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21.12.2014 Jahresende winkt: Bisken Rück- ... & …. Bisken Vorblick!! Und die Geister sind den Advent Leid.

Ehemalige Kneipe Ecke Diesel- und Windhukerstraße

Alstaden lebt. Das wurde letzthin noch in der kleinen Zeitschrift, die der Bürgerring herausbringt, behauptet. Das mag ja sein. 
Und das Alstaden immer atrraktiver geworden sei. Und viele junge Familien hierher gezogen seien. Auch das mag sein
Man siehts ja an mir. Ich bin auch mit 65 Jahren noch nach Alstaden gezogen! Und wer könnte jünger sein, als ein 65-Jähriger. 
UND Alstaden werde immer noch attraktiver werden. Das kann zwar sein, ... aber mir wird nicht so richtig klar, wodurch Alstaden in Zukunft noch attraktiver werden sollte. 

Na ja, bestimmt durch diese schnell hochgezogenen Häuser mit den teuren Eigentumswohnungen, die dann doch sehr desintegriert wirken zwischen all den traditionellen, kleinen Bergmannshäusken, die hier und da noch zu finden sind. Und die spätestens dann leer stehen werden - die Eigentumswohnungen meine ich -, wenn die Zinsen für die Anschaffungs-Darlehn wieder kräftig anziehen & die jungen Leute dann ihre Schulden nicht mehr abtragen können. 

In den USA nannte man das vor noch nicht so allzu langer Zeit. Immobilienblase. Aber lassen wir das ... um solch komplexe Finanzdinge zu erklären, ist dies Blog (noch) nicht der richtige Ort ...
.... apropos Ort .... man merkt es immer zuerst daran, dass ein Ort oder ein Stadtviertel sein Leben aushaucht, wenn die alten Kneipen dicht machen - wie hier diese auf dem Foto zu sehende Kneipe, Ecke Windhuker und Dieselstraße. Und wie ich mir habe sagen lassen, hat das Verblühen der Kneipenkultur in Alstaden schon vor einigen Jahren begonnen. 

Die Kneipen, die kleinen Bäcker, die lokalen Einzelhändler, dann die Buden anne Ecke und umme Ecke und dann der Alstadener selbst. All diese werden ausgespuckt wie der zähe Auswurf aus der klinisch gereinigten Staublunge Alstadens
Damit meine ich nicht die neu hinzu gezogenen, nicht die jungen Leute, die alles immer attraktiver machen! 

Damit meine ich DIE Alstadener, die noch A'ms' zu ihre Olle sage'n: "Du, ich geh'mich ma ebendt anne Ecke bei'n Kleine-Natrop 'n lecker Bierken trink'n ... in' Stündken bin ich widder zerrück!" 

Und dann geht er los ...?!?? - ??!?? - und der Kleine-Natrop is' auch scho'nich'mehr … 

Aber vor dem nunmehr attraktiven neuen Gebäude steht die attraktive junge Maklerin und bietet attraktive, top ausgestattete Eigentumswohnungen zu attraktiven Konditionen für attraktive Investoren an.  Na dann .... Adveniat VIER …
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Zwischenruf: Der Vatter kommt immer besser mit dem Tablet zurecht. Heute Morgen hat er nach dem Lesen des Blogs nach dem schwierigen Wort Kyrillisch gesucht & auch gefunden … nur die junge Frau sagte er, die Kyrrilin mit dem starken Waldschnaps, die hatt'er nicht gefund’n. Na, so'was abba auch?!!

Fenster im Kolumbarium


- Kehr bin ich froh, wenn eeentlich der Azwenns vobei is’! 
- Geht mich auch so. Immer kannze Sonntachs mitte Flamme auf so'n Azwennskranz rumhüpp'n. 
- Genau, der erste Azwennz is lankweilich, da bisse allein unterwech’s! 
- Der zweite Azwennz ging ja so. Da war'n wir ja zusammen, abber dat scheiß moderne Besteck war so unbekwehm. Da happ’ Ischinass inne Flamme bekomm’! 
- GEsteck! 
- Watt? Watt'is?! 
- Gesteck, et heiß nich' BEsteck. Et heiß' GEsteck! 
- Sach'ich doch ... war unbekwehm. 
- Am dritten hätt'et ja ganz schön werd’n könn'n, weil laut Azwennszkranzverordnung von 1975 da immer ein weiblichen Flammen-Ellement bei sein muss. Abber datt lustige Landwehrflämmchen is ja zu der Grufti appkommediert word'n .. un' wir hatt'n die neue Schniefnasenflammme an'ne Backe mit ihre Flackerflennerei! 
- Da sach'se watt! 
- Un heut ham'wer der gefriergetrocknete Joop noch dabei. 
- Nä, iss' wa'r? Kann der denn schon leucht'n?? 
- Ja, sieh'ße doch ob'n an der modisch'n Fenster, der üüb' doch schon seit paa' Tage. 
- Un’ dann der arregannte FAUST; der MelissenAa'sch, ewich mit seine Nuschelstimme: "Bitte vereinzeln (1. Advent), bitte Zweigruppen bilden (2. Advent), bitte flott, flott zu dritt (dritter Advent), .... un' heut: "Bitte alle verfügbaren Flammen sofort geordnet ins Karree, hopp, hopp! 
- Hör'auf, Kehr ... ich kannet nich mehr hör'n ... ich krich watt übber mich!!. 
- Ich freu mich schon auf Heilich A'md, wenn wir zwei widder der Komet machen tun. 
- Ich auch! 
- Abber Du muss mich versprech'n, datt'e die Maria nich' widder so unverschämp auf'e Möpse kuck'n tu's wie letz Jahr. 
- Kehr, da kommp bei mich ebendt noch'ma der flotte Flammerich von frühers durch … Nä ... nä, datt der Josef die nich' geknall.... 
- Schnauze getz!! 
- Hömma, is doch wa'r Mann, so'ne Verschwendung von'ne so’ne schöne Schnalle iss' bestimmp irnxwie ne VerSündigung an'ne ganze Chrissenheit?!!

08.12.2014 Arme Oma in Mitte auf der Marktstraße und Heinz erklärt Kalle, wo die Dritte Welt liegt

Marktstraße ... Ihr werdet's kennen


Preiswerte Ware. Heruntergesetzt. Von der Stange. Bügel für Bügel. Im Hintergrund noch das bekannte, zum Einkauf verführende "zweiäugige" Prozentzeichen (%). Ware, Ware, Ware .... keine Menschen. Fast keine. 
Die meisten von uns schauen einfach gar nicht mehr hin. Gerade jetzt vor Weihnachten sind wir wieder oder immer noch im Kaufrausch. Und plötzlich taucht da ein Gesicht auf. Ein Gesicht, das so gar nicht in unsere Konsumgeschichten hineinpassen will. 

Ein altes Gesicht. 
Ein gezeichnetes Gesicht. 
Ein Gesicht der Armut. 
Ein Gesicht des verlebten Lebens. 
Ein Gesicht der Hoffnungslosigkeit. 
Stumpf. 
Mit eingefallene Wangen. 
Das zahnlose Verleben eines biologischen Restes. 
Ein Gesicht, das keinen Blick in die Zukunft mehr hat. 
Ein Gesicht, dessen Blick gebrochen ist. 

Das ist (auch) Oberhausen. Das ist die Mitte von Oberhausen. Das ist genau die Mitte von Oberhausen, der das Adjektiv "neu" fehlt und für die das Adjektiv "alt" noch zu schmeichelhaft wäre. Das Oberhausen der früheren Mitte ist einfach nicht mehr, ist nichts mehr. 

Die Marktstraße ist nichts mehr, nahezu gar NICHTS mehr ... außer vielleicht einer Kette unattraktiver Geschäfte und Billigläden. 
Eine Mitte ohne Flair, ohne heimatliche Patina .... & ... sie, diese Mitte wurde von Generationen von Politikern geschunden und ausgemergelt
Dann wie ein Maultier ins Abseits gedroschen und so arg zugerichtet, dass es nicht einmal vom Abdecker verwertbar ist. 
Und das Schlimme ist: 
Wir schauen zu, ohne wirklich zu erfassen, was geschehen ist! 
Wenden uns um & ab und feiern die nächste Eucharistie im Konsumtempel! ... es ist einfach ... katastrophal und centrOmenal ... geworden ... jedenfalls mein Oberhausen, das ich als Junge & Heranwachsender so liebte und auf dessen Straßen ich gerne groß wurde! Ich GERNEGROSS!!

- "Tach Heinz."
-"Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Muss, Kalle."
- "Un selbs?"
- "Muss auch."
- "Wa'ße scho'ma da in den Zentro?"
- "Kehr Kalle, wat sollich in den Scheißlad'n da. Ers' mit'der Schopper zu'n Bus, dann mit'der Schopper in Bus, dann mit'der Schopper aus'n Bus un' nur für zu'n Kucken von Klamottens .... nä, da lass'ich mich lieba von Dir zu'n Kleine-Natrop auf'n klein Bierk'n schieb'n ... oda ma' widder da in'ne Nähe von'ne Flaßhof ... aber nur'n gaanz klein Bisken ... Ich mit meine gelämpen Stelz'n brauch' keine Dißeiner-Klamotten von den Ka'al Lagerlöff odda wie dä Dullmann heiß'n tut." 
- "Abba in Zentro is'se große Welt!"
- "Hömma Kalle, wenn'ich die arme alte Frau da ob'n auf'n Bild seh'n tu; dann weiß' ich, hier bei uns in dat früher schöne Oberhausen is' an manche Stellen's nich' große Welt sonderns DRITTE WELT ... has'se getz kapiert!!"

22.11.2014 Der Blick des Oberhauseners, speziell des Alstadeners, über den eigenen Tellerrand und Heinz braucht Schluckbewegung beim Kleine-Natrop

Blick vom Ruhrdeich aus Richtung Raffelberg

Alstadener ist dabei seinen Horizont zu erweitern

Was macht der Alstadener, wenn er über den berühmten eigenen Tellerrand hinausschauen will? Also, noch einmal anders gefragt: Was macht er, wenn er seinen Horizont erweitern möchte? Ich meine, nicht dass der Alstadener im Allgemeinen und der Oberhausener im Besonderen in dieser Beziehung überhaupt etwas unternehmen müssten. Denn ihr Horizont ist so weit, dass er noch nicht einmal von der Erdkrümmung begrenzt wird. Aber sagen wir mal, speziell der Alstadener wolle dieses Über-den-Tellerrand-Gucken doch einmal 'n bisken ausprobieren. Nur so, weil er neugierig ist wie'n Bonobo auf das Weibchen seines Nachbar-Bonobo. Was macht er dann? - ??!?? - Richtig! Er stellt sich auf den Ruhrdeich und schaut über die Ruhr ... vielleicht Richtung Mülheim ... Raffelberg ... oder so ... in die Ferne. (SchauSchauInsLand) Und dann? Dann sieht er etwas, von dem er vorher schon wusste, dass es da war, lässt noch einmal kurz seinen Blick auf die eigenen Schuhspitzen hinuntergleiten, stellt beruhigt und zufrieden fest, dass auch die noch da sind. Und dann schlendert er mit den weisen, zu sich selbst gesprochenen Worten "Kehr geht'och. Hömma is'toch allet da! Kumma, steht'och noch allet!" in der Gewissheit, alles schon gewusst und nichts verpasst zu haben, zurück nach sein Alstaden zu der Kleine-Natrop un' trinkt 'n geflechtet Bierken ... oder auch zwei ... bis ...sechs!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- " Wie geht, Heinz?"
- "Muss Kalle, happ von den viel'n Sitz'n in der Schopper ma' widder so Malässe mit'te Hämmerieden."
- "Kehr abba auch, Heinz, Du hass' zu wenich Bewegung von Dein ganz'n Köarper un' Dein AOK-Schopper!"
- "Sach'ich doch, Kalle. Immer hier an den gleich'n Fleck mein Gerda bei'n Putzn zu kuck'n geht mich auf'n Da'am un' dann weiters auf'e Hämmerieden." 
- "Komm ich schiep Dich ma' zu'n Ruhrdeich."
- "Warum datt'ann?"
- "Kehr Heinz, für'e Bewegung!!"
- "Un' watt soll'ich da?"
- "Kucken Heinz! Gaaanz viel kucken! Da hasse dann scho'ma wenixenz Bewegung für Deine Döppen."
- "Nä, Kalle so'n Killefitt. Schiep mich zu'n Kleine-Natrop. Da happ'ich bei'n von Schluck'n von die Bierkens Bewegung von mein Adamsappel. Dat is' Wällnäss un' Fittnäss aus eine Hant, wennze vasteh's watt'ich meine?!!"

20.11.2014 SPD-ENSATION! ---- S(PD)ENSATION! Raumsonde Philae in Alstaden gesichtet und Kalle schiebt Heinz zum Ruhrdeich

Ruhrdeich Alstaden Sonde Philae

Ich denke, viele von Ihnen, meine lieben Leserinnen und Leser, werden mitbekommen haben, dass diese merkwürdige Sonde mit dem noch merkwürdigeren Namen 'Philae' auf einem Kometen landete mit dem nochnoch merkwürdigeren Namen: '67P/ Churyumov-Gerasimenko'. Eine Meisterleistung von Wissenschaft und Technik. Etwas ganz klitzeklein Kleines landet nach etwa 10jähriger Fahrt durch den Weltraum 500 Millionen Kilometer von Alstaden entfernt auf wiederum etwas ganz Kleinem. WAHNSINN! Das ist ungefähr so als würde der Basketballstar Dirk Nowitzki den Krümel eines Balsenkeks vom Gasometer in Oberhausen in das Schnapsglas von Heinz in Alstaden werfen. 
Philae funkte und funkte und dann wars plötzlich vorbei. "Boah Mensch, so'n Mist, ey!" riefen die Alstadener und möglichen Kandidaten der Oberhausener Oberbürgermeisterwahl 2015 unisono und sichtlich bestürzt. 

Aber. Kein Grund zur Panik. Gerade für Alstaden sollte das Ganze gut ausgehen. Denn: 

Philae hatte nicht den Funk eingestellt, sondern war durch ein Raum/Zeit-Loch wie man es noch aus der Fernsehserie Raumpatrullje Orion in Verbindung mit Patrullje Entenpreis kennt, klammheimlich auf dem Ruhrdeich in Alstaden gelandet. Oben auf dem Foto ist der Beweis zu sehen. 
Wenn also zukünftig Bildung und Wirtschaft, Technik und Kultur zum Schwer- & Mittelpunkt sozialdemokratischer Politik in Oberhausen gemacht und damit forciert werden sollen, dann ist Alstaden mit der Mission 'Philae auf dem Ruhrdeich' dem Rest von Oberhausen - wie immer - schon weit voraus. Und wegen dieser glänzenden Aussichten und auf dem Hintergrund der zuvor genannten positiven Aspekte sozialDEMOkratischer Arbeit in Oberhausen ist es wahrlich keine Schande, auch mal in Duisburg einzukaufen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat sach'se zu Philae, Heinz?"
- "Kehr Kalle, zu Fillä kann'ich nix sag'n. Mein Gerda kauf' kein Fillä, weil dat zu teuer is'. Un'n anderet Stück Fleisch von den Rint un' dat Schwein macht auch lecker Brat'n!"
- "Hömma Heinz, ich mein doch dat Philae, die winz Raumsonde."
- "Ach, die in Raum vo'ne Sondenbank auf'e Bebel? Kann'ich auch nix zu sagen, geh'ich nich' hin. Ich war bei'n Adolf schon'ich braun un' in Pütt unt'n immer nur schwaa'z von der Kohl'nstaupp un' in mein politisch Herz imma SPD-rot. Un' übberhaupp, wie soll'ich mit der Schopper aufe Sondenbank komm'?"
- "Nä Heinz, ich mein doch dat kleine Dings auß'e Tagesschau auf den Kometen un' den kein Funk mehr."
- "Kehr Kalle, warum sach'se denn nich' gleich von der Sattelitt von die Rosetta. Mus'se denn immer in Rätsels sprech'n, Du ollen Dichter?"
- "Hömma Heinz, dä Sattelitt is' getz auf'n Ruhrdeich gelandet. Ich happ'n Fotto bei dä Erwin auf sein Bildschirm in Internetz geseh'n."
- "Nich' wahr, Kalle, vera'asch mich getz bloß nich' widder!"
- "Setz Dich in Dein Schopper Heinz, ich schiep Dich zu'n Deich un' zeich Dich dat."
- "Gebonk Kalle! Abba nur wennze mit mich vorher bei'n Kleine-Natrop 'n Viergläser pilzig'n Zwisch'nstopp einlegs'!!"

10.11.2014 Das Fenster in Alstaden als Tor zur Welt und Kalle hat ein Problem mit den Eiern und Heinz mit dem Likör


In der Kuhle
Auf der Behrensstraße

Was macht der Alstadener, wenn er kein Fern sieht? Wenn kein "Wetten, dass ..." im Fern ist. Wenn kein Tatort gezeigt wird. Wenn's keine Sportschau gibt. Wenn Günter Jauch sich nicht mit seinem Pseudowissen über "Wer wird Millionär" produziert. Und wenn weder RTL noch die anderen werbegeilen Verdummungssender etwas ausstrahlen? Also, was macht der Alstadener, wenn er kein Fern sieht? Genau! Er guckt Fenster. Er guckt sowohl das Fenster an, als auch aus ihm heraus. Und er ist ganz aufmerksam und freut sich. Sowohl beim Fensteransehen, als auch beim Hinaussehen. Der Alstadener ist eben aufgeschlossen, neugierig und weltoffen. Und er braucht nicht immer das Fensehen als das 'Tor zur Welt'. Seine Welt ist Alstaden; sein Tor zu dieser Welt ist das Wohnung-Fenster. Und den Mehrwert seines "Fensterkuckens" legen der kluge Alstadener und die pfiffige Alstadenerin als Beobachtungszinsen brav auf die stets sichere Fensterbank.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma Heinz, dat mit'ti gefror'ne Eiers läss' mich einfach nich' los."
- "Kehr Kalle, wat is' an die Eiers von die Ollen so wichtich? Alz gäbet kein ander Thema?! Denk zu'n Beispiel ma' an Ebbulla un' all die an'nere Negers!" 
- "Nä, will'ich abba nich'. Ebbulla erinnert mich immer an Ulla!"
- "Apopo Ulla .... bei Dein Ulla un' mein Gerda is' dat mit die Eiers sobiso schon lang vo'bei. Da is nix mehr mit Einfrier'n! Die zwei kannze nur noch alz Ganzet in'ne Kühltruhe tun. Wennze'se da übberhaup' rein kriss?!??"
- "Abba hömma Heinz, immer widder wirs'e von'ne Zeitungs auf dat Thema gestoß'n Heinz. Heut frach' die BlödmannsBild, op'se Eiers apschreck'n muss."
- "Kumma Kalle, die mein'n abba die gekochte Eiers von den Eiermann seine Hühners un' nich' die Eiers von'ie junge Keulens."
- "Eiers sin' Eiers, Heinz."
- "Pass'ma' auf Kalle: Die Hühnereiers kannze mit kalt Wasser appschreck'n, die Eiers von die Keulens kannz spiziell Du appschreckn, wennze die Dein Schrumpel-Lolli zeig'n tus'. Un' getz'ma wat Wichtijes: Wo is' die Pulle Assbach, die'ße mitbring'n wollz?"
- "Mann Scheiße abba auch, Heinz. Mit der Assbach un' die Eiers von die Hühners von der Eiermann hat mein Ulla Eierlikör für ihr'n Tuppadöskenabend für ihre Mädels gemach'!"
- "Da kannze ja getz der Eierlikör einfriern'n, Du blöd'n Lelleck. Wie kommp dat Ulla denn an der schönen Assbach?"
- "Der hatt' ich in Kühlschrank ganz hinten hinter die Eiers versteck', Heinz."
- "Getz schiep mich abba ma' bloß gaaanz schnell zu'n Kleine-Natrop, sonz werd'ich noch zu'n Mörder an Dich, Kalle!!"

05.11.2014 Der gewesene Alstadener und Kalle und Heinz betrauern das frühere Oberhausen


Wenn der Alstadener in die Jahre kommt oder schon gekommen ist, dann schielt er gerne (siehe oben). Wie ein Chamäleon kann er unabhängig voneinander seine Augen auf nahezu diametral entgegengesetzte Dinge richten. Auf das Leben einerseits und den Tod andererseits. Ich würd'mal sagen: Leben links, da fortschreitend fortschrittlich; Tod rechts, da zeitlos konversativ. Und das alles vor dem marmorierten Kohlegestein des untergegangenen und fast schon vergessenen, ehemals blühenden Bergbaus. Ein zartes Pflänzchen "Gute Hoffnung" zeigt sich unterhalb der Totenmaske. Aber worauf? Worauf hoffen? Auf den Heilsbringer für ein abgewirtschaftetes, marodes Oberhausen? O Weh- und Wider-ling!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Kehr Heinz, wat is aus unser Oberhaus'n geword'n? Von Alstaden will'ich ma' ers' ga' nich' red'n?!!"
- "Du sach's'et Kalle! Letzen's auf' Maa'kstraße, da kannze mit'n Schopper Schlalomm zwisch'n de Bettlers un' Kötters fahr'n un' links un' rech's nur die ollen Billichramschlädens. Auf'e an'nere Bürgersteige komm'se nich' mehr an'ne Autos vorbei. Un' Du kuck's nur noch Migerazonsgesich'ers; allet nur'noch Scheiße hier!" 
- "So is'et Heinz. An Berocenter kannze als alt'n Mann a'mds nicht mehr vorbei, da krisse Angs' für Dein Leip un' Leb'n un' sogaa' für'e eig'ne Olle; besonn'ers wennze Am Förderturm geh's, da sieh'se nur noch' die Paselacken rumlauf'n."
- "Hömma Kalle, ich möch' der Tag nich mehr erleb'n wo'se dich nich mehr übber'e Bebel zu den Kleine-Natrop un' übber Flockenfeld zu'e Flotte trau'n tus'."
- "Komm' lass los'ziehn. Schiep mich zu'n Natrop; ich will bei Muschels, Bier un'n Koarn die fiese Welt vagess'n!"
- "Wat'iss mit die OargassmussSockens Heinz?! Erzähl ma' entlich!!"
- "Später Kalle .... bisken muss'e noch wa'ten. Die Wirkung von die Sockens an mein Gerda vergess' ich mein Lebtach nich' ... auch nich nach'ne ganze Kanne Assbach!"

03.11-2014 Kosmetik in Alstaden und Kalle ist Heinz in Bezug auf Gerda zu anzüglich


Schiller und Frank Bebelstraße 175
Schiller und Frank Bebelstraße 175

Wie man sieht, wird zur Herbstzeit alles gefärbt. Draußen dem Baum die Blätter und bei der Alstadenerin selbst: Erst die Wimpern, dann die Brauen, und dann lässt sie sich ganz gerne auch noch etwas zupfen?! Und das sind tatsächlich wieder die Brauen ... doch wenn man von Kosmetik Schiller & Frank einen Wimpernschlag weiter Richtung Flockenfeld schlendert, dann trifft man unvermittelt wieder auf's Brauen. Doch das, was dort entstand durch's Brauen, das kann man sich nicht nur zupfen, NEIN!, das kann man sich sogar zapfen lassen. Und wenn man dann schön gefärbt, wunderbar gezupft und lecker verzapft worden ist, geht man zurück zu Schiller & Frank überspringt dort am besten gleich die Basis-Behandlung, geht sofort zur belebenden Sauerstoff-Behandlung über, lässt sich mittels einer Coffee-Energie-Behandlung gegen Tagesmühen dopen, um dann fit und empfänglich zu sein für die schmacköse Golden-Caviar-Behandlung. Ein rundum gelungener Tag für Körper & Seele des Alstadeners. Also, Ihr Alstadener/innen begebt Euch in die Wellnesshände von Schiller und Frank und lasst Euch bei Kleine-Natrop zwischendurch mal so richtig einen zapfen. Es sollten aber nicht die von Tannen- sein .... -:))
Kosmetik Schiller und Frank, Bebelstraße 275, 46049 Oberhausen

- "Kehr Heinz, wat steh'se hier mit Dein Schopper an'ne Bebel blöd rum?"
- "Ich wa'te auf'e Gerda, die is' hier in'ne Kotzmetick in'ne Schockeladn-Öl-Dings für zum noch schöner werd'n."
- "Schmeck dat Gerda dann auch süßa'?!"
- "Kann'ich nich' sag'n Kalle, ich daa'f se ja nich' an knabber'n tun. Weiß'e doch, die liep' doch nur der Putzlapp'n un' ihr'n Schrubba."
- "Hömma Heinz, ich glaup beson'ners liept Gerda der Stiel von der Schrubba?!!"
- "Kehr Kalle, werd'ma' nich' anzüchlich auf mein Gerda. Lass uns besser zu'n Kleine-Natrop ein Bierken verzapfen lass'n! Dann komm'se auf an'nere Gedankens."

30.10.2014 Flotte Klemme in Alstaden und Heinz erzählt Kalle die Geschichte von den Orgasmus-Socken weiter


Klemme an der "Flotte"
Wer die Klemme an der Flotte findet, kann sie behalten. Die Klemme. Das ist die berühmte Alstadener Klemme. Und da sie nicht lüstern ist, ist sie weit davon entfernt, eine ganz gemeine, sozusagen ordinäre Lüsterklemme zu sein. Das war jetzt eine Kalauerklemme. Aber die abgebildete Klemme ist einfach - im übertragenen Sinne - die Klemme, in der jeder Alstadener und auch jede Alstadenerin ganz plötzlich, ganz ohne Vorwarnung, ja nahezu schicksalhaft stecken kann: Geldsorgen. Existenzangst. Beziehungsschwierigkeiten. Gesundheitsprobleme. Eben Lebensklemmen, die durch Drücken bewirken, dass etwas zwischen, auf, an, unter etwas festsitzt oder festgehalten wird und sich scheinbar nicht lösen lässt. Es wurde eben einfach beklemmend eng im Leben. Zuweilen selbst verschuldet, meist jedoch unverschuldet. Doch in einer solchen Klemme zu stecken, muss kein Grund zur Beunruhigung sein. Man sieht's - auf dem Foto - an der Klemme selbst, dass es immer einen Ausweg gibt. Genauer betrachtet, gibt es sogar zwei. Einen weniger passablen und darum auch leicht verschwommenen nach unten und einen vielsprechenden, direkt im Focus stehenden und damit auch deutlich vorgezeichneten nach oben. Und den, der aufwärts führt, den nehmen die taffen Alstadener, meist nach einem Bier und einem aufmunternden Gespräch an der Theke vom Kleine-Natrop. Oder eben der Flotte. Auch wenn nicht zu sehen ist, wo er letztendlich hinführt. 

- " So Heinz, getz sim'mer hier bei'n Kleine-Natrop nach fünf Bierken, getz abba ma' raus mit'te Sprache von die Sockens!"
- "Kumma Kalle, dat mit die Sockens wa' so. Ich hatte die feddich und bin damit dann ab'nds zu dat Gerda un' hap'zu die gesach': 'Gerda, Du hass' mich versproch'n, die Sockens nachts in Bett anzezieh'n, wenn ich'se feddich hap', un' ich hap'se feddich!!."
- "Un' wat hat'se gesach', Heinz?"
- "Vasproch'n is vasproch'n, hat'se gesach'. Gip mich die Sockens, hat'se gesach'. Ich zieh'se heut Nach' an, hat'se gesach'."
- "Un'??"
- "Kehr Kalle, ich brauch er's noch zwei Biers."
- "Getz abba weiter, Heinz!"
- "Gerda hat'se an'ne Füße un' is' damit in'ne Pofe. Ich bin noch in mein Schopper vor'e Glotze."
- "Abba Heinz, Du wollz doch kuck'n wat passiert. Warum bis'se denn nich auch in'ne Pofe?"
- "Weil mein Gerda imma zuers' geht! Dat wär sonz aufgefall'n. Ich sitz also, in Wohnzimmer in mein Schopper, da hör'ich ....."
- "Wat hör'se, Heinz, nu sach' entlich!"
- "Ich brauch unbedink noch zwei Koarn, Kalle!"
- "Hier has'se. Getz mach'abba!!"
- "Kehr Kalle, ich kann'ich, dat is' einfach ..., ... Du, dat is'... äh ...  nä, Kalle, dat geht getz nich'. Ich erzähl Dich morg'n in'ne Flotte allet. Ährlich ... nach 6 Bier auf Dein Deckel."
- "Vasproch'n??"
- "Vasproch'n, Kalle!!"

25.10.2014 Das Flottenfahrrad und Heinz hat Angst vor Ebola und Kalle dichtet dagegen

An der "Flotte" am Stubbenbaum


Es gibt ganz, ganz gewiefte Alstadener. Hier ist wohl einer von den Gewieften in der "Flotte" am Stubbenbaum eingekehrt. Damit ihm sein tolles Fahrrad nicht geklaut wird, während er gerade für die Weiterfahrt ein, zwei Schlückchen Energie tankt, hat er sein Fahrrad nicht nur an den Schildermast gekettet - nein!- er hat's zusätzlich auf den Kopf gestellt, damit es niemand als Fahrrad erkennt und ihm zugleich das Hinterrad amputiert. Man kann in die Flotte auch einfach so: Ohne Schiff, ohne Fahrrad und auch ganz ohne Grund ... nur um nette Leute zu treffen, mit ihnen zu reden, mit ihnen zu essen und um mit ihnen zu trinken ... mal weniger ... mal etwas mehr.

- "Kehr Heinz, has'se noch immer nicht die OrgasmussSockens feddich gestrick'?"
- "Nä Kalle, dat Sitz'n hier in'ne Bude auf den klein Soffa macht mich ganz kirre. Ich hap an nix mehr Luss'. Sogaa' dä Assbach schmeck mich nich mehr so richtich. Ich muss einfach ma' widder raus in'ne weite Welt von die Flotte, der Kleine-Natrop, der Alstadener Hof, der Filmriss unn'e Flaßhof!"
- "Abba dein Gerda hat doch gesach', wennze mit Strick'n feddich biss, krisse Dein Schopper zurück un' darfs widder raus. Nu tu'ma entlich, Heinz!"
- "Abba et gelink'mich nix ... un' getz auch noch Ebbulla bei uns. Hasse in Fern geseh'n, Kalle? Da hat'uns so'n Schwatt'n Ebbulla hier in unser Stadt gemach'. Nä, Kalle, ich hat in den Pütt nich' soviel Angs' vor dat Schlagwetter wie getz hier auf meine alt'n Tage vor dat Ebbulla!"
- "Hömma Heinz, dat is' doch vorbei. Dat wa' doch der falsche Alarm von den Alarm. Der Schwatte hat nur der Dünnflitsch gehapp'."
- "Woher weiße dat Kalle?"
- "Von der Werner auß'e Daimler ... weiß'e der fliegende Pläboi, dä King von die 1 Euro-Lädens!"
- "Kannt' der Werner denn der Schwatten?"
- "Bestimmp! Der Werner kennt'se alle, un' der Werner weiß allet. Wennze dä Werner wat fragen tu's, dann weiß der dat schon, bevor'se der frachs'! Weiß'e dä sacht doch in'ne Kneipe auch immer dä schöne Spruch: Is wat Dünnflitsch in dein Mag'n, is' Dich mau an solche Tag'n"
- "Is dat auch'n Dichter? Wie Du, Kalle?"
- "Ja Heinz, dat is der ... noch besser als wie ich. Hömma, ich muss da ma' unbedink widder Ein'n rauslass'n. Ich hap da'n neuet Gedich' auf dat Ebbulla!"
- "Lass'et raus, Kalle. Lass'et einfach raus!!"
- "Dann hömma zu, Heinz:

Bis'se ma in Affrika,
pass Dich auf mit Ebbulla!
Bis'se an Himmalaja,
krisse ganz leich' Schneebbulla.
Bis'se dann bei Edeka,
sieh'se meine Olle da bei Kauf'n von Kotzmetika.

- "Dat is' aa'sch tiefgründich, Kalle. Wirklich Kalle!! Ich bin so ergriff'n, dat ich sofort 'n Schluck aus Dein Flachmann brauchen tu."
- "Hier has'se, Heinz, un' nimm' tüchtich!."
- "Prossata Kalle, auf Ebbulla un' alle!"





21.10.2014 Der aufrechte Pinsel am Alstadener Schandfleck und Heinz hat Grippe und Kalle geht zum Alstadener Bürgerring

Bebelstraße zwischen DEMA und Konditorei Kühnen
Also dort müsste der Pinsel eigentlich hin. Und er müsste dort neben anderen, zum Teil schweren Geräten heftigst eingesetzt werden! Das Gebäude, das auf dem Foto zu sehen ist,  ist das schon seit geraumer Zeit zur Verrottung frei gegebene Haus. Es steht nicht weit von dem richtigen Pinsel-DEMA entfernt. Und man sollte als Alstadener nie müde werden, auf diese desolaten Stadtviertel-Zustände aufmerksam zu machen. Vielleicht wird es ja gemeinsam mit dem Alstadener Bürgerring möglich sein, auch in diesen Bereichen die aktiven Stimmen gegen die Verschlechterung des Wohnumfeldes in Alstaden zu unterstützen. Der Bürgerring hat schon so Vieles hier bewegt. Leider gibt es in unserem Stadtviertel einige wenige Eigentümer von Immobilien, die offensichtlich nur ihre Rendite vor Augen haben und nicht dafür Sorge tragen, dass die Substanz ihres Eigentums wohn- & mietgerecht sowie wohnumfeldgemäß erhalten wird und bleibt. Man wird sie benennen müssen, diese 'Hauseigentümer', die ihrer moralischen Verpflichtung, Wohnraum angemessen zur Verfügung zu stellen und zu erhalten, nicht nachkommen. 
Am heutigen Abend wird bei Kleine-Natrop anlässlich des Bürgerstammtisches über den Energieausweis/Energiepass informiert werden. Auch so eine Klippe über die so mancher Hausbesitzer nicht springen mag.

- "Tach Heinz!"
- "Tach Kalle!"
- "Wie geht?"
- "Beschiss'n. Ich hap Grippe un' wenn ich dann Teile von unser schönet Alstaden in den Internetz hier auf Alstaden & Drumherum seh, un' seh, wie dat an manche Stell'n aussieht, dann pack' mich die blanke Wut!"
- "Hier trink' Dich ein'n Heinz. Ich geh'dann ma widder un waa'te bisse Grippe von Dir wech is'."
- "Geh'se heut' A'md zu der Kleine-Natrop zu'n Stammtisch von' Bürgerring?"
- "Abba klaa' doch! Ich erzähl Dich dann davon. Geht übber'e Ennergi un'so!"
- "Ennergi is' immer töff, brauch ich getz' auch! Mach jut, Kalle."
- "Bis dann, Heinz"

20.10.2014 Der Pinsel von Alstaden und Kalle und Heinz sind in der Krise

Bebelstr. 241a
Der Maler und der Pinsel. Der Kumpel und sein Schlägel. Der Bergmann und das Licht. Der Hauer und das Erz. Der Frisör und die Schere. Der Schneider und sein Faden. Der Becker und das Mehl. Die Heimat und Frau Vier. Die Auszeichnung und das Kreuz. Also, jedes Handwerk braucht sein Zeug oder sein Symbol. Aber braucht eine Wand einen solchen (siehe oben) Pinsel? Ja! Aber nur in der Hand des Malers und von der Hand des Malers geführt, wenn sie (die Wand, nicht die Hand) die Farbe wechseln soll. Man sieht, die Verschönerungstendenzen des Alstadeners in Alstaden treffen zuweilen den kuriosen Geschmack des Geschmacklosen mit einigem "AufWand!!".

- "Kehr, nä, wat ist bloß mi'ti Welt los?"
- "Wat hasse denn aufe Seele, Kalle?"
- "Ach hömma Heinz, et ist einfach nix mehr so wie frühers."
- "Da sach'se wat, Kalle. Gib' ma'n Schluck aus Dein Flachmann. Gerda hat der Assbach immer noch versteck', weil ich mit dat Strickn nich' vorran komm'."
- "Dann bisse mitti die Sockens auch noch nich' weiter?"
- "Nä, der eine Sock'n hap'ich ja feddich, der zweite fällt mich verdammp schwer. Ich bin auch in'ne Kriese. Genau wie Du."
- "Hasse der Pinsel an'ne Want in'ne Bebel geseh'n bei der Malerbetriep DEMA von der Detlef Engel?"
- "Wie soll ich, Kalle? Dat Gerda hat doch seit unsere letzte Tour inne Flaßhof mein AOK-Schopper in der Schuppen in Gaa'ten wecke'schloss'n. Weiß'e doch?!"
- "Ach ja, getz' fällt mich widder ein."
- "Dat mit der Pinsel von den DEMA Anstreicher an'ne Want, Heinz, dat sieht aus alz'op die Want den Pinockio sein Zinken hätt."
- "Lüch' der DEMA denn?"
- "Nä, weiß'ich nich'. Ulla meint, der wollt' mit den aufrecht'n Pinsel an die Want 'n Zeich'n von seine Potenz zeig'n."
- "Nix als wie Scheiße in'ne Welt, Kalle." 
- "Du sach's'et Heinz. Ukreine, Äbulla,Venus, dä Dax un' dä BVB in Keller un' dann auch noch der Pinsel an'ne Want. Heinz wo soll dat allet hin führ'n? Mach'ma' schnell liep bei die Gerda, damit'te Dein Schopper widder kriss, un' wir entlich zu'n Kleine-Natrop mit unsere Kumpels ein Schnasseln könn'."

18.10.2014 Pilze in Alstaden und Kalle und Heinz erwähnen zum ersten Mal Ebola



Herbstzeit Pilzezeit. Der richtige Alstadener geht nun frohen Mutes hinaus in die herbstblättrige, spätspätsommerliche Natur und schaut sich nach Pilzen um. Also: Sie, die Alstadenerin, die schaut sich nach Pilzen um. Er, der Alstadener, schaut sich lieber nach Pils um. Man muss hier in Alstaden auch nicht weit laufen, um sie endlich zu finden, die Pilze (oder auch das Pils). Oben auf den Bildern sind zwei der Gattung Tekniko zu sehen. Der eine, der weißblättrige Lammellenpilz (pilzus technicus lammellicus) steht im myocelverbund mit Seinesgleichen in der Nähe Parkplatzes an der Rückseite des Wilhelm Meinicke Seniorenhauses. Die beiden anderen Teknikopilze der Gattung pilzus deichicus entlüftibus treiben ihr umtriebiges Pilzwesen auf den Wiesen des Dammes an der Deichstraße. Von dort ist es auch nicht weit zu dem putzigen, blondköpfigen Braupils, der gegen ein kleines Entgelt von der Thekenwiese bei Kleine-Natrop gepflückt werden kann.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Alles klaa'?"
- "So klaa wie Kloßbrühe, Kalle."
- "Wat is' mit'ti Ohrgassmuss-Sockens, Heinz?"
- "Kehr Kalle, ich hap Dich gestern schon gesach', dat dat nich so einfach is mit den Stricken. Nu frach nich' immer gleich wennze kommps. Sonz bleib' bei Dich zu Haus."
- "Ich frach doch nur Heinz. Musse ja nich' gleich in'ne Luff geh'n wie so'n HB-Männeken!"
- "Ja, is doch waa Kalle, immer kommpse mich mit'ti Sockens. Immer Sockens, Sockens, Sockens. Als gäb'et nix anders in Le'm, dat wichtiger is'?"
- "Meinze villeich dat Ebulla, Heinz?"
- "Hömmich bloß auf mit dat scheiß Ebulla. Ich trau mich schon nich'mehr zu die Bushalte an Berocenter wo die Schwatt'n und die anneren Paselacken aus der bunte Bunker an'ne Bebelstraße steh'n."
- "Geht mich genau so, Heinz!"
- "Stell Dich vor Kalle, da steh'ch letzenz an'ne Ampel mit mein AOK-Schopper un da fracht mich so'n Bimbo, op'er mich rübber schieb'n soll. Da hap'ich fas' wat übber mich gekrich'."
- "Un, wat has'se zu der Bimbo gesach', Heinz.
- "Gesach ...?, KEHR, ich hap der angebleff': Lass bloß deine Wichsgriffels von mein Schopper un geh' schnell zu dein Ebulla na' Haus, DU!! Sonz gibbet 'n Trampel im Gesich' gebox'!"
- "Un' dann?!"
- "Dann wa' Grün an'ne Ampel."

09.10.2014 Alstadenfee am Filmriss und Kalle und Heinz trinken Attrappen Asbach




Man kann durchaus mit Effet von der Bebelstraße in Heiderhöfen abbiegen. Oder umgekehrt von Heiderhöfen in die Bebelstraße. Doch man muss vorsichtig sein, dass man nicht doch noch beim Abbiegen quasi empassant einen 'Filmriss' erleidet. Fährt man an der Einmündung zu Heiderhöfen vorbei oder kommt aus Richtung der Überführung die Bebelstraße herunter und schaut kurz an dem 'Filmrisshaus' hinauf, dann kann man sehen, dass es außer dem oben angesprochenen rasanten Geschwindigkeits-Effet, eine liebliche, bunte, geflügelte FensterFee gibt ... und ich glaube, die dort im Fenster abgebildete Fee ist die Alstadener Zauber-FEE. Und diese sorgt auch sicherlich bei erfolgtem Filmriss dafür, dass dieser lästige & oft schmerzhafte, alkohobedingte Bewusstseinsriss mit flinker Hand wieder genäht wird. Und wenn sie es richtig anstellt, diese kleine Fee, dann bleibt auch nicht die Spur eines Kopfgrimmens zurück. Den Gang zur Apotheke und damit den Griff zu chemischen Katerkillern kann man(n)/frau sich dann sparen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hasse schon geseh'n?"
- "Wat?"
- "Draußen!"
- "Kehr Kalle, getz komm'ma auf'n Punk!"
- "Wetter! Scheiß Wetter. Et is' an Pissen, ach wat sach'ich, et gieß', Heinz."
- "Da kamma nich raus, wa'?"
- "Gedenfalls würz Du in Dein AOK-Schopper sappnass werd'n, bis'wer bei'n Kleine-Natrop sin'."
- "Alstadener Hof is woll noch weiter, wa?"
- "Du sach's'et, Heinz!"
- "Blei'mwer hier in'n Bude."
- "Kehr so'n Scheiß, ich happ mein Flachmann nich' dabei. Da geh' ich doch lieba zu mein Ulla, Glotze kuck'n. Da kann'ich wenigsens zwischendurch heimlich in Karage 'n Schluck von mein Korn nuckel'n!"
- "Kalle bleib'man hier. Kuck'ma' da vorne hintere Büchers."
- "Du hass' Büchers Heinz, da lach'ich mich abba schlapp."
- "Hap'ich auch nich'. Dat sin' keine Büchers dat is'ne Atrappe. Nu mach' schon Kalle. Greif ma' hintere Büchers."
- "Ey Heinz, dat is' ja fass'ne ganze Pulle reinst'n Assbach für besonner's staake Männers."
- "Nu nimm schon'n Schluck Kalle un' gib'mich entlich die Pulle!"
- "Hier has'se, trink'auch ma' ... schmeck' ga' nich nach Assbach?!"
- "Hass' verdammp Rech. Schmeck schaaf wie Katz'npisse. Vasteh'ch nich'. Assbach kann doch nich in 1 Monat schlech' werd'n wenn' Pulle angebroch'n is?!?"
- "H-E-I-N-Z!!!!"
- "Wat'is getz scho'widder, Geeerda?!"
- "N-I-C-H' auß'e angebroch'ne Assbach-Flasche von hinter die Büchers sauf'n!!! Da hap ich dä Res' vo'ne Möbelpolletur reingemach!"
- "Abba Scheiße, Geeeerda! ... Kalle un' ich hab'n schon Schluck genomm'n!"
- "Dann kommp getz' auch'e Maserung von Eure Holzköppe besser durch."
- "Abba Gerda, mich is' ganz schwummerich von den Zeugs!"
- "Da musse getz durch. Mich is' der ganze Tach schwummerich, wenn ich Euch beide Besoffkis nur seh'n tu!!!"

06.10.2014 Ente in Alstaden und Heinz erklärt Kalle die Grammatik des Frauen-Popos

Entdeckt auf der Motorhaube eines Kleinwagens im Flockenfeld
Der Alstadener liebt die kleinen Dinge. Nicht weil er - wie man fälschlicherweise annehmen könnte - kleinlich ist. Ganz im Gegenteil. Er ist großzügig zu und besonders in kleinen Dingen. Er stellt das Kleine immer wieder in den ganz großen Zusammenhang. Für ihn heißt es: Alstaden und die Welt. Denn schließlich sei der Name Alstaden von dem Begriff All-Staaten abgeleitet. Nur wisse das heutzutage eben keiner mehr. Und wenn dann in der Welt außerhalb Alstadens (eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, denn es gibt nichts außer Alstaden) schon so etwas wie eine Meisterschaft stattfindet, so zeigt der Alstadener, dass diese angebliche Weltmeisterschaft nichts anderes ist als eine Ente. Eine kleine Ente, platziert auf den Weiten einer großen - natürlich Alstadener - Motorhaube. Und der richtig kernige, geschichtssensible Alstadener hat darüber hinaus den Mut, seine Ansicht zu den Weltereignissen auch noch Monate nach diesen Ereignissen kundzutun. Und dies tun ganz Mutige ganz klein sogar auf der großen Motorhaube. Und er denkt sich, der Alstadener: Meine Ente hat et bei'n Fahr'n durch'e Welt von Alstaden gedenfallz immer schö wa'am an ihr'n Föttken.

- "Heiß'at getz ei'ntlich, der Ente sein Föttken oda den Ente ihr'n Föttken?"
- "Kehr, dat weiß ich doch nich', Kalle. Muss'e die Ente selps ma fraren!"
- "Ich frach' ja auch nur, weil ich letzens Heinz, bei'n Fernseh'n in'die Sendung mitti Helene Fischer für mein Ulla gesacht hap: 'Kuck'ma, Ulla, der Helene ihr'n Föttken is abba ganz schön schön.' Un' da sacht die Ulla für mich: 'Du imma mit mit dein Glotzen auf den Föttkens von die Frauns, Du geilen HansNudel mit Dampf in alle Backens. Kannze denn nich'ma woanners kuck'n bei die Fischer, wenn die so schön sink un' tanz? Tu ich doch Ulla, hap ich für mein Ulla gesacht. Un nach'ne kleine Pause hap ich dann noch so für'e Beswichti'ung für mein Ulla gesacht: 'Die Möpse von die Fischer, sin glaup'ich, bei'n Anfass'n nich' so schön mopsich wie Deine, mein UllaMauselöffelken.' - Un' da hat dat Ulla mich villeich in Parade gefahrn mit: der-ihre-seine-deine-der-seine-mir-ihre! Kehr, ich kann dir saren Heinz, mich war ganz kompott in'ne Birne. Un getz weiß'ich nich mehr: Heiß'at ei'ntlich, der Ente sein Föttken oda den Ente ihr'n Föttken?
- "Hömma Kalle, ob der oder sein oder den oder ihr'n oder ob Ente übberhaup is' doch nich' rellewant!"
- "Hass'u 'n neuet Woart, Heinz? Wat is' denn rellewant?"
- "Dat hap ich aus'n den Jauch seine Toakschau. Da sacht immer inrnxeiner von die Politikers: Dat is nicht rellewant!"
- "Ach'so, ja dann. Abba wat meinze denn getz mit den Föttken un' den rellewant?!"
- "Kumma Kalle, wichtich an dat ganze is dat Föttken selps un' op Du da dran komms.
- "Meinze dat von die Fischer, dat von die Ulla odda dat von irgendn'e andere, Heinz?"
- "Dat is' nich rellewant, Kalle! - Rellewant is' op Du übberhaupp an ein's ran kommps'!! Abba genuch getz mit'n Quasseln, schiep mich getz schnell zu'n Kleine-Natrop, ich hap'da noch'n Renndewuh mit'n schön'n blonden Föttken Pils!"

05.10.2014 Alstaden Linie 3 und Heinz erzählt Kalle, dass die Frauen mal wieder schuld waren

Straßengemälde an der Flügelstraße
Auf diesem Foto trifft das fiktive, gemächliche Alte auf das reale, rasante Neue und die hübsche, anmutige Alstadener Frau steht (vielleicht wie immer?) dazwischen. In Alstaden ließ sich die Moderne, oder sagen wir besser, das Modernistische nicht so recht mit der Tradition vermitteln. Verrottende Immobilien stehen wunderbar renovierten Gebäuden, wie auf der Bebelstr. am ehemaligen Bürgerhaus zu sehen, gegenüber. Die Straßenbahnen wurden in einem zähen Prozess von rigoroser & gedankenloser Abschaffung und zwischenzeitlicher - manchmal sogar euphorischer - Wiederbelebung letzlich bis auf das Rudiment der Linie 112 beseitigt. Die Linie 3 von und nach Alstaden, wie auf dem Straßengemälde an der Flügelstraße noch zu sehen, gibt es leider schon lange nicht mehr. Heute wird der Alstadener in Bussen durch sein Viertel bewegt. Und gar nicht mal so schlecht bewegt, aber damit auch seiner Tradition entrückt und zunehmend von sich selbst weg bewegt. 

- "Hömma Heinz, weiße noch die Linie 3?"
- "Klaa weiß'ich die noch, Kalle. Da hatt' ich noch zwei von die gesunde Stelzen, un war nich' so'n lahmen Heini wie getz!"
- "Dafür bis'se getz abba schöner und weiser, Heinz."
- "Hömma Kalle, va'aasch'n kann ich mich selps. Dazu brauch'ich kein' Pissbudenlui, dä Kalle heiß'"
- "Vadamm'ich abba auch, Heinz. Kehr. Wat bi'se heut widder mies drauf, ey!"
- "Ich hatt' seit gestern kein'n Assbach mehr, Kalle. Gerda hat der widder versteck', nur weil'ich von mein Schopper aus neb'n dä Bottich jepullert hap!"
- "Kannz Du ollen Lahmen nich besser ziel'n?
- "Nä! Nich' wenn ich kein Zielwasser in'n Kopp hap!"
- "Ma wat gaanz an'neres, Heinz. In'ne Linie 3 hap ich damals mein Ulla kenn' gelernt."
- "Genau wie ich mein Gerda. Dat wa' wohl 'ne Schixalsbahn?! Un, getz frach ich dich ma wat, Kalle?"
- "Wat? Wat frach'se mich
- "Ich frach Dich, sin'wir glücklich mit unsre Frauns?"
- "Nä, sin'wir nich Heinz, abba dat musse doch nich extra fra'n. Dat weiße doch!"
- "Un so wie uns geht'et viele Männers, Kalle!"
- "Du meinz dat mitt'n Kenn'nlern'n un' die Frauns auß'e Linie 3?"
- "Ex...ack...te.. mang, Kalle!!"
- " Un deswegen ha'm die die 3 abgeschaff ... nur wegen die Frauns?"
- " Genau Kalle, getz has'set!"
- "Nä, Heinz, dat is nich' wa'?"
- "Abba ja, Kalle!! Du sieh's et doch auf'n Fotto, Dat wa' doch alles von'ne Frauns dommeniert!"
- " Heinz, Du bis' besoff'n!"
- "Wenn'ich wierklich besoff'n wär, Kalle, dann tät'ich dich nich so'n Scheiß erzähln. Komm schiep mich schnell zu'n Natrop. Ich muss mich unbedink auf diese Linie 3 Stück Korn rein tun!"

04.10.2014 Alstadener Lebensphilosophie und Kalle hilft Heinz mit der Kneipkur aus der Depression


Eigentlich gehört das kleine Gefährt auf dem Foto oben wohl in die Liricher Straße, die ein wenig abseits des Alstadener Gebiets liegt. Jedenfalls weist das aufgeklebte Werbe-Plakat dies aus. Doch es verströmte seinen nostalgischen Kinderspielzeugcharme hier in Alstaden in der Alleestraße. Und es machte dort orangegelb darauf aufmerksam, dass es im Leben noch etwas mehr geben kann, als das alltägliche Hetzen & Hasten & Streben nach Dingen, die man nur zu einem geringen Teil wirklich benötigt. Wichtiger ist, so scheint es nach Meinung der Menschen zu sein, die dieses Plakat initiiert haben, dass man sich um seine Atmung kümmert, sich angemessen konzentriert, sich bewegt und sich eine, wenn auch nicht unbedingt praktische, so doch praktikable Lebensphilosophie zulegt. Und all das gilt wohl auch für den Alstadener im Allgemeinen, der nicht beständig vom Grau des Alltags in einen nervösen Nebel gehüllt sein möchte. Und dies kleine Gefährt suggeriert darüber hinaus, dass all das, was man braucht, seinen Platz in diesem kleinen "Modell"-Auto finden kann: Mindestens  aber zehn Kästen Bier.

- "Tach Heinz, wie geht dich heut mit de Blähjungs? Is'et dich besser wie gestern?"
- "Frach mich ma, Kalle."
- "Tu'ich doch hiermit offizzi'ell."
- "Hömma Kalle, irnxwie is' dat für mich in den Le'm nix mehr."
- "Bis' nich' imma so pessemistisch, Heinz. Dat mit'ti Blähungn is doch kein Beinbruch. Dat hat mein Ulla auch öff'ers, besonders wenn dat Knowi in Sallat gemach hat."
- "Na danke! Dat 'mit kein Beinbruch' muss'se unbedink ein' an'ne Beine Gelämpt'n wie mich an'n Kopp schmeiß'n! DU bis' mich'n 'n waaren Kumpel!"
- "Kumma Heinz, so mein ich dat'doch nich'. Ich mein bloß, datte bisken posetiwer sein sollz."
- "Wie soll'ich denn posetiwer sein? Von mein DingsBumms an apwärz gelämp, an' AOK-Schopper gefesselt, Komputer mi'ti geile Bilders kaputt ... un'ne Olle, die ein'n nich' ran läss un der ganze Tach nur putzn tut. Un immer muss'ich mich neue Vastecke für mein Assbach überlegn. Dat is' doch kein Le'm, Kalle."
- "Dann kuck'ma da, wat auf die Nuckelpinne von die Taiwans steht?!?!! Du brauch's dring's 'ne pracktiche Le'msfillesofie!"
- "Wat'n für'ne Le'msfillesofie. Ich brauch vier Assbach un paa Bierkes! Dann geht mich dat auch ohne Fillesofie widder bess'ens."
- "Du brauchs de Alstadener Lebensfillesofie von den berühmten Kneip! Heinz ... un' ich helf dich praktisch dabei durch Schopperschieben von'ne Kleine-Natrop bis zu'e Flotte un' zu den Alstadener Hof un widder zurück in'ne Kleine-Natrop ... un'soweiters ... unsoweiters."
- Wo'ße Rech' hass, has'se Rech', Kalle. Los fang an mit Schopperschiebn. Mit'n Gedank'ns an diese berühmpe Kneipenkur geht mich schon viel bessers in meine Depresson."

01.10.2014 Leere Liegen in Alstaden und Heinz erklärt Kalle die Magie von Gerdas Würze


Da stehen sie oder liegen sie nun die Liegen als Reste des Sommers. Als Reste sonnenbadsonniger, sonnenöliger Sommertage. Und als Reste der letzten sommerlich angewärmten, gelbblättrig karotinen Herbst-Tage, an denen man gegen Nachmittag gerne schon einmal eine dünne Decke bis zur Hüfte hochzieht, wenn man - wie hier im Hinterhof eines Alstadener Zwei/Dreifamilienhauses zu leicht bekleidet auf der Liege liegt. Oder besser lag. Denn jetzt liegt ja nun offensichtlich niemand mehr dort. 
Doch wenn der Betrachter ganz genau hinsieht und dabei die Augen zu einem schmalen Lidspalt schließt, dann mag er mehr schemenhaft ahnen als wirklich sehen, dass auf diesen Liegen auch jetzt noch zwei Sonnen-Bräune-Suchende spärlich stoffbedeckte Körper liegen. 
So wie die Phantombilder auf unserer Netzhaut, wenn man zu lange ein grell beleuchtetes Objekt angesehen hat, bleiben auch die Nachbilder des Sommers noch eine Weile auf unserer Hirnrinde haften. Bis sie (die Nach- oder Phantombilder) über die welken Zeiten des Herbstes und die kahlen Monate des Winters fast verblassen, um dann im Frühling wieder an Intensität zu gewinnen. Aber vielleicht ist es auch einfach so, dass wenn zwei Liegen auf jeden Fall Einer steht?!

- "Wat sach'se dazu Heinz?"
- "Wozu?"
- "Kehr, zu die zwei leere Liegens!"
- "Hömma Kalle, wat soll ich denn zu zwei leere Liegens sag'n? Zu zwei leer Pullens, da könnt'ich wat sagen."
- "Wat könnze denn zu zwei leere Pullens sagen?"
- "Zu zwei leere Pullens könnt'ich sogar schrei'n, Kalle."
- "Vasteh'ch nich' Heinz, wat gibbet denn zu zwei leere Pullens für zum Schrei'n.
- "'GEEEERDA zack, zwei neue Pullens Pissfix, abba DALLI!' Dat, Kalle, dat gibbet bei zwei leere Pullens zum Schrei'n. Abba zu zwei leere Liegens fällt mich patu nix ein, Kalle!"
- "Kannze dich denn ga' nich' vorstellen, dat'te da mit dein schön Gerda in'ne schöne Sonne liegs', wenn schön Wetter is un' schön de Sonne schön von den Himmel auf den schön'n Köarper von dein schöne Gerda scheint?"
- "Sach'ma Kalle, bis'se getz an Durchdreh'n ... odda so ... - ?!? - ... odda has'se Entzuch, odda Hallezionen, odda wat?!"
- "Wat bis'se denn so angepiss', Heinz?"
- "Hömma Kalle, dat mit'ti die viele "Schöns" in Dein Satz eben is' schon Scheiße, abba dat ich mich den Leip von mein Weip auf'e Liege voastell'n soll, iss'a voll der Gipfel von den Monte Schlacko überhaupp! Ey, willz'e unbedink, datt'ich in'ne Klapse komm'? Dann mach nur so weiter, Du ollen Blödmannsgehilf'nAnwärta!?"
- "Nä Heinz, lass'man, ich bin doch dein Kumpel."
- "Wennze mein Kumpel wärs, Kalle, würze mich nich sagen, ich soll mich mein Gerda nackicht in'ie Liege vorstelln. Wennze mein Kumpel wärs, Kalle, würze sagen ich soll mich die Schöne-Möpse-Lutsche von mein Nachbar, von die ich dich vor paa Tage erzählt hap, voarstelln. Wennze mein Kumpel wärs, Kalle, würze mich in Schopper getz sofoart zu'n Kleine-Natrop schieb'n. Wennze mein Kupel wärs, Kalle, würze mich danach zu die Keulens in den Haus Eden schiebn. Un' wennze mein richtigen Kumpel wärs, Kalle, dann würze der Lieben Gott sein, un' mich von meine Lähmung heil'n. All dat würze mach'n, wennze mein Kumpel wär's!!"
- "Kehr Heinz, getz mach'ma' halplank! Du mit Dein 'Würze Würze Würze Würze' ..... Du hörs' dich an wie'n Maggi-Vatreter auf Brühwürfel, bei dem'e Eiernudel in'ne Tüt'nsuppe tanz'."
- "Hömma Kalle, dat nimmps'e getz abba emtewell in alle Instanz'n zurück, DU!"
- "Nur wennze mich sofortemang zwei Täsken Assbach zu'n verlöten gips, Heinz ... abba auch nur dann!"

28.09.2014 Muscheln & Oktoberfest bei Kleine-Natrop und Kalle denkt immer nur an das EINE


Na, da liest man's. Da sieht man's. Sie können also wieder gefangen werden. Die Muscheln. Oder sie wurden schon gefangen. Und können jetzt gegessen werden. Und es sind Muscheln rheinischer Art. Und es sind Miesmuscheln. Aber da sie rheinischer Art sind, werden sie wohl zurzeit in der Küche gefangen (gehalten). Denn da kommen sie letztlich her, wenn sie endlich mit geöffneten Schalen duftend vor dem Gast auf dem Teller in einem scharfen Sud ein letztes Mal von den Gezeiten künden. Mytilus edulis. Die essbare Muschel. Und ich weiß, dass wenn Sie sich entschließen, die hier bechriebenen Muscheln bei Kleine-Natrop zu essen, diese Erfahrung zu einem Gaumenvergnügen wird. Sie werden es nicht bereuen. Genau so wenig, wie Sie es bereuen werden, in dieser gastlichen Gaststätte am 24. und/oder 25. den Oktober feste zu feiern. Warum auch immer der Oktober gefeiert werden muss, so wird er, wie man liest, eintrittsfrei mit Schunkel- und Tanzmusik gefeiert. Und einer der mit Vornamen DJ und mit Nachnamen Stephan heißt, macht als Musi-Belustiger auch mit.

- "Hömma Kalle, wat hälze heut A'mdt von schaafe Muschelns?"
- "Welche meinze, Heinz? Die von'ne Flaßhof odda die von den Kleine-Natrop?"
- "Kehr Kalle, die von'n Natrop natür'ch!"
- "Willze mit Dein AOK-Schopper dahin?"
- "Wat'n sonz? Kalle? Ich bin seit der Unfall vor 20 Jahre von meine Genuss-Wurzel an appwärz gelämp, dat weiße doch?! Wie soll'ich denn getz' widder an Lauf'n komm'? Soll'ich etwa zu'n Kleine-Natrop joggen? Wie kannze mich alz dein gelämpten Kumpel? ... ?!! ... Kehr - ?! ... mich fehl'n de Woarte ... denk'se denn ga'nich an'ne Inkluson? Et is' woll so wie mein Gerda letzens sacht: 'Heinz, der Kalle, der wo dein Kumpel is, dat is'n gaanz geilen Bock, der denk' immer nur an dat EINE! Du muss'ma kuck'n, wie dä mich auf'e Geräte kuck, wenn dä kuck!'
- "Tut mich Leid Heinz, mit deine gelämpte Beine un' die Euters von dein Gerda, weiße doch. Abba ich sach immer, besser nur an dat EINE denk'n, alz übberhaup nich denk'n. Ohne Denk'n krisse doch leich'n Loch in den AlzEeimer."
- "Kehr komm, hör' auf mit dein fillesoofischet Gesabbel über der Sex .... getz mach' mich entlich dä Schiebemann rübber zu'n Kleine-Natrop. Ich hap Hunger auf die lecker Muschelns. Gib Stoff Kalle! Un' lass' bloß Deine Wixgriffels von meine Olle! Sonz gibbet auf'e Rübe mit mein Krückstock!"
- "Wat'is mit'n VersöhnungsAssbach, Heinz?"
- "Nä, dä Assbach kannze Dich heut abschmink'n, Du olle Schlauchnase!"