05.05.2016 WAT und NIX ... dem Oberhausener reichen zwei Wörter für ein ausgreifendes Gespräch

Zwei im Gespräch vertiefte Oberhausener Jugendliche
(Ein sprechender Beitrag von Beate Wagner)

Wir Oberhausener brauchen nicht viele Worte. Nur zwei: 
  • “Wat?”  und “Nix!” 
Die reichen für eine ausführliche und umfangreiche Unterhaltung. Besonders bei Befindlichkeiten von Männers.

Der Oberhausener ist so gewieft, datter alles aufs Wesentliche reduzieren kann. Man muß es nur verstehen. Ja, man muss ihn nur verstehen. Der Oberhausener selps versteht sich natürlich ganz von selps!!!

Zum Beispiel:

Wenn Kalle seinen Nachbarn Herbert trifft und fragt ma' einfach: “Wat?” - Dann heißt das: “Wat is' los mit Dich? Du siehs' schlech' aus. Geht'et Dich nicht gut? Tut Dich wat weh? Wars'e bei den Dockter?”
Und Herbert weiß natürlich ganz genau, was Kalle meint und darum antwortet er:
“Mitti Gesundheit is' alles in Ordnung. Naja, mit 70 hat ma' schon so sein Molesse, abber dat is nich' schlimm. Ich bin nur so runner, weil gestern wurd mein Teckel von ein Auto angefahren. Dat hat mich ziemlich inne Petersilie gehagelt.” 
So ... oder so ähnlich hätte das Gespräch ausführlich stattfinden können … aber eigentlich sagt Herbert schlicht: “Nix!” 
Aber dieses einfache, nur so hingeknurrte; "NIX!" meint genau das gleiche wie oben in dem langen Antwort-Text beschrieben. Nur eben auf den Punkt gebracht.
  • Darauf fragt Kalle dann wieder: “Wat!?” 
Womit er eigentlich meint: “Dat ist ja schrecklich! Wie is' dat denn passiert? Dat war bestimmt diesen Raser mit dat rote Auto, der da hinten wohnt! Wars'e schon bei der Tierarzt?” - Worauf Herbert dann wieder ganz ausführlich antwortet: 
  • “Nix!”
Kalle jedoch versteht sofort, was gemeint ist, und zwar: “Nä, der mit den roten Auto wa' dat getz nich'. Irgend so'n Bischeck mit'n weißn Flitzer mit Bottroper Nummerschild. Der ist einfach abgehauen, un' mein klein Waldi laach da. Ich bin direck zu'e Tierklinik gefahren. Abber mit Taxi, ich hatt' schon 3 Pils drinn. Weiß'e wat da gekoss' hat?”
Und selbstverständlich ist jetzt die richtige Antwort ein wütendes
  • “WAAAT!?!?”
Also, für alle die, die das jetzt noch nicht verstanden haben. Kalle hat gesagt: “Wat, der hat einfach Mücke gemacht? So wat unverschämtet. Ich hoffe, datte sofort bei die Pollezei bis'. Der Kerl gehört der Lappen wech!!! …un' wie war'et inne Tierklinik? Ist dein Waldi viel passiert?”

“Nix!”, sagt Herbert. Und Kalle weiß gleich, jetzt ist es Zeit die Unterhaltung zu beenden. Da der Dackel ist ziemlich tot! - 
“Pilsken?” fragt Kalle noch. Und Herbert hat gleich verstanden… und Grabes-Ruhe breitet sich aus ...

Und so sitzen die Zwei in Wohnzimmer, trinken traurig und verdrossen ein Bier und schweigen sich an. Bis Kalles Frau, dat Rita, nach Hause kommt. Die sieht die zwei deprimierten Gestalten  wie sie vor sich hinstarren und ab und zu anne Flasche nuckeln und sie fragt sofort: 
  • “Wat?” 
  • “Nix!”, antwortet Kalle
Aber Rita weiß exakt, was Kalle meint und sie ist genauso entsetzt wie Kalle wegen des Unfalls von der Herbert sein klein Waldi mit dat Auto von der Bottroper Bischek! 
  • Dann sagt Rita plötzlich: “Kehr, die blöden Bottroppers!” 
  • Herbert steht auf und sagt: “Tschüss!”
Kalle schaut Rita wütend an und sagt: “Boah, glaubse, ey?!” 
Rita verschwindet sofort inne Küche. Denn in Wirklichkeit hat Kalle gerade zu ihr gesagt: 
“Musse ei'ntlich immer soviel kwatschen!!”

Und jetzt die ganze Geschichte noch einmal ganz in Oberhausenerisch:
  • "Wat?"
  • "Nix!"
  • "Wat?"
  • "Nix!"
  • "Waaat??"
  • "Nix!"
  • "Pilsken?"
  • "Wat?"
  • "Nix!"
  • "Kehr, die blöden Bottropers!!"
  • "Tschüss."
  • "Boah, glaubse, ey?!!"



01.05.2016 Ach du schöne Scheiße! Die notdürftigen Oberhausener werden werden mit kostenloser Notdurft in die Innenstadt gelockt

Leerstand Innenstadt und die Nette Toilette

Na, dat'is doch ma'ne Ansage: 

„So ein Service trägt zur Attraktivierung und Belebung der Innenstadt bei …" … meinen die Leute aus der Oberhausener Politik; denn sie wollen SIE - die "nette Toilette" … und die wollen sie mit aller Macht.

Die Oberhausener, die sonst mit hängenden Köpfen durch die beschissen herab gewirtschaftete Innenstadt schleichen, sollen dort bald fast überall umsonst sch***** dürfen. 
  • Der Breitband-Lokus für alle … Hot-Spots und Piss-Potts im Ruhr-Pott.
Man rennt dann an der obligatorischen "Biete-Biete-Bettel-Frau" mit ihrem Heft, das sie einem beständig & aufdringlich unter die Nase hält vorbei und verschwindet im nächsten Ramschladen auf der Markstraße, um dort ganz entspannt erst einmal einem menschlichen Bedürfnis nachzu-gehen, zu -stehen oder zu -sitzen.

Also …. wenn das kein k(n)ackiges & attraktives Angebot der "jungen, dynamischen und hervorragend ausgebildeten" und gut vernetzten CityO-Managerin Astrid Schöpker ist?!? 
  • "SchaPO  Frau Schöpker und Herr Motschul!", kamma da als Obberhausener Innenstadt-Besucher nur ruf'n!!
Und der Begriff "Leerstand" gewinnt dadurch auch eine ganz neue Bedeutung: 

Man(n) steht einfach so lange anne Herz-Jesu-Kirche odder inne Ecke vonnen leeren Laden bis ma' selps leer un' erleichtert iss. 

Ganz nach Werner NaKOT (nomen est omen) vonne CDU: Wir wollen die Nette Toilette haben.“


Kann Dir die Markstraße auch nichts Gutes verheißen
kannze trotzdem ganz schön auf dat Desaster sch*****!

27.04.2016 Betty aus Oberhausen kommt nach Oberhausen und sie kommt vielleicht sogar in Oberhausen

Am Altmarkt
Na … wer sagt's denn?!!? Auf dem Fotto kamma sehn: Betty kommt. Betty!! Wer immer das auch sein mag, sie, die Betty, kommt nach Oberhausen!! 

Rennt, läuft, stürmt auf die Marktstraße … baut sich auf, geht in Position …. hüpft innet Schaufenster … direkt am Altmarkt!! Von Angesicht zu Angesicht von den Daniel und seine Siegesgöttin: 
  • "Ich werde dafür sorgen, dass die Innenstadt wieder attraktiv wird!!"
Kehr, manno, hömma … kumma Betty, klasse Betty … zeich Dich Betty. Du biss' mutich, Betty … Du beleb's uns alle … besonners die Innenstadt. Betty, Du biss'ne Wucht!! … Mit Brumme hint'n dranne!!!

Oder war'se etwa schon da?? … odder schon hier ?? … und übrig geblieben ist neben dem leeren Schaufenster - mitti die zwei halben Torso-Puppen drinne - nur die Ankündigung, datte irgendwann schomma gekommen biss'??? 

Wenigsenz datt. Kehr Betty. Wenigsenz bisse schomma gekomm'; denn der Erwin auss'e Daimler sacht gestern noch für mich:
  • Meine Olle iss noch nie gekommen!!! 
Na ja … Dogging auf'e Maa'kstraße wär'n echt'n Besucher-Mangnet!!!

23.04.2016 Torsi oder Torsos? Am Altmarkt an der Markstraße in der Innenstadt.

Stöckmannstraße Ecke Markstraße

Es ist wie im richtigen Leben. Aber warum sollte es hier auch anders sein. Oberhausen ist ja das Leben! Zwar nicht für alle, aber wohl für die meisten, die hier leben.

Und wenn dann einiges vom Leben abfällt oder abgetrennt wird wird (wie ArmeBeineKopp), dann ist es nicht mehr das Leben, das man eine ganze Weile gelebt, das man gerne gelebt und das man aktiv und mit Wohlbehagen gelebt hat.

Zurück bleibt der Oberhausener selbst, teilamputiert, von der ursprünglichen Innenstadt ausgeschlossen - eben ein Torso. So wie hier auf dem Foto eines Schaufensters am Altmarkt zu sehen. 
Na gut ... zugegeben … da sind's noch zwei Rümpfe!!! Aber dadurch werden weder die Torsi noch die Markstraße noch der Altmarkt noch die Innenstadt insgesamt vollständiger und lebendiger.

Abber bald hamma'ja Breitband … wie kürzlich im Der Westen zu lesen war. Vielleich' hält genau dat Band allet widder zusamm'. Genau so, wie wir seit dem zügigen Ausbau des W-Lans im Innerstädtischen Bereich von Hot-Spot zu Hot-Spot springen können. Nur ... bisher springen wir immer daneben!!!

Der Fortschritt in OBERHAUSEN ist weder aufzuhalten noch auszuhalten. Denn wir sind mal wieder ganz, ganz oben. Das meinen jedenfalls die, die uns immer am Boden halten!

Obberhausen hatt'e Beine app … un' die Arme sobiso … da iss dat mit ganz ohne Kopp 
auch scheißegal!!

19.04.2016 Aktiv in Alstaden … Das Fenster zur Welt … HIER werden Männer gemacht!!

Fitnessclub Franzenkamp
  • Sach'ma ehrlich, ey … so einfach iss dat?!?? 
  • Klaro kehr, siehse doch! Geh'se hin, bisse aktiv, mach'se Spoart, tu'se Fittnäss, krisse Muckis un' schon lauf'n Dich'e Frauns hinterher wie nix!!
  • Echt?! - 
  • Wenn'ich doch sage. Iss einfach so. Hasse Muckis an dein Köarper, komm' die Frauns un' woll'n Dich ma anpack'n. Dat heiß dann Sex-Päck. Hasse 'ne fiese Schwabbel-Pilz-Wampe dann kuck'n se Dich nich'ma mit'n Arsch an. Dat iss dat Leben! So läuf der Hase. Auch hier in Obberhausen. Kumma, geh nach Alstaden. Geh zu der Aktiv-Sport un' mach' anne Geräte rum!! Un' wie'ße siehs: et geht gleich steilemann nach oben in der Sipten Himmel … genau wie auf den Fotto. Un wennze so richtich Muckis hass, dann läss' dat Bärbel Höhn, die grüne Lorelei aus Obberhausen, ihr güldenet Haar aus' dat Fenster hängen … un' schwupp bisse drin!! … In den Fenster, mein ich!
  • OKAY. Datt mitti Muckis mach'ich, iss gebongt …hömma, abber auf die HÖHN kannich verzicht'n … da geh' ich lieber inne Flassoff, da kannich dann auch noch mein Motteck richtich schHöhn tränieren!
  • Ede, Du hasset entlich begriff'n … zwei Monate Träning un' in Alstaden sagen'se alle Schwarzenegger auf dich. Wirß'e sehn!

15.04.2016 Das Leben der letzten Bergleute im Ruhrgebiet
 ... PROSPER-HANIEL ....

David Untertage
(Ein Beitrag von JANA WAGNER)

Die Jungens vom Pütt 
Das Leben der letzten Bergleute im Ruhrgebiet

Containerartige Gebäude, ein Drehkreuz markiert den Eingang zum Gelände und dahinter ragt der charakteristische Förderturm. Vor den Gebäuden stehen die Kumpel, die noch eine letzte Zigarette rauchen, bevor es in über 1000 Meter Tiefe an ihren Arbeitsplatz geht. Steinkohleförderung auf Prosper-Haniel, ein Stück Kulturgut. Sofort ist man gefangen im Charme des Ruhrgebiets, im Land, in dem Pils und Korn fließen. Als echtes „Ruhrpottblag“ gehört dieses Bild einfach zum Heimatgefühl dazu. Um es mit den Worten des Ruhrgebiets-Kabarettisten Frank Goosen zu sagen: „Schön isset nich, aber meins.“

David ist 20 Jahre alt und arbeitet als Industriemechaniker für die Ruhrkohle AG. Auf dem Hochleistungsbergwerk Prosper-Haniel in Bottrop gehört er so zu den letzten Arbeitern im Ruhrgebiet, die noch unter Tage eingesetzt werden. Auch sein Vater und Onkel haben auf der Zeche gearbeitet, weshalb für ihn relativ schnell klar war, dass auch er helfen möchte, dieses Stück Ruhrgebietskultur zu bewahren. 
Prosper-Haniel ist das letzte aktive Steinkohlebergwerk im Ruhrgebiet. Hier arbeiten noch rund 4100 Mitarbeiter. Doch auch hier ist voraussichtlich 2018 Schicht im Schacht, dann wird David wieder in den über Tage Betrieb wechseln und anderorts als Industriemechaniker arbeiten. 

Nach seinem Realschulabschluss begann er 2012 die Ausbildung zunächst über Tage, um die Grundfertigkeiten zu erlernen. Nach der Zwischenprüfung machte er dann die so genannte Grubenreife, in der die Auszubildenden auf den Alltag unter Tage vorbereitet werden. Hier werden Abläufe und allgemeine Hinweise für das Leben auf der Zeche, unabhängig von der Arbeit des Einzelnen erlernt.

Wenn man das Gelände betritt, sieht man als erstes die Kantine. Dies ist eigentlich der einzige Ort, an dem man sich ohne Helm aufhalten darf. Doch im Moment steht vor dem Gebäude ein Kran und als David ihn passiert, ertönt sofort eine Stimme „Helm auf!“. Dies ist einer der Momente, der zeigt, wie groß Arbeitssicherheit auf dem Pütt geschrieben wird. Die „Rotkäppchen“, wie die Mitarbeiter der Arbeitssicherheit von den Kumpel genannt werden, überprüfen zum Beispiel die Ausrüstung der Bergleute, die David hinter der Tür mit der Aufschrift „Kein Zutritt für Frauen und Kinder“, in der Kaue anlegt. Arbeitsschuhe, Handschuhe, Knie- und Schienbeinschoner, eine Schutzbrille und sein Helm schützen ihn vor möglichen Gefahren. Außerdem trägt er täglich seine Lampe, einen CO-Filter und sein Mannwerkzeug bei sich, hierzu gehören zum Beispiel Schlüssel und Zangen. Hat er all das gepackt, geht es mit dem Korb in gerade einmal 90 Sekunden auf 1000 Meter Tiefe. „Es ist wie eine Achterbahnfahrt“, sagt der Oberhausener, nicht ohne dass man ihm einen gewissen Respekt davor ansieht. 

Die verschiedenen Aufgaben, die unter Tage erfüllt werden müssen, werden in verschiedene Reviere eingeteilt. So gibt es Reviere, die zum Beispiel für den Transport, die Instandhaltung der Bänder und natürlich den Abbau der Kohle zuständig sind. Davids Revier, Nummer 253, ist für die Instandhaltung der Versorgungsleitungen für Wasser und Luft zuständig, für Schächte und Bunker und außerdem für die Visualisierung, das heißt die Darstellung der dazugehörigen Daten auf dem PC. Das Schachtsystem unter Tage ist insgesamt 141 km lang. David hat manchmal so lange Strecken zu seinem Einsatzort zurückzulegen, dass er nicht dort hin laufen kann. Dann stehen den Bergmännern Züge oder Fahrräder zur Verfügung, um zu ihrem Ziel zu gelangen. „Manchmal finden unter Tage sogar kleine Fahrradrennen statt, wenn mal zwei Schienen nebeneinander verlaufen.“ Dennoch kommt es vor, dass die Wege viel länger dauern, als die Arbeiten, die zu erledigen sind. Das ist eins der wenigen Dinge, die David an der Arbeit unter Tage kritisiert: Das Zeitmanagement ist anstrengend. Nicht nur aufgrund der langen Wege, auch weil viele Arbeiten nur zu bestimmten Zeiten und nur in einer kurzen Dauer erledigt werden können. Muss zum Beispiel eine Reparatur an den Frischwasserleitungen durchgeführt werden, muss der komplette Abbau für die Zeit der Arbeit stillgelegt werden. Ohne die Wasserleitung werden die Motoren nicht gekühlt, ohne die Motoren laufen die Bänder nicht und ohne die Bänder kann die abgebaute Kohle nicht transportiert werden. So stehen David und die anderen Kumpel in seinem Revier ständig unter Druck. Am größten wird der Druck, wenn einem von den Kumpels einfällt, dass es zum Mittagessen Rouladen gibt. Bei Rouladen und Fußball herrscht Ausnahmezustand, dann wird alles gegeben, um pünktlich Feierabend zu machen. „Und egal, welche Farbe dein Helm hat, man hilft sich gegenseitig.“ Gemeinsam den Stress bewältigen, Zusammenhalt, das ist es, was für David die Arbeit auf dem Pütt zu etwas Besonderem macht. 

Nach seiner Schicht sieht David am Korb die Kumpels wieder mit denen er morgens angefahren ist. Verschwitzt und dreckig stellen sie das absolute Sinnbild eines Bergmanns dar. 

Frisch geduscht steht David an der Bushaltestelle und wartet auf den Bus, der ihn zurück in die ehemalige Zechensiedlung bringt, in das Haus, in dem seine Mutter gerade in der Küche steht und Rouladen macht.

12.04.2016 Die Nebel-Einkünfte unserer Politiker - auch hier in Oberhausen - bestürzend

Der Oberbürgermeister von Oberhausen


Eine echte Bereicherung (besonders für sich selbst)! Aber so sind sie eben, unsere Politiker. Kein Euro ist ihnen zu fern, als dass sie ihn sich nicht schamlos ins eigene Portmonee stecken.

Da sitzen sie dann in Aufsichtsräten von Stadttöchtern und sonstigen städtischen Beteiligungen und sacken ein, was so im Sitzen noch zu bekommen ist. Die Pfeffersäcke!!
  • Im Falle des Daniel Schranz sind es 17.000 Euro 
Wie in der WAZ (eigentlich die Hauspostille der CDU) zu lesen war, darf er von den Aufsichtsratsposten 6.000 Euro behalten. Das Geld als Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtsparkasse, 10.260 Euro, geht ganz an ihn. 
  • Und das natürlich alles NEBEN seinem Gehalt als OB von Oberhausen.
Ich kenne Rentner hier aus Alstaden, die haben nicht einmal 12.000 Euro im Jahr zur Verfügung … viele sind erheblich ärmer … oder die Langzeit-Alos, die von Hartz IV leben müssen oder die alleinerziehenden Mütter hier in OB, die kaum über die Runden kommen … oder all die vielen Familienväter, die an der Grenze des Mindestlohn schwer für den Lebensunterhalt ihrer Familien malochen.

All diese Leute vertritt auch "unser" Oberbürgermeister. Dafür arbeitet er und dafür wird er auch entsprechend entlohnt. 
  • Aber wozu all die Zusatzposten, die für weitere Einkünfte sorgen???
Er soll sich kümmern - um uns … und nicht in den verschiedenen Aufsichts- & Verwaltungsräten herumsitzen, um zusätzlich Kasse zu machen. Hier für uns auf seinem OB-Posten soll er arbeiten und sich einsetzen! Bei und für uns soll er das einlösen, was er uns vor der Wahl versprochen hat. Und wenn er seinen Job ernst nimmt und es richtig macht, ist er damit zu Genüge ausgelastet.

Ich weiß: Bei WEHLING und der SPD - der ehemaliger Arbeiter- & Arbeitnehmerpartei - war es und ist es noch schlimmer … & mit der sozialen Gerechtigkeit haben die es (besonders hier in OB) schon lange nicht mehr … sie reden nur noch drüber … und siechen mit Siechmar auf eine 17% "Volks"-Partei zu!!

Meine Güte?! Was ist aus den Politikern geworden?? Sie wirtschaften sich selbst auf

aber uns, das Volk ...
die, die sie gewählt haben 
- die wirtschaften sie ab!!

10.04.2016 ANTI-Flüchtlinks-Hilfe in Oberhausen ..... für unsere Einzelhändler in der Innenstadt

Altmarkt historische Aufnahme April 2016
Katoffels au'm Markt ... wie lang noch???

Hier bei uns gibt's eine neue Flüchtlingsbewegung. Ach, eigentlich ist sie gar nicht so neu. Es geht schon  seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten so.

Vielleicht sind's ja nur Wirtschaftsflüchtlinge … vielleicht aber flüchten sie vor einem von den Oberhausener Politikern nicht erkannten wirtschafts- und existenz-bedrohenden Krieg.
  • Jedenfalls flüchten sie. Und zwar stetig, schnell und heftig!!
Sie packen ihre Habe ein, leeren die Regale, räumen die Schaufenster aus, verscherbeln den Rest, verkaufen aus und machen danach den stillen Abgänger … 

Sie migrieren ins nahe Umland. In den Nahen und Fernen Osten Oberhausens ... oder schlicht aber heikel nach Wanne-Eickel. 
  • Sie hauen ab
  • machen die Mücke, 
  • verdünnisieren sich, 
  • suchen das Weite, 
um ihr Geschäftsfeld andernorts zu bestellen. Denn in Oberhausen, hier bei uns, auf der Marktstraße, auf dem Altmarkt, der Elsässer Straße ist NICHTS mehr zu holen.

Unsere Stadt-Entwicklungs-Planer und Politiker haben ihnen über Jahre mit dem CentrO den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie haben die Innenstadt platt gemacht und perfide schön geredet. 

Getz widder einer. Der KLAUSER. Alle bald weg. Und der Altmarkt "trocknet aus". Bald gibbet da auch keine Katoffels mehr. 

Wir werden sie vermissen, die guten Läden (NICHT DIE RAMSCHER) und zugleich verlieren wir das, was uns am Herzen liegt: Eine angenehme, attraktive Innenstadt.

Wir brauchen FlüchtlingsHilfe. 
Wir brauchen ein Aufenthalts-Recht für gediegene Einzelhändler in der CITY!!

05.04.2016 EKO - Das Evangelische Krankenhaus Oberhausen und das Desaster bei Unterbringung und Service

Evangelisches Krankenhaus Oberhausen Virchowstraße
(ein Beitrag von Beate Wagner ... fast ein Selbsterlebens-Bericht!!):

Ins Krankenhaus darf man heute nur noch gehen, wenn man privat versichert ist. Oder wenigstens eine private Zusatzversicherung für den Fall eines Krankenhausaufenthaltes hat. Als stinknormaler Kassenpatient sollte man diese Gebäude eher meiden. Aber wenn es denn doch mal sein muss, erlebt man sein nicht nur blaues Wunder.

Eine Operation steht an. Im EKO! Das Krankenhaus, in dem offensichtlich so viel Geld in die Dekoration der großen Drehtüre investiert wurde, dass für den normalen Kassenpatienten nichts mehr übrig blieb.

Die Aufnahme erfolgt in Haus D in einem recht geräumigen Zwei-Bett-Zimmer. Nach der OP dann die Verlegung in Haus A. Also, der Patient wird verlegt, seine Sachen bleiben in Haus D

Der Patient liegt nun von morgens um 10 Uhr bis nachmittags um 17 Uhr in diesen hübschen Krankenhaus-Hemdchen im Bett. Jetzt jedoch in einem Drei-Bett-Zimmer. Ohne eigenen Nachtschrank! Und wartet immer noch auf seine persönlichen Sachen.

Pünktlich um 17:30 Uhr gibt es Abendessen. Da der Patient ja noch keinen eigenen Nachtschrank hat, wird das Essen auf dem Bett serviert. Seine Sachen sind immer noch nicht da!

“Sie kommen zurecht?!”, fragt der Pfleger und bevor man antworten kann ist er auch schon verschwunden. Klar, es sind noch mehr Patienten auf der Station und mehr als arbeiten können die Pfleger auch nicht. Dafür hab ich vollstes Verständnis. Aber wer schon mal versucht hat, halb liegend - weil man nach einer Bauchoperation noch nicht wirklich zum Sitzen hochkommt - ein Brot zu schmieren, das auf einem Tablett auf den wackligen Knien steht, wird verstehen, was ich meine.

Das Essen selbst ist sehr "äußerst schmackhaft": Zwei Scheiben leicht angetrocknetes Weißbrot, ein kleines Töpfchen Margarine, ein Scheibchen Käse und ein Scheibchen Wurst. Das wars! Mehr nicht! Denn man ist ja noch nicht so richtig im System und bekommt damit natürlich nur das, was irgendwie übrig blieb.

Die beiden anderen Patienten auf dem Zimmer sind zwischen 80 und scheintot. Der eine schnarcht den ganzen Tag (selbstverständlich auch nachts!) und der andere lässt seinen Blähungen freien Geruchs-Lauf. Fenster auf, wäre nicht schlecht, aber dann zieht's.

Um 18 Uhr ist die Tasche mit den persönlichen Sachen immer noch nicht angekommen. Also ist Selbstabholung angesagt. Wofür bekommt man denn schließlich Besuch ….

Die 20 Uhr-Nachrichten müssen unbedingt sein. So will es der schwerhörige(!) Bettnachbar. Sonst kann er nicht einschlafen…. Hahaha! Man selbst kann auch nicht schlafen, wegen des Fernsehers, des Schnarchens und der Blähungen.

Darum stört es auch nicht weiter, dass alle halbe Stunde die Tür aufgeht und jemand vom Pflegepersonal herein kommt um irgendetwas zu tun, zu holen oder zu bringen.
  • Aber freundlich sind sie alle. Da kann man nicht meckern, ehrlich!
Nachts um 2 Uhr geht die Türe wieder auf und es wird ein viertes Bett reingeschoben! Ein 12jähriger mit "Blinddarm"!! Der hat natürlich auch keinen eigenen Nachtschrank. Der bekommt und hat eigentlich gar nichts, denn das Zimmer ist ja nur für drei ausgelegt! Der wird eben einfach nur abgestellt. 
  • Kassenpatient hin oder her, aber das hier ist einfach unzumutbar!
Wie gut, dass man am nächsten Tag dieses "schöne" Zimmer und die zur Genesung "wohltuende Atmosphäre" schon wieder verlassen darf!

… und das nächste Mal, wenn ich denn in dies Krankenhaus muss, lasse ich mich lieber notschlachten

Also Kassenpatienten:
Hier in Obberhausen immer schön gesund bleiben,
dann hasse der besten Sörwiss!!

31.03.2016 Wetter schlecht, Buch schön, Musik töff ... aber die armen Omas und Opas an der Haltestelle in Oberhausen

Zu finden im Flockenfeld Ecke Daimlerstraße

Kleines Ensemble mit Bimsstein. Ist es nicht das, was die Frau aus Oberhausen genau Heute zum Sich-Wohl-fühlen braucht? Ein Buch, eine schüchterne Leselampe und bisken Bims zum sanft Bimsen … 
... in der Linken das Buch in der Rechten den Stein … den Kopf voller angenehmer Gedanken ... im Ohr die pinken 'In Ears' mit Coldplay oder Adele drauf un' dranne. 
Datt iss' exack dat Well-Näss-Setting (wie es Neudeutsch heißt), das für multiple Ohrgasmen sorgt ... gerade bei diesem Wetter und genau gegen dieses Wetter und natürlich gegen den Blues, der ihr von den Alltach heftich im Gemüt bläst.

So kommt die hübsche, gedanken- und lustvolle Oberhausenerin mit sich ganz alleine innet Reine. Trinkt sich noch'n Weinchen odder'n Prosecco dabei … un' ap die Post bis der Bims sabbert!!

Die Zutaten zu dem ganzen "Bei-Sich-Sein" und im "Hier-un'-Getz-Wippen" gibbet in Alstaden im Flockenfeld in der LIBRAIRIE … fast umsonst … bei guter und kompetenter Beratung … einfach 'ma' da vorbeikucken ... denn da, liebe Frau, krisse doppelt Lust für der halbe Preis … un' ohne Frust!

Ansonsten ist alles beim Alten (nicht beim Ollen) geblieben: 

Die Trinkerszene hat widder das Bushalte-Häusken anne Trinkhalle auf'e Bebel mit Beschlach beleech', sodatt die Ommas un' Oppas sich anne Haltestelle ihre lahmen, alten, gebrechlichen Stelzen bis in der Spinalkanal stehn. Da muss sich wat ändern!!!! ---- Abber wem sach'ich datttt???!!!

Bissken mehr Zuch vonne Obrichkeit 
in Obberhausen 
wär schon gut!

26.03.2016 Vegan-Toiletten oder Vigan-Toletten? Die Alstadener APO probt den Lebensaufstand mit dem Tod

Alstaden Apotheke Bebelstraße

Na ja … es gibt die ganz einfachen öden, sozusagen normalen Toiletten, die jeder und jede kennt und es gibt offensichtlich noch die VIGAN-TOLETTEN, die nicht gerade jede und jeder kennt und auch nicht von allen gekannt werden muss. Und gekauft werden müssen die schon gleich gar nicht!!!

Kehr, ich weiß nich'?! Soll dat mit der Werbung da auf dem Fotto getz heißen: 
  • Wennze die Pillen nimmps, dann biste Deines Todes sicher. Dann wirste ratzfatz zum Skelett. 
Oder sollet dat Gegenteil bedeuten: 
  • Du leb's so lang bis dattich entlich die Knochen am Jüngsten Tach vom Himmel auf'n Kopp fallen?!

Colecalciferol (Vitamin D3) scheint da in diesen Toletten-Tabletten zu sein. Nehmt sie, liebe Oberhausener, und freundet Euch schon mal mit dem Tode an, ihr chronisch Untervitaminierten. 
Wenn Ihr sie gleich Heute noch nehmt, dann steht Ihr vielleicht ja zu Ostern wieder auf ... ganz so wie der Herr Jesus. (Iss' die Auferstehung durch die Zeitumstellung eigentlich jetzt auch'ne Stunde später?)

Hömma … Ihr APO's … ich hab selten so'ne blöde Werbung mit dem fast versteckten Hinweis gesehen: 
  • PharmaIndustrie und Apotheken richten uns zu Grunde!!
Aber das muss man den 'Apotheotikern', den 'pharmosen' Vergiftern, schon lassen, sie zeigen ihr schändliches Tun ungeschminkt und ungeschönt in den eigenen Schaufenstern.

Die Pharma macht uns alle tot, 
doch die Armen 
vorher arma!!!

22.03.2016 Die Lichtburg in Oberhausen … ist ein "Feste Burg" nicht nur des HERRN … nein auch der Dame und des Lichtspiels im Dunkeln

Innenstadt Elsässer Straße

Mal'n bissken biblisch gesprochen:

HERR-GOTT!!! - waren das noch Zeiten, als wir als Jungs hier den ersten zarten Kuss probiert, uns die erste harte Ohrfeige nach'n zaghaften MöpsenGriff eingefangen … oder dat erste Mal im Dunkeln den gewagten Packer 'unterm Petting-Coat' versucht haben.

Oder als wir uns - etwas jünger noch - mal mit der gesamten Klasse und unserem pädophilen BIO-Lehrer vom Novalis 'nen wichtigen und informativen Film über die "Serengeti" … oder die "Wüste lebt" ansehen durfte. 
Viel Kindergewusel und Geschrei in der Lichtburg … jeder wollte natürlich vorne inne erste Reihe … und Akki meinte: 
  • "Wenn die Bio-Lehrer-Sau sich neben mich setz' un' widder anpack', dann krich' der 'n Trampel im Gesicht geboxt!"
Und auch heute noch, spielt SEX im Kino offensichtlich keine unbedeutende Rolle:
  • Hömma Erwin, wo geh'se.
  • Ich geh gleich mit mein Erna inne Lichtbuarch.
  • Un wat mach'se da.
  • Porno kuck'n.
  • Abber Erwin du hass doch die drei Punkte auf'n Arm, Du biss doch fass blind! Da siehse doch ga'nix vonne schaa'fn Sachens. Abber villeich hörse ja dat Luss'-Gestöhn?!
  • Nä, hör'ich nich'. Erna nimmp mich immer Batterien vorher aus'n Hörgerät. Von wegen die Aufregung für meine lahme Pumpe.
  • Un' woher weiße übberhaup dattat 'n Porno iss?
  • Dat Erna sacht nach 5 Minütkes immer, datter Porno sowat von versaut iss, dat'se nich kuck'n kann ... un' lieber bei der KIK auf'e Ma'kstraße schomma nach'n neu Kleid kuck'.
  • Un' dann?!
  • Kehr, wat un' dann … nix iss dann!! Wenn der Porno feddich iss, holt mein Erna mich widder ab.
  • Hömma, find'se dat etwa schön??
  • Kumma Dieter, dat macht mich gedenfalls mehr an, als'e Latscherei übbere olle Ma'kstraße. Un' ich hab in Sitzn auch nich so Molesse mitti Proassata.
  • Un warum grad die Lichtbuarch?
  • Weil ich da ganz frühers in Dunkelen bei mein Erna datt erste Ma' anne Möpse pack'n durfte.
Von den Dunkeln hinauf im Hellen!
Muss der Luarch 
ers' durche schwatte Lichter-Buarch.

20.03.2016 Frühlingsanfang im Schreber-Garten. Wo? Natürlich in Oberhausen

Schrebergarten Nähe Landwehr
Ein Beitrag von BEATE WAGNER

Die Sonnenstrahlen im März locken ihn wieder ins Freie, den Oberhausener Kleingärtner. Zum Frühjahrsputz im Garten. Diese Schreber-Anlagen sind noch die letzte richtige Männerdomäne

Kalle regiert seinen Garten nach dem Motto “Der Liegestuhl muss so gestellt werden, dat man die Frau von alle Seiten bei'n Arbeiten kucken kann”.
Während Inge dann gleich mal die Laube aufräumt, dreht Kalle seine erste Runde durch die Anlage, um überall "Hallo" zu sagen und in jedem 2. Garten auf ein Bierchen Rast zu machen. 

Erste Station ist bei Walter nebenan: 
  • “Hömma Walter, sach dein Frau ma, die soll dat Unkraut ausse Hecke ziehen. Sieht doch ga'nich schön aus da an den Wech!” 
  • “Rita, hasse gehört, dat Unkraut ausse Hecke muß raus, der Kalle hat sich schon beschwert! ... Willze 'n Pilsken, Kalle?! So ein auffe Freundschaft, ey?” 
Und schon sitzen die beiden auf der Bank und Rita, die das alte Laub aus den Beeten sammelt, lässt alles stehen und liegen und macht erst mal das Unkraut aus der Hecke. Denn auf Kalle hört man! Der Kalle ist ja Gartenwart. Inge hat die Laube fertig und zupft Unkraut. Das Bier ist getrunken. Kalle geht. Als Rita beim Unkraut ziehen am Ende der Hecke angekommen ist, ruft der Kalle nach einem kritischen Blick auf die Hecke dem Walter zu: 
  • “Du hömma, sach ma dein Rita, die hat hier vorne wat vergessn!” 
Rita direkt anzusprechen geht natürlich nicht. Im Garten wird alles über die Männer geregelt.

Inge bepflanzt die Blumenkästen mit Primeln. Kalle schlufft weiter zu Herbert, 78 Jahre alt, Witwer. Herbert sitzt auf der Bank vor seiner Laube in der Sonne. 
“Na Herbert, hass'ja noch nich viel geschafft, hömma” sagt Kalle mit einem prüfenden Blick durch den Garten. “Ach ja Kalle, mein Knochen machen dat nich' mehr so mit. Als mein Rosi noch lebte, da war der Garten in Schuss, da hab ich schon drauf geachtet. Aber getz, wo ich alles allein machen muss ….. ich glaub, ich muss der langsam abgeben?!”

- “Da mach dir ma kein Kopp, Herbert! An Samstag ist wieder Arbeitseinsatz. Da komm' wir bei Dich und machn Dein Garten feddich.” 
- “Kehr danke Kalle, aber komm, getz trinkn wir ers'ma en Pilsken.”

Gemeinschaftsgefühl wird in der Gartenanlage groß geschrieben. Da hilft einer dem anderen. Kalle dreht weiter seine Runde und als die Kirchenglocken 12 Uhr läuten, ist es Zeit, zu Inge zurück zu gehen, der Hunger ruft!

- „Na Inge, Essen entlich feddich?“, ruft Kalle schon vom Tor aus und bleibt erstaunt stehen, als er Inge mit Rita un'ner Kanne Kaffee auf der Terrasse sieht.
- „Hömma, habt Ihr nix mehr zu tun, dat Ihr hier rumsitzn und schnattern könnt? Feddich bisse ja noch nich, Ingelein!! Dann wird das heut nix mit der Mittachsschlaf für Dich! Ers' muss der Garten fertich werden!“

Rita geht. Inge ist sauer. Kalle isst Erbsensuppe aus der Dose und zieht sich dann zum Schläfchen in die Laube zurück. Inge macht wieder die Beete sauber, aber leise! Denn zwischen 13 und 15 Uhr ist in Kleingartenanlagen Mittagsruhe angesetzt. Ruhe bitte! 
  • DATT ISS EIN GESETZ!!
Plötzlich ohrenbetäubender Lärm. Kalle kommt schimpfend aus der Laube, steht horchend in seinem Garten und macht sich schnurstracks in Richtung Lärmquelle auf den Weg. Als er zurückkommt steht Walter mit einem Hammer am Zaun. 
- "Wat iss' denn da hinten los, Kalle?“ 
- " Kehr, dat iss' der Neue, der hat sich die Flex geliehn und schneidet sein Terrassenplatten.“ 
-  "Ach so, dann iss' ja gut." sagt Walter und setzt den Hammer an, um 2 Zaunlatten zu befestigen. 
- "STOPPPPP!", schreit Kalle, "Der Neue is inne Bauphase, der daa'f dat, DU NICH!

Kalle zieht sich wieder in seine Laube zurück. Bis 14:50 Uhr. Dann kommen die Vorbereitungen für eine der zwei wichtigsten Männerarbeiten in der Anlage: 
  • Rasenmähen 
  • Hecke schneiden. 
Das machen nur die Männer, da braucht man Maschinen für, dat können Frauen nicht!

Um 14:50 Uhr wird der Rasenmäher aus dem Schuppen geholt und auf der Wiese gestellt. Nach einem kritisch prüfenden Kontrollgang rund um den Rasenmäher ist es 14:58 Uhr. Aus allen Gärten hört man jetzt ein kurzes "Brrrmmm ……. Brrrmmm …….!" Einmal probieren, ob der Mäher noch läuft! Und um Punkt 15:00 Uhr brummen und rattern in allen Gärten gleichzeitig die Rasenmäher um die Wette.
Inge, Rita und die anderen Frauen beginnen jetzt die Dekko widder aufzustellen. Und die noch kahlen Büsche mit Plastik-Ostereiern zu schmücken. 
  • Jetzt ist alles wieder frühlings-frisch! 
Dann iss' Zeit, nach Haus zu gehen. "Tschüss, Walter! Bis Morgen! Hömma, ich bin total platt und muss unbedink auffe Couch. Ich hab der ganzen Garten Heut geschaff'. 
Kehr dat war Arbeit …. glaub' Dich kein Mensch!"

17.03.2016 Der Hong ... Lin .... Mit Fashion auf der Marktstraße in Oberhausen

Der Fashion-Laden auf der Marktstraße

Wieder eines dieser exorbitant ausgesuchten & exklusiven Geschäfte auf der Wahnsinns-Einkaufs-Meile von Oberhausen.
  •  Nicht Centro … bisse beklopp, ey … nä Maa'kstraße!!
Hömma Schantall, man ey … such'se ma der besonderen KIK in Modeleben von Obberhausen, geh'se als eine bewusste Fäischen-Obberhausenerin zu der HONG … direck neben der LIN … Mittn auf'e Maa'kstraße … iss billich … hasse große Auswahl un' biss in ein suuupa Laden
  • Hat soga' 'n 1. Obergeschoss gleich über den 1. Untergeschoss.
Schühkes für Sie un' Ihm … abber an besten spazier'se als eine eMannzepierte Obberhausenerin allein dahin ... ohne der Ollen. 

Da gibbet auch schön für drunner. Dessuhs .. also Unnerbüx un' so …?!!? … mit viel Spitze odder Brohkat … mit so kleine Löchelskes drinne für der Ollen zum Durchspinxen.

Mit'n Hunni bisse da sowat von vollständich eingekleidet, datte Dich hinterher in Bäcki aufe Markstraße noch'n Kaffee mit'n Puddingteilchen leisten kannz.

Abends mach'se dann zu Haus Spass mit den Ollen beim Umziehn mit Anprobiern … brauch'se kein Angs haben, weil ... rann musse bestimmp nich'; denn nach drei Pülleken Pilz schläf der sobiso im Sessel vore Glotze ein.

Also, Knübbelken … willze Fashion
dann lang hin!
Bei der Hong Lin.

15.03.2016 Frühlinge und andere kleine Dinge für die fleißige und rührige Oberhausenerin zum ma' bissken Spass

Frauen-Laden auf der Alstadener Straße
Der Frühling ist geputzt. Die Schlacht ist geschlagen. Die Oberhausenerin hat gesiegt über Schmutz, Staub, Dreck un' Schmodder. Weni, Vidio, Ficki … wie der ollen Lateiner Zäsar immer so schön zu dat Kleopattra am Abend vor'e Glotze sachte.

Und mit dem Frühling kommen auch die Schmecker- und Schmetterlinge. Im Bauch und im Herzen, auf'e Blümskes un' inne Knospen … die Möpse bellen un' kribbelen ganz wubbelich. Getz muss nur noch richtich schön un' bissken warm Wetter von Himmel kommen ... oder meinzwegn auch vonne Claudia Kleinert auss'e Lokalszeit. Nich'mehr Wolkens ... un' nicht mehr so'n kalten Wind … auch nich' füre Windräder an unsere Ruhr.

Wie Frau sieht, kommt da 'n schmuck'n Obersköarper von ein Manne mit SixPäck. Abber schön sittlich ohne Unterleib. Den kann sie sich ja ma' mucker unten dran träum' … un' anne starke Brust von den Obberhausener Kerl tut'se sich ers'ma nur so anlehnen.

Dat reich' für der Moment … villeich macht der ja'noch'n schön'n Anpacker mit seine Griffelsflossen an ihr'n müd'n Rückn un' so …. iss ja noch nich alle Tage Abend ... ?!?? ... 
...... der Olle hat Heut doch sobiso kegeln mit seine Kumpels un' zwisch'n die SkinToSkin-Slips von ALDI wartet auch schon der kleine Wonne-Helfer …. 

Denn samf' schrubbeln un' feucht fegen
vertreib sowohl als auch ... der Regen!

13.03.2016 Putz ... putzen ... Strom ... Kasten ... flüchtich Sau-Bär machen in Oberhausen

Verteiler-Kasten Innenstadt Stöckmannstraße
(Ein Beitrag von Beate Wagner)

Es ist wieder soweit. 
Zeit für den Frühjahrsputz!

Überall werden Fenster geputzt, Gardinen gewaschen, Blümchen auf der Fensterbank dekoriert, damit es nach draußen sauber, ordentlich und nach Frühling aussieht.
Hab ich auch schon gemacht ... nur keine Blümchen auf der Fensterbank. Grünzeug im Haus ist bei mir von Anfang an zum Tode verurteilt. Entweder es vertrocknet, oder ich ertränke die Blumen. Also lass ichs lieber. Geh ich lieber nach Action und kauf mir Blümchen aus Filz. Die welken nicht. 
Meine Nachbarin von gegenüber ist schon weiter. Bei ihr liegt bereits das Bettzeug im offenen Fenster, und ich höre ihren Staubsauger. Sie bearbeitet sicher schon die Matratzen. Ich muss mich beeilen.
Vor dem Schlafzimmer ist eigentlich erst die Küche dran. Ich bin noch nicht mal aus dem Wohnzimmer raus. Tässken Kaffee, Stücksken Kuchen und dann geht’s weiter.

Heute muss ich unbedingt noch die Küche schaffen, dann kann ich morgen ins Schlafzimmer ... und dann, ja dann hab ich die Nachbarin wieder eingeholt. Denn morgen kann meine sie nicht weitermachen, weil sie die Strasse putzt!

Super sauber Oberhausen…..

Gemeinschaftliches Dreck-Wegräumen, damit Oberhausen frühlingsfreundlich mit der Frühlingssonne um die Wette strahlt.

Da strahlt der ihr'n Heinz in die Kamera des Zeitungsfuzzis und hebt - mit Warnweste, Handschuhen und Greifzange bewaffnet -Zigarettenschachteln, Pommesschalen und Kaugummipapier auf und lässt es in den Müllsack fallen, den seine Gattin - wie immer - allzeit-bereitwillig in der Hand hält.

Meine Nachbarin befreit die Wiese an der Ecke von Hundekot und strahlt dabei, als würde sie über den roten Teppich zu einer Nobelveranstaltung gehen.

Oberhausen hat sich lieb. Wir arbeiten gemeinsam Hand in Hand und befreien unsere Strassen vom Dreck.

Erst dachte ich, besser wär doch, wenn wir alle unseren Dreck direkt dahin packen, wo er hingehört, dann könnten wir uns solche Aktionen sparen. Aber nein! Inzwischen sehe ich das anders. Wir brauchen das fürs Gemeinschaftsgefühl.

Wir müssen unsere Pommesschalen, Kaugummipapierchen und unseren Hundekot auf die Strasse bringen, damit wir gemeinsam etwas tun! Damit wir endlich wieder lachen können und uns lieb haben: Der Heinz den Murat. Die Else die blonde Tussi aus der 2. Etage. Und der Oberhausener seine Marktstrasse und wie die dann glänzt, wunderschön!
Also Oberhausener, bringt euren Müll runter, verteilt ihn auf der Marktstrasse, dem Bahnhofsvor- und Hinterplatz und an allen anderen Orten, die uns ein Dorn im Auge sind. Dann treffen wir uns, räumen zusammen alles auf und brauchen das dann natürlich auch nicht teuer als Sondermüll bei der WBO bezahlen. Ist ja für Oberhausen ....
…. und schließlich strahlen wir mit der Sonne
 und unserer Stadt um die Wette!

11.03.2016 Die Grandezza-Verarschung in Oberhausen - wie lange lassen wir das noch zu??

Marktstraße zum Frühlingsfest
Ein wahres Paradies - wenn nicht gar ParaDeis - wurde uns da zu Teil. Fast'ne Meile (1,60934 km) kann man schreiben … denn weit davon entfernt, ist die Länge der Straße ja nicht. Dassabber auch allet!!!
Eine Einkaufs- … eine Spaß- … eine Familien-Vergnügungsmeile.

Und genau das, will man uns weiß machen!! Die CityO als Sachwalter der Innenstadt-Lügen schreibt so wunderbar euphorisch euphemistisch:
  • "Die Markstraße ist mit 1.4 km die längste Einkaufsstraße in Oberhausen. 90.000 Einwohner und 8 Mio. Besucher jährlich decken hier mehr als nur den täglichen Bedarf. 
  • Exklusive Möbel und Schmuck gehören ebenso zum breiten Angebot wie Designermoden für Sie und Ihn. 
  • Zwischendurch immer wieder Cafés und Bistros. Kauf- und Warenhäuser, Banken und Dienstleister sind die Magneten. 
  • Von montags bis samstags bietet der Frischemarkt auf dem Altmarkt rund um die Friedenssäule bis 14 Uhr ein buntes Treiben. Hier schlägt das Herz von Oberhausen."
Na dann … dann erfreuen wir uns doch der FUZO in Oberhausen und sehen zu, wie sie strömen: 
  • die Massen (8 Mio. Besucher), 
  • die vielen Menschen, 
  • die vielen Genuss- und Einkaufswilligen. 
Und lasst uns stolz glotzen auf die exklusiven Geschäfte, die wunderbaren Bäckis, die in Straßen-Nischen brutzelnden "Frittösen" ... auf den Dreck ... den Unrat in den Ecken und die "bronx"ene Klientel. 
Lamma 'n lecker Eis schlecken inne Innenstadt, 
denn .....

Wir Obberhausener haben 'ne 
Erlebnis-Meile.
Wir sehen un' wissen datt nur nich'!!!

08.03.2016 Motto … "ALLES MUSS RAUS" … auch der Oberhausener selbst?

Geschäft auf der Marktstraße am Altmarkt

Das "Alles-muss-raus" scheint so langsam das Motto der Oberhausener Innenstadt zu werden. Nur nicht bleiben. Immer gleich verziehen. Ma' kurz kommen, ma' kurz kucken, ma kuarz bissken wat verkaufen, ma kurz absahnen und dann gleich widder wech.

"Wir schließen" … und 'Gott sei Dank' ist dann auch alles gleich reduziert. Rabatt neben Rabatt. Die Rabatt-Marken-Marktstraße. In den Augen der Geschäfts-Leute sind wir sowas wie die Rabatt-Oberhausener. Wer brauch' sowat wie beständigen Rabatt?!!?

Ein Rabatt-Laden neben dem anderen. Ein Handy-Laden neben dem anderen. Ein Geldinstitut neben dem anderen. Da gibbet kein Rabatt, da gibbet Abzocke!! Ein Leerstand, der verkommt neben dem anderen, und noch'n Leerstand neben 'nem anderen, der auch wieder verkommt. Kuck bloß'ma gegenübber von Café BAUER.
  • Iss datt dat, wat wir wollen und brauchen???
Rechts im Hintergrund auf'm Fotto will die Nike, die Sieges-Göttin vom Altmarkt, sich auch gleich wieder davon machen. Die Schwingen hat'se schon aufgespannt wie der Fliegende Robert aus'm Struwwelpeter seinen Schirm … gleich kommt 'n Wind und Nike iss' wech ... inne Luff' ... un' hat die Oberhausener verlassen. Auf der Wind hatt'se 70% Rabatt gekrich'.

Vielleicht ist bald der Oberhausener auch selbst ausverkauft, selbst wech, für 70% un' ab dafür inne Ka'paten … jedenfalls nicht mehr in der Innenstadt, nicht mehr auf der Markstraße … nä der Oberhausener, der legt sich gleich im Rabatt-Laden aufe Palette und wird von einem Investor billich gekauf'!!

Wir Oberhausener sind keine 
RABATTIS!
Wir wollen 'ne gediegene Innenstadt
mit soliden, wertigen und angemessenen Geschäften.
!KEINEN RAMSCH!

05.03.2016 Die mützig-möpsige Oberhausenerin hat zu Haus meist den Hut auf

Mützen auf dem Altmarkt
Jede Frau hat ihr'n eigenen Kopp. Merkt man als Mann nicht immer gleich … wird einem aber schnell beigebracht … un' dann iss dat klaa'! - 
  • Iss' datt klaa, getz?!
Die Obberhausenerin in ihre ganz besondere Besonderheit hat sobieso ihr'n eigenen Kopp … un' dat noch mehr, als die allgemeine Frau den eh schon hat. Und darum gibbet für die … also für die Oberhausenerin zusätzlich auch immer noch 'ne eigene imdivideoelle MÜTZE.

Sieht man(n) ja hier auf'm Altmarkt bei den Mützenhändler, der auch schön Stöffken für schöne Frauens verkauft. 

Manche gibbet mit Bommel (Mütze nich' die Frau!) … un' manche sogaa' mit Pelz (Mütze und Frau) … so iss'dat in Obberhausen mit der Obberhausnerin … unten (also wommama sag'n: so anne Füße) iss' rasiert un' nackich un' frisch un' blank un' sauber …. abber oben mit Haare … warm … mit Plüsch un' Fell mit Maschen … dazu schöne Augen und Kussmund. Eben ... 

DIE FRAU OBERHAUSEN!!!

  • "Sach'ma Schackelin, hasse getz ein anne Mütze odder warum zick'se so rum?!"
  • "Kehr Schackomo, mich nerv einfach wennze bei schön Spazieren auf'e Ma'arkstraße neben mich immer ein sausen läss'!!"
  • "Hömma Schackelin, dat iss'e Natur, dat muss raus!"
  • "Ey, iss' klaa' Schackomo … wenn dat mitte Natur ummedingt hier bei Dich getz raus muss, dann kommpse bei mich mitte Natur-Genusswuarzel nach'n Spoartstudio heut nich rein! Iss dat getz klaa ... mit mein anne-Mütze-hab'n???"
Man(n) merkt, die Oberhausenerin 
hat nicht nur die Mütze auf, 
nä … 
auch der HUT!
Und dat iss gut!

03.03.2016 Noch schnell in den Familien-Markt ... vor dem großen Altmarkt-Frühlings-Fest in Oberhausen

Familienmarkt Marktstraße
Bevor der Rummel in Alt-Oberhausen auf dem Altmarkt und auf der Markstraße so richtig losgeht, muss'ma'ers'noch'ma' zum Familienmarkt
  • Einkaufen. 
  • Zweikaufen
  • Dreikaufen 
… alles Sachens, die man garantiert ganz dringend nich' braucht, die abber - wie Vieles auf der geramschten Marktstraße - billich zu haben sind.

Hier krisse dat ganze Jahr alles für fast nix un' nix für fast alles
  • Ein schönen Boddi mit Loch drin zum Zugreifen für der Ollen. 
  • Ein schönet Niggeledsche mit Durchsichtich und kunzvolle Spitze anne Möpse auch für der Ollen & seine Stiel-Augen. 
  • Un' sogaa' noch - wie man auf den Fotto sieht: Artikel und Kinder.
  • Und noch Blümsken inne Kunzstoffkugel ... kitschich schön ...
und gleich daneben - leicht zu sehen - 'ne DVB-T Antenne, die doch glatt aussieht wie'n Dildo … sicher damit die Wellen die ja übbere Luft in dat Wohnzimmer inne Glotze kommen besser  zu den Höhepunk' wallen.

Komm Schnübbelsken hol dat Schnitzel raus!
Ich hab'n VorFrühlingsMotteck!
Un' brauch wat von Dich 
für zum Knabbern & Beißen.