14.11.2014 Das MüllgebührenDesaster - aber unsere Müllmänner in Alstaden sind quirlig & fleißig wie immer und Kalle erzählt Heinz den Handtuchtrick von Erwin ... na ja, fast ....



Da laufen sie, die Müllmänner in Alstaden, quirlig, geschäftig, wieselflink & kompetent von Straße zu Straße, von Straßenseite zu Straßenseite, von Bürgersteig zu Bürgersteig. Ziehen, schleppen, heben, schieben Müllcontainer, ganz gleich welches Wetter sie dabei begleitet und an ihren müden Körpern zerrt. Nahezu immer stehen sie zur Verfügung, um uns von den Dingen zu befreien, deren wir nicht mehr bedürfen. Und das beseitigen, was wir dem Abfall übergeben haben. Die Müllmänner entsorgen den Wohlstandsrest, der von uns abgefallen ist und das, was wir von uns haben abfallen lassen (müssen). Ohne sie, die Müllmänner, die Männer an der Tonne, würde uns das, was wir produzieren, ge-brauchen & ver-brauchen und als Wegwerf-Gesellschaft im Ganzen ausscheiden, ersticken.
Apropos 'ausscheiden': Beschissen, ja ganz beschissen ist es, wie abfällig und ignorant uns die Oberhausener Politiker (O!WEH-ling) behandeln und in Verbindung mit der GMVA und Remondis bescheißen und über die Müllgebühren, die wir Bürger zu entrichten haben, ständig abzocken
Doch weder wir noch die Müllmänner haben etwas von der hohen Profitabilität und der damit verbundenen spektakulären Umsatzrendite in Höhe von 38,5 Prozent
Also: Die Politiker und Politikerinnen, die für dieses Finanz- und Gebührendesaster verantwortlich sind, mögen endlich von uns abfallen!! Und dann von "unseren" Müllmännern fachgerecht entsorgt werden.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Muss!"
- "Wat mach' Dein' Lähmung, Heinz?"
- "Kehr Kalle, wat soll die schon mach'n? Die macht mich lahm, wie immer. Un' fesselt mich an der AOK-Schopper, wie immer! Odda has'se gedach', ich könnt' heut' mit Dich Foxtrottel 'ne Runde tanz'n? Erzähl mich besser ma' dat mit den Erwin un' sein Han'tuch, alz mich so saublöde Fragens nach meine lahme Stelz'n zu frag'n!"
- "Hömma Heinz, seit der Tod von den Erwin sein Frau wohnt der ja in die kleine Altenheimbude mit den betreut'n Wohn'n von'ne AWO dran. Auß'e alte Wohnung hat der allet verkauf' un' zu'n Müll getan, wegen der Ballast un' die viele Erinnerungs an seine Olle. Un' der Erwin hat getz' nur genau vier Han'tüchers für zum Apptrocknen von sein ollen Köarpa un' dat bisken Poz'zlan auß'e kleine Fitriene."
- "Ja un'? Wie weiter?"
- "Pass'auf, der Erwin hat mich dat genau erklärt: In'ne ers'e Woche wo dä da wohnt, hatt'er dat ers'e Hanttuch für sein Kopp, für untere A'me un' sein KaffeTasse un' sein Besteck un' seine Fingers für zu apptrocknen genomm'."
- "Waa't ma' ebenz, Kalle, mein Gerda ruf'."
- "Watt is' Gerda?"
- "Heinz, sach' Dein Kumpel Kalle, er soll sich schnellzenz vazieh'n. Du muss getz' mit Dein gelämpt'n Assbachköarpa auf der Wannenliff' für zum Wasch'n von Deine ganze Glieders.
- "Och doch nich' getz, Geeerda, mein Schnubbelmäusken?!"
- "Kehr Heinz, Du müffels schon seit Sonntach wie'n Utterbock! Is'ja nich mehr zu'n Aushalt'n mit Dich in eine Bude!!""
- "Has'se gehört, Kalle? Ich muss! Erzähl' mich Morg'n weiter, abba gipp mich ers'noch'n Schluck aus Dein Flachmann!"
- "Hier. Nimm schnell, Heinz! Un' bis Morg'n dann. Ich verzieh mich, sonz wäsch' dat Gerda mich noch mit. Un' wasch Dich gründlich die Poperze, damit'te so sauber bis, wie damals bei Deine Kommelllion nach'e Beichte in'ne Seele!"

13.11.2014 Unendliche Verlängerung des Handballspiels TUS Alstaden vs TV Issum und Kalle hat nach dem Besuch von Erwin Stinkefinger

Schild am "Sonnenscheinhaus" Bebelstraße aufgenommen am 30.10.2014

Wenn der Alstadener etwas beginnt, dann kann er oft gar nicht mehr damit aufhören. Wie auf dem Ankündigungsschild an der Bebelstraße am 'Sonnenscheinhaus' zu lesen, "beginnt" das Handball-Meisterschaftsspiel gegen den TV Issum am 04.05. (ich nehme mal an im Jahre 2014) mit dem Anwurf um 11:30 Uhr und scheint nicht zu enden.
Das Foto wurde am 30.10.2014 aufgenommen. Darum müsste es eigentlich "begann" und nicht "beginnt" heißen. Also entweder läuft das Spiel immer noch oder die Anzeige ist schon die Vorankündigung für das Jahr 2015. Zuzutrauen wäre das dem cleveren Alstadener. Er hätte damit einen immerwährenden Handballmeisterschaftsspiel-Ankündigungskalender mitten in Alstaden ja, nicht nur erfunden sondern zugleich realisiert. 
Auf der Seite des TUS Alstaden war über dieses Spiel nichts zu finden. Bezüglich der Vereinsseite sollte der den Webauftritt betreuende Herr Agethen noch etwas digital nachsteuern. Seine Backwaren sind erheblich besser. Die WebSite ist: Zu überladen, zu wenig wirklich informativ, bietet zu viele nahezu "leere" Links und ist im Ganzen zu unstrukturiert. Und darum war über dieses oben angekündigte Spiel auf der TUS-Folge-Seite rein gar nichts zu finden. Nach Recherchen im Internet zeigte sich dann, dass TUS Alstaden dieses Spiel gegen TV Issum 0:2 verloren hat. Und zwar am 04.05.2014. Das ist also wohl der Grund, alles ganz & das dann auch ganz schnell zu vergessen. Aber unter dem Schild prangt ja die "Burger"nahe 3€ Aufmunterung "Cheeeese" für's nächste Spiel am 04.05. um 11:30 Uhr vielleicht in 2015. Glück auf! TUS Alstaden!!

- "Tach Heinz."
- "Auch so, Kalle."
- "Wat'is datt'dann, Heinz? Bis'se getz 'n gaanz Vornehm'n gewor'n un' sach's auf dein alt'n Kumpel nich' mehr Tach?!"
- "Hömma Kalle, has'se ei'ntlich ma' widder der Erwin auf seine kleine Bude in dat Altenheim besuch'?"
- "Du meinz, in sein klein Zimmerken mit der winz Boiler un'ie winz Brause dran!"
- "Genau!"
- "Jo, letz'enz. Vor'n Monat odda so. Un' da is' mich aufgefall'n, dat mich die Fingers immer so stink'n, wenn ich mich bei der Erwin nach'n Pullern die Prank'n gewasch'n un' appetrocknet happ."
- "Kein Wunder, wennze Dein 75 Jahre altet Moppet in'ne Hant hattes'. Gerda sacht imma für mich: 'Dein Kumpel Kalle riech' ich schon, wenn dä die Tür von unsern Voarga't'n aufmachen tut.'"
- "Kehr Heinz, Dein Gerda meint mein Aff'erSchääf, dat ich mich immer in Gesich' un' untere A'me tu."
- "Dat glaups auch bloß Du, Kalle."
- "Nä Heinz, dat bei der Erwin mit'ti Stinkfingers nach'n Hanttuch is wat anderet. Ich weiß auch watt. Erzähl'ich Dich Morg'n. Muss getz schnell mit mein Ulla zu'e Poddelogin weg'n die Dibetismaukens un' die Nägels zum kürzer mach'n!"
- "Un'?"
- "Watt'un'??"
- "Heut kein Schluck aus Dein Flachmann, Kallekumpel?!?"
- "Dä Flachmann happ'ch weg'n Auto zuhaus gelass'n."
- "Kehr, Du bis mich villeich'n Dullmann!!"

12.11.2014 Der matschige Martinszug der städtischen KITA in Alstaden und Kalle erklärt Heinz das Lichterfest und Heinz kontert mit der Monstranz

KITA-Martinszug durch den Ruhrpark in Alstaden
Sankt Martin: Wie jedes Jahr, teilt der ehemalige römische Soldat, auf seinem Pferd sitzend mit dem Bettler seinen Mantel, reitet davon und wird später dann ein bisschen heilig. Diese Szene wurde und wird dann immer wieder nachgestellt. Die Kinder fackeln & laternen bunt durch die Nacht. Eine Blaskapelle bläst dazu "Lateea'rne, Lateea'rne ... Sonne, Mond und Steea'rne ...." Sie singen das aus vollen Kehlchen (also Martinskehlchen, keine Rotkehlchen) und die Erwachsenen, insonderheit die Männer, brummen anheimelnd und beruhigend die bekannten Melodien mit. Nach einer halben Stunde hat der fiktive ReitersMartin das lodernde Feuer erreicht und teilt wie schon geschrieben seinen mittels Druckknöpfen zusammen gehaltenen Mantel. Der 'Lichterzug' findet damit sein Ende und die Kinder trotten fröhlich an den Händen ihrer Eltern nach Hause. Köpfen den Weckmann, stecken sich die obligatorische weiße Tonpfeife in den Mund und sind nun ein Jahr erwachsener als im Jahr davor.

Ja, so sollte es eigentlich sein. 

Aber so war's gestern leider, leider nicht beim Martinsumzug der Städtischen KITA in Alstaden. Wir, Kinder und Angehörige, stapften durch den Matsch über stockfinstre Pfade eine Runde im Ruhrpark herum. Eine Blas-Kapelle zur Begleitung von Kinder- und ErwachsenenGesang war nicht dabei. Der Martinsszug zog stumm und stumpf seines morastigen Weges. Verhalten gesungen wurde nur an den zuvor festgelegten Haltepunkten; begleitet von dem kaum hörbaren Geschrammel einer aus dem Dunkel eher molltönenden Klampfe. Die Erwachsenen sangen dann dort die Martins-Lieder von den pergamentenen und beschrifteteten Seiten kleiner Handlaternen ab. Fröhliche Kinderstimmen waren kaum zu vernehmen. Das alles glich mehr einer Nacht-Walkingübung in schwerem Gelände für Groß & Klein. Einen Martin hoch zu Pferde gab es nicht. Damit natürlich auch nicht das gerade für Kleinkinder so wichtige, sinnbildliche Schauspiel des gütigen, barmherzigen Martin, der seinen Mantel mit dem Bettler teilt. Nach mehr als einer Stunde hatte man den Sankt Martin endlich zu Tode gelatscht. 

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma Heinz, wat hälze von die heutige Martinszüge?"
- "Wieso, fahr'n die denn widder? Ich denk der Weselsky streik'?"
- "Kehr Heinz, bis'se heut abba widder witzich, ey?! Sach ma' ährlich, wat hälze von die?"
- "Hömma Heinz, mit den AOK-Schopper fahr' ich da doch nich' mehr mit. Früher bin ich noch neben den Ulligen von mein Neffen mitgerollt, getz intressiert mich nur noch die Martinsganz, die dat Gerda so lecker braten tut. Un' dann dä Rotkohl mit dabei!" 
- "Has'se auch gehört, dat man auf der Martinszuch weg'n der Mikranten, Islamer un' die Muslimer ga' nicht mehr Martinszuch sag'n daa'f?"
- "Un' wie heiss' dä Zuch getz?"
- "Damit dat nich mehr religisös klink', sagen die getz immer 'Lichterfest' oder so dadrauf."
- "Un zu'e Monstranz sag'n die dann betimmp bald in'ne Kiarche: 'Zeigegerät von heiliget, weißet Esspapier'. Kehr Kalle, die ha'm heut doch alle ein'n an'ne Klatsche!"
- "Wo'ße Rech' hass', hasse vadammp Rech', Heinz!"
- "Kalle, gipp' mich schnell von Dein katholisch'n Flachmann mit den schaa'fen heilige Geiss' drinne, sonz kieg'ich Migrazonblähungs!"

11.11.2014 Die Ausbeutung des Kumpels in Alstaden und Heinz klärt Kalle darüber auf, dass in der Flaßhofstraße schon die EU-Richtlinie 'Einschlitztoaster' praktiziert wird


Gedenktafel im Park an der Behrensstraße
Protegohaube im Park an der Behrensstraße


Die Zeche zahlen immer die anderen. Damit ist eigentlich nichts Gutes gemeint. Obgleich es ja zuächst so scheint: Man selbst verzehrt und ein anderer zahlt. Ist doch gut, oder? Genau so war's hier in Alstaden mit der Zeche Alstaden. Aber hier zahlte der Arbeiter, der Bergmann, der Kumpel die Zeche. Und er zahlte sie exakt 116 Jahre lang, von 1857 bis 1973, in etwa 650 Meter Tiefe oder Teufe, wie es auf Bergmännisch heißt und auf dem abgelichteten Schild zu lesen ist. Er, der Bergmann, zahlte sie mit seinem Leben - diese Zeche -, mit seiner Arbeitskraft und zuletzt mit seinem Arbeitsplatz. Die RAG (in englischer Sprache bedeutet "rag" = Lumpen) ... also diese Lumpen der ehemaligen Ruhrkohle AG vernichteten die Arbeitsplätze der Kumpels. Richteten sie zu Grunde, stürzten sie in die wirtschaftliche 'Teufe'. 
Aber die Kumpels und mit ihm die Alstadener richteten sich wieder auf. Sie er-richteten mit Hilfe der Bürgerring-Initiative Wohnsiedlungen über den ehemaligen Bergwerken. Und ver-richten seit dem Niedergang des Bergbaus nun zeitgemäße Arbeiten und Handwerke. Die letzten Zeichen der früheren 'flammenden' Liebe zum Bergbau, der so viele Arbeiter kläglich ernährte und nur Wenige (die Bonzen & Politiker) reich machte, sind die Protegohauben (siehe Abbildung) auf den Wiesen über den still gelegten Schächten. Die Bergwerkbesitzer verzehrten den Profit - und der einfache Kumpel zahlte deren Zeche mit der Währung: Lunge. Staublunge
Mit einigen dieser betagten Kumpels kann man sich heute noch im Wilhelm-Meinicke-Haus an der Behrensstraße über den Niedergang des Kohlebergbaus in Alstaden unterhalten. Und man hört ihre geschädigte Lunge rasselnd dazu "Glück auf" auf dem Bergarbeiter-Emphysem pfeifen. Dem einzigen Instrument, das jeder Kumpel ganz ohne Übungsstunden nach ein paar Jahren unter Tage wie aus dem 'effeff' beherrschte. 

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat is' mit Dein Heizung, Kalle?"
- "Die läuf widder tipptopp. Allet schön wa'm widder an'ne Backens, un' Ulla brauch' in' Haus kein Liebestöter mehr für zum Anzieh'n. Hat auch so sein' Voarteile!"
- "Wat meinze damit?"
- "Kann'ich Dich nich erzähl'n, is zu unanständich."
- "Kehr, sach schon, Kalle."
- "Nä, sach'ich nich'! Du erzähl's mich ja auch nix von Dein Gerda un'ne Oargassmussmussockens."
- "Datt'is' ja für mein Gerda auch zu komperomertierent. Da brauch' ich noch'n bisken Zeit, um dat allet in'ne richtige Wörters für Dein kindlich Gehör zu tun."
- "Ma wat an'neres Heinz. Has'se dat auch in'ne BlödmannsBILD geles'n? Die EU will'ie Doppleschlitztoster appschaff'n. Die soll'n nur noch ein Schlitz ha'm!"
- "Dat ha'm die in'ne Flaßhofstraße schon lang."
- "Wie meinze dat? Schon bevor'e EU dat verlank?"
- "Hömma Kalle, die ha'm da alle nur ein Schlitz für richtich zun' Tosten."
- "Kehr Heinz, has'se da etwa scho'ma'n Toas' verschnabbeliert?"
- "Kla' Kalle, immer Donne'stachs wenn mein Gerda mit Dein Ulla bei die Tuppa-Mädels die Tuppadöskes sortier'n tut."
- "Getz happ'ch kappiert Heinz!! Du bis mich villeich' 'n gewieft'n Bischeck, ey?! Hier has'se 'n Schluck aus mein Flachmann, un Prossatta un' app dafür!"

10.11.2014 Das Fenster in Alstaden als Tor zur Welt und Kalle hat ein Problem mit den Eiern und Heinz mit dem Likör


In der Kuhle
Auf der Behrensstraße

Was macht der Alstadener, wenn er kein Fern sieht? Wenn kein "Wetten, dass ..." im Fern ist. Wenn kein Tatort gezeigt wird. Wenn's keine Sportschau gibt. Wenn Günter Jauch sich nicht mit seinem Pseudowissen über "Wer wird Millionär" produziert. Und wenn weder RTL noch die anderen werbegeilen Verdummungssender etwas ausstrahlen? Also, was macht der Alstadener, wenn er kein Fern sieht? Genau! Er guckt Fenster. Er guckt sowohl das Fenster an, als auch aus ihm heraus. Und er ist ganz aufmerksam und freut sich. Sowohl beim Fensteransehen, als auch beim Hinaussehen. Der Alstadener ist eben aufgeschlossen, neugierig und weltoffen. Und er braucht nicht immer das Fensehen als das 'Tor zur Welt'. Seine Welt ist Alstaden; sein Tor zu dieser Welt ist das Wohnung-Fenster. Und den Mehrwert seines "Fensterkuckens" legen der kluge Alstadener und die pfiffige Alstadenerin als Beobachtungszinsen brav auf die stets sichere Fensterbank.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma Heinz, dat mit'ti gefror'ne Eiers läss' mich einfach nich' los."
- "Kehr Kalle, wat is' an die Eiers von die Ollen so wichtich? Alz gäbet kein ander Thema?! Denk zu'n Beispiel ma' an Ebbulla un' all die an'nere Negers!" 
- "Nä, will'ich abba nich'. Ebbulla erinnert mich immer an Ulla!"
- "Apopo Ulla .... bei Dein Ulla un' mein Gerda is' dat mit die Eiers sobiso schon lang vo'bei. Da is nix mehr mit Einfrier'n! Die zwei kannze nur noch alz Ganzet in'ne Kühltruhe tun. Wennze'se da übberhaup' rein kriss?!??"
- "Abba hömma Heinz, immer widder wirs'e von'ne Zeitungs auf dat Thema gestoß'n Heinz. Heut frach' die BlödmannsBild, op'se Eiers apschreck'n muss."
- "Kumma Kalle, die mein'n abba die gekochte Eiers von den Eiermann seine Hühners un' nich' die Eiers von'ie junge Keulens."
- "Eiers sin' Eiers, Heinz."
- "Pass'ma' auf Kalle: Die Hühnereiers kannze mit kalt Wasser appschreck'n, die Eiers von die Keulens kannz spiziell Du appschreckn, wennze die Dein Schrumpel-Lolli zeig'n tus'. Un' getz'ma wat Wichtijes: Wo is' die Pulle Assbach, die'ße mitbring'n wollz?"
- "Mann Scheiße abba auch, Heinz. Mit der Assbach un' die Eiers von die Hühners von der Eiermann hat mein Ulla Eierlikör für ihr'n Tuppadöskenabend für ihre Mädels gemach'!"
- "Da kannze ja getz der Eierlikör einfriern'n, Du blöd'n Lelleck. Wie kommp dat Ulla denn an der schönen Assbach?"
- "Der hatt' ich in Kühlschrank ganz hinten hinter die Eiers versteck', Heinz."
- "Getz schiep mich abba ma' bloß gaaanz schnell zu'n Kleine-Natrop, sonz werd'ich noch zu'n Mörder an Dich, Kalle!!"

09.11.2014 Der schönste Platz bei Oma in Alstaden und Heinz erklärt Kalle die künstliche Befruchtung eingefrorener Eizellen ohne SEX

Das nette 'Oma-Enkelfoto', das auf dieser Seite ursprünglich zu sehen war, wurde auf Wunsch der Familie des kleinen Jungen, der so anmutig und interessiert aus dem Fenster sah, entfernt. 
Schade. 
Aber so ist eben unsere doch in weiten Bereichen überaus garstige Welt wieder einmal um ein idyllisches Enkel-Großmutter-Beziehungs-Bild und um die vorweihnachtliche, versöhnliche Stimmung, die damit hätte verbunden sein können, ärmer.





Wo findet man den schönsten Platz auf Erden. Nicht in Eden! Der schönste Platz auf Erden - ja vielleicht in der ganzen Welt - ist für einen aufgeweckten Vierjährigen natürlich der auf der Fensterbank in Alstaden bei der über alles geliebten Oma. Man sieht's! Der Kleine schaut interessiert und etwas skeptisch auf das Geschehen außerhalb der anheimelnden, großmütterlichen Wohnungs-Geborgenheit; und die Oma begleitet sein waches Interesse mit einem lächelnden, liebevollen, weisen Blick und steht schützend hinter ihm. 
Als ich kürzlich mit einem befreundeten Ehepaar ihren dementen 93jährigen Vater im Seniorenheim besuchte, antwortete der alte Mann nach einen langen Weile angestrengten Nachdenkens auf die Frage, ob er sich an etwas erinnern könne, wo es denn in seinem Leben am schönsten gewesen sei?: "Ja! Bei mein Omma in Alstaden auf'e Fensterbank!" Der alte Mann schaute bei diesen Worten mit verklärten Augen und erinnerndem Lächeln aus dem Fenster seines Heimzimmers und schien noch einmal so etwas wie Glück und Geborgenheit zu spüren. Damit schließt sich dann wohl für die meisten Menschen der Erlebens-Reigen bedeutungsvoller Orte: Von vitaler zu seniler "Alters"Kindheit.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma Heinz, has'se wegen die gefror'ne Eiers von'ne junge Fraun's ma' nach'eguggelt?"
- "Happ'ich!"
- "Un'? Wie geht? Diese Zuckerzwerch von den Fäisbuck gip die Frauns angeplich ja sogaa Gelt für der ihre gefrorene Eiers. Is' fas' so, wie wenn'e Ulla der Eiermann an'ne Tür bezahl'n tut, nur ummekehrt."
- "Kumma Kalle, die frier'n die Eiers ein in so'n kalten Dampf."
- "Wat für'n Dampf? Dampf is' doch heiß, Heinz?"
- "Nä, so'n Dampf wie von den Trock'neis in'ne Äkschenfilme. Un' wenn die späters ma' die Eiers brauch'n, hol'n die die aus so'n kleinet AlluDösken, ... - ... dann, ZACK, die Wichse von den Typ drauf, dann rin in der Ische ihr'n Mutterus & feddich app!"
- "Abba dann ha'm die Keulens doch ga' kein Spass dabei."
- "Nö, woll'n die bestimmp' auch ga'nich, sin' ja so karäregeile, interilente Hupen. Für die is' Sexalität nur Denk'n, un' nich' pimpern."
- "Hömma Heinz, is ja fass' wie bei Dein Gerda, nur dat die putz' un' nich' denk!"
- "Genau, un' getz mach ma' gaaanz schnell Dein Flachmann mit'te Hochprozente rübber!"

08.11.2014 Der (Porno)Laubbläser gegen Potenzprobleme. Das Blasorchester in Alstaden und Kalle & Ulla sehen Probleme beim Social Freezing




Herbsterlaubnis. Überall ist es jetzt in Alstaden erlaubt, diese sackigen Säcke rund um Bäume oder auf öffentlichen und sogar lauschigen Plätzen zu platzieren. PlatZieren? Na ja, eine Zierde ist das nun gerade nicht. Irgendwann - aber wann? - werden diese unansehnlichen Laubsäcke dann eingesammelt. Hier steht's auf der Seite der WBO: "Im Bezirk südlich der Emscher am 08.11. und am 06.12.2014. Das Laub ist am Abfuhrtag bis spätestens 7.00 Uhr - frühestens ab 18 Uhr des Vortages- vor dem angeschlossenen Grundstück in Kunststoff- oder Papiersäcke eingefüllt bereitzustellen. In die Säcke darf nur Laub eingefüllt werden."
Also, wie zu lesen, soll das Laub am Abfuhrtag - und das ist ja hier in Alstaden für uns der 08.11.2014 - bis spätestens 7:00 Uhr vor dem Grundstück stehen. Doch die Säcke liegen, wie auf den Fotos zu sehen, schon seit Wochen an den verschiedensten Orten hier in Alstaden herum. Und das natürlich, nachdem all die Laubbläserhooligans tüchtig mit ihrem verlängerten, motorisierten Geschlechtsteil lärmend das Laub verblasen und zugleich damit unsere Ohren & Nerven malträtiert haben. Da kommt dann abends der wackere durch seinen Vorgesetzten geknechtete, kleine, überaus devote Angestellte nach Hause, haut sich 'ne Schnitte und 'n Bier rein und ruft dann - jetzt mit Alkohol im Kopf natürlich wieder viel selbstbewusster - zackig seiner Frau zu: "Du hömma, ich geh'ma eb'n drauß'n ein'n blasen." Und dann gibt er's aber den hilflosen Blättern so richtig!! Und nachdem er sie dann vor sich hergetrieben und unerbittlich zu einem herbstfarbenen Haufen verblasen und sich selbst damit innerlich zum Herrscher über alles ErLaubte gemacht hat, ruft er: "Schantall, komm getz entlich mit der blaue Sack un' pack die scheiß Blätters da rein!" Er selbst ist dazu natürlich nicht mehr in der Lage, da er gerade erst im Kampf mit dem Laub obsiegte und dabei seine gesamte männliche Potenz über sein knatterndes Rohr in den Alstadener Abend geblasen hat. So geht SEX!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wat geht app, Heinz."
- "Wat soll schon noch appgeh'n, Kalle?. I's doch schon allet app!"
- "Hömma Heinz, kannze in den Internetz ma' bisken gugglen?"
- "Warum?"
- "Kehr, mein Ulla will wiss'n, ob die Frau'ns, die sich die Eier für späters einfrier'n lass'n, sich a'mds in Bett noch'e Wärmflasche auf der Bauch tun dürf'n, odda opp die Eier's dann widder auftau'n tun un' schlech' werd'n, so dat'ta späters widder nur noch bekloppte Blagens von rauskomm'n?"
- "Mach'ich Kalle, koss' Dich abba zwei Schluck aus Dein Flachmann! Un' frach bloß nich' nach'e OrgassmussSockens!!"
- "Is gebongt, Heinz."

07.11.2014 Atmende Fenster in Alstaden, Kalle friert und Heinz soll sich den Schlauch stramm pumpen lassen

Hauswand Flockenfeld / Lickenberg

Sensation in Alstaden. Bisher nie gesehen. Noch nie da gewesen. Weder hier noch dort noch sonst wo. Nur im Lickenberg zu sehn. Nur in Alstaden. Nur an der Hauswand Ecke Flockenfeld. Die atmenden Fenster. Daran sieht man: Nicht nur die Wüste lebt. Auch Alstaden lebt. Immer noch. Obgleich die Bürgerringer nicht mehr ringen, geschweige denn kämpfen. Denn Al + Staden ist jetzt nicht mehr wie früher VIER, sondern schlicht 1 Alstaden. Und darum ist dieses sensationelle, nur hier, nur bei Alstaden & Drumherum, zu bestaunende Atmen der Fenster zwar ein sicherlich überlebenswichtiges, vielleicht aber auch nur noch ein ganz ordinäres und angstvolles Schnappatmen.

-"Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Geht so. Hömma Kalle, wat is' mit'ti Heizung bei Dich un' Dein Ulla?"
- "Ja, nix is'. Die Bude is' kalt. Nachts unter den Plümmo mt'ti Ulla geht ja noch. Abba morgens, kurz nach'n Aufsteh'n frier'ße Dich'n Ast app. Als ich nackich aus den Badezimmer komm, sacht Ulla: 'Mensch Kehr, Kalle, getz' is Dein Pinnockio ja noch mehr geschrumpelt als sonz!'"
- "Hömma Kalle, noch kleiner als sonz, geht dat übberhaup bei Dich noch?!"
- "Dat muss Du grad sagen, Heinz. Du hass' doch seit Deine Lähmung von Dein Pinockio apwärz nur noch'n Schlaffski in'ne Hose. Kein Wunder, dat Dein Gerda immer nur putz'n tut. Die hat'doch sonz nix."
- "Mus'se denn immer auf meine Behinnerunk geh'n. Has'se noch nie wat von'ne Inkluson gehört, Du ollen Bischeck?!!"
- "Hömma Heinz, Inkluson kannze Dich in'ne Flaßhof kauf'n. Da krisse sogaa' noch'n Gummi für umme dazu un'n villeich tut Dich die Lutsche auch'e Reif'n von Dein Schopper aufpump'n. Dann has'se wenigszens 'n strammen Schlauch!"
- "Gip mich schnell 'n Schluck aus Dein Flachmann, Kalle ... sonz vagess'ich mich un' unser Freundschaff'!!"

06.11.2014 Kleine Läden und Auswahl in Alstaden und Kalles Hausbesitzer renoviert einfach nicht Haus und Heizung

Flockenfeld / Lickenberg


Flockenfeld/Lickenberg



Wohnt und lebt man in Alstaden, dann hat man sie - wie hier zu sehen - die Große Auswahl. Aber man hat auch die Qual der Wahl. Man geht hin. Der Weg ist fußstapfend & verheißungsvoll vorgezeichnet. Kommt der Großen Auswahl immer näher, steht kurz davor, und sieht ... sieht? ... dass man nichts sieht; nichts, das auszuwählen wäre. Und das ist dann die wirkliche Qual der Wahl; denn wo nichts angeboten wird, da ist auch nichts zu wählen und schon gar nichts auszuwählen. Was bleibt ist der Schein. Und die interessanten Spiegelungen. Die Spiegelungen der eigenen Person und die Spiegelungen der gegenüberliegenden Häuser-Fassaden im blinden Glas der dunklen Schaufenstern, in denen es allerdings nichts mehr zu schauen gibt. Der Rest ist gähnende Leere.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Wie geht?"
- "Muss. Un' selps?"
- "Muss auch."
- "Has'se schon'gemerk''? Immer weniger von'ne Lädens hier in Alstad'n. Allet dicht. Sieh'ße?"
- "Stimmp, sach' mein Ulla auch. All die kleine feine Lädens, die'ma an'ne Ecke war'n sin' weck. Immer sieh'ße nur Viddiobudens, Aldi un' Penni un' so'ne große Lädens auf'e Bebel und die Alstadener Straße."
- "Genau, ma eb'n um'me Ecke geh'n, Stück Wuast un' Stück Käs' oder Brot kauf'n un 'n geflecht'n Assbach kannze hier nich' mehr. Un' grad mit mein AOK-Schopper is' dat doch allet so schwer."
- "Hömma Heinz, ma' wat ann'eres; Du hass' doch die Sockens .....?"
- "Kehr Kalle, getz hör' mich entlich mit'ie scheiß Sockens auf. Wenn ich dich dat mit die Sockens un' der Orgassmuss von mein Gerda erzähl'n will, dann tu'ich dat. Abba nich' wennze mich mit Deine Fragerei auf'n Kecks gehs'. Versteh'se?"
- "Nä, dat mein ich nich'. Ich mein weg'n ganz no'male wa'me Mauk'n un'ne Heizung in Deine Bude. Is' bei Dich richtich wa'am?"
- "Ja, ich hap von der Mongtör die Heizung letzens noch einstell'n lass'n, läuf top Kalle. Allet waa'm in' Daa'm!"
- "Siehs'se, un' ich un mein Ulla frier' mich ein' app un' muss alle paa' Wochens de Luff aus'se Heizkörpers lass'n, weil dä Hausbesitzer immer noch der alt'n Heizungskram in Keller hat un' unser klein Häusken nich' vernünftich renneviert un' iseliert!"
- "Du bis doch in'ne Rech'schutz Kalle, geh' zu'n Rech'sverdreher un' mach den Eig'ntümer heiße Mutterklötzkes unter sein' Aa'sch!"
- "Weiß'e ein'n?"
- "Ää'sche weiß'ich ne Menge, brauch'se nur in Rathaus kuck'n."
- "Nä'ich mein 'n Rechtsverdreher?"
- "Geh' zu der Dokter Keller auf'e Mülheimer, der is' auf so'wat spezallisiert!"

05.11.2014 Der gewesene Alstadener und Kalle und Heinz betrauern das frühere Oberhausen


Wenn der Alstadener in die Jahre kommt oder schon gekommen ist, dann schielt er gerne (siehe oben). Wie ein Chamäleon kann er unabhängig voneinander seine Augen auf nahezu diametral entgegengesetzte Dinge richten. Auf das Leben einerseits und den Tod andererseits. Ich würd'mal sagen: Leben links, da fortschreitend fortschrittlich; Tod rechts, da zeitlos konversativ. Und das alles vor dem marmorierten Kohlegestein des untergegangenen und fast schon vergessenen, ehemals blühenden Bergbaus. Ein zartes Pflänzchen "Gute Hoffnung" zeigt sich unterhalb der Totenmaske. Aber worauf? Worauf hoffen? Auf den Heilsbringer für ein abgewirtschaftetes, marodes Oberhausen? O Weh- und Wider-ling!!

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Kehr Heinz, wat is aus unser Oberhaus'n geword'n? Von Alstaden will'ich ma' ers' ga' nich' red'n?!!"
- "Du sach's'et Kalle! Letzen's auf' Maa'kstraße, da kannze mit'n Schopper Schlalomm zwisch'n de Bettlers un' Kötters fahr'n un' links un' rech's nur die ollen Billichramschlädens. Auf'e an'nere Bürgersteige komm'se nich' mehr an'ne Autos vorbei. Un' Du kuck's nur noch Migerazonsgesich'ers; allet nur'noch Scheiße hier!" 
- "So is'et Heinz. An Berocenter kannze als alt'n Mann a'mds nicht mehr vorbei, da krisse Angs' für Dein Leip un' Leb'n un' sogaa' für'e eig'ne Olle; besonn'ers wennze Am Förderturm geh's, da sieh'se nur noch' die Paselacken rumlauf'n."
- "Hömma Kalle, ich möch' der Tag nich mehr erleb'n wo'se dich nich mehr übber'e Bebel zu den Kleine-Natrop un' übber Flockenfeld zu'e Flotte trau'n tus'."
- "Komm' lass los'ziehn. Schiep mich zu'n Natrop; ich will bei Muschels, Bier un'n Koarn die fiese Welt vagess'n!"
- "Wat'iss mit die OargassmussSockens Heinz?! Erzähl ma' entlich!!"
- "Später Kalle .... bisken muss'e noch wa'ten. Die Wirkung von die Sockens an mein Gerda vergess' ich mein Lebtach nich' ... auch nich nach'ne ganze Kanne Assbach!"

04.11.2014 Nippes in Alstaden und Kalle's Haftpflicht heißt Kukident

Ruprechtstraße
Hier kann man was kaufen ... in Alstaden, in der Ruprechtstraße 115. Aber man weiß als Uneingeweihter eigentlich nicht so recht ... was ... man .... da .... kaufen .... soll?! Vielleicht die Dekoration des Fensters selbst oder die dort ausgebreiteten verblassten Ferien-Träume oder vielleicht sogar die (un)frommen Laichturm-Wünsche, die dort ausgestellt sind ... oder die schönen kleinen lieblich-süßen Heile-Welt-Figürchen?!? Wer weiß? Ne Ente für die Fensterbank, eine Reihe Schmetterlinge fürs Mobile überm Esszimmertisch, ein putziges Figurenmädchen mit Hut fürs Sideboard, einen Leuchtturm, der nie blinkt, auf'm Fernsehschrank, einen Miniaturliegestuhl, in dem sich im Sommer am Fenster im warmen Sonnenlicht die Hausstaubmilben räkeln ... oder?!? .... - vielleicht am sinnvollsten - ein Schild mit der Aufschrift "Parken verboten". Ein äußerst notwendiges Schild für Alstaden. Ein solches Schild sollte an jedem der engen Bürgersteige hier in Alstaden & Drumherum angebracht sein. Heinz mit seinem AOK-Schopper wüsste das sehr zu schätzen. Und Kalle, der den Heinz regelmäßig in Alstaden zu den verschiedenen Kneipen schiebt, hätte nicht so ein ansatzweise schlechtes Gewissen, weil er immer mal wieder mit Heinzens Schopper nächtens und überreiflich angetrunken die schön glänzenden, aufpolierten und wunderbar farbig lackierten Beifahrerseiten der PeKaWeh's verkratzt.

- "Hömma Kalle, zahlt dat ei'ntlich Dein Haftflich', wennze nachts mit mein Schopper immer de Autos ankratz'?"
- "Kehr Heinz, Haff'licht gibbet für mich nur von Kuckident für'e Potese in mein Gebiss, damit mich die bei'n Hust'n nich' auße Schnauze flich. Dat is' die einzige Haff'flich, die ich kenn'n tu!" 
- "Has'se den da gaa'kein schlechtet Gewissen weg'n die Kratzers an'ne Wagens, Kalle?"
- "Ja, app'un'zu schom'ma. Abba geg'n dat schlechte Gewiss'n hap'ich ja ex'tra Meddezin aus mein Flachmann dabei!!"

03.11-2014 Kosmetik in Alstaden und Kalle ist Heinz in Bezug auf Gerda zu anzüglich


Schiller und Frank Bebelstraße 175
Schiller und Frank Bebelstraße 175

Wie man sieht, wird zur Herbstzeit alles gefärbt. Draußen dem Baum die Blätter und bei der Alstadenerin selbst: Erst die Wimpern, dann die Brauen, und dann lässt sie sich ganz gerne auch noch etwas zupfen?! Und das sind tatsächlich wieder die Brauen ... doch wenn man von Kosmetik Schiller & Frank einen Wimpernschlag weiter Richtung Flockenfeld schlendert, dann trifft man unvermittelt wieder auf's Brauen. Doch das, was dort entstand durch's Brauen, das kann man sich nicht nur zupfen, NEIN!, das kann man sich sogar zapfen lassen. Und wenn man dann schön gefärbt, wunderbar gezupft und lecker verzapft worden ist, geht man zurück zu Schiller & Frank überspringt dort am besten gleich die Basis-Behandlung, geht sofort zur belebenden Sauerstoff-Behandlung über, lässt sich mittels einer Coffee-Energie-Behandlung gegen Tagesmühen dopen, um dann fit und empfänglich zu sein für die schmacköse Golden-Caviar-Behandlung. Ein rundum gelungener Tag für Körper & Seele des Alstadeners. Also, Ihr Alstadener/innen begebt Euch in die Wellnesshände von Schiller und Frank und lasst Euch bei Kleine-Natrop zwischendurch mal so richtig einen zapfen. Es sollten aber nicht die von Tannen- sein .... -:))
Kosmetik Schiller und Frank, Bebelstraße 275, 46049 Oberhausen

- "Kehr Heinz, wat steh'se hier mit Dein Schopper an'ne Bebel blöd rum?"
- "Ich wa'te auf'e Gerda, die is' hier in'ne Kotzmetick in'ne Schockeladn-Öl-Dings für zum noch schöner werd'n."
- "Schmeck dat Gerda dann auch süßa'?!"
- "Kann'ich nich' sag'n Kalle, ich daa'f se ja nich' an knabber'n tun. Weiß'e doch, die liep' doch nur der Putzlapp'n un' ihr'n Schrubba."
- "Hömma Heinz, ich glaup beson'ners liept Gerda der Stiel von der Schrubba?!!"
- "Kehr Kalle, werd'ma' nich' anzüchlich auf mein Gerda. Lass uns besser zu'n Kleine-Natrop ein Bierken verzapfen lass'n! Dann komm'se auf an'nere Gedankens."

02.11.2014 Es schwant in Alstaden und Heinz leidet unter einer Depression

Fenster Wilhelm Meinicke Haus

Vom Ruhrdeich aus gesehen

Dem Fenster schwant verhangen schön das Herbstlaub. Heute vielleicht noch der letzte goldene, warme, sonnige, angenehm herbstige Tag. Die Totenfeste sind vorrüber. Gestern war Seniorenfeier auf dem Alstadener Friedhof. Alles was Rad und Nabe an Rollator und Rollstuhl hatte, war vertreten. Auf den Bänken saßen die geduldigen Anwärter für Grab und Urne und raunten blätterleise von Tod und Teufel. Auch die kürbissigen & halloweenen Aktivitäten der letzten Kommerz-Oktobertage 'stummten' sich milde. Es kann Ruhe einkehren. Eine Erntedankruhe. Eine Ruhe wie sie der melodische, aber unhörbare Schwanengesang auf dem oben abgelichteten Fenster verbreitet, das liebevoll von einem Bewohner des Wilhelm-Meinicke-Hauses geschmückt wurde. (Und mal wieder kein Schwan schaut hin!) Die Schwäne zieh'n ... und auch die Wildenten, die man vom Ruhrdeich aus über die Ruhr ihre Formationen fliegen sieht, um die russischen Bomber über dem Europäischen Luftraum abzufangen. Der Alstadener kehrt ein und in sich. Der eine in die Kneipe, der andere ins Gotteshaus und in die eig'ne Seele. Am dunklen fernen Horizont über der Ruhraue zeigen sich die ersten Winterdepressionen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Is'ja noch'ma' ganz schön wa'am getz, wa?!"
- "Du sach's'et, Kalle."
- "Un'?"
- "Un' wat?"
- "Kehr Heinz, wat'is los? Wat geht app?"
- "Nix, Kalle."
- "Hömma Heinz, Du hass' doch wat?!"
- "Ich happ Deperessonen."
- "Weg'n der Herbs'?"
- "Nä, weg'n mein Gerda!"
- "Weg'n dat Gerda hat'se doch noch nie Deperessonen! Dat gibbet doch nich'! Hat der Kerl wegen seine Olle auf seine letz'n Tage doch ta'zächlich Deperessonen!??!"
- "Happ'ich auch nich' für möchlich gehalt'n, Kalle. Is'abba so!!"
- "Un' aus wat für'n Grunt .... wem'ma'ma' blöd frag'n da'af?" 
- "Gerda will mich valass'n!!"
- "Un' da krix Du A'aschgeige Deperessonen? Früher hätt'ze gejubelt. Erzähl, wat wa' denn?!?"
- "Kann'ich, Kalle, bin zu deperimiert, Gipp mich schnell Dein Flachmann für andere Gedankens."
- "Hier has'se ... abba morg'n erzähl'ze! Un dann auch entlich dat mit'ti Sockens!!"

01.11.2014 Eulen nach Alstaden tragen und Kalle erzählt Heinz von der Fassade des Wilhelm Meinicke Haus

Gesehen in der Kuhle

Es gibt ja den Ausdruck "Eulen nach Athen tragen" oder ...?!? ..., um es exakt zu formulieren für die vielen unter uns Alstadenern, die noch flüssig das Altgriechische beherrschen: γλαῦκας εἰς Ἀθήνας κομίζειν oder γλαῦκ᾿ Ἀθήναζε ἄγειν. Tja, der Alstadener war schon immer und er ist es noch: Sehr sprachbegabt.
Der "Eulen"Ausdruck aus der griechischen Kommödie "Vögel" (nicht als Aufforderung gemeint!!) steht für eine überflüssige Tätigkeit und man könnte nun hier in Abwandlung des ursprünglichen Satzes mit Anton Aristophanes aus der Flügelstraße fragen: Wer hat die Eule nach Alstaden gebracht? Denn überflüssige Tätigkeiten gibt's sicherlich auch in Alstaden zur Genüge. Eine der vielen sinnvollen Tätigkeiten wäre, dafür zu sorgen, dass die Fassade des ehemalig glanzvollen Projekts, das Wilhelm-Meinicke- (Senioren)Haus in der Behrensstraße 44, einen auffrischenden Fassadenantrich erhielte. Besonders die braunen Blumenkübel auf den Balkonen künden davon, dass sie längst in den Gebäudeherbst übergegangen sind. Denn die Farbe an diesen Betonkästen blättert mehr als das Laub der Bäume zu dieser Jahreszeit. Also AWO und Sterkrader Wohnungsgenossenschaft nehmt den Pinsel in die Hand und versucht den 2. Frühling an der Fassade der Wohnanlage. Die Senioren, die dort wohnen, werden es Euch danken!!

Der Beweis
- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Hömma Heinz letzens hap' ich der Hans im Meinickehaus besuch'."
- "Un'? Wie geht'dem?"
- "Kehr, der hat schwer Lunge, dann'och Prossata un' kann sich kaum noch auf'e Beine halt'n."
- "Ja, schon Scheiße, Kalle. Der hat sich in den Berchbau sein Lebtach abgerackert, hat kein Verwandtschaf' mehr, Frau is vor 10 Jahre zu'e Radieschen auf'n Alstadener Friedhof, un' getz sitz'e da, sozusag'n mitten in seine eig'ne Scheiße. Nä, mit den möch' ich auch nich' tausch'n!"
- "Kumma Heinz, dä sitz' dä ganze Tach auf sein Balkon, auch bei schlechtet Wetter, weg'n die kaum Luff in seine Lunge, un' glotz von sein Balkon auf'e Behrensstraße. Un' all die Kumpels, die dä armen Hans besuchen tun, sag'n: 'Mensch Hans, has'se Dein Balkon ma von außen geseh'n?' ... 'Nä, wie soll'ich', sacht der Hans da immer, 'ich kann doch nich' mehr vor'e Tür.' ... 'Hans, dein Balkon von außen sieht noch Jahre schlechter aus als'e Fassadde von Dein eigen Gesich'!' Un da wird dä Hans noch'ma' richtich traurich!"
- "Kehr Kalle, wenn sich keiner mehr kümmern tut, geht'et nur noch berchapp mit'ti Gebäudens hier in Alstaden. Gib'mich schnell'n Assbach für zum Vergess'n."

31.10.2014 Alstaden wird entsorgt und Kalle will, dass Heinz der Marianne Vier die Orgasmus-Socken zur Verfügung stellt

Heiderhöfen / Amboßstraße
Heiderhöfen / Amboßstraße

Man sieht es ganz deutlich: Alstaden wird schöner. Und im Nachgang zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die langjährige, ehrenamtliche Vorsitzende des Alstadener Bürgerrings Frau Vier, deren Leitsatz stets war: "Alstaden soll schöner werden, um den Menschen einen angenehmen Lebensraum zu schaffen", könnte man nun sagen, dass WIR es HIER im ReVIER endlich geschafft haben, eine probate Vorrichtung für die hygienische Entsorgung der Beschaffungsscheiße überflüssiger Eigentumswohnungen zu errichten. Gemäß dem oben von Frau Vier zitierten Leitsatz muss "angenehmer Lebensraum" bezahlbarer Wohnraum bedeuten. Darum benötigen wir in Alstaden günstigen Miet-Wohnraum und keine Luxus-Eigentumswohnungen, die zudem den Nachbarn in ihren kleinen, traditionellen Bergarbeiter-Anreinerhäusern zukünftig den Blick verstellen. 

- "Hömma Heinz, wat sach'se zu dä ganze Luxus, der hier in unser Alstaden gebaut wird?"
- "Ja, Scheiße, sach'ich dazu, Kalle!"
- "Ich sach' ja immer, seit die flotte VIER von den Bürgerring in Alstaden hier nich' mehr dat Sagen hat, geht allet der Assbach runner. Is'set nich so, Heinz?!"
- "Da sprich's mir ganz auß'e tiefs'e Kumpels-Seele, Kalle. Abba wat willze mach'n?"
- "Du hass doch die Oargassmuss-Sockens feddich un' schon bei'n Gerda ausprobiert, villeich sollzeste dä Vier 'n paar schenk'n?!"
- "Wieso?"
- "Kehr, die kommp villeich' davon in so'ne staake Stimmung, dat die mit ihr'n Bunzverdienzkreis angedackelt kommp un' sofort de kappetalistichen BauVampire vatreipp!"
- "Dat is' mit'ti Sockens durchauß drin, Kalle."
- "Du wollz mir doch noch die Geschichte mit'ti Sockens un' dein Gerda weiter erzähl'n?!"
- "Hätt'ich schon länks, abba Du Hass'mich ja nich mit mein Schopper in'ne Flotte geschob'n!"
- "Ging doch nich', Heinz, ich hatt'doch Rück'n!"

30.10.2014 Flotte Klemme in Alstaden und Heinz erzählt Kalle die Geschichte von den Orgasmus-Socken weiter


Klemme an der "Flotte"
Wer die Klemme an der Flotte findet, kann sie behalten. Die Klemme. Das ist die berühmte Alstadener Klemme. Und da sie nicht lüstern ist, ist sie weit davon entfernt, eine ganz gemeine, sozusagen ordinäre Lüsterklemme zu sein. Das war jetzt eine Kalauerklemme. Aber die abgebildete Klemme ist einfach - im übertragenen Sinne - die Klemme, in der jeder Alstadener und auch jede Alstadenerin ganz plötzlich, ganz ohne Vorwarnung, ja nahezu schicksalhaft stecken kann: Geldsorgen. Existenzangst. Beziehungsschwierigkeiten. Gesundheitsprobleme. Eben Lebensklemmen, die durch Drücken bewirken, dass etwas zwischen, auf, an, unter etwas festsitzt oder festgehalten wird und sich scheinbar nicht lösen lässt. Es wurde eben einfach beklemmend eng im Leben. Zuweilen selbst verschuldet, meist jedoch unverschuldet. Doch in einer solchen Klemme zu stecken, muss kein Grund zur Beunruhigung sein. Man sieht's - auf dem Foto - an der Klemme selbst, dass es immer einen Ausweg gibt. Genauer betrachtet, gibt es sogar zwei. Einen weniger passablen und darum auch leicht verschwommenen nach unten und einen vielsprechenden, direkt im Focus stehenden und damit auch deutlich vorgezeichneten nach oben. Und den, der aufwärts führt, den nehmen die taffen Alstadener, meist nach einem Bier und einem aufmunternden Gespräch an der Theke vom Kleine-Natrop. Oder eben der Flotte. Auch wenn nicht zu sehen ist, wo er letztendlich hinführt. 

- " So Heinz, getz sim'mer hier bei'n Kleine-Natrop nach fünf Bierken, getz abba ma' raus mit'te Sprache von die Sockens!"
- "Kumma Kalle, dat mit die Sockens wa' so. Ich hatte die feddich und bin damit dann ab'nds zu dat Gerda un' hap'zu die gesach': 'Gerda, Du hass' mich versproch'n, die Sockens nachts in Bett anzezieh'n, wenn ich'se feddich hap', un' ich hap'se feddich!!."
- "Un' wat hat'se gesach', Heinz?"
- "Vasproch'n is vasproch'n, hat'se gesach'. Gip mich die Sockens, hat'se gesach'. Ich zieh'se heut Nach' an, hat'se gesach'."
- "Un'??"
- "Kehr Kalle, ich brauch er's noch zwei Biers."
- "Getz abba weiter, Heinz!"
- "Gerda hat'se an'ne Füße un' is' damit in'ne Pofe. Ich bin noch in mein Schopper vor'e Glotze."
- "Abba Heinz, Du wollz doch kuck'n wat passiert. Warum bis'se denn nich auch in'ne Pofe?"
- "Weil mein Gerda imma zuers' geht! Dat wär sonz aufgefall'n. Ich sitz also, in Wohnzimmer in mein Schopper, da hör'ich ....."
- "Wat hör'se, Heinz, nu sach' entlich!"
- "Ich brauch unbedink noch zwei Koarn, Kalle!"
- "Hier has'se. Getz mach'abba!!"
- "Kehr Kalle, ich kann'ich, dat is' einfach ..., ... Du, dat is'... äh ...  nä, Kalle, dat geht getz nich'. Ich erzähl Dich morg'n in'ne Flotte allet. Ährlich ... nach 6 Bier auf Dein Deckel."
- "Vasproch'n??"
- "Vasproch'n, Kalle!!"

29.10.2014 Der Kuckuckskürbis in Alstaden und Kalle hätte fast die Orgasmus-Socken-Gechichte von Heinz gehört

In der Siedlung an der Behrensstraße
Zurzeit ist Kürbiszeit. Man siehts aller Orten. Der prachtvolle Kürbis liegt. In Vorgärten. In Gärten. Auf Mauern. Vor Haustüren. In Fenstern. Und er liegt, wenn man ihn denn falsch zubereitet, zuweilen auch schwer im Magen. In Alstaden scheint es jedoch noch einen ganz besonderen Kürbis zu geben. Sozusagen einen Sonderkürbis. So eine Art Kuckuckskürbis. Ein Kürbis, der gesponsert vom Deutschen Fußballbund gezüchtet, vermarktet durch diverse Sportartikelhersteller und von mediengeilen RTL-Sportmoderatoren in Alstaden nächtens und furchtbar heimlich platziert wird, um sich wie das berühmte Kuckucksei zwischen den ganz gewöhnlichen Kürbissen breitzumachen. Dieser Kuckuckskürbis, wie er oben auf dem Foto zu sehen ist, überlebt und verdrängt seine ehrlichen, köstlichen Artgenossen immer mehr. Er wird jedoch darum zur Strafe ganzjährig von aufgebrachten Alstadenern solange über Rasen, Schotter, Asphalt, StraßenPflaster und Wasser geworfen und mit Füßen getreten, bis er endlich sein wahres Wesen zeigt. Zu erkennen ist er unterjährig daran, dass er zumeist sein Heil als Rundes im Eckigen sucht.

-"Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Macht der Blutdruck?"
- "Drückt!"
- "Un' wie is' mit dein Darmgedöns, Kalle?"
- "Drückt auch, furz' un' stink'!"
- "Hömma Heinz, Du wollz mich doch von die Oargassmusssockens erzähl'n. Die hass'e doch getz feddich gestrick'?!"
- "Ja, happ'ich! Alladinx!"
- "Un'?"
- "Die wirk'n!"
- "Auch bei die Gerda, Heinz?"
- "Jo, sogaa' bei die Gerda!"
- "Kehr, erzähl' schon, Heinz!"
- "Bei solche Sachens genieß' dä Schentelmään un' schweich'."
- "Sach'ma' Heinz, willze mich getz verarsch'n?! Du hass' mich versproch'n, mich dat zu erzähl'n."
- "Ich erzähl' Dich dat ja auch, Kalle, wennze mich getz mit mein AOK-Schopper nach'n Kleine-Natrop schieben tus'."
- "Darf'se denn widder raus mit'n Schopper?"
- "Klaa'. Gerda hatt'och gesach', wenn ich feddich bin mitti Sockens bin, krich'ich mein Schopper widda. Kuck, da steht'er in'ne Ecke. Also nix wie hin nach'n Kleine-Natrop!! Fünf Bier auf Dein Deckel un' ich red' wie dä Dieta Thomas Heck!"

28.10.2014 Punkt 24 Uhr auf dem Friedhof und Kalle und Heinz wollen Geister werden

Vermessungspunkt auf dem Friedhof Alstaden
Punkt!! Da ist er. Der Punkt. "." Der Vermessungspunkt. Mitten auf dem Alstadener Friedhof zwichen Flockenfeld und Heiderhöfen ist dieser Vermessungspunkt so vermessen, einfach auf dem herbst-rauen Boden dort herumzuliegen. Meist unbeachtet von den andächtigen, grabpflegenden Friedhofbesuchern. Aber zur mitternächtlichen Stunde ist er sehr geschätzt von den in Ewigkeit Ruhenden zur Orientierung im raumzeitlosen Universum ihrer fortwährenden Abwesenheit. Hier treffen sie sich. Die ruhelosen, halloweenen Geister, um des Nachts ihren verwesenden Schabernack zu treiben und um immer wieder erneut zu versuchen, die unmöglichen Eckpunkte der unbegreifbaren Ewigkeit zu vermessen.

- "Tach Heinz."
- "Tach Kalle."
- "Macht der Blutdruck, Heinz?"
- "Zu hoch, Kalle."
- "Hömma, an'ne richtige Stelle, kann so'n ordentlich'n Blutdruck doch ganz schön sein?!"
- "Wie meinz'e dat, Kalle??"
- "Kehr Heinz, bis'su schwer von Kappee. Ich mein' an Dein Moppet! Da 'n or'ntlich Druck un' app dafür!!"
- "Ja, abba genau da happ'ich dä nich', dä Druck. Da is'ser hängelich, schlappich, niedrich."
- "Wo has'se der denn?"
- "In'ne Pumpe un' in Kopp."
- "Un' wat sach'der Dokter, Heinz?"
- "Kein Assbach! Kein Stumpen!"
- "Un' getz?"
- "Wat: Un' getz, Kalle?"
- "Kehr, wat mach'se getz, Heinz?"
- "Assbach! Un' Stumpens! Dat mach'ich!!"
- "Un' wennze davon stirps'?"
- "Dann bin ich alle, Kalle!!" 
- "Kumma, wir machen dat so Heinz: Ich sauf weiter für mein prognosziert'n Leberschaden un' Du für Dein Schlaganfall. Un' wenn wir dann in'ne Kiste auf'n Alstadener Friedhof lieg'n, treff'n wir uns nach's als Geisters an der Vermessungspunk', zieh'n durch Alstaden, un' erschreck'n die geile Keulens, wenn die mit so'n lufftich Püschama in'ne Pofe lieg'n."
- "Abba Kalle, ich kann doch nich um'me Häusers zieh'n, ich bin doch ap der Pinnockio appwärz gelämp, un' der Schopper kommp' doch nich' mit in Grap?!"
- "Kehr Heinz, alz Geist tu'ße doch schweb'n. Da brauchs'e kein AOK-Schopper mehr. Da brauchs'e nich'ma' Füße! Da schwep'se, un' schwep'se, un' schwep'se ... wie auf Wolke sieb'n!"
- "Kalle, Du bis'n echt'n Kumpel. Tu mich schnell 'n Schluck von dein Flachmann für zum Üb'n von schön sterb'n."
- "Wat'iss ein'tlich mit'ti Oargassmusssockens, Heinz??"
- "Happ'ich feddich, Kalle. Erzähl'ich Dich die Tage!"