30.06.2015 Amt in Oberhausen Sterkrade immer hilfsbereit. Da kann man sich anlehnen, da iss'et gemütlich.

Bahnhofstraße Sterkrade

LEBEN MUSS MAN WOLLEN - NICHT AUFGEZWUNGEN BEKOMMEN!!!!

Trotz des wirklich guten Wetters muss man manchmal einfach zum Amp! Es lässt sich nicht vermeiden. Und man will es auch nicht vermeiden. Es gehört zum schön'n Tach wie der Korn zu'n Bier.
Es gibt im Leben natürlich auch noch wichtigere Dinge als das herrliche Sonnen-Wetter. Und dann ist's ja auch so, dass man das Wetter jeden Tag hat. 
  • Gestern hatte man Wetter
  • Heut man man Wetter
  • Morgen hat man auch widder Wetter
AAAABER … hat man Morgen auch wieder Amp?? 

Man kommt nicht so oft in den Genuss, mal wieder so richtig entspannt vor'm Amt zu stehen; und dat auch noch in schöne Latschen, mit'ne Büchs auf fast Dreiviertel oder jedenfalls mit eine, die modisch schön zum Socken-Zeigen iss'. 

Kehr, kann'ich Euch sagen, Männers in Socken mit Latschen sehen alle Frauens gern

Hier'n guten Tip: 
Wennze die Keulens wiarklich antörnen wills, dann lehn Dich lässig an ein Geländer zum Beispiel in Stearkrade anne Bahnhofstraße, 
  • steck Dich 'n Glimmstengel an, 
  • zeich sie deine Latschen
  • zeich sie Dein töffte Socken, die'se schon zwei Tage träg's 
  • un' kuck'se tief inne Augens
Dann geh'se widder rein … un' schon bisse sooo gut drauf, datt 
  • Dir die OGM gleich mehrere Wohnungsangebote macht. 
  • Dir der Hartmut mal ganz persönlich auf die Schulter klopft. 
  • Dich noch gleich beim Horst vorbei schickt und 
  • Du dann endlich zufrieden anne Ecke in 
  • Deine Stamm-Kneipe zu 
  • Dein verdientes drittet, frühet Bierken kommps.
UND ERST DANACH KOMMT BUNTES TREIBEN UND LEBEN IN OBERHAUSEN IN DIE INNENSTADT. 

Na, was wohl ... buntes Treiben auf UNSERER Marktstraße!!

DENN DIE BISCHEKS VON DEN JOBCENTER HABEN DICH ENDLICH DAT GELD ÜBBERWIESEN. MENSCH DU: DAT ISS LEBEN!



29.06.2015 Schön Wetter, schön bunt, schöne Figürchen, schöner Spielplatz direkt an der Marktstraße in Oberhausen

Gegenüber vom Extrablatt

HUNDE-EIS-WETTER-LECKER

Hier sieht man gleich, was das Wohnen für uns ALLE - die Großen & die Kleinen - in Oberhausen für uns lebens- und liebenswert macht und machen kann. 

Bei herrlichem Wetter durch die Straßen streifen, sich ein wenig umsehen, vielleicht einen 
  • Espresso oder ein 
  • Wasser oder ein 
  • Bier oder einen 
  • Wein 
… direkt nebenan im EXTRABLATT trinken … in die strahlende Sonne blinzeln und ein paar Worte mit einem lieben Menschen wechseln (denn an einem solchen Tage sind fast alle "lieb") … 
  • und exakt das ist das Leben hier im Zentrum von Oberhausen
  • und der "wirkliche", der "Ur"- Oberhausener, spart sich dann auch gerne ...
die beschwerliche Reise zu irgendwelchen fernen Stränden oder Bergen oder auch den ins Centro. 

ER, der Oberhausener, ist hier .. und ER weiß es und darüber kommt sogar HEINZ ins Philosophieren ….

"…. Kehr, ich sach ja immer … nix iss' so schön wie schön Wetter, wenn schön Wetter iss' … un' nix iss schöner in Obberhausen wie wennze schön Wetter in Obberhausen hass' mit schön Wetter dran. 
Kuck'se auf'e Straße, hasse schöne Frauns mit schöne Gesichter un' schöne Obberteile un' schöne Unterteile. Hass'n schön' Blick auf nackiche Beine … Unterbeine un' sogaa' Obberschenkels. Un' du hass inne Straße meiss'enz schön Gesichter mit eine schöne Freundlichkeit drinne.
Draußen hasse schöne Tischkes. Hasse schön Eis auf'e Tischkes odder wat zu'n Trinken. Männer sind auch getz manchmal schön abber off' nich' so schön wie Frauens. Die sin' mich lieber … un' ich spür auch kein Lähmung mehr inne Beine un' dat Schöne geht direkt mit eine Musick in mein Herz'n zu'n Tanz'n ... "

ABBER GENAU BEI DEN WETTER MERKSE IN OBBERHAUSEN ISS ALLET IN LOT UN' UND WÄR ICH NOCH PAAR JÄHRKES JÜNGER DANN AUCH SENKRECHT!

Un' getz'n Pilsk'n auf'n Ballkong. "Gerda lass der Putzlapp'n falle un' komm bissken bei mich bei … ganz ohne HinternGedankens …"

28.06.2015 GastrO … nur lecker iss' in Oberhausen bei schöne Männer und schöne Frauen in schön Glasbier-Geschäft

Wehrstraße


Kommse Rein …tjes, kannze Raus … 'tjes ... KUCKEN. Will man aber eigentlich gar nicht. Wieder raus, meine ich. Und wie man sieht (links auf'm Bild) kann man da, wo's so schön rein geht, offensichtlich ganz gut essen, bevor man wieder raus geht. 

Da guckt der Mann von (SonntagsTurnSchuh)Welt in seine DreiViertel-Lange schnell noch mal nach: 
"Kehr, wat hab'ich denn noch ma' zu mich genomm' …. ?? - muss'ich gleich' in mein' eiFon tipp'n … wat wa' dat noch? … Pommes-Schranke un' KörriWuarst?! … Ach nä, ... hömma, dat war doch heut Morg'n kurz nach'n Fühstüx, hömma, getz wa'dat doch den Fillee von den Rint ausse Argentinier-Pampa … nur 400 Gramm mit schöne Bratskartöffelskes auf der grüne gesunde Blätterspinat mit lecker Sose mit schön schaa'f dran … un' dann noch der Fruch'becher un' die sieb'n Köpis … na, da wa' der Vatter entlich runt un' bissken satt! … kehr, getz schnell na' zu Haus … nä, nich auf'e Mutter … auf mein Soffa … bissken träum' von die Keulen von Bietsch-Wolle-Ball … mit ihre knappe Höskes un' so … un' danach 'ne volle Mütze Verdauungx-Schnarch"

Nä, der auf'm Bild kann nie'n Oberhausener sein NIE!!!! .… höchsens … abber auch aller höchsens 'n Gelsenkiarchner … Denn die Oberhausener Männer sind: 
  • muskulös an den Bizeps, 
  • ha'm' Oberkörper von den Terminator, 
  • sind schlünx anne Hüfte, 
  • schlaunnx an den Bauch, 
  • schlinx an Doppelkinn … abber …?? … abber 
  • hab'n Rohr wie'n Siffong … 
un' wenn'er sein Schnübbelsken in ihre Skin to Skin von Aldi sieht, dann kriech die Krümmung glatt 'n aufrecht'n Gang … schöne Männers hier für schöne Frauens. .. Nur in Oberhausen.

Aber jetzt mal bisschen Ernst. Oberhausen hat eine wunderbare und zum Teil edle GastrO-Szene zu angemessenen Preisen … und das nicht nur an der Promenade beim CentrO.

Mudder Vadder Kinders Frauens Männers Ommas Oppas Lutschen Luddels Lesben Schwule Onkels Tantens … schnappt Euch Eure …. Tantens Onkels Schwule Lesben Luddels Lutschen Oppas Ommas Männers Frauens Kinders Vatter Mudder .. und geht'ma widder lecker essen!!

27.06.2015 Street-Soap in Oberhausen: Gute Straßen-Schlechte Straßen. WBO hilft kriechen.

Homepage WBO


Recht ham'se! Pflege Brauchen'se. Wer will das bestreiten? Oder wer hätte das je ernsthaft bestritten. Dass gute Straßen: 


  • wichtig und 
  • richtig und 
  • sicher und 

für uns Oberhausener angemessen sind?

NIEMAND. Jedenfalls niemand von uns, die wir hier leben & wohnen & spazieren & fahren, und zwar an und auf diesen Straßen.

Aber wie so oft klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit einen klaffige Klaffe. Und nicht nur die klafft … es klaffen auch
  • Löcher in den Straßen, 
  • Risse in den Bürgersteigen, 
  • Stolperstellen im Straßenpflaster.
Und täglich nehmen sie Teil an dem spannenden aber auch gefährlichen Motor- & Muskel-Cross, der freundlicherweise ohne Starter-Gebühr von der Stadt Oberhausen veranstaltet wird für die:
  • Ommas & 
  • Oppas & 
  • Schopperfahrer& 
  • Rollator- &
  • KinderwagenSchieber.
Und man kann versuchen etwas an den Missständen zu ändern. Man schreibt sie einfach an, die WBO, und wartet ein Weilchen und irgendwann geschieht etwas ….. oder auch nicht. Heinz Koslowski hatt'et gleich ma' getan, und zwar weg'n die hier:

Bebel-Bürger-Unsteig
  • Un' Heinz, hattet wat gebrach'??
  • Kann'ich noch nich' sagen'n, Kalle.
  • Wie hasse die denn geschrieb'n?
  • Mit'ne Mähl natürlich!
  • Wie dat? Du hass' doch ga' kein Komputer!
  • Kehr ich hab'n Brief gemacht un' "Alz ein Mähl" drauf geschrieb'n! Un' dann im Briefkast'n.
  • Hasse auch 'ne Briefmaa'ke drauf?
  • Quatsch Kalle, Mähl geht doch ganz ohne ... weiß'e dat immer noch nich'!
  • Dann kommp dat bei die WBO villeich ga' nich' an!
  • Dat iss' mich egal. Dier Haupsache iss doch, dat ich alz ein Obberhausener ma' so richtich aktiv wa'!!

Hartmut Schmidt gibt Handy-Betrug zu .... und sieht sich selbst als unverantwortlich

Das Schmidteinander ehrenwerter Männer (Symbol-Foto)
Da sitzen sie die GLORREICHEN VIER (na ja, einer iss' nur'n Rechtsanwalt) und versuchen mal wieder kein Wässerchen zu trüben. Und natürlich sieht sich der Stadttochter-Vater, Hartmut Schmidt, ohne Schuld. 
  • Nicht wissen
  • Nicht denken
  • Nicht kontrollieren
  • Nicht schuldig
Was soll er auch verschuldet haben, der Hartmut Schmidt, wenn er doch wie der berühmte "Hase" von nichts wusste? Aber wie steht's geschrieben in der Geschäftsordnung der 100-prozentigen Stadttochter OGM: 
"Die OGM verfügt über ein Controlling, das als Stabsstelle bei der Geschäftsführung angesiedelt ist."

AHA ... die Stabs-Stelle der Geschäftsführung?! - Wer is'n dat??

Die Stabsstelle der Geschäftsführung sind laut Organigramm der OGM: Hartmut Schmidt und Horst Kalthoff (beide SPD)

Also haben die zwei Herren (Höfer/Schmidt) von der OGM in Verbindung mit Jürgen Schmidt von der Stadt (eine ziemlich verSchmidtste Brüderschaft) nun verdammt noch mal die PFLICHT nicht NICHTS zu wissen, sondern sich zu kümmern und ETWAS & fast ALLES zu wissen. Und sollten sie dies alleine intellektuell nicht schaffen, so habe sie kompetente Mitarbeiter einzustellen, die dann für sie wissen und ihnen berichten.

Aber das, was da berichtet wird, muss von den drei "Koniferen" auch verstanden werden. Und wenn sie es nicht beherrschen - dieses Verstehen - dann sind sie fehl am Platz!!

WER ZAHLT UNS BÜRGERN DENN JETZT DIE IN DEN SAND GESETZTEN MINDESTENS 720.000 EURO????

Die Frage ist leider eine rhetorische, denn sie lässt sich gleich mit der Fragestellung beantworten. 
  • Niemand zahlt sie uns! 
  • Wir Oberhausener Bürger zahlen sie selbst! 
Und wir zahlen an Hartmut Schmidt dieses Jahr wieder ein Jahresgehalt von ca. 200.000 EURO, an Horst Kalthoff, einen Beamten der Stadt Oberhausen, ca. 110.000 EURO. Die Gehälter von Alexander Höfer und Jürgen Schmidt entziehen sich meiner Kenntnis.

Festzuhalten bleibt: 
Die Herren leben von unseren sauer verdienten Steuergroschen sehr gut .... 
  • verlassen die Pressekonferenz, 
  • setzen sich in ihre komfortablen Wohnungen oder Häuser, 
  • machen sich einen Flasche Schampus, ein Bier oder sonst was Leckeres auf, 
  • nehmen ihr iPhone zur Hand 
und lachen sich in einer Konferenzschaltung schlapp über die doofen Oberhausener Bürger, die sich beständig soooo leicht verarschen lassen.

- Wat sach'se dazu, Heinz?!??
- Hömma, da sach'ich nix zu, da kotz' au'm Teppich un' wähl bei den nächs'en Wahl wat radikal anneret!"
- Kein Wunder dat keiner mehr die Pappnas'n von die ettabbelierte Partei'n wähl'n geht!!

25.06.2015 UNSERE ... die am Rande leben ... aber mit Integrationswillen ... und Selbstversorger .. und sympathisch ... und eben UNSERE ...



Zunächst einmal etwa sehr Erfreuliches. Wir wissen nicht genau worauf es zurückzuführen ist, konnten aber in den letzten zweieinhalb Tagen beobachten, dass sich die Rehmer-Trinker-Szene zurückgezogen hat. Vorläufig!?!? Wir hoffen, et bleib' noch'n bissken so. Ansonsten muss wieder etwas unternommen werden. 
Vielleicht haben ja die Mitarbeiter des Ordnungsamtes - wie von Dirk Völpel & Tsalastras versprochen - schon gelegentlich ein Auge auf die Bushaltestelle geworfen … oder es hat sich herumgesprochen, dass über diesen Missstand geschrieben und dies veröffentlicht wurde. 

ABER:

Es gibt auch immer einige, die am Rande der Gesellschaft stehen oder wie in diesem Falle hier: Sitzen! Und das sind, weiß Gott, nicht nur die Flüchtlinge!! 
Gebeugt vom Sammeln des Leerguts gönnt er sich ein wenig Ruhe. Ich habe mit ihm gesprochen und erfahren, dass er 'auf'e Hilfe von den Amp verzichten tut' … und seine mehr als schmale Rente dadurch aufbessert, dass er mit seinem Trolley (meist 'Trulli' genannt) durch die Straßen zieht und Flaschen sammelt. "Ey, gibb' mich ma' der Trulli, Schnübbelsken, ich bin zu die Pullen für zu'n sammeln"!

Aber auch das wird immer schwieriger, weil ihn die jungen Sammler verdrängen. Die sind einfach schneller und wenn er nicht ganz früh unterwegs ist, findet er kein Leergut mehr. 
Ein stiller bescheidener fast zufriedener, alter Mann, der keine Bushalte ungebührlich besetzt, da er sich das Trinken von Alkohol nicht leisten kann und auch nicht leisten will. Un' der off' noch der Dreck wechräump, der die anneren einfach auf'e Straße schmeiß'n tun!"

  • Hasse der gesehn, Kalle
  • Klaa' hab'ich der geseh'n
  • Un'?
  • Un' wat?!
  • Kumma, der sammel't Flasch'n?!
  • Ja, un'?!??
  • Hömma, dann pass auf, dat Du nich in sein Trulli landes'!!
  • Wie'so dat?!?
  • Kehr Kalle, denk'ma bissk'n gaaanz schaaa'f nach!
  • Hömma Heinz … wenn ich'ne Flasche bin, dann biss Du'n Flachmann auf Räders.

Und noch ein Lebenskünstler - kein "ZurLastfaller" - mit positiver Ausstrahlung



ANGST! Angst vor'm Pütt. Und das im Ruhrgebiet. Jedenfalls in 46049 Oberhauen Alstaden.

Püttbrücke Alstaden
Den Pütt in Oberhausen gibbet schon lange nicht mehr. Geblieben sind neben vielem anderen in Alstaden aber - und das auch namentlich - die Püttstraße und die Püttbrücke. Und:
  • Die Enge
  • Die Angst
  • Der Dreck
  • Der uneingeschränkte Bewuchs.
  • Die mangelhafte Ausleuchtung
  • Und die Notwendigkeit
Nämlich die Notwendigkeit, die Brücke nutzen zu müssen, wenn man von der Behrensstraße kommend durch das kleine Birkenwäldchen an der Protegohaube vorbei geht, um entweder einfach nur über Heiderhöfen seinen Weg zum Friedhof fortzusetzen oder - wie die Schulkinder - über die Lickenbergstraße zur Hauptschule zu kommen.
Auch hier sind wieder die gefährdet, die die Schwächsten in der Oberhausener Bevölkerung sind. 
  • Die Alten
  • die Behinderten und 
  • unsere Kinder/Enkel 
auf dem Weg von und zur Schule.

Eine junge Frau erzählte während des Stadtteilgespräches am 22.06.2015, dass sie nachts unter großen Ängsten die unbeleuchtete (die einzelne Laterne ist nicht geeignet, das Gelände genügend aufzuhellen) Püttbrücke passiert habe. 
Aufgang zur Püttbrücke
Die beidseitigen Aufgänge sind gerade jetzt im Sommer mit dichten Büschen zugewachsen, sodass die furchterregende Enge in diesem Bereich noch größer werde. 
Außerdem hielten sich direkt auf der Brücke am Geländer des öfteren Personen auf, was gerade auf Frauen und Kinder, die die Brücke benutzten, sehr bedrohlich wirke. Das Problem verstärke sich dann noch in den dunklen Monaten des Jahres.
Aufgang zur Püttbrücke / andere Seite
Auch hier gibt es also dringenden Handlungsbedarf. Zunächst muss der Bewuchs zurückgeschnitten werden. Und dann ist zu überlegen, ob langfristig die Brücke nicht durch einen ebenerdigen Verbindungsweg zwischen Püttstraße und Heiderhöfen ersetzt werden kann. 

DIE ANWESENDEN VERTRETER DER STADT VERSPRACHEN, SICH DES PROBLEMS ANZUNEHMEN.

Und Heinz .. wat sach'se dazu?? - Du, da kann'ich mich nur wiederholen mit Folgendes:

- "Klaa, kennich die Püttbrücke, Kalle."
- "Un'? Nimmse die scho'ma zum Rübbermachn zum Willi Meinicke-Haus?"
- "Kehr jou! Abber die Aufgänge von die Brücke sin' immer so von Gestrüpp zugewachs'n un voll mitti Hundescheiße. Abenz inne Dämme'runk odder wenn schon richtich dunkel iss', kann ich mit mein Schopper da kaum ohne Mollesse rübber. Immer happ'ich Scheiße an'ne Reif'n odder die verdammp'n Äste von'ne Sträuchers in'ne Fresse."
- "Die Reifens kann Gerda ja widder sauba mach'n!"
- "Kehr, dat glaup'se abber auch nur, Kalle. Gerda sacht immer: dat einzije wat'e kannz Heinzi, du ollen Gesichtsrentner, is' Scheiße nach zu Haus bring'n."
- "Abba Heinz, ich find, irnxwie is' die Püttbrück auch schön."
- "Klaa. In Sommer, wenn'e Säfte widder komm' un' ich richtich Luss auf Schmackes mit Abenzteuer hab, dann stell ich mich mit mein Schopper unten an'ne Brücke ... un wenn die Ulligen dann aus'e Schule an Lickenberg komm, lass'ich mich von die hoch schiebn auf'e Brücke un sau's dann mit einen Karrracho widder runner. Da geht mich die Pumpe un' mein Schopper auf 180."
- "Mensch Heinz, lass dat ma' bloß sein, dat mit'ie Ulligen is' Päddefili!!!"
- "Quatsch Kalle, Päddefili is', wenn die angeblich feine  Herren in ihr'n Bürro fiese Kinnerbilders kuckn tun!"

23.06.2015 Bebelstraße ... Gefährdung der Rehmer-Alkis auf dem Weg zu ihrer Arbeits-Stelle ... gedenfalls 'n Bissken ...

Bebelstraße Nähe Behrensstraße
Da lauert er. Der Tod!!! Für: 
  • Die Alten und Gebrechlichen. 
  • Die AOK-Schopper-Fahrer. 
  • Die Elektro-Schopper-Fahrer. 
  • Die Geh-Hilfen-Läufer. 
  • Die quirligen Kinder. 
  • Den angetrunkenen Spätheimkehrer. 
  • Den torkelfreudigen Nachtschwärmer. 
  • Die alte Omma. 
  • Der alte Oppa. 
  • Der Drahtesel-Reiter. 
  • Die Mamma mit der Kinderwagen und der Baddi.
Und der Tod, die Verletzung das Gebrechen wurde wirklich in diese Straße und die Verkehrsführung mit eingebaut. Läuf'se von die Unterführung stadteinwärts, dann kommste rechts bei einem Unbürgersteig an. Schmaler als 'n Landestreifen auf'm Venushügel bei die Rasier-Lutschen. Gehste oder fährste links, musste aufpassen, dat Du nicht über die versetzten und gespaltenen Bodenplatten stolpers' oder mit den Schopper wegen dem maroden Gehweg auf'e Straße stürzt, um da dann gleich von'em heran nahenden Auto krankenhausreif oder eben "ölü" (= tot auf Türkisch) gemacht zu weden.
Die einzigen, die dort wirklich mit Freude entlang fahren sind die Autofahrer, die sich auf'e Straßen vonne Stadt mal wieder so richtig wie Vettel auf der Rennpiste fühlen wollen. Klasse Kurve. Je nach dem: Bergauf (da kuck'se wie inne eau rouge von Spa im Himmel) oder bergab mit spannendem Unterführungsnadelöhr.
  • Kehr Heinz, datt'iss' Scheiße mitti Straße da.
  • Wen sach'se dat, Kalle?!? Ich bin da letzens fas' mit mein Schopper auf'e Fah'bahn gekipp'!
  • Warum fähr'se nich anders rum?! Übbere Behrens, Fröbelplatz, Heiderhöfen?
  • Bisse beklopp?! Kumma Kalle, ich will von mein klein Häusken inne Nähe von diese Kurve zu den Aldi auf'e Bebel un' soll dann'ne Weltreise mach'n. Dat koss' doch allet Batteri!!
  • Da hasse aufällich Rech', Heinz!
  • Abber et naht eine Hilfe. Hömma, ich war gestern au'm Stadtgespräch un' hab dat die Pollitickers gesach'!
  • Un'?
  • Kehr, die nehm' dat inne Hant!
  • Ährlich?!
  • Hömma, der eine, der mit fas' kein Haar auf'm Kopp hat dat sogaa' auf'n Zettel notiert!
  • Na, dann!

Hier der Beweis mit mein Händi fotteraffiert:
Stadtteilgespräch Alstaden
  • Erklär' mich dat Fotto ma', Heinz?!
  • Inne Mitte iss der Völpel vonne SPD, iss'n ganz Witzig'n. Der sacht grad zu der junge Mann links mit der schöne Bart, datti Straße gemacht wer'n muss! Un' der links betet sofort scho'ma zu sein Gott für'e Penunzen .. soll wenigers alz 'ne Mijohn kost'n. Der Kleine mit die fas' keine Haare auf'n Kopp iss' ein Kämmerling vonne Stadt un' dazu noch ein Apostel für der OB odder so. Der malt grad die Bebelstraße neu auf sein schön Zettel un' freut sich 'n bissken.
  • Un wat iss mitti Frau daneb'n mit dat Grau au'm Gesich?!
  • Dat daa'f ich nich' sag'n, un nich in Fotto zeig'n, weil die zuuu schön iss', um ganz wah'zu sein. Iss abber auch irnxwie SPD, abber in eine geheime Mission für Duschkabinen inne Kuhle. Deswegens dat Grau, die daa'f als eine Frau nich' nackich sein für'e Männers in die annere Kabinen.

22.06.2015 Blasen bis Dir Hören und Säen vergeht, mein Ähren-Kind … unne Wolkens entlich inne Ferne sint …




"Kehr, dat einzige wat de bei den Wetter noch mach'n kannz, iss blasen." 

Aber so war das damals eigentlich nicht. Es war jedenfalls nicht wegen des Wetters. Es war wegen der Musik. Der dicke Helmut wollte auf'alle'Fälle irgendwat mit Musik machen. 

Akki meinte: "Für dich iss an besten, Du spielz auf'e Pauke oder sowat. Fett bisse ja schon; dann hasse noch so'n dicket Dink vor Deine Wampe, un' kannz vonne Seite tüchtich ein'n drauf haun. Da geht'ich auch wat von Dein Schwabbel anne Arme wech!"

Nä, Pauke wollt der dicke Helmut nich'.
- "Dann villeich Posaune?!" , sagte Kaka, "Du furz doch sobieso der ganzen Tach durch'e Gegend." 
- "Da kannze abber ein' drauf lass'n!", sachte Akki.
- "Kehr", sachte Kaka zu Akki, "der Dicke hat letztens so ein zieh'n lassen, dat mich die Gläsers inne Brille verschlage'n sin'!" - 
- "Abber Kaka, Du trägs doch gar kein Brill!!", gab Akki mit seine Flaschenböden vor seine Augen zurück. 
- "Kumma Akki, genau daran kannze riech'n, wie schlimm der fette Kallerienbunker ma' widder gefurz hat."

Nä, Posaune wollte der dicke Helmut auch nich'! 
"Wie wäret denn mit ein Triangel?", schlug Günni vor. "Weiß'e Helmut, dat Ding iss' leich', hat nur ein Ton, macht'n schön' EngelsKlang, un' Du hass' lange Pause in Orchester für'e Bomboms … Un' Notens lesen musse nich' können!"

Nä, Triangel wollt der dicke Helmut auch nich'! Er wollte Trompete. Weil damit die Isralitten ja die Mauers von den Herr Jericho kaputt gekrich' ha'm. Un dat wollt' er auch. Er wollt inne Goethestraße an die alte Ruine so lang inne Trompete blasen, biss die umfiel. Die Mauer, nich' die Trompete! Von alleine. Nur durch'e Töne un' sein Blasen. Un dann bekäm er dat Geld für der Abriss. Un' damit würd'er inne Bude paa Tüten von die Bomboms kauf'n.

Helmut bekam vom Kiwelitz, unserem Musiklehrer und Orchesterleiter also eine Trompete. Helmut übte fleißig und nach ein paar Tagen konnte er schon ein paar Töne dem Dingen entlocken. Akki wollte natürlich auch mal. Weil Akki immer das können wollte, was andere konnten. Aber Akki konnte sich noch so'ne Mühe geben und in die Trompete mit vollen Backen blasen. Aber nix. Kein Ton. Nur so'n langet Blasgeräusch wie man dat aus'm Blasebalg kennt. Er konnt's nicht, weil er die Technik nicht beherrschte. Nämlich das Anblasen des Tons durch das Mundstück. Das wurmte Akki. Mächtich!! Schrecklich!!

Nach'n paar Woche'n war Helmut schon richtig gut und er spielte beständig "Pussi denn, Pussi zum Ständerle hinaus!" (Akki's Lesart des Volkslieds) Wenn man sich der Wohnung näherte, in der Helmut mit seinen Eltern und seinen drei hochscharfen Schwestern wohnte, hörte man immer wieder dieses Lied und sein Trompeten-Üben.
Aber Akki, der es nun einmal nicht verkraften konnte, dass Helmut etwas konnte, was er nicht konnte, sann auf Rache. In der kurzen Pause vor'm Musikunterricht fragte Akki den dicken Helmut, ob er noch einmal versuchen dürfe. 
-"Villeich kann ich dat ja getz?!" 
- "Ja, hier versuch", sagte Helmut … 
-Nö, sagte Akki, doch nich hier, ich nehm die mit auf'n Lokus un' versuch da." 
Nach 'ner Weile kam Akki zurück und gab Helmut die Trompete: "Kehr Dicken, ich kannet einfach nich'. 

Mit stolz geschwellter Brust ging Helmut in die Musikstunde - Orchesterübung. Er sollte Kiwelitz ein paar Töne, die er auf dem Flügel anschlug, nachspielen, um zu zeigen, dass er bereits Fortschritte gemacht hatte. 
Die Bläser standen dann immer seitlich in etwa einem Meter Abstand mit dem Gesicht (in diesem Fall mit der Trompete) zum Musiklehrer. Kiwelitz spielte einen Trompeten-Naturton (das G 1). Helmut setzte die Trompete an seine geschürzten Lippen und blies heftig in das Mundstück der Trompete. 
Erst kam nix. Dann kam Plop. Und dann hatte Kiwelitz braune Flecken im Gesicht. Kiwelitz sprang auf! Mit weit aufgerissenen Augen in seinem hoch-musischen Gesicht stand er angewidert vor seinem Klavierhocker! Und aus den hinteren Reihen des Klassenzimmers tönte Akkis Stimme: 
"Vadammpte Scheiße, abber auch!"

21.06.2015 Bushaltestelle Rehmer Alstaden alles warten .. bloß nicht einsteigen .. gefährdet Ihre Gesundheit ... sitzen bleiben abber auch ...




Die Bushaltestelle. 
  • Sitzen. 
  • Kucken. 
  • Trinken. 
  • Denken. 
  • Träumen. 
  • Traumzeit. 
  • Parken bei Kaisers. 
Mehr will er ja nicht. Und dann muss man sich endlich auch mal über alles informieren. Die Etikette. Wat steht drauf? Denn er möchte ja ganz genau wissen, dat er nich' wat trinkt, dat ei'm schaden kann. 
Die Inhaltsstoffe müssen einfach stimmen. Merkwürdig? Schon wieder Alkohol drin?! Dabei hatte er extra so sehr darauf geachtet. Scheiße. Genau dat wollt'er nich'!!! 
Da muss er noch mal ein wenig nachdenken. Noch'n Schluck. Probieren, ob da auch wirklich Alk drinne ist? Kehr tatsächlich, iss'! Und getz? Wat mach'ich?: "Steh'n lassen? Odder besser ganz schnell austrinken, runner damit! Ratz-Fatz! So schnell, dat dat mein Köarper so schnell ga' nich' merken tut?!" 
ER geht direck ma' rübber zu den Peppino! Ne Pizza auf'e Hand , un' schnell im Gebüsch piss'n ... und dann besser auf'e Bank anne Haltestelle 'n widder bissken nachdenken.
Soooolaaaank bis der Bus kommp ... und widder abfährt ... und widder kommp ... und widder abfährt ... un' dann immer ma' widder test'n, ob in den Alkohol auch wiarklich Alk iss' ... Scheiße man, scho'widder Alk drin ... kehr, dat Leben kann ganz beklopp ansträng'nd sein ....

  • Kehr Heinz, ich kann dat nicht app!
  • Wat kannze nich app, Kalle?
  • Die Dullis, die immer in Bushalte rumhäng'n!
  • Hömma Kalle, wir sin' hier inne Demmekratie, da kannze hänge'n so' viel'ze wills un' wo'ße wills!
  • Kumma Heinz, für Dich iss ja auch egal. Du sitz ja schön in Dein Schopper. Abber ich muss mich mein alte Beine bis in mein Bauch stehn.
  • Nimm Dich doch'n Kämpingstühlsken mit, Kalle!
  • Kehr, soweit kommp'et noch. Die sitz'n mit ihre Pulle auf Bank inne Bushalte, un' ich schlepp mich mit'n Kämpingstühlsken ab. , Heinz, bisse blöd?! Dat iss nich' mehr mein Welt, da iss nich' mehr mein Alstaden, dat iss nich' ma' mein Obberhausen.
  • Abber wat willze mach'n, Kalle? Wennze dat laut sach's, bisse nachher noch'n Rassist?!
  • Dann bin'ich dat ebendt!
  • Sach'et doch den Grinse-Apostelos und den CDU-Hof-Schranz. Die tun doch angeblich allet für uns!
  • Hömmich auf mit die, Heinz. Die ha'm doch nur ihr Postens inne Polletick in Kopp. Odder hasse von die scho'ma ein anne Bushalte steh'n seh'n.
  • Nä, Du Kalle … da hasse sowat von Rech'. Auf die Polit-Bischecks kann'ich verzicht'n wie mein Aa'sch auf'e Hämmerieden!!

20.06.2015 Marktstraße und OB-Café mit KandidatenKuchen schlecht Wetter un' Heinz seine Zigarre

Café Marktstraße 60 etwa um 1900
Marktstraße mit Menschen 2015


  • Gestern die Eistüte. 
  • Heute das Café. 
  • Aber immer die gleiche Straße. 
  • Die Markstraße. 
  • Gestern Regen. 
  • Heute wolkig mit Regenschauer. 
  • Aber (fast) immer das gleiche Wetter. 
  • Das Juni-Wetter 2015.
Zu solchen Zeiten. Zu Regen- und Schlechtwetter-Zeiten haben wir schon immer lieber in Cafés gesessen als draußen in der Außengastronomie, die ja nach der Meinung von Daniel Schranz in der Innenstadt noch interessanter werden soll, als sie's eh schon NICHT ist. 
Und auch Apostolos Tsalastras möchte die Wirtschaft fördern. Zwei starke Männer und viele schwache Gedanken, Vorstellungen. Wünsche und Versprechungen. Wäre schon gut für uns: 
  • schönes Gastro
  • schöne Cafés
  • schöne Wirtschaften.
Gerade eben haben sie noch dort gesessen. Oben auf dem Bild im Café die, beiden Herren OB-Kandidaten, und sich darüber unterhalten, was sie außer dem Wetter auf der Markstraße noch besser machen können. Und es ist ihnen dabei eingefallen, dass man vielleicht ein wenig in der Zeit zurück gehen können, nämlich zu dem Zeitpunkt zudem das Café auf dem Foto geschossen wurde. 
Doch dann mussten alle das Café verlassen, weil es plötzlich einen Zeitsprung gegeben hat. Oberhausen fiel in ein sogenanntes Wurmloch. Denn Würmer gibt's hier jeden Menge und Löcher in den maroden Straßen dazu. Und plötzlich sind wir wieder Jetzt-Zeit. Die Tische im Café leer! Gespenstig leer! Nichts mehr zu sehen: Weder Katzenfraß noch Hundefutter … aber schön schien's damals zu sein … sehr schön …. und wir wollen es natürlich auch wieder schön: Wetter, Straße, Lust und Liebe .... nicht Frust und Diebe!!
Vielleicht wäre das ja mal was, eine Caféhaus-Kultur wieder ins Leben zu rufen und damit dafür zu sorgen, dass man auch öffentlich wieder - wie Hanns Dieter Hüsch und mit ihm Heinz Koslowski immer sagten - "Kaffeetrinken und auf's Klo gehen!" kann.
  • Und Heinz meint doch glatt:
"Kehr, iss Scheiße. Geh'se heut in lecker Kaffee, trinks Dich lecker Tässken Kaffee, iss Dich lecker Stücksken MutterKrämtochter mit Sahneschnittchen … un' dann … dann kannze Dich nich' ma mehr schön auf'n Samstach 'ne Sonntachs-Zigarre im Gesich' steck'n un' schö wat inne Gegend Paff'n?!! - Puff wech - Paff wech un' inne Glotze nur die Scheiß Werbungs für allet wat de scho'ma' ga' nich' brauch's!! … Da paddel ich doch lieber 'ne Runde in mein Schopper auf'n Ass-Bach!"

19.06.2015 Wetter und Techno-Eistüte auf der Markstraße mit Wahlkampfbegleitung

Techno-Eistüte mit Marktstraße
Eigentlich brauchen wir nur Wetter. Und zwar gutes. Und zwar Eistüten-Wetter. Bunt wie diese Eistüte auf der Marktstraße wollen wir es haben. Scheint zurzeit jedoch nicht möglich zu sein. Trotz all der guten Wünsche und der strahlenden Gesichter unserer OB-Wahlkampf-Kandidaten.

Auf Schranz "fielen" schon mal "sagenhafte 100 Prozent"und ich hoffe, nicht drauf herein. 
Und Tsalastras hat es sich derweil im seinem Aposto Bahnhof gemütlich gemacht. Alles schön und gut. Doch was wir wirklich brauchen 
… IST ….. ?

…. BESSERES WETTER …. !

….. und damit sind unsere Kandidaten beide natürlich mal wieder überfordert

Sie kümmern sich: 
  • um Flüchtlinge
  • fahren mit schönen kleinen Elektroautos
  • sorgen dafür dass der Paternoster wieder läuft, sodass uns geplagten Bürgern das "Selbstlaufen" erspart bleibt, 
  • versuchen die Zeitenwende
  • kämpfen mit 150.000 € gegen Rechts
  • schaffen qualifizierte Arbeitsplätze
  • wollen eine lebendigere Gastro-Szene (villeich' für GastroEnterologen?!??),
  • versprechen Bürgernähe und Transparenz
  • bekräftigen das Recht auf Inklusion
  • und wollen das Bordell aus der Innenstadt verbannen 
… ABER ….. ?? ….. BESSERES WETTER …. ?!??!! 
... dat schaff'n'se nich'!! 

Darum liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen haben wir auch nicht die Qual der Wahl hier in OB! Denn wir wählen nur die, die für ein besser Klima in Oberhausen sorgen!!

Und Heinz meint:
"Ma' unter uns. Abber nix dat Gerda sag'n!!! Kehr, ich als ein gelämpten Heinz bin ja so kwasi die Inklusion direkt in meine Beine. Aber allet wird mich schwer gemacht. In der Bus komm'ich kaum. Der Bürgersteich iss off' zu hoch. Et gibb Melkmachine für'e Kühe, abber keine für Schopperfahrer wennze pullern muss. Un getz woll'n se auch noch die Flaßhof auß'e innere Stadt reiß'n un' zum Rand hin tun. Bis ich da entlich mit mein Schopper hin bin, iss mich mein Mottek auf eine nach unten offene Pillolek-Skala schon 10 unter Null!"

18.06.2015 Katzenfraß in Oberhausen und die Tafel in Buschhausen. Die Zeiten ändern sich … aber nicht wirklich …

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Gleiche Kneipe nur etwas später nach einem zünftigen Streich
Warum Katzenfraß? Warum steht über der Gaststätte einmal nur Spickernagel/Sültenfuß und auf einem zweiten, etwas späteren Foto noch zusätzlich Katzenfraß??
Das war so:
Ein guter Bekannter und zugleich Kegelbruder des Wirtes Spickernagel war mit seiner Geflügelzucht Weltsieger geworden. Der Wirt, der von ihm das Geflügel für seine Küche bezog, nutzte den Weltsiegertitel seines Kegelbruders gleich zur Gewinn maximierenden Reklame für sein Lokal. 
Der sehr zurückhaltende, bescheidene Geflügelzüchter ärgerte sich darüber und lud den Kegelclub - darunter ja auch sein "Freund" der Wirt - zum Hasenessen in der o.g. Kneipe ein. Und er, der Geflügelzüchter selbst, werde dazu die Hasen stellen. In dem Moment da es ans gemeinsame Essen gehen sollte, wurde der Geflügelzüchter zu einem dringenden geschäftlichen Gespräch in seine Firma zurück gerufen. 
Derweil aßen die anderen den vermeintlichen Hasenbraten. Als dann der Geflügelzüchter nach'ner Stunde zurückkam, brachte er die Pfoten, Köpfe und Felle von Katzen mit und zeigte den Anwesenden, was sie da gerade gegessen hatten. Wahnsinns-Entsetzen und Erbrechen auf'e Kegelbahn.
Noch in der Nacht ließ der Geflügelzüchter ein Schild mit der Aufschrift: "Kneipe zum Katzenfraß" über dem Eingang zur Gaststätte anbringen … Doch damals ging so etwas noch augenzwinkernd glimpflich aus. Der Wirt machte gute Miene zum bösen Spiel, beschloss das Schild an Ort & Stelle zu belassen und posierte im Fenster neben der Eingangstüre für's Foto.

SO: Jetzt wird's sozialkritrischer … und die, die zwar immer (meist anonymisiert in den sozialen Medien) verlangen, dass gegen gesellschaftliche Miseren in OB dringend etwas getan werden müsse, es jedoch bei dieser Phrase stets belassen, sollten jetzt besser nicht mit dem Lesen fortfahren. Denn es könnte ihre (asoziale) Dummheit gefährden.

Damals in den schlimmen Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit 1928 bis 1932 wurde in der Gaststätte Spickernagel/Sültenfuß (siehe oben) noch Essen an Bedürftige ausgegeben. Ähnlich wie das heutzutage trauriger Weise wieder durch die Tafel Oberhausen in der Gustavstraße geschieht.
Mir wurde von Bekannten berichtet, dass solche Einrichtungen von den sozial schwachen Menschen in Oberhausen immer mehr nicht nur gelegentlich aufgesucht werden, sondern regelmäßig aufgesucht werden müssen. Dies gilt insbesondere für die alten Mitbürger unter uns, deren Rente so knapp bemessen ist, dass sie die Lebensmittelkosten nicht mehr aus eigener Tasche bestreiten können.
Die Zeiten mögen sich geändert haben. Und der Wohlstand ist für Viele von uns sicherlich enorm gestiegen. Aber mit dem Wohlstand für die Privilegierteren unter uns ist auch die Zahl der Bedürftigen und sozial Schwachen gestiegen. Zum Beispiel greifen viele Vermieter von ihren Mietern rücksichtslos ab, was - abgesichert durch den offiziellen Mietspiegel - an Miet-Obergrenze möglich ist. Und viele der Älteren oder derjenigen, die in prekäre Arbeitsverhältnisse eingebunden sind, werden dadurch gezwungen, sich ihre Lebensmittel bei den o.g. Tafeln zu besorgen.
Traurig. Sehr traurig. Oberhausen die Stadt der Langzeitarbeitslosen. So sehen es auch die politisch Verantwortlichen in Oberhausen selbst. Es ist also nicht nur einfach so daher geschrieben. 
ABER ... die OB-Kandidaten bewegen sich mit einem "Wählt-Mich"-Dauer-Grinsen durch die Stadt. Gesichtszüge, die im krassen Widerspruch zu den ausgemergelten und verhärmten Gesichtsausdrücken der älteren Bevölkerung Oberhausens stehen.

Nobelboutique auf' Marktstraße
"Kehr, dat iss ja doch allet zum Wechlaufen. Selps für mich als der Heinz mitti gelämpt'n Beine! - Kumma die arm' Omma! Rente knapp, Miete hoch, nix für zu'n Beißen, abber gute HaltunxNoten. Getz weiß'ich auch, warum die inne Kiarche immer sage'n: 'Laschet uns beten!'"

17.06.2015 Spielmannsleute in und aus Oberhausen sind die frühen Bands im Helvete Hinterhof

Die beiden stehen vor Helvete in Oberhausen
HELVETE GUT .... abber ....

.... im ziemlich alten Oberhausen, da gab es sie noch. Die Spielmannsleute. Die auf den Straßen und in den Höfen sangen und musizierten … begleitet von einer Geige oder einem Harmonium oder einer Mundharmonika … 
Sie bänkelten tüchtig und mori taten die schauerlichsten Balladen … DOCH sie säuselten auch die lieblichsten Liebeslieder … aber natürlich stets mit tragischem Ausgang:

Ach, schönster Schatz, verzeih es mir
dahs ich so früh bin kommen;
doch hat die heiße Lieb zu dir
mich glatt mein Lust-Docht überglommen.

Ich hätt Dich gern noch etwas Zeit
für deine Lieb gelassen.
Doch Du warst allzu sehr bereit
So feucht in' Gras, dem nassen.

Getz muss ich weiter, Du mein Lieb
da Geigen ist mein Leben.
Denn wenn ich nun noch bei dir blieb
tät mir mein Geigenstock verkleben.

Drum weine nicht mein liebet Kind
Und such Dein Heil bei Nonnen.
Sonz sauf ich getz noch 10 Absinth
Und schmeiß Dich samt Dein UnkeuchsKint 
in in einen tief'n Bronnen.

"Na ja", sacht Omma, "so war dat ebendt. Ma' richtich rann wollten'se alle, die Männers, … abber mitti Kommseqwenzen wollten'se nix an Kopp ha'm."

Omma oder Mudder wickelten, wenn sie die Spielmannsleute auf der Straße hörten, immer ein paar Pfennige in einen abgerissenen Fetzen der damals noch packpapier-festen, spitz zulaufenden Obst-Tüten. Und ich durfte das kleine Päckchen dann aus'm Fenster auf die Straße werfen. 
Nach jeder Vorstellung sammelten die Bänkelsänger die Münzen ein, bedankten sich artig und zogen weiter. 

In der Nachkriegszeit waren es zumeist Invaliden, die ihrem Beruf nicht mehr nachgehen konnten. Oder wie hier auf dem Bild: Der Schneider Winken. Der in seinen späten Jahren mit seinem - für ihn, den 150 ZentimeterSchneider - riesigen GeigenFreund von Hof zu Hof zog, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen.

Zuvor hatte Winken Jahrzehnte damit zugebracht, den Faden durch das Nadelöhr zu ziehen und die Nadel wiederum durch den Stoff. Oder, wenn der Auftraggeber 'ne Nähmaschine hatte, gleich bei ihm im Haus gegen prompte Bezahlung in Form 'ner Flasche Schabau diesem 'ne feste Jacke auf'n SteigerLeib zu schneidern.
  • Kehr, hab ich letzens auch versucht.
  • Wat hasse versucht Heinz?
  • Bin mit'ne Flasche Schnaps zu den Peek ein Kloppen Burg auf'e Markstraße wegen ein Pollower.
  • Un', hasse Dich 'n schön Stöffken gekauf'?
  • Hömma Du, als ich der Schnaps in mein Kopp hatte, war mich so wa'm, dat ich der Pollower nich'mehr brauchen tat. Un' von den gespaa'ten Geld hab'ich mich dann bei den Kleine Natron noch paa' Assbach gegönnt.

16.06.2015 LED macht den schönen Schein für Oberhausener schön - jetzt auch in Alstaden

LED Straßenlaterne Alstaden Charlottenstraße gegenüber Nr. 5

(Heute schreibt an diese Stelle ma' der Heinz Koslowki zu Ihnen.)

Kumma ... ich bin der Heinz. Also diese oben genannte Heinz von Fäisbuk. Ich schreip getz ma' ein Versuch hier übber ein eigenet Erlebnis.
Einz muss ich doch ma' sehr ganz erns' sag'n. Der elle D brennt. Kamma ja gut sehn. Un' ich weiß auch ehrlich nich' wat die anneren immer gegen die elle D sag'n. 
Insbesonders gegen der Schmidt seine elle D. Der hat die kleine Birnskes alle gekauf. Hat die in müstevolle Kleinstarbeit mit seine Helfershelfers inne Lampens gefummelt … un' wat soll'ich sag'n:

  • BRENNT
  • Macht Licht
  • Macht der schönen Schein schön. 
  • Macht ein Kegel von den Licht von oben runter auf mich als ein Bürger hier aus den schönen Alstaden auf mich drauf
  • Ich fühl mich sicher mitti die elle D.
Hömma, gestern - kehr, ich weiß nich', kann auch gestern davor gewes'n sein - bin ich um Halbzehn aus den Kleine Natron, iss ne Kneipe gegen Koppschmerz'n hier anne Ecke, mit mein Elektroschopper nach Haus zu mein Gerda. Ich bin immer schön an die kleine elle D untendrunter lank. Von eine zu die andere. Un wat soll'ich sag'n, war allet hell wie an Tach um Halbzehn, un' dat soga' um Halbzehn an den Abend
Muss'ma' sich ma' vorstelle. Et war allet zu seh'n. Sogaa' die schnubblige ullige Schantall mit die Möpse von gegenübers. 
Die kuck ich scho ma' gern, wenn mein Gerda grad nich' kuck! Dat Schantall war voll schön für mich als den alt'n Heinz in alle ihre junge Schönheit zu sehn. Nich' dat'ich da besonners hinkuck'n tu?! Iss einfach so. Meine Meinunk!
  • Brennt
  • Allet. 
  • Die Lämpskes
  • Die elle D. 
  • Der Stump'n
  • Unne Poperze. 
  • Allet in Lot. 
  • Allet senkrech' .. bis auf der Pinockio
Dat hat untere elle D inne Sommerzeit so wat von hell geleucht, dat dat Gerda an den Ga'tentörch'n bei mein geschicktn Mannöwer gleich gebrüllt' hat':
"Heinz, Du ollen Suffkopp, Du hass' schon widder de LAMPE an. Du bleib's getz so lang auf'e Trepp'nFerranda bis Deine alko elle D auf Null gedimmp iss!"

So dat wa' mein Erlebnis ... iss' nur meine Meinunk! Euern Heinz Koslowski.



15.06.2015 Der heilige Antonius, Akki kriegt ne Ohrfeige und vergibt die Schuldigern nich' mehr so gern ...

Die Erscheinung des heiligen Antonius

  • Wie ist das heute eigentlich so mit der Kirche? 
  • Geht man dort überhaupt noch hin? 
  • Verspricht man sich etwas davon, der Kirche anzugehören? 
  • Besucht man noch die Messen? 
  • Wenn ja, sucht man dort Frieden und Segen und Ansprache und Trost? 
Dies sind alles Fragen, die ich mir stellte, als ich am Wochenende, anlässlich der Gemeindefeier von St. Antonius in Alstaden …. nach gaaaanz gaaaanz langer Zeit einmal wieder an einer Messe teilnahm.
Und ich war schon sehr überrascht, mitzubekommen, dass die Messen heutzutage ganz anders gestaltet sind als früher. Erheblich freier. Weniger "dunkel" und mystifizierend. Offener. Fröhlicher. Lustiger. Peppiger und poppiger.
Das machte sich alleine schon an der Kirchenmusik fest. Die Kirchgänger wurden nicht "schwer tonal getragen", "gestimmt" und "eingestimmt" durch Ehrfurcht gebietende Orgelklänge - NEIN - sie wurden mitgerissen von der Musik der Band "Dialog"

Drei Sängerinnen, ein Keyboarder, ein noch ganz junger Schlagzeuger und ein Gitarrist sorgten für den Background fetziger Musik in der Kirche, wie ich sie aus der Messdienerzeit meiner Jugend gar nicht kannte … und damals auch nie für möglich gehalten hätte.Das Ganze hatte wirklich etwas von richtigem Feiern … vielleicht sogar von Party im positiven Sinne. Hier wurde nicht moralisch zelebriert
Hier wurde miteinander kommuniziert. Durch mitreißende Musik wurde zum Mitmachen, Klatschen und zum miteinander Fröhlich-sein aufgefordert. Und ich war so hin- und mitgerissen, dass ich fast schon vergessen hatte, dass ich in einer Messe bin. 
Als jedoch dann die Eucharistie-Feier in fast traditionellem Sinn und Habitus anhub, wurde es wieder so ein bissken feierlich wie früher. Wie zu der Zeit als ich un' Akki noch Messdiener waren und wir uns mal wieder übers Vaterunser stritten.

  • 'Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldi … gern'
  • Akki, dat heiß nich' Schuldi … gern. Dat heiß': Schuldigern.
  • Quatsch Günni, wat sollen denn Schuldigern sein. So wat gibbet doch ga' nich' … odder hasse scho'ma ein von die gesehn? Zun Beispiel auf'e Brücktor? Hasse da scho'ma 'n Schuldigern getroff'n. Da gibbet höchs'ens Arschlöchers.
  • Schuldiger sind die Leute, den anneren wat schulden, Akki.
  • Abber in Gebetbuch steht doch auch nich' Schuldiger sonnern SchuldiGERN
  • Ebendt.
  • Wat ebenst?
  • Kehr da steht Schuldigern. Zusammengeschrieben. Ein Woart! Hasset getz?
  • , Günni dat sin' Schuldis. Un' Schuldis sin' die Ulligen, die frühers zu den Jesus seine Zeiten inne Schule von Mesepopotanien musst'n. Dat iss, glaub'ich, inrnxwie Hebräsich odder Potamich odder so.
  • Un wieso steht dann noch gern da dran?
  • Hömma Günni, die war'n damals noch so blöd, dat die gern inne Schule gegangn'n sind. Also sollen wir die Schul-dis heute gern vergeb'n, weil die ebendt so beklopp war'n.
Der Priester kam schon ziemlich fromm im wallenden Talar inne Sakristei. Akki un' ich stritten mal widder darum, wer auf der Seite gehen durfte, wo die Glocke beim Einzug in die Kirche geläutet wurde. Akki gewann wie immer. Dann gings weiter feierlich unter donnernden Orgelklängen un'ne Klüsen von alle Mensch'n zum Altar. Vor dem Altar knieten wir (Priester, Akki und ich) andächtig. Vorne der Gebete murmelnde Priester. Wir seitlich zwei Stufen tiefer. 
Wir schlugen unsere Kreuze wie gewöhnlich. Aber irgendwie ging's nicht weiter. Der Priester versuchte dauernd sich von der Stufe zu erheben .. doch irgendetwas schien ihn daran zu hindern. Plötzlich sauste der Priester mit dem Oberkörper rum. Und klatschte Akki eine heftige Ohrfeige ins Gesicht. Akki sank von der Wucht der Ohrfeige getroffen zur Seite … und der Priester stand endlich auf und wir schritten mit heilig hochgereckten Nasen zum Altar. Akki bissken hinter uns mit weniger heiliger Nase aber mit knallroter Backe

Akki hatte wohl so intensiv über die Schuldigern nachgedacht, dass er dem Priester hint'n auf'm Talar gekniet hatte und der darum nicht wieder hoch kam. 
Nach der Messe sagte der Priester zu Akki: "Du schuldest mir eine Erklärung für Dein Verhalten auf der Altartreppe!!" Worauf Akki kurz meinte: "Ich Schuldi gern!" 
Zack … Zweite Ohrfeige! Und vier Wochen Weihrauchschwenkerverbot!

14.06.2015 Ommas klein Häusken in Alstaden. Die Sammeltassen .... und alle Kinners ab ... inne Zink-Badewanne.

Iss' nich' mein Omma, abber der Her sah so aus...
(Heute wieder eine Geschichte von Beate Wagner, in der sich zeigt (nicht in Beate sondern in der Geschichte), dass es oft die kleinen Dinge sind, ... die früheren Lebensgewohnheiten und vor allem die Ommas sind, die den Kindern das Leben so sehr versüßten, dass man/frau sich auch im Alter noch gerne daran zurück erinnert. Und die Kinder, die gute Ommas & Oppas erfahren haben, werden später oft selbst wieder gute Ommas und Oppas ...) ... aber lest selbst: 

Meine Omma wohnte in einem kleinen Zechenhäuschen. Vorne raus war ein kleiner Vorgarten mit ein paar Blümchen, drei Rosensträuchern und am Rand des kleinen Gartens ringsum Tagetes. Omma sagte immer "Stinkerlieschen" dazu. 
Dann kamen drei Stufen, die zur Haustür hoch führten. Diese drei Stufen waren eigentlich sowas wie Ommas Veranda. Da saß sie immer abends, genau wie all ihre Nachbarn auch. Und immer mit einem Kissen unterm Poppes, weil es sonst so kalt war am Steiß und so. Gelegentlich klönte sie dann mit Nachbarn, die vorbeikamen. Wir Kinder spielten auf der Straße und die Erwachsenen saßen auf der Stufenveranda und quatschten: Übers Wetter, über die Kohlenpreise und über die Blattläuse an den Rosen. 
Wenn man das Häuschen betrat, stand man zunächst in einem kleinen Flur. Von dort aus ging die Treppe nach oben. Links lag die Gute Stube. Die Tür zu diesem Zimmer wurde aber nur an Feiertagen geöffnet. Da gab es auch ein Sofa und einen Sessel mit Fußhocker. Wenn Omma Geburtstag hatte, durften wir da Kaffee trinken. Dann holte Omma die herrlichen Sammeltassen aus der Vitrine und stellte sie auf den Tisch. Jeder hatte eine andere. So schöne mit Blümskes und Goldrand. Das war Ommas bestes Geschirr. 
Es gab immer Streuselkuchen und Erdbeerboden mit Sahne. Die riesige Kaffeekanne thronte in der Mitte des Tisches. Natürlich mit Mütze zum Warmhalten. Wir Kinder bekamen Kakao. Nach dem Kaffee gab es einen Aufgesetzten für die Erwachsenen und Omma sachte dann in'ne Runde: "So, ich glaub die Blagens könnt'er getz ma zum Spielen schicken!" 
Es war ihr nämlich langsam zu laut geworden. Wir waren ja meistens zu acht. Da ging's schon mal heiß und eben auch laut her… Wir durften erst wiederkommen, wenn's Kartoffelsalat und Würstchen gab. Für die Erwachsenen wurde dann wieder in der Guten Stube gedeckt. Wir Kinder aber saßen in dem Alltags-Zimmer, in dem es kein Sofa gab, nur einen Tisch mit Stühlen. Diese Stube war eigentlich das meist genutzte Zimmer im Haus. Wenn man sich bei Omma traf, dann immer in der Stube
Hinter der Stube ging es dann zwei Stufen runter zur Küche. Die war ziemlich klein. Dort gab es einen Spülstein. Und genau in diesem Spülstein wurden auch immer die Jüngsten der Familie gebadet. Und ein riesiger schöner großer Kohleherd stand an der Wand mit dem dazu gehörigen krummen Ofenrohr. 

Bei meinen Eltern zu Hause wurde allerdings schon elektrisch gekocht. Längst nicht so schön wie bei Omma ... Und die Omma konnt kochen, sag ich Euch: LECKER! Besonders Himmel und Erde mit gebratener Blutwurst. Oder Ommas berühmtes Endivien-Durcheinander! 

Hinter der Küche gab es dann noch die Waschküche, wo der Kessel angeheizt wurde, damit auch die Größeren von uns baden konnten. Natürlich nur samstags und natürlich in einer großen stumpfen Zinkwanne. Und immer schön einer nach dem andern. Zwischendurch wurd immer bissken heißet Wasser nachgegossen, bis wir endlich alle sauber waren. 
Von der Waschküche aus kam man auch aufs Klo. Omma sachte immer noch "aufs Häuschen" obwohl sie nicht mehr raus musste, um zu müssen. Aber wenn man hinten aus der Waschküche raus ging, dann war man in Ommas Garten. Da gab es keine Wiese, oder schön angelegte Blumenbeete, da gab es einen Kirschbaum, Beerensträucher, Erdbeeren, Rhabarber, Kartoffeln, Salat, Erbsen Bohnen, Kohlrabi, ein Paar Kräuter für die Küche oder zum Tee kochen. 
Omma hatte für jedes Zipperlein den passenden Tee parat und zwischen drin immer wieder Blumen, Margareten, Astern, Dahlien, und…und…und. Ommas Häuschen war für mich das Paradies. 

Meine Schulfreunde machten mit ihren Familien Urlaub in Italien oder auf Mallorca, ich war bei Omma! Hab' nie was vermisst, bis heute … ?!? …., denn heute vermisse ich wirklich etwas, nämlich ganz sehnsuchtsvoll: Mein Omma und ihr klein Häusken!