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08.10.2014 Alstadener GesundHerbst und Heinz will mit Kalle als Komplize Gerda mit Fichtennadelbadewasser in der Badewanne ertränken

Alstadener Apotheke Bebelstraße
Wodurch wird man oder bleibt man gesund? Durch die vernünftige Ernährung. Durch die tägliche Bewegung. Durch die angemessene Lebensführung. Durch die Behandlung des Arztes. Durch die Medikation im Krankheitsfall. Durch die Beratung des Apothekers. Und hier schließt sich der Kreis; denn in der Apotheke auf der Bebelstraße wird man nicht nur durch Beratung, durch den Kauf von Heilmitteln oder durch ein mitfühlendes Gespräch gesund, sondern auch - im Schaufenster der Alstadener Apotheke ist es zu lesen - durch den Herbst selbst. In großen Lettern steht dort geschrieben: Gesund durch den Herbst. Das heißt also, dass man einfach durch eine Jahreszeit gesund bleiben & werden kann. Und so kann sich dann jeder seine Gesundheitsjahreszeit in Alstaden aussuchen. Der robuste Alstadener wird gesund durch den Winter, die zärtelnde Alstadenerin durch den Frühling, die sportlich robuste durch den Sommer und alle zusammen eben - wie es die Alstadener Apotheke in der Bebelstraße vorschlägt - durch den Herbst. 
Offensichtlich ist es der Husten, der den Menschen zu dieser Jahreszeit am meisten zu schaffen macht & darum wird so massenhaft der ACC-Hustenlöser akut empfohlen ... wohl ganz nach dem Motto: "Husten wir haben ein Problem!"

- "Hömma, sach'ma Heinz, hasse dat inne Appetheke geseh'n?"
- "Nä, wat is' denn da?"
- "Sieht so aus alz wär' hier in Alstaden übberall der Husten los!"
- "Ja un', Kalle, wat hat dat mit mich zu tun?!"
- "Nä, ich dachte nur an dä Willi mit seine Stauplunge, Heinz. Bei den pfeif' dat ja immer so schön bevor der husten tut."
- "Stimmp Kalle, wenn ich der Willi hör' muss ich immer an dat Ilse Werner von frühers denkn. Dat hat doch immer so schön die Liedkes pfeif'n können."





- "Abba dat hat doch nich' so'n Husten jehapp, oder?"
- "Nä, dat hat nur geflötet un' jesungen."
- "Apropo ...."
- "Kehr kalle, nich' so laut, wenn dat Gerda "popo" hört, dann streich' dat mich noch länger dä Assbach!"
- "Ich mein doch apro .... singen, flöten, Frauens un' Husten ... kennste dat Wittni Husten?"
- "Is dat aus Alstaden?"
- "Hömma, dat wa' die ammerikanische Sängerin, die so jut 17 Oktavien oder so singen tat, un die hieß Husten. Is dat nich' komisch? Stell dich vor, du täts Heinz Husten heiß'n?!"
- "Ja, un' Du Kalle Keuchhusten!"
- "Getz ma' in ernz, Heinz. Dieset Husten is' inne Badebütt ersoff'n!"
- "Watte nich sach's Kalle, in echt? Konnt' dat' nich' schwimm'!?"
- "Muss wohl. Eben hat'et noch jeträllert un' dann, ZACK, FichtnNadelbadewasser in'ne Luffröhre un' aus .... kein Ton mehr, nix! Noch nich'ma 'BLUBB'!"
- "Un' allet von Sing'n in'ne Badebütt?"
- "Wenn'ich et doch sage, Heinz!"
- "Hömma Kalle, kannze dein Ulla nich sagen, die soll den Frisör von die Gerda sagen, dat dat Singn an Samstag in'ne Badebütt Frauens immer noch mehr schöner mach'n tut?!"
- "Warum dat, Heinz?"
- "Versteh'se denn nich' Kalle? Der Frisör erzählt dat dat Gerda. Dat Gerda geht in'ne Badebütt  un' sink' laut so'n Heino-Schlaga; un' !rubbeldiekatz! Fichtennadelbadewasser in'ne Luffröhre wie bei dat Husten, un' Gerda ersäuf in'ne Wanne!"
- "Kehr Heinz, dat is' ja Morrtt! Kehr bis'u prutaal!!"
- "Nä Kalle, dat is Notwähr nach Quäl'n von'en gelämp'n Behindert'n durch Liebes-Entzuch."
- "Abba Kalle, Du lieps dat Gerda doch ga' nich' mehr!"
- "Abba der Assbach, un' der hat mich dat Gerda widder entzog'n!!"

30.09.2014 Handwerk in Alstaden Liedgut und Heinz hat Gerda unsittlich berührt und Kalle bringt die Hose zum Schneider

Das Bild üben links ist von Andreas Praefcke
Schneidri, schneidra, schneidrum Volkslied (um 1850)

1.Schneidri, schneidra, schneidrum,
schneidri, schneidra, schneidrum.
Ich bin der Meister Schneider
und mach den Leuten Kleider
im Land weit herum,
im Land weit herum.
2.Ich Schneider bin ein Mann,
ich Schneider bin ein Mann,
kann einem neues Leben
durch meine Arbeit geben,
daß es passieren kann!
Ich Schneider bin ein Mann,
ich Schneider bin ein Mann.
3.Spott kein'm der Schneider mehr,
man halte sie in Ehren;
wenn keine Schneider wären,
wir liefen nackt herum.
Schneidri, schneidra, schneidrum,
schneidri, schneidra, schneidrum.
4.Ich sitz und schau mich um,
ich sitz und schau mich um,
als wenn ich Kaiser wäre,
mein Zepter ist die Schere,
und mein Tisch das Kaisertum.
Ich sitz und schau mich um,
ich sitz und schau mich um.

Naja, in der dritten Strophe kann man es lesen: Was wir wären und wie wir wären, wenn es sie nicht gäbe. Unsere Schneider. Nämlich nackig. Drei von den Änderungsschneidereien habe ich mir hier aus dem Stadtteil Alstaden sozusagen aus dem Gesamtangebot herausgeschnitten. Allerdings nicht mit einer Schneider- sondern mit der ganz gemeinen Wortschere. 
Bei zweien von Ihnen habe ich selbst arbeiten lassen und beide haben tadellos geschneidert. Es bestehen also keine Bedenken, warum all die hier nicht genannten Alstadener Schneider nicht auch sehr gut ihr Handwerk verstehen sollten. 
Doch wer - wie ich - schon ein wenig älter ist, wird dieses oben genannte Schneider-Lied sicherlich auch vor vielen Jahren zu Schulzeiten gesungen haben. Wir hatten damals einen Musiklehrer namens Kiwelitz und dieses Schneiderlied war sein Lieblingslied. Und er ließ es uns darum zu jeder Gelegenheit, die sich ihm bot und uns darum geboten war, singen. Es war sein, des Musiklehrers, kanonisches Lied. Das heißt, wir wurden in Gruppen aufgeteilt und mussten es im Kanon singen. Immer und immer wieder. Dieses Lied und andre Lieder. 
Wie der Schneider im Schneidersitz immer und immer wieder Nadel und Faden in geschlungenen Bögen durch den Stoff sticht und zieht. Immer und immer wieder wie schon vor Jahrhunderten in Alstaden der Bauer die Furchen mit dem Pflug in den Acker zog und der Kumpel viele Jahre später immer und immer wieder mit Schlägel & Eisen unter Tage dem Flöz die Kohle abtrotzte. Handwerk in Alstaden. Ob Schneider oder Maler, ob Frisör oder Installateur sie lebten und arbeiteten und tun's noch heute, während der Kumpel seine Staublunge ins Grab hustete. Und letztlich der Alstadener Bergmann ausstarb.

- "Na, Heinz wie geht?"
- "Muss."
- "Un' bei Dich, Kalle?"
- "Muss auch."
- "Komm'se mit aufn Bierk'n inne Flotte?"
- "Geht nich, Kalle."
- "Kehr Heinz, ich schiep Dich doch mit dein AOK-schopper zu're Flotte."
- "Hömma Kalle, ich kann doch nich' inne Boxerschorz inne Flotte."
- "Ziehs'e e'md'ne lange Buxe an."
- "Geht nich."
- "Kannze noch wat mehr alz die zwei Wörters?"
- "Nä, getz nich'."
- "Kumma Heinz, hier nimm'ma 'n tüchtigen Schluck von den Korn aus mein Flachmann, dat lös' Dich'e Zunge un'so'weita'un'so'foart. Un' dann zieh'ße de Buxe an, un' app inne Flotte."
- "Kehr Kalle, Dat geht nich, mein Gerda hat mich de Beine von'ne Buxe zusamm'genäht."
- "Warum dat'dann, dat'is doch unpraktisch."
- "Kehr, wen sach'se dat, Kalle?!"
- "Abba warum hat dein Gerda dat denn gemach'? Sach doch entlich."
- "Dat wa so, Kalle: Dat Gerda hat sich an Backof'n gebück' für zum lecker Kuch'n rausholen. Ich saß danebe'n inne Nähe an Küchentisch in mein Schopper. Un' da hap'ich'se mit'te rechte Hant von hintn untn untere Schürze an ihr'n Dinx gepack'."
- "An wat für'n Dings, Heinz?"
- "Kehr Kalle, an den DINGS da ebendt."
- "Ich weiß nich' wat'te da für'n Dinx meinz, Heinz."
- "Mann Kalle, biss'u abba schwer von Kapee!"
- "Dat Dings, wo die Frauens bei'n Fahrrad fahr'n mit auf'n Sattel sitzen tun."
- "Du has' der Gerda sein Fahrrad an der Sattel gepack!?? Du bis'sa perserv, Heinz!"
- "Nä KALLE, an dat, womit'ie da sitz!!"
- "Ach, Du meinz, an'ne Honichwaabe von dein Gerda. Mann Heinz, wenn'ich dat bei mein Ulla gemach' hätt', tät ich getz in Hellios auf'e Intensiv an'ne Schläuchkes häng'n. Wie kannze auch nur so'n Tabu mach'n Heinz? Mannmannmannmann!!"
- "Kehr Kalle, dat'is einfach die Natur in mich. Wennze so lank wie ich an dein AOK-Schopper gefesselt bis, dann krisse scho'ma staake Frühlings'efühle, wenn Dein Frau an'n Oof'n für lecker Kuch'n bücken tut."
- "Abba doch nich in Herbs' Heinz, wenn'e Blätters fallen. Gib mir getz ma deine Bux, ich geh damit zu den Ännerungsschneider auf'e Bebel. Der mach' dich an die widder die Löchers für deine Stelzn offen. Un' dann schiep'ich uns ap zu'n Kleine-Natrop auf paa' Kuarze mit paa Bierken dran. Dat is' wie der Lethe von'ne olle Griech'n zu'n Vergess'n."

Erdiz Schneiderei Flockenfeld 49, 46049 Oberhausen - Alstaden-West
Schneiderei Adata Alstadener Str. 46, 46049 Oberhausen - Alstaden-Ost
Ugurlu Zeki Änderungsschneiderei Bebelstr. 147, 46049 Oberhausen - Alstaden-Ost