immer datt 'Schilli kommt Carmen' zu Sillwester gegeben, un' da hatt’ ich der Poperzenzauber ers' annen nächsten Tach. Getz abber hatt’ich der schon inne Nacht! Datt iss kein großen Unterschied für mein geistiget Wällnässgefühl inne Nähe von die Stelle wo bei uns Geisters der Notzünddocht raus kommp!!
- Mann mach dich doch nich' immer gleich inne FlammenkoBux.
- Hömma, dafür musst' ich nich ers' Geiss' werd'n 'n, datt mich zusätzlich zu der ganzen Raketen-Flammenscheiß auch noch die Entgasungspoperze brennen tut!! ... 'So ein scharfet Föttken glotz ich mich lieber inne JuTube von dat dralle KändArschian aus Amehrika in mein KomforAschenbecher bei HolyOnline an. Un' kuck'ma', kuck doch'ma ... ich furz getz noch immer kleine, rote Flämmkes!!

- Watt anneres! ... Der FAUST hat heut offizinell in den Klumbarrium verkündet, datt Du bald ein HUGO biss!
- Wie meinze?!
- Kehr, datt Du auf der Name Hugo getauf' wirs!
- Wann?
- An heilige zweidrei Könige!
- Un' wie geht datt mitti Taufe? Wasser kann ja nich' sein, geht mich ja meine Flamme aus?!!
- Nä, iss so: Die schönze FlammenGeistin von alle Friedhöfe in Oberhausen flammt durch Dich durch un' hauch' dabei der Name "HUGO" ... un' dann bisse ein Hugo, ein Geist mit Name.
- Kehr, datt is doch für'n Aa'sch, äh!
- Watt hasse denn getz schon widder?
- Nur umme'kehrt macht für mich Sinn! ICH will in un' durch die schönze FriedhofsFlamme durch! .... bis der ihre Popangasdüse spirritus sactus funken tut un' HUH-g-OH stöhnt!
- Du biss' un' bleib's 'n geil'n Ungeist!
- Abber besser 'n geil'n Ungeist, der Hugo heißen tut, als ein nam'losen, verstopft'n Flamm'nwerfer ohne Fiesionen ... wie Du!

25.11.2014 Der Alltagsheld von Alstaden und Kalle ist kalt aber Heinz hat die Socken


Name unbekannt ... er trägt das Wochenblatt im Alstaden aus



Da sieht man es. Das freundliche, verhaltene, ja zurückhaltende Lächeln des Alstadener Menschen, der dafür sorgt und auf dem Hintergrund seines Arbeitsverhältnisses dafür Sorge zu tragen hat, dass uns die Wochenzeitung im Stadtviertel erreicht. Ein - zugegeben - etwas längerer, verschachtelter Satz, der genau so verschachtelt & lang ist, wie es die weiten Wege und Straßen sind, die der sympathische Alstadener Zeitungsausträger auf seiner Tour durch das Viertel unter seine brennenden Sohlen nehmen muss. 
Er zieht bei jedem Wetter seinen schweren Gepäcktrolley voller Zeitungen hinter sich her, greift im Winter tausende Male mit klammen Fingern das druckkalte Wochen-Blatt und ärgert sich zuweilen über die schwergängigen Briefkastenschlitze, die ihn zusätzlich die Last seiner Arbeit spüren lassen. 
An "schlechten", besonders anstrengenden Tagen braucht er ca. 7 Stunden, bis er sich seines Arbeitsauftrags und seiner Arbeitslast entledigt hat. 
ABER?!? - 
ER?!? ... er lächelt sein freundlich verhaltenes, ja zurückhaltendes Lächeln auch noch, wenn er - wie von mir an einem anstrengenden Arbeits-Tag - angesprochen & nach seiner Arbeit gefragt wird. 
Er ist für heute unser sympathischer 'Alstadener Alltagsheld'. Denkt an ihn, wenn Ihr behaglich im Sessel sitzt und Euch über das informiert, was im Viertel geschehen ist ... und - angekündigt durch die Wochenzeitung - an Sonderangeboten zu kaufen sein wird. Und denkt in diesem Zusammenhang an die Notwendigkeit der Einführung des Mindestlohns durch die SPD. Danke!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wird kälter, wa?!"
- "Kannze wohl laut sag'n."
- "Besonn'ers nach's, wa?!."
- "Kehr Kalle, da is' dunkel, da happ'ich die Döppen zu, da lieg ich unter mein Plümmo, da is' mich dat soooo'wat von egal."
- "Wat is' mit'ti Orgassmuss-Sockens die'ße strick'n wollz?"
- "Happ'ich doch längs', Kalle."
- "Zeich?!!"
- "Getz nich'! Abba sie'ße denn nich' der beständige Glanz in die Augen von mein Gerda und merks'e nich' meine staake Zufried'nheit  in mich selps' in'ne letze Zeit? Dat'is allet von die Sockens, Kalle!"
- "Kehr, erzähl schon Heinz. Sach'ma wie dat allet geh'n tut?"
- "Getz nich Kalle. Wir sin' hier noch sozesag'n in'ne Öff'ntlichkeit. Abba ich könnt' mich voarstell'n dat nach'ne halbe Pulle Assbach die Öff'nlichkeit wech is'!!"
- "Dann geh'ich ma' flott nach'e Bude, Heinz, um den Zaubertrunk für umm'e Öff'nlichkeit für zum wechmach'n zu hol'n."


11.11.2014 Die Ausbeutung des Kumpels in Alstaden und Heinz klärt Kalle darüber auf, dass in der Flaßhofstraße schon die EU-Richtlinie 'Einschlitztoaster' praktiziert wird


Gedenktafel im Park an der Behrensstraße
Protegohaube im Park an der Behrensstraße


Die Zeche zahlen immer die anderen. Damit ist eigentlich nichts Gutes gemeint. Obgleich es ja zuächst so scheint: Man selbst verzehrt und ein anderer zahlt. Ist doch gut, oder? Genau so war's hier in Alstaden mit der Zeche Alstaden. Aber hier zahlte der Arbeiter, der Bergmann, der Kumpel die Zeche. Und er zahlte sie exakt 116 Jahre lang, von 1857 bis 1973, in etwa 650 Meter Tiefe oder Teufe, wie es auf Bergmännisch heißt und auf dem abgelichteten Schild zu lesen ist. Er, der Bergmann, zahlte sie mit seinem Leben - diese Zeche -, mit seiner Arbeitskraft und zuletzt mit seinem Arbeitsplatz. Die RAG (in englischer Sprache bedeutet "rag" = Lumpen) ... also diese Lumpen der ehemaligen Ruhrkohle AG vernichteten die Arbeitsplätze der Kumpels. Richteten sie zu Grunde, stürzten sie in die wirtschaftliche 'Teufe'. 
Aber die Kumpels und mit ihm die Alstadener richteten sich wieder auf. Sie er-richteten mit Hilfe der Bürgerring-Initiative Wohnsiedlungen über den ehemaligen Bergwerken. Und ver-richten seit dem Niedergang des Bergbaus nun zeitgemäße Arbeiten und Handwerke. Die letzten Zeichen der früheren 'flammenden' Liebe zum Bergbau, der so viele Arbeiter kläglich ernährte und nur Wenige (die Bonzen & Politiker) reich machte, sind die Protegohauben (siehe Abbildung) auf den Wiesen über den still gelegten Schächten. Die Bergwerkbesitzer verzehrten den Profit - und der einfache Kumpel zahlte deren Zeche mit der Währung: Lunge. Staublunge
Mit einigen dieser betagten Kumpels kann man sich heute noch im Wilhelm-Meinicke-Haus an der Behrensstraße über den Niedergang des Kohlebergbaus in Alstaden unterhalten. Und man hört ihre geschädigte Lunge rasselnd dazu "Glück auf" auf dem Bergarbeiter-Emphysem pfeifen. Dem einzigen Instrument, das jeder Kumpel ganz ohne Übungsstunden nach ein paar Jahren unter Tage wie aus dem 'effeff' beherrschte. 

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat is' mit Dein Heizung, Kalle?"
- "Die läuf widder tipptopp. Allet schön wa'm widder an'ne Backens, un' Ulla brauch' in' Haus kein Liebestöter mehr für zum Anzieh'n. Hat auch so sein' Voarteile!"
- "Wat meinze damit?"
- "Kann'ich Dich nich erzähl'n, is zu unanständich."
- "Kehr, sach schon, Kalle."
- "Nä, sach'ich nich'! Du erzähl's mich ja auch nix von Dein Gerda un'ne Oargassmussmussockens."
- "Datt'is' ja für mein Gerda auch zu komperomertierent. Da brauch' ich noch'n bisken Zeit, um dat allet in'ne richtige Wörters für Dein kindlich Gehör zu tun."
- "Ma wat an'neres Heinz. Has'se dat auch in'ne BlödmannsBILD geles'n? Die EU will'ie Doppleschlitztoster appschaff'n. Die soll'n nur noch ein Schlitz ha'm!"
- "Dat ha'm die in'ne Flaßhofstraße schon lang."
- "Wie meinze dat? Schon bevor'e EU dat verlank?"
- "Hömma Kalle, die ha'm da alle nur ein Schlitz für richtich zun' Tosten."
- "Kehr Heinz, has'se da etwa scho'ma'n Toas' verschnabbeliert?"
- "Kla' Kalle, immer Donne'stachs wenn mein Gerda mit Dein Ulla bei die Tuppa-Mädels die Tuppadöskes sortier'n tut."
- "Getz happ'ch kappiert Heinz!! Du bis mich villeich' 'n gewieft'n Bischeck, ey?! Hier has'se 'n Schluck aus mein Flachmann, un Prossatta un' app dafür!"

08.11.2014 Der (Porno)Laubbläser gegen Potenzprobleme. Das Blasorchester in Alstaden und Kalle & Ulla sehen Probleme beim Social Freezing




Herbsterlaubnis. Überall ist es jetzt in Alstaden erlaubt, diese sackigen Säcke rund um Bäume oder auf öffentlichen und sogar lauschigen Plätzen zu platzieren. PlatZieren? Na ja, eine Zierde ist das nun gerade nicht. Irgendwann - aber wann? - werden diese unansehnlichen Laubsäcke dann eingesammelt. Hier steht's auf der Seite der WBO: "Im Bezirk südlich der Emscher am 08.11. und am 06.12.2014. Das Laub ist am Abfuhrtag bis spätestens 7.00 Uhr - frühestens ab 18 Uhr des Vortages- vor dem angeschlossenen Grundstück in Kunststoff- oder Papiersäcke eingefüllt bereitzustellen. In die Säcke darf nur Laub eingefüllt werden."
Also, wie zu lesen, soll das Laub am Abfuhrtag - und das ist ja hier in Alstaden für uns der 08.11.2014 - bis spätestens 7:00 Uhr vor dem Grundstück stehen. Doch die Säcke liegen, wie auf den Fotos zu sehen, schon seit Wochen an den verschiedensten Orten hier in Alstaden herum. Und das natürlich, nachdem all die Laubbläserhooligans tüchtig mit ihrem verlängerten, motorisierten Geschlechtsteil lärmend das Laub verblasen und zugleich damit unsere Ohren & Nerven malträtiert haben. Da kommt dann abends der wackere durch seinen Vorgesetzten geknechtete, kleine, überaus devote Angestellte nach Hause, haut sich 'ne Schnitte und 'n Bier rein und ruft dann - jetzt mit Alkohol im Kopf natürlich wieder viel selbstbewusster - zackig seiner Frau zu: "Du hömma, ich geh'ma eb'n drauß'n ein'n blasen." Und dann gibt er's aber den hilflosen Blättern so richtig!! Und nachdem er sie dann vor sich hergetrieben und unerbittlich zu einem herbstfarbenen Haufen verblasen und sich selbst damit innerlich zum Herrscher über alles ErLaubte gemacht hat, ruft er: "Schantall, komm getz entlich mit der blaue Sack un' pack die scheiß Blätters da rein!" Er selbst ist dazu natürlich nicht mehr in der Lage, da er gerade erst im Kampf mit dem Laub obsiegte und dabei seine gesamte männliche Potenz über sein knatterndes Rohr in den Alstadener Abend geblasen hat. So geht SEX!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat geht app, Heinz."
- "Wat soll schon noch appgeh'n, Kalle?. I's doch schon allet app!"
- "Hömma Heinz, kannze in den Internetz ma' bisken gugglen?"
- "Warum?"
- "Kehr, mein Ulla will wiss'n, ob die Frau'ns, die sich die Eier für späters einfrier'n lass'n, sich a'mds in Bett noch'e Wärmflasche auf der Bauch tun dürf'n, odda opp die Eier's dann widder auftau'n tun un' schlech' werd'n, so dat'ta späters widder nur noch bekloppte Blagens von rauskomm'n?"
- "Mach'ich Kalle, koss' Dich abba zwei Schluck aus Dein Flachmann! Un' frach bloß nich' nach'e OrgassmussSockens!!"
- "Is gebongt, Heinz."

06.11.2014 Kleine Läden und Auswahl in Alstaden und Kalles Hausbesitzer renoviert einfach nicht Haus und Heizung

Flockenfeld / Lickenberg


Flockenfeld/Lickenberg



Wohnt und lebt man in Alstaden, dann hat man sie - wie hier zu sehen - die Große Auswahl. Aber man hat auch die Qual der Wahl. Man geht hin. Der Weg ist fußstapfend & verheißungsvoll vorgezeichnet. Kommt der Großen Auswahl immer näher, steht kurz davor, und sieht ... sieht? ... dass man nichts sieht; nichts, das auszuwählen wäre. Und das ist dann die wirkliche Qual der Wahl; denn wo nichts angeboten wird, da ist auch nichts zu wählen und schon gar nichts auszuwählen. Was bleibt ist der Schein. Und die interessanten Spiegelungen. Die Spiegelungen der eigenen Person und die Spiegelungen der gegenüberliegenden Häuser-Fassaden im blinden Glas der dunklen Schaufenstern, in denen es allerdings nichts mehr zu schauen gibt. Der Rest ist gähnende Leere.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Muss. Un' selps?"
- "Muss auch."
- "Has'se schon'gemerk''? Immer weniger von'ne Lädens hier in Alstad'n. Allet dicht. Sieh'ße?"
- "Stimmp, sach' mein Ulla auch. All die kleine feine Lädens, die'ma an'ne Ecke war'n sin' weck. Immer sieh'ße nur Viddiobudens, Aldi un' Penni un' so'ne große Lädens auf'e Bebel und die Alstadener Straße."
- "Genau, ma eb'n um'me Ecke geh'n, Stück Wuast un' Stück Käs' oder Brot kauf'n un 'n geflecht'n Assbach kannze hier nich' mehr. Un' grad mit mein AOK-Schopper is' dat doch allet so schwer."
- "Hömma Heinz, ma' wat ann'eres; Du hass' doch die Sockens .....?"
- "Kehr Kalle, getz hör' mich entlich mit'ie scheiß Sockens auf. Wenn ich dich dat mit die Sockens un' der Orgassmuss von mein Gerda erzähl'n will, dann tu'ich dat. Abba nich' wennze mich mit Deine Fragerei auf'n Kecks gehs'. Versteh'se?"
- "Nä, dat mein ich nich'. Ich mein weg'n ganz no'male wa'me Mauk'n un'ne Heizung in Deine Bude. Is' bei Dich richtich wa'am?"
- "Ja, ich hap von der Mongtör die Heizung letzens noch einstell'n lass'n, läuf top Kalle. Allet waa'm in' Daa'm!"
- "Siehs'se, un' ich un mein Ulla frier' mich ein' app un' muss alle paa' Wochens de Luff aus'se Heizkörpers lass'n, weil dä Hausbesitzer immer noch der alt'n Heizungskram in Keller hat un' unser klein Häusken nich' vernünftich renneviert un' iseliert!"
- "Du bis doch in'ne Rech'schutz Kalle, geh' zu'n Rech'sverdreher un' mach den Eig'ntümer heiße Mutterklötzkes unter sein' Aa'sch!"
- "Weiß'e ein'n?"
- "Ää'sche weiß'ich ne Menge, brauch'se nur in Rathaus kuck'n."
- "Nä'ich mein 'n Rechtsverdreher?"
- "Geh' zu der Dokter Keller auf'e Mülheimer, der is' auf so'wat spezallisiert!"

05.11.2014 Der gewesene Alstadener und Kalle und Heinz betrauern das frühere Oberhausen


Wenn der Alstadener in die Jahre kommt oder schon gekommen ist, dann schielt er gerne (siehe oben). Wie ein Chamäleon kann er unabhängig voneinander seine Augen auf nahezu diametral entgegengesetzte Dinge richten. Auf das Leben einerseits und den Tod andererseits. Ich würd'mal sagen: Leben links, da fortschreitend fortschrittlich; Tod rechts, da zeitlos konversativ. Und das alles vor dem marmorierten Kohlegestein des untergegangenen und fast schon vergessenen, ehemals blühenden Bergbaus. Ein zartes Pflänzchen "Gute Hoffnung" zeigt sich unterhalb der Totenmaske. Aber worauf? Worauf hoffen? Auf den Heilsbringer für ein abgewirtschaftetes, marodes Oberhausen? O Weh- und Wider-ling!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Kehr Heinz, wat is aus unser Oberhaus'n geword'n? Von Alstaden will'ich ma' ers' ga' nich' red'n?!!"
- "Du sach's'et Kalle! Letzen's auf' Maa'kstraße, da kannze mit'n Schopper Schlalomm zwisch'n de Bettlers un' Kötters fahr'n un' links un' rech's nur die ollen Billichramschlädens. Auf'e an'nere Bürgersteige komm'se nich' mehr an'ne Autos vorbei. Un' Du kuck's nur noch Migerazonsgesich'ers; allet nur'noch Scheiße hier!" 
- "So is'et Heinz. An Berocenter kannze als alt'n Mann a'mds nicht mehr vorbei, da krisse Angs' für Dein Leip un' Leb'n un' sogaa' für'e eig'ne Olle; besonn'ers wennze Am Förderturm geh's, da sieh'se nur noch' die Paselacken rumlauf'n."
- "Hömma Kalle, ich möch' der Tag nich mehr erleb'n wo'se dich nich mehr übber'e Bebel zu den Kleine-Natrop un' übber Flockenfeld zu'e Flotte trau'n tus'."
- "Komm' lass los'ziehn. Schiep mich zu'n Natrop; ich will bei Muschels, Bier un'n Koarn die fiese Welt vagess'n!"
- "Wat'iss mit die OargassmussSockens Heinz?! Erzähl ma' entlich!!"
- "Später Kalle .... bisken muss'e noch wa'ten. Die Wirkung von die Sockens an mein Gerda vergess' ich mein Lebtach nich' ... auch nich nach'ne ganze Kanne Assbach!"

31.10.2014 Alstaden wird entsorgt und Kalle will, dass Heinz der Marianne Vier die Orgasmus-Socken zur Verfügung stellt

Heiderhöfen / Amboßstraße
Heiderhöfen / Amboßstraße

Man sieht es ganz deutlich: Alstaden wird schöner. Und im Nachgang zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die langjährige, ehrenamtliche Vorsitzende des Alstadener Bürgerrings Frau Vier, deren Leitsatz stets war: "Alstaden soll schöner werden, um den Menschen einen angenehmen Lebensraum zu schaffen", könnte man nun sagen, dass WIR es HIER im ReVIER endlich geschafft haben, eine probate Vorrichtung für die hygienische Entsorgung der Beschaffungsscheiße überflüssiger Eigentumswohnungen zu errichten. Gemäß dem oben von Frau Vier zitierten Leitsatz muss "angenehmer Lebensraum" bezahlbarer Wohnraum bedeuten. Darum benötigen wir in Alstaden günstigen Miet-Wohnraum und keine Luxus-Eigentumswohnungen, die zudem den Nachbarn in ihren kleinen, traditionellen Bergarbeiter-Anreinerhäusern zukünftig den Blick verstellen. 

- "Hömma Heinz, wat sach'se zu dä ganze Luxus, der hier in unser Alstaden gebaut wird?"
- "Ja, Scheiße, sach'ich dazu, Kalle!"
- "Ich sach' ja immer, seit die flotte VIER von den Bürgerring in Alstaden hier nich' mehr dat Sagen hat, geht allet der Assbach runner. Is'set nich so, Heinz?!"
- "Da sprich's mir ganz auß'e tiefs'e Kumpels-Seele, Kalle. Abba wat willze mach'n?"
- "Du hass doch die Oargassmuss-Sockens feddich un' schon bei'n Gerda ausprobiert, villeich sollzeste dä Vier 'n paar schenk'n?!"
- "Wieso?"
- "Kehr, die kommp villeich' davon in so'ne staake Stimmung, dat die mit ihr'n Bunzverdienzkreis angedackelt kommp un' sofort de kappetalistichen BauVampire vatreipp!"
- "Dat is' mit'ti Sockens durchauß drin, Kalle."
- "Du wollz mir doch noch die Geschichte mit'ti Sockens un' dein Gerda weiter erzähl'n?!"
- "Hätt'ich schon länks, abba Du Hass'mich ja nich mit mein Schopper in'ne Flotte geschob'n!"
- "Ging doch nich', Heinz, ich hatt'doch Rück'n!"

30.10.2014 Flotte Klemme in Alstaden und Heinz erzählt Kalle die Geschichte von den Orgasmus-Socken weiter


Klemme an der "Flotte"
Wer die Klemme an der Flotte findet, kann sie behalten. Die Klemme. Das ist die berühmte Alstadener Klemme. Und da sie nicht lüstern ist, ist sie weit davon entfernt, eine ganz gemeine, sozusagen ordinäre Lüsterklemme zu sein. Das war jetzt eine Kalauerklemme. Aber die abgebildete Klemme ist einfach - im übertragenen Sinne - die Klemme, in der jeder Alstadener und auch jede Alstadenerin ganz plötzlich, ganz ohne Vorwarnung, ja nahezu schicksalhaft stecken kann: Geldsorgen. Existenzangst. Beziehungsschwierigkeiten. Gesundheitsprobleme. Eben Lebensklemmen, die durch Drücken bewirken, dass etwas zwischen, auf, an, unter etwas festsitzt oder festgehalten wird und sich scheinbar nicht lösen lässt. Es wurde eben einfach beklemmend eng im Leben. Zuweilen selbst verschuldet, meist jedoch unverschuldet. Doch in einer solchen Klemme zu stecken, muss kein Grund zur Beunruhigung sein. Man sieht's - auf dem Foto - an der Klemme selbst, dass es immer einen Ausweg gibt. Genauer betrachtet, gibt es sogar zwei. Einen weniger passablen und darum auch leicht verschwommenen nach unten und einen vielsprechenden, direkt im Focus stehenden und damit auch deutlich vorgezeichneten nach oben. Und den, der aufwärts führt, den nehmen die taffen Alstadener, meist nach einem Bier und einem aufmunternden Gespräch an der Theke vom Kleine-Natrop. Oder eben der Flotte. Auch wenn nicht zu sehen ist, wo er letztendlich hinführt. 

- " So Heinz, getz sim'mer hier bei'n Kleine-Natrop nach fünf Bierken, getz abba ma' raus mit'te Sprache von die Sockens!"
- "Kumma Kalle, dat mit die Sockens wa' so. Ich hatte die feddich und bin damit dann ab'nds zu dat Gerda un' hap'zu die gesach': 'Gerda, Du hass' mich versproch'n, die Sockens nachts in Bett anzezieh'n, wenn ich'se feddich hap', un' ich hap'se feddich!!."
- "Un' wat hat'se gesach', Heinz?"
- "Vasproch'n is vasproch'n, hat'se gesach'. Gip mich die Sockens, hat'se gesach'. Ich zieh'se heut Nach' an, hat'se gesach'."
- "Un'??"
- "Kehr Kalle, ich brauch er's noch zwei Biers."
- "Getz abba weiter, Heinz!"
- "Gerda hat'se an'ne Füße un' is' damit in'ne Pofe. Ich bin noch in mein Schopper vor'e Glotze."
- "Abba Heinz, Du wollz doch kuck'n wat passiert. Warum bis'se denn nich auch in'ne Pofe?"
- "Weil mein Gerda imma zuers' geht! Dat wär sonz aufgefall'n. Ich sitz also, in Wohnzimmer in mein Schopper, da hör'ich ....."
- "Wat hör'se, Heinz, nu sach' entlich!"
- "Ich brauch unbedink noch zwei Koarn, Kalle!"
- "Hier has'se. Getz mach'abba!!"
- "Kehr Kalle, ich kann'ich, dat is' einfach ..., ... Du, dat is'... äh ...  nä, Kalle, dat geht getz nich'. Ich erzähl Dich morg'n in'ne Flotte allet. Ährlich ... nach 6 Bier auf Dein Deckel."
- "Vasproch'n??"
- "Vasproch'n, Kalle!!"

29.10.2014 Der Kuckuckskürbis in Alstaden und Kalle hätte fast die Orgasmus-Socken-Gechichte von Heinz gehört

In der Siedlung an der Behrensstraße
Zurzeit ist Kürbiszeit. Man siehts aller Orten. Der prachtvolle Kürbis liegt. In Vorgärten. In Gärten. Auf Mauern. Vor Haustüren. In Fenstern. Und er liegt, wenn man ihn denn falsch zubereitet, zuweilen auch schwer im Magen. In Alstaden scheint es jedoch noch einen ganz besonderen Kürbis zu geben. Sozusagen einen Sonderkürbis. So eine Art Kuckuckskürbis. Ein Kürbis, der gesponsert vom Deutschen Fußballbund gezüchtet, vermarktet durch diverse Sportartikelhersteller und von mediengeilen RTL-Sportmoderatoren in Alstaden nächtens und furchtbar heimlich platziert wird, um sich wie das berühmte Kuckucksei zwischen den ganz gewöhnlichen Kürbissen breitzumachen. Dieser Kuckuckskürbis, wie er oben auf dem Foto zu sehen ist, überlebt und verdrängt seine ehrlichen, köstlichen Artgenossen immer mehr. Er wird jedoch darum zur Strafe ganzjährig von aufgebrachten Alstadenern solange über Rasen, Schotter, Asphalt, StraßenPflaster und Wasser geworfen und mit Füßen getreten, bis er endlich sein wahres Wesen zeigt. Zu erkennen ist er unterjährig daran, dass er zumeist sein Heil als Rundes im Eckigen sucht.

-"Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Macht der Blutdruck?"
- "Drückt!"
- "Un' wie is' mit dein Darmgedöns, Kalle?"
- "Drückt auch, furz' un' stink'!"
- "Hömma Heinz, Du wollz mich doch von die Oargassmusssockens erzähl'n. Die hass'e doch getz feddich gestrick'?!"
- "Ja, happ'ich! Alladinx!"
- "Un'?"
- "Die wirk'n!"
- "Auch bei die Gerda, Heinz?"
- "Jo, sogaa' bei die Gerda!"
- "Kehr, erzähl' schon, Heinz!"
- "Bei solche Sachens genieß' dä Schentelmään un' schweich'."
- "Sach'ma' Heinz, willze mich getz verarsch'n?! Du hass' mich versproch'n, mich dat zu erzähl'n."
- "Ich erzähl' Dich dat ja auch, Kalle, wennze mich getz mit mein AOK-Schopper nach'n Kleine-Natrop schieben tus'."
- "Darf'se denn widder raus mit'n Schopper?"
- "Klaa'. Gerda hatt'och gesach', wenn ich feddich bin mitti Sockens bin, krich'ich mein Schopper widda. Kuck, da steht'er in'ne Ecke. Also nix wie hin nach'n Kleine-Natrop!! Fünf Bier auf Dein Deckel un' ich red' wie dä Dieta Thomas Heck!"

28.10.2014 Punkt 24 Uhr auf dem Friedhof und Kalle und Heinz wollen Geister werden

Vermessungspunkt auf dem Friedhof Alstaden
Punkt!! Da ist er. Der Punkt. "." Der Vermessungspunkt. Mitten auf dem Alstadener Friedhof zwichen Flockenfeld und Heiderhöfen ist dieser Vermessungspunkt so vermessen, einfach auf dem herbst-rauen Boden dort herumzuliegen. Meist unbeachtet von den andächtigen, grabpflegenden Friedhofbesuchern. Aber zur mitternächtlichen Stunde ist er sehr geschätzt von den in Ewigkeit Ruhenden zur Orientierung im raumzeitlosen Universum ihrer fortwährenden Abwesenheit. Hier treffen sie sich. Die ruhelosen, halloweenen Geister, um des Nachts ihren verwesenden Schabernack zu treiben und um immer wieder erneut zu versuchen, die unmöglichen Eckpunkte der unbegreifbaren Ewigkeit zu vermessen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Macht der Blutdruck, Heinz?"
- "Zu hoch, Kalle."
- "Hömma, an'ne richtige Stelle, kann so'n ordentlich'n Blutdruck doch ganz schön sein?!"
- "Wie meinz'e dat, Kalle??"
- "Kehr Heinz, bis'su schwer von Kappee. Ich mein' an Dein Moppet! Da 'n or'ntlich Druck un' app dafür!!"
- "Ja, abba genau da happ'ich dä nich', dä Druck. Da is'ser hängelich, schlappich, niedrich."
- "Wo has'se der denn?"
- "In'ne Pumpe un' in Kopp."
- "Un' wat sach'der Dokter, Heinz?"
- "Kein Assbach! Kein Stumpen!"
- "Un' getz?"
- "Wat: Un' getz, Kalle?"
- "Kehr, wat mach'se getz, Heinz?"
- "Assbach! Un' Stumpens! Dat mach'ich!!"
- "Un' wennze davon stirps'?"
- "Dann bin ich alle, Kalle!!" 
- "Kumma, wir machen dat so Heinz: Ich sauf weiter für mein prognosziert'n Leberschaden un' Du für Dein Schlaganfall. Un' wenn wir dann in'ne Kiste auf'n Alstadener Friedhof lieg'n, treff'n wir uns nach's als Geisters an der Vermessungspunk', zieh'n durch Alstaden, un' erschreck'n die geile Keulens, wenn die mit so'n lufftich Püschama in'ne Pofe lieg'n."
- "Abba Kalle, ich kann doch nich um'me Häusers zieh'n, ich bin doch ap der Pinnockio appwärz gelämp, un' der Schopper kommp' doch nich' mit in Grap?!"
- "Kehr Heinz, alz Geist tu'ße doch schweb'n. Da brauchs'e kein AOK-Schopper mehr. Da brauchs'e nich'ma' Füße! Da schwep'se, un' schwep'se, un' schwep'se ... wie auf Wolke sieb'n!"
- "Kalle, Du bis'n echt'n Kumpel. Tu mich schnell 'n Schluck von dein Flachmann für zum Üb'n von schön sterb'n."
- "Wat'iss ein'tlich mit'ti Oargassmusssockens, Heinz??"
- "Happ'ich feddich, Kalle. Erzähl'ich Dich die Tage!"

25.10.2014 Das Flottenfahrrad und Heinz hat Angst vor Ebola und Kalle dichtet dagegen

An der "Flotte" am Stubbenbaum


Es gibt ganz, ganz gewiefte Alstadener. Hier ist wohl einer von den Gewieften in der "Flotte" am Stubbenbaum eingekehrt. Damit ihm sein tolles Fahrrad nicht geklaut wird, während er gerade für die Weiterfahrt ein, zwei Schlückchen Energie tankt, hat er sein Fahrrad nicht nur an den Schildermast gekettet - nein!- er hat's zusätzlich auf den Kopf gestellt, damit es niemand als Fahrrad erkennt und ihm zugleich das Hinterrad amputiert. Man kann in die Flotte auch einfach so: Ohne Schiff, ohne Fahrrad und auch ganz ohne Grund ... nur um nette Leute zu treffen, mit ihnen zu reden, mit ihnen zu essen und um mit ihnen zu trinken ... mal weniger ... mal etwas mehr.

- "Kehr Heinz, has'se noch immer nicht die OrgasmussSockens feddich gestrick'?"
- "Nä Kalle, dat Sitz'n hier in'ne Bude auf den klein Soffa macht mich ganz kirre. Ich hap an nix mehr Luss'. Sogaa' dä Assbach schmeck mich nich mehr so richtich. Ich muss einfach ma' widder raus in'ne weite Welt von die Flotte, der Kleine-Natrop, der Alstadener Hof, der Filmriss unn'e Flaßhof!"
- "Abba dein Gerda hat doch gesach', wennze mit Strick'n feddich biss, krisse Dein Schopper zurück un' darfs widder raus. Nu tu'ma entlich, Heinz!"
- "Abba et gelink'mich nix ... un' getz auch noch Ebbulla bei uns. Hasse in Fern geseh'n, Kalle? Da hat'uns so'n Schwatt'n Ebbulla hier in unser Stadt gemach'. Nä, Kalle, ich hat in den Pütt nich' soviel Angs' vor dat Schlagwetter wie getz hier auf meine alt'n Tage vor dat Ebbulla!"
- "Hömma Heinz, dat is' doch vorbei. Dat wa' doch der falsche Alarm von den Alarm. Der Schwatte hat nur der Dünnflitsch gehapp'."
- "Woher weiße dat Kalle?"
- "Von der Werner auß'e Daimler ... weiß'e der fliegende Pläboi, dä King von die 1 Euro-Lädens!"
- "Kannt' der Werner denn der Schwatten?"
- "Bestimmp! Der Werner kennt'se alle, un' der Werner weiß allet. Wennze dä Werner wat fragen tu's, dann weiß der dat schon, bevor'se der frachs'! Weiß'e dä sacht doch in'ne Kneipe auch immer dä schöne Spruch: Is wat Dünnflitsch in dein Mag'n, is' Dich mau an solche Tag'n"
- "Is dat auch'n Dichter? Wie Du, Kalle?"
- "Ja Heinz, dat is der ... noch besser als wie ich. Hömma, ich muss da ma' unbedink widder Ein'n rauslass'n. Ich hap da'n neuet Gedich' auf dat Ebbulla!"
- "Lass'et raus, Kalle. Lass'et einfach raus!!"
- "Dann hömma zu, Heinz:

Bis'se ma in Affrika,
pass Dich auf mit Ebbulla!
Bis'se an Himmalaja,
krisse ganz leich' Schneebbulla.
Bis'se dann bei Edeka,
sieh'se meine Olle da bei Kauf'n von Kotzmetika.

- "Dat is' aa'sch tiefgründich, Kalle. Wirklich Kalle!! Ich bin so ergriff'n, dat ich sofort 'n Schluck aus Dein Flachmann brauchen tu."
- "Hier has'se, Heinz, un' nimm' tüchtich!."
- "Prossata Kalle, auf Ebbulla un' alle!"





22.10.2014 Die Katze auf dem heißen, alstadener Dach und Kalle will, dass der gelähmte Heinz Heinz läuft wie seine Nase

Zu sehen in der Kuhle Alstaden
Die Katze auf dem heißen Blechdach. Na ja, die ist es nun eigentlich nicht. Denn das Dach ist kein Blechdach und die tönerne Katze war sicherlich nur heiß während des Brennens im Herstellungsprozess. Es ist eine schlichte Giebelkatze, die wohl nur die Vorliebe des Hauseigentümers für eine bestimmte Tierart anzeigt. Oder eben den sonst gebräuchlichen Feuerhahn oder die Pferdeköpfe auf dem Giebel ersetzen soll. Die Katze - so sagt das amerikanische Sprichwort - springt erst, wenn das Dach überhitzt ist. Wollen wir hoffen, dass das bei diesem Haus nicht der Fall sein wird und ein Feuer- oder Rauchmelder rechtzeitig vor dieser Gefahr warnt.

- "Tach Kalle."
- "Tach Heinz."
- "Hömma Kalle, war'se auf der Stammtisch von den Bürgerring übber Ennergi bei den Kleine-Natrop?"
- "Ja, wa' ich."
- "Un' wie wa'?"
- "Stink'langweilich. Wa' wat für'e Hausbesitzer's unn'e Vermietung. Für uns mit unsere klein' Häuskens hat dat nix gebrach'. Dat einzich Jute wa', dat'ich bei den Kleine-Natrop ma' widder so'n richtich leckeret Bierken trink'n konnt'!" 
- "Kanntes'se denn wer von die Leute da?"
- "Nä, nur dä Kassens un' die Vier."
- "Hömma Heinz, ich frach Dich nich' nach'e Orgassmusssockens ... abba ma wat ann'eres. Has'set dat inne BILD von den gelämpte'n geles'n, dä widder lauf'n kann?"
- "Wie dat, Kalle?"
- "Die ha'm den auß'e Nase so'ne Zellen in den sein Rücken geflanz', un' da konnt dä widder geh'n, versteh'se?"
- "Du erzählz' mich villeich'n Scheiß, Kalle!" 
- "Nä, steht'doch in'ne Bild. Kumma, ich glaup', dat is' so: Wenn dem sein Zinken wegen der Schnupf'n läuff', un die dann genau in diese Moment, diese spiziellen Zellen auß'e Nase direck' in sein Rückenmaa'k flanz'n, dann läuff dä ebendt auch widder wie'e Nase. Versteh'se?!?"
- "Kehr Kalle ... Du bis doch manchma' wierklich den Blödmann sein Gehilfe. Wenn in'ne Blödzeitung BILD morg'n steht, dat der Gelämp'e getz auch mit'ie Zeh'n seine eigene Käsemauken riechn'n kann, dann glaupse dat auch, wat!?!!"
- "Ich dacht' doch nur dat wär'ne Schanxe für Dich, Heinz, wennze durch Deine Nase widder lauf'n könnz?!"
- "Klaa' Kalle, dat wär unfassbach assbach!"

17.10.2014 Helle Köpfe in Alstaden und Heinz erklärt Kalle das Stricken

Charlottenstraße
Der Alstadener hat's nicht nur im Kasten, er hat's auch auf dem Kasten. Und zwar eine Birne. Eine Glühbirne. Mehr noch: Eine Weltglühbirne. Es sind eben die hellsten Köpfe, die in Alstaden leben. Es sind die Weltstadenköpfe. Köpfe, die vor vielen Jahren geschwärzt aus den Gruben, dem Pütt, der Zeche an's Tageslicht kamen und die später dann die Zeche für ihren unermüdlichen Einsatz unter Tage mit dem Verlust ihrer Arbeitsplätze zahlten. Die Elektrifizierung und die Erzeugung sowie Bereitstellung der Energie für Industrie und Haushalte schritt rapide voran, ohne dass es noch im gleichen Maße der Kohle aus dem Ruhrgebiet bedurft hätte. Der Kumpel wurde zur Notdurft der Energiewende in den 70er Jahren: ausgeschieden und abgespült von Politik und Kapital. Aber: Der Alstadener hat's auf dem Kasten .... wie man auf dem Foto sieht ... & so wird's auch bleiben!

- "Hömma Heinz, wat ist mit'ti Orgassmusssockens?"
- "Kehr Kalle, hap ich dich doch schon gestern gesach'. Ich bin dran. Ich kann'ich hex'n, verdorrich noch'ma! Dat Stricken is ga' nich' so einfach."
- "Wieso? Ich seh' mein Ulla immer so mit die Nadelns in'ne Luff' rumfumnmeln, dat sieht ganz einfach aus."
- "Iss'et abba nich'. Manchma' fällt Dich'ne Masche ........ und .... "
- "Ah, versteh', un' du musse dann such'n gehn?"
- "Nä Kalle, da musse nich' suchen geh'n. Die fällt dich nicht runner auf'n Teppich. Dat is' so'n winzich Schläufsken hier an Wollfad'n un' wenn'ze dem nich' richtich erwich'n tus', is' dat Schläufsken wech. Un dat heiß', dat die Masche gefall'n is. Dat nennt'ma' einfach so."
- "Sach bloß Heinz. Für immer? Is dat Schläufsken für immer wech?"
- "Kumma hier Kalle, so .... sieh'se ... man muss dann widder 'n neuet Schläufsken mach'n un' immer so weiter. Von eine Nadel zu die an'nere. Hasse kappiert?"
- "Dat is ja schlimmer alz'e Wäsche in Keller aphäng'n!"
- "Kannze woll laut sag'n, Kalle."
- "Hömma inne Bild is' widder so ne blöde Frage."
- "Un' wie heiß'die?"
Macht Google Glas süchtig?
- "Wat'n Quatsch, Kalle?! Ich gu'gel imma mit mein Zahnpasta Glas un' der Ress' von'ne Zahnpasta. Abba da bin ich nich' von süchtich. Dat einzige Glas nach den ich süchtich werd'n kann, is'n Schnapps Glas, wenn dat Richige drinne is!"
- "Wo'ße Rech' hass' has'se Rech'. Geht mich wie dich. Abba ich gu'gel lieba mit mein Flachmann. Pros'sata, auf'e Sockens!"

16.10.2014 Halloween in der Alstadener Fahrschule Bison und Heinz probiert eine Orgasmus-Socke an Gerda aus

Fahrschule Bison, Bebelstr. 173, 46049 Oberhausen
Ja aber Hallo,we'en sehe ich denn da fahren? Auf der Bebelstraße. In Alstaden. Kurz vor oder kurz hinter (je nach Fahrtrichtung) der Einfahrt zum Flockenfeld. Grause Gestalten und kauzige Kobolde treiben plötzlich ihr dunkles Fahrgeschäft. Sie drohen mit Saurigem und Schaurigem. Sie wollen bewegen, da Stillstand - wie die "Bisons" ganz richtig sagen - nunmal keine Option ist. Und ein Fahrlehrer geistert durch die Köpfe seiner Schüler, und lässt sie in den Fahrzeugen der Ausbildungsklassen B, AM, A1, A2, A und Mofa das Grauen des nicht nur städtischen Verkehrs spüren. So schön, so gut, so geheimnisvoll. Nur mit der Rechtschreibung hapert's auf der neuen Website zuweilen noch ein wenig. Ein Beispiel: "Mit der Fahren lernen App für die meißten mobilen Geräte kannst du jetzt auch in Bus oder Bahn lernen." Tja, das freut meißt die meißten am meißten in Buß und Ban. 
Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass Sie trotz all der erwähnten Kobolde und Halloween-Geister sowie der kleinen eben erwähnten Rechtschreib-Fehlerteufel nie in Ihrem Leben zum Geisterfahrer oder überhaupt zum Verkehrssünder werden, wenn Sie bei Bison Ihren Führerschein erworben haben.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Allet klaa'?"
- "Ja muss!"
- "Wat sonz auch?!"
- "Wat is los mit'ti Sockens, Heinz?"
- "Wat soll schon sein, die sin in'ne Mache."
- "Un', has'se schon ausprobiert?"
- "Kehr Kalle, ich hap doch ers' ein feddich."
- "Könnze doch trotzdem bei die Gerda ma versuch'n. Villeich' gibbet ja'n halb'n Oahrgasmuss?"
- " So schlau bin'ich auch. Ich hap mein Gerda gesach: Moisken zieh'ma an op pass'?!"
- "Un, hat'se, Heinz?"
- "Ja! .... se hat!"
- "Un' wat wa'?"
- "Ja, nix, ey!"
- "Übberhaupp nix?"
- "Nä, nix wie immer. Et wa' wie immer, Kalle. Un' als ich sie bei'n Anzieh'n von die Socke so bisken anne Wade rauf bin, hat'se gesach': Heinz, bleib mich mit deine Fingers bloß unterhalp dat Knie, sonz hol ich widder Siechlinde un' dat Pittermäniken raus! Da kannze de Katoffels widder nackich mach'n!"
- "Villeich geht dat auch wiarklich nur mit zwei Sockens, Heinz?!"
- "Bestimmp Kalle, hoff'ich ... kann'ich 'n Schluck von dein Flachmann?"
- "Abba imma, Heinz!"
- "Mach schnell, bevor Gerda kommp!"
- "Hömma Heinz, die hatt'n inne Bild heut widder so'ne blöde Frare."
- "Un' wie heiß' die Frare?"
- " Waa'te Heinz, hap'ich aufgeschrieb'n: Was kann Mann noch mit 3 Promille?
- "Dat kamma sich ja gaanz leich' peantwort'n Kalle!"
- "Un' wie?"
- "Mann kann durch weitere 6 Assbach auf 4 Promille komm'n!"
- "Meinze Komm'n odda meinze Komm'n, Heinz?
- "Beidet! Wenn die Lutsche de richige'n Sockens anhat!" 

14.10.2014 Herbstsensation in Alstaden und Heinz strickt Socken für den Orgasmus der Frauen



Die Sensation. Hier sehen Sie zum ersten - und vielleicht auch - zum einzigen und letzten Mal das berühmte, geheimnisvolle, dunkle, heidnische aber auch verkehrstechnische Alstadener Herbstkreuz direkt im Regenschatten des Hauses  Carl Sonnenschein. Also schauen Sie genau hin. Prägen Sie es sich ein. Berichten Sie Ihren Alstadener Mitbürgern davon. Nehmen Sie es auf in das nervöse, pulsierende Gewebe Ihres herbsttraurigen Alstadener Herzens. Denn in dieser Form und Ausgestaltung wird es nie mehr zu sehen sein.

-"Na, Heinz, wat machen die Katoffels, respecktiewe: wat macht ei'ntlich Sieglinde. Is denn allet papaletti un' popolotti? Hasse der Sack entlich leer?"
- "Un wie ich der Sack leer happ, Kalle. Un' der Kaffee happ'ich auf!"
- "Wat'iss los, Heinz ?"
- "Kehr, mach Du'ma ach' Stund'n lank de Siechlinde nackich, dann sehnz'e Dich auch nur noch nach Pellkatoffels mit' fett'n Herink."
- "Hömma Heinz, wat has'se denn da für lange Nadelns neben Dich lieg'n?"
- "Dat sin' die Stricknadelns von die Gerda!"
- "Willze getz etwa Strick'n lern'?"
- "Genau Kalle, Du hass'dä Nagel ma' widder mitt'n auf'e Birne getroff'n!"
- "Iss'... nich' ... Dein ... Erntz, ey ... Strick'n DU? ... Warum??"
- "Die von'ne BILD stell'n doch immer die blöde Fragens, die'se dann selps beantworten tun."
- "Ja un'?"
- "Ja un'?"
- "Da happ ich zu mein Gerda gesach', gibb' mich ma' von Deine Wolle un' paa Nadelns, mein Moisken, ich will dat Strick'n lern'."
- "Ja un'?"
- "Da wa dat Gerda gaanz gerührt, hat mich dat Zeugs gege'm, hat mich dat mitti die Maschens aufnehm'n un' zwei fall'n lass'n richtich gezeig, un zu mich gesach': Entlich wirß'e vanünftich, Heinz; strick'n is' besser als Saufen un' Sauerei'n mach'n."
- "Un' getz?"
- "Getz strick'ich, Kalle. 
- "Wat stricks'e denn?"
- "Warme Sockens für der Orgassmuss."
- "Un Heinz, hasse schon ein'n von den Stricken bekomm'?"
- "Kehr Kalle, die warmen Sockens un' die warme Füße, dat is' doch für die Frauns ihr'n Orgasmus."
- " Stricks'e die etwa für Dein Gerda, Heinz?"
- "Villeich' ... Villeich'; ... ma' sehn. Gerda alz mein ers'et Versuchskaninch'n! Ich hap' mir vor'enommen getz immer'ne Frage von die BILD zu prüf'n. Abba getz' happ ich kein Zeit mehr, Kalle, getz muss ich an strick'n anfang'n."
- "Un kein Assbach geg'n Zitterhände, Heinz?"
- "Ers'ma nich! Mit den Tatterich kann'ich de Masch'n besser fall'n lass'n"
- "Dann bin ich getz zu mein Ulla un' komm' Morgn ma widder vorbei mit mein Flachmann für zum Zukuck'n."
- "Mach' dat, Kalle."
- "Bin gespann' Heinz, wie dat weiter geh'n tut?! Bis Morg'n dann. Hömma Heinz, wenn dat klapp' mitti Sockens, die warme Füße un' den Orgassmuss an'ne Ischen, kannze dann auch welche für mein Ulla strick'n?"
- "Schon mööchlich, Kalle .... schon sehr jut mööchlich ... Kalle ... abba nur für zwei Pullen Assbach ...., Kalle!!"